Schauspielerische Bestform: Luisa Gross und Benedict Sieverding

97 Seiten Drehbuch, 97 Minuten Film, 40 Drehtage und unendlich viele weitere Stunden an Energie, Schweiß und Nerven haben 10 Jugendliche aus Bergisch Gladbach in den Film „For No Eyes Only“ investiert. Aus einem kleinen, für die Ferien geplanten Filmprojekt mit etwa 22 Drehtagen wurde ein Projekt der Superlative.

Nach einer Vorpremiere für geladene Gäste im Cineplex Bensberg mit anschließender Aftershowparty im Irish Pub in Bensberg präsentiert das Stadtmagazin Franzz nun die erste öffentliche Vorführung von „For No Eyes Only“ im Rahmen des Kultkino im Bergischen Löwen in Bergisch Gladbach. Hier werden Regisseur Tali Barde, der Kameramann Louis Bürk sowie die Hauptdarsteller, Benedict Sieverding und Luisa Gross, anwesend sein, um mit dem Publikum sowie Moderatorin Doro Dietsch über den Film zu diskutieren.

+ Anzeige +

Weitere Vorführtermine:
Otto-Hahn-Gymnasium - 31.8, 1.9, 2.9., 
jeweils um 20 Uhr, Eintritt 5 Euro

Schon die Entstehung des Films ist eine spannende Geschichte. Aus einer fixen Idee war rasch ein Drehbuch entstanden. Die perfekte Crew für das Projekt hatte Autor, Regisseur und Produzent Tali Barde schon während seiner ersten Produktion, dem Film „MindWanderLands“  (Videos siehe unten) gefunden. Dieser Kurzfilm, welcher 2010 am Otto-Hahn-Gymnasium in einer Projektarbeit entstand, erhielt den Bürgermedienpreis der Landesanstalt für Medien, welcher mit einem Preisgeld von 1000 Euro dotiert war. Schnell wurde Barde daraufhin klar, dass diese Summe in ein neues Projekt fließen sollte, der Grundstock für „For No Eyes Only“.

Hinzu kam die Unterstützung des Fördervereins der Otto-Hahn-Schulen und zahlreiche Nachwuchsförderer aus der Filmbranche. So bekamen die jungen Filmemacher professionelles Equipment von Kölner Firmen, wie Cinegate Köln oder Atelier ScreenTV, geliehen und konnten einen erheblichen Teil der Post-Produktion in dem Schnittstudio ACT abwickeln.

„For No Eyes Only“ im Kultkino
Bergischer Löwe, Donnerstag, 23. August, 19.30 Uhr, 3 Euro Eintritt
Trailer & weitere Infos unter: www.facebook.com/fornoeyesonly

Trotz dem Support von allen Seiten hatte die Gruppe den Aufwand einer Spielfilmproduktion leicht unterschätzt. So beschreibt Barde die Entstehung des Spielfilms selbst mit einem Spruch, den er einmal gehört hat: „Es ist, als würde man aufs Meer hinaus schwimmen, um auf einer kleinen Welle surfen zu lernen und dann wird man plötzlich von einem Tsunami überrascht – irgendwie muss man dann da als blutiger Anfänger heile raus kommen.“

Tail Barde spielt nicht nur den Bösewicht “Aron”, er hat auch das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und den Thriller  selbst produziert.

Der Film „For No Eyes Only“ ist eine moderne Adaption des Hitchcock Klassikers „Das Fenster zum Hof“ in dem Journalist Jeff (James Stewart) – genau wie Hauptdarsteller Sam (Benedict Sieverding)  mit Gipsbein – eine fast krankhafte Neugierde gegenüber seinen Nachbarn entwickelt, die er über ein Fernglas beobachtet.

In der modernen Welt der Jugendlichen geschieht jedoch fast alles über facebook, Chats und das Internet. So dient Sam sein Computerbildschirm als Fenster in die Welt seiner Freunde und Schulkameraden. Er bekommt zufällig ein Programm in die Hände, mit dem er sich in die Webcams seiner Mitschüler einhacken und diese beobachten kann. Über seine Beobachtungen macht er bald schon interessante Entdeckungen und die Ereignisse überschlagen sich…

Barde selbst ist ein großer Hitchcockfan und analysierte vor Drehbeginn „Das Fenster zum Hof“, um möglichst viel von seinem filmischen Vorbild zu lernen. Die Mühen und Opfer haben sich gelohnt: „For No Eyes Only“ ist ein absolut sehenswerter, fesselnder und spannender Thrilller mit tollen Schauspielern und  beeindruckender Kameraführung. Drehbuch und Umsetzung stehen einer professionellen  Fernsehproduktion in nichts nach.

Unterstützt wird der Abend durch die Kreisparkasse Köln, welche bereits bei der Vorpremiere als Sponsor auftrat. Diese war für Barde und seine Crew ein ganz besonderes Ereignis. Nach mehr als einem Jahr, in dem die Produktion von „For No Eyes Only“ komplett das Leben von Tali Barde und vielen Mitgliedern der Crew bestimmt hatte, konnte Barde die Freudentränen über den Erfolg des Filmes kaum verbergen. Auch jetzt blickt er gern zu diesem überwältigenden Moment, dem wohl „besten Abend seines bisherigen Lebens“ zurück. Doch mit der Fertigstellung des Films sind Stress und Arbeit nicht vorbei. Ein Verleih soll gefunden werden, Verträge müssen gemacht werden und auch am Feinschliff muss noch einiges getan werden. Irgendwann soll der Film dann auch im TV zu sehen sein.

Doch Tali kann nicht genug bekommen. Das Allroundtalent denkt bereits an ein neues Projekt. Dieses mal aber weniger lang und aufwändig, damit auch noch ein wenig Zeit zum leben bleibt.

Der erste Film von Barde und Team: „MindWanderLands“

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.