Das Kreishaus am Rübezahlwald. Foto: Thomas Merkenich

Ein Informationsabend im Kreishaus gibt Einblicke in verschiedene Perspektiven auf psychische Gesundheit und Sucht. Auf dem Programm: Vorträge, persönliche Erfahrungsberichte, Musik und ein Trialog zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung bis zum 1. November ist erforderlich.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des RBK

Der Gemeindepsychiatrische Verbund des Rheinisch‑Bergischen Kreises lädt am Dienstag, 3. November, von 17.30 bis 20 Uhr zu einer besonderen Informations‑ und Austauschveranstaltung in den Großen Sitzungssaal des Kreishauses Heidkamp, Am Rübezahlwald 7, in Bergisch Gladbach ein.

Unter dem Titel „Let’s talk about: A.N.D.E.R.S.“ stehen Austausch, „Nicht allein (sein)“, Dialog, Entstigmatisierung, Respekt und Sichtbarkeit (A.N.D.E.R.S.) im Fokus. Ziel des Abends ist es, Raum für Begegnung zu schaffen, Erfahrungen zu teilen und Wege zu mehr gesellschaftlicher Offenheit und Solidarität aufzuzeigen.

Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachpersonen sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 1. November über das Beteiligungsportal.
Die Teilnahme ist kostenfrei, der Veranstaltungsort barrierefrei erreichbar.

Ein Abend für mehr Verständnis, Respekt und Sichtbarkeit

Mit dem vielfältigen Programm möchte der Verbund dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und eine neue Sicht auf psychische Erkrankungen und Sucht zu gewähren. Das Programm des Abends bietet einen abwechslungsreichen Einblick in unterschiedliche Perspektiven rund um das Thema psychische Gesundheit.

Den Auftakt macht der Vortrag „Stigma verstehen, Vorurteile verhindern“ von Dr. Andreas Steinfeld vom Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach, der aufzeigt, wie Stigmatisierung entsteht und wie ihr wirksam begegnet werden kann.

Anschließend berichtet Petra Schmitz von Die Kette e. V. in „Mein Weg zur Peerberaterin“ aus ihrer persönlichen Erfahrung und ihrem beruflichen Werdegang.

Im Anschluss stellt Florian Young von Die Kette e. V. das „AHA‑Projekt – Auseinandersetzung, Haltung, Aufmerksamkeit“ vor, das neue Impulse für eine offene und respektvolle Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen setzt.

Für musikalische Unterhaltung sorgt der Caritas‑Netzwerkchor Chorios. Verschiedenen Infoständen bieten Gelegenheit zum Austausch und die Möglichkeit, sich über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren.

Ein besonderer Programmpunkt ist im Anschluss der Trialog, bei dem drei Perspektiven zusammenkommen: Menschen mit eigener Erfahrung, Angehörige und Fachpersonen. Mitwirkende sind unter anderem Angela Mascharz und Jürgen Sommerfeldt, Peerberater direkt aus der Zielgruppe, Dr. Andreas Steinfeld vom EVK Bergisch Gladbach, Anja Tille‑Woweries von der Angehörigengruppe KIDDA sowie Dr. Gela Utzerath aus der Psychosomatischen Klinik Bergisch Gladbach. Carsten Werheit von Die Kette e. V. führt als Moderator durch den Abend.

Die Veranstaltung ist Teil der Arbeit des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Rhein‑Berg, der sich für eine vernetzte, partizipative und lebensnahe Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen einsetzt.

Rheinisch-Bergischer Kreis

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