Die Pfadfinder haben bereits mit der Sammlung der Unterschriften begonnen. Foto: Redaktion

Nachdem der Stadtrat formell die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zum Erhalt des Jugendzentrums am Quirlsbergs besttätigt, hat, rufen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stamms Folke Bernadotte am Sonntag zur Unterstützung auf.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Pfadfinder Folke Bernadotte

Der Aufruf der Pfadfinderinnen und Pfadfinder enthält zwei Teile: Einerseits rufen sie einen Aktionstag aus, bei welchem viele Unterschriften gesammelt werden sollten. Andererseits rufen sie Geschäfte, Restaurants, Praxen etc. auf sich bei ihnen zu melden, um dort Listen platzieren zu können

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Um mit einem guten Vorsprung in das Sammeln zu starten, plant der Stamm an diesem Sonntag einen Aktionstag zur Rettung zu veranstalten. Dabei wird sich gemeinsam an um 11 Uhr am Quirlsberg 1 getroffen, in Kleingruppen aufgeteilt und dann in der Stadt verteilt werden. Mitbringen müssen Interessierte und Unterstützer*innen nichts, vor Ort werden alle Materialien ausliegen. Ebenso wird auch für das leibliche Wohl gesorgt werden.

Orte für Unterschriftenlisten gesucht

Weiter suchen die Initiatoren des Bürgerbegehrens nach Orten, in welchem Unterschriftenlisten in der Phase bis zum Fristende ausgelegt werden dürfen. Hier kämen nach ihrer Ansicht besonders Geschäfte, Restaurants, Praxen etc. in Betracht. Geschäfte etc., welche die Jugendarbeit unterstützen wollen sollen sich unter stammesfuehrung@folke-bernadotte.de melden, die Pfadfinder*innen kümmern sich dann um alles weitere.

Unterschriftensammeln auch allein möglich.

Zuletzt weißt der Stamm darauf hin, dass es auch die Möglichkeit gibt, selbst Listen auszudrucken und im eigenen Umfeld zu sammeln. Alle benötigten Infos dafür finden sich auf dieser Website.

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  1. Liebe Bürger von Bergisch Gladbach,
    bitte unterschreibt dieses Bürgerbegehren,
    – für die Unterstützung der Ehrenamtlichen Jugendarbeit in dieser Stadt
    – für die Unterstützung einer höchst demokratischen Jugendarbeit
    – für den Erhalt vom Raum für unsere Jugend
    Unterschreiben können Sie bei einem Pfadfinder in Kluft in der Fußgängerzone, oder auf einer Liste in den Geschäften (wie z.B. im Büggel) oder Sie drucken sich eine Liste über den Link selber aus https://folke-bernadotte.de/buergerbegehren/
    Gemeinsam für die Jugend!
    Silke Kentmann

  2. **Q1: Jugendarbeit braucht sichere Räume – keinen perfekten Neubau**

    Der Aktionstag der Pfadfinder und das Bürgerbegehren bringen eine bislang unzureichend beantwortete Frage zurück auf die Tagesordnung: Ist die Aufgabe des Q1 tatsächlich wirtschaftlicher als sein bedarfsgerechter Erhalt?

    Neun Millionen Euro für die Sanierung – diese Zahl prägt die Debatte. Sie klingt nach einem eindeutigen Argument für die Aufgabe des Standorts. Doch welche Anforderungen liegen dieser Summe eigentlich zugrunde?

    Jugendarbeit braucht sichere, trockene, beheizbare und verlässlich verfügbare Räume. Dazu gehören angemessene Zugänglichkeit, funktionierende Sanitäranlagen und Brandschutz. Ein durchgehend auf Neubauniveau modernisiertes Gebäude ist dafür nicht erforderlich. Räume dürfen Gebrauchsspuren und einen rauen Charme haben. Sie sollen angeeignet, gestaltet und genutzt werden können – für Gruppenstunden, Musik, Werken und Begegnung.

    Genau deshalb muss zwischen notwendigen Instandsetzungen und einer umfassenden Modernisierung unterschieden werden. Die Komplettsanierung wird einschließlich 40 Prozent Risikozuschlag auf rund neun Millionen Euro geschätzt. Bei den von der Verwaltung genannten 1.287 Quadratmetern sind das etwa 7.000 Euro je Quadratmeter. Selbst die Teilsanierung soll rund 3.500 Euro je Quadratmeter kosten – ohne Baunebenkosten. Welche konkreten Maßnahmen, Mengen und Standards hinter diesen Summen stehen, bleibt in der veröffentlichten Kostendarstellung offen.

    Dabei wurden Fenster und Dach nach vorliegenden Informationen Mitte der 1990er Jahre saniert. Die Heizung wurde erst vor wenigen Jahren ersetzt. Eine seriöse Planung muss den tatsächlichen Zustand und die verbleibende Nutzungsdauer berücksichtigen. Das Gebäudealter allein begründet keinen vollständigen Erneuerungsbedarf.

    Auch die Ersatzlösung ist mit den rund 2,5 Millionen Euro für Neubau und Abriss an der Hauptstraße nicht vollständig bezahlt. Die kurzfristigen Reparaturen am Q1 für 250.000 Euro werden während der Übergangszeit ebenfalls benötigt. Hinzu kommen die zurechenbaren Kosten der Räume in der Zentralwerkstatt und mögliche weitere Unterbringungskosten. Und welche Ausgaben verbleiben am bisherigen Q1 nach dem Auszug?

    Die Zentralwerkstatt wird selbst für rund zehn Millionen Euro saniert. Diese Summe darf selbstverständlich nicht vollständig dem Jugendzentrum zugerechnet werden. Die dortige Unterbringung ist aber auch nicht kostenfrei. Zudem sieht die städtische Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ausdrücklich steigende Instandhaltungskosten vor. Ein fairer Vergleich muss die Folgekosten beider Lösungen über 25 und 50 Jahre berücksichtigen.

    Vor allem werden erheblich unterschiedliche Angebote gegenübergestellt: Rund 1.287 Quadratmetern am Quirlsberg stehen nach den veröffentlichten Planungen insgesamt etwa 451 Quadratmeter an zwei Standorten gegenüber. Die Ersatzräume sollen zudem gemeinschaftlich genutzt werden. Weniger Fläche und weniger gesicherte Verfügbarkeit sind zunächst eine Leistungskürzung. Ob die Jugendarbeit damit auskommt, muss ein belastbares Nutzungskonzept zeigen.

    Hinzu kommt die Eignung des Standorts: Die Pfadfinder halten den geplanten Neubau an der oberen Hauptstraße wegen der Lage an der vielbefahrenen Straße und der unmittelbaren Nachbarschaft zu Wohngebäuden für ungeeignet. Diese Einwände betreffen den Alltag der Jugendarbeit – sichere Aktivitäten im Freien ebenso wie mögliche Nutzungskonflikte. Ein neues Gebäude allein macht noch keinen geeigneten Ersatz für den abgeschiedenen und doch zentral gelegenen Quirlsberg.

    Auch bei der Barrierefreiheit braucht es denselben Maßstab. Beim Q1 wird sie als wesentliches Sanierungsargument angeführt. Der vorgesehene Obergeschossraum der Zentralwerkstatt war nach dem im März veröffentlichten Planungsstand dagegen nur über eine Außentreppe erreichbar.

    **Wo ist die durchgerechnete Variante, die das Q1 sicher und dauerhaft nutzbar hält, brauchbare Bauteile erhält und weitere Arbeiten sinnvoll staffelt?**

    Die entscheidende Frage lautet: Welche Lösung bietet langfristig geeignete Räume für gute Jugendarbeit zu vertretbaren Kosten? Dafür braucht es einen nachvollziehbaren Vergleich. Eine umfassende Sanierung neben einen deutlich kleineren Ersatzbau zu stellen, reicht nicht.

  3. Daumen hoch!!

    _ ab wann dürfen Unterschriften gültig gegeben werden?
    _ wer darf unterzeichnen?
    _ muss Mensch in GL gemeldet sein?

    schönen Tag
    gutes Wochenende
    erfolgreiches sammeln von unterstützenden Menschen die unterschreiben

    1. Hallo Mia,

      Unterschriften dürfen ab sofort gesammelt werden und unterschreiben darf, wer in Gladbach wohnt und über 16 ist