Sterben und Tod gehören untrennbar zu unserem menschlichen Leben. Ein jeder ist davon betroffen. Allerdings werden die die hiermit zusammenhängenden Fragen und Probleme in unserer Gesellschaft vielfach verdrängt und machen uns somit noch hilfloser im Umgang mit ihnen. Auch Jugendliche beschäftigen sich im Prozess ihrer Selbstfindung mit ihnen und suchen im privaten wie auch gesellschaftlichen Bereich nach Möglichkeiten eines sensiblen Umgangs mit dieser Thematik.

Im Trauerhaus Müschenborn

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Aus diesem Grund stellte das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium dieses Thema unter der Überschrift „Umgang mit Sterben und Tod“ wieder in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Projekttage, diesmal der Jahrgangsstufe 10.

Mit ihren Religions- und Philosophiekursen besuchten die Schülerinnen und Schüler Orte und Personen, die täglich mit den Erfahrungen von Leid, Sterben und Tod zu tun haben. Einzelne Gruppen waren zu Besuch bei den Bestattungsunternehmen Pütz-Roth in Bergisch Gladbach und dem Trauerhaus Müschenborn in Köln. Sie ließen sich einen Einblick in deren Arbeit geben und erörterten, was bei einer Beerdigung alles zu beachten ist, wie die Bestatter mit trauernden Angehörigen und vor allem auch selbst mit der täglich erfahrenen Trauer umgehen. Neu war für viele zu hören, welche Möglichkeiten Angehörige bei ihnen haben, ihrer Trauer bei Aufbahrungen Ausdruck zu verleihen.

Im Gespräch mit der Krankenhausseelsorgerin Frau Bender

Einige Kurse besuchten das Evangelische Krankenhaus in Bergisch Gladbach und sprachen mit dem dortigen Krankenhausseelsorger Herrn Pfarrer Fischer, andere das Leverkusener St. Josef-Krankenhaus und tauschten sich mit der dortigen Krankenhausseelsorgerin Frau Bender aus. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie man im Krankenhaus mit dem Sterben umgeht. Einen starken Eindruck hinterließ bei der Leverkusener Gruppe die Offenheit, mit der sich die Krankenhausseelsorger sehr persönlich den schwierigen Fragen des Umgangs mit Sterben, Abschied nehmen und der Trauer stellen.

Die Schüler wussten diese Projekttage zu schätzen und waren insgesamt tief beeindruckt. Sie halfen ihnen auch, eigene Erfahrungen mit Sterben und Tod in ihrem Umfeld besser zu verstehen und zu verarbeiten. „Ich konnte wichtige Erfahrungen machen und gute Anregungen für meinen eigenen Umgang mit diesem Thema gewinnen.“

Einig waren sich viele Schüler: Dieses Angebot sollte im nächstes Jahr für die neuen Schüler der Jahrgangsstufe 10 unbedingt wiederholt werden.

Hinter diesem Sammelnamen stehen einige Schüler und Lehrer des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, die hier aus dem Schulleben berichten.

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