Milan Wurth

Milan Wurth

Am Freitag und Samstag fanden im neu gestalteten Troisdorfer Aggerstadion die gemeinsam ausgetragenen Kreismeisterschaften der LVN Kreise Oberberg, Bonn/ Rhein-Sieg und Euskirchen statt. Trotz der wenig leistungsfördernden einstelligen Temperaturen – der angekündigte Dauerregen blieb glücklicherweise aus – gab es zum Saisonauftakt starke Zeiten für die Herkenrather Sprinterinnen und Sprinter.

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Herausragend war im Herkenrather Team der 18jährige Milan Wurth im 100m Lauf der männlichen Jugend U20. Wurth – bisher mit einer 100m-Bestzeit von 11,54 Sekunden geführt – traute seinen eigenen Augen nicht, als beim Passieren der Ziellinie auf dem Display für ihn eine 11,05 aufleuchtete. Der Umstand, dass diese Zeit bei unzulässigem Rückenwind erzielt wurde, konnte Wurths Freude nur wenig trüben.

Auch über 200m war der junge Herkenrather bereits zum Saisonauftakt schneller denn je. Mit 22,97 Sekunden steigerte er seine bisherige Bestleistung um mehr als 0,2 Sekunden und war auch über diese Strecke Bester aller U-20-Sprinter.

Die neu formierte und sehr unerfahrene Herkenrather 4x100m-Staffel der männlichen Jugend U20 mit dem 16jährigen Startläufer Moritz Külschbach, Milan Wurth auf zwei, Bekim Bodini (ebenfalls erst 16 Jahre) in der Kurve und Schlußläufer Jonas Bettermann deutete bei ihrem Sieg in 45,31 Sekunden an, dass von diesem Team noch schnellere Zeiten zu erwarten sind.

Moritz Külschbach gewann die 100m der männlichen Jugend U18 in 11,75 Sekunden vor seinem Vereinskameraden Bekim Bodini, der 12,06 Sekunden erzielte. Über 200m siegte Külschbach in ausgezeichneten 23,75 Sekunden vor Bodini, der in 25,03 Sekunden einkam.

Tobias Mausbach

Tobias Mausbach

Tobias Mausbach und Jochen Gippert befinden sich nach einer langen Hallensaison noch mitten in der Vorbereitung auf die Freiluftsaison. Dennoch stellten sich die beiden Herkenrather in Troisdorf der Konkurrenz. Am Ende einer harten Trainingswoche war 400m-Läufer Mausbach im 100m Lauf der Männer der Schnellste und steigerte seine persönliche Bestzeit trotz fehlender Windunterstützung auf starke 11,10 Sekunden.

Seniorenmeister Gippert war unter diesen Bedingungen mit 11,32 Sekunden ebenfalls hochzufrieden. Beide verzichteten dann allerdings auf einen Start über 200m und absolvierten stattdessen eine weitere Trainingseinheit.

Im 800m Lauf der Männer bewies 400m-Senioren-Europameister Kolja Ewert mit 2:04,88 Minuten deutlich verbesserte Ausdauerwerte.

Frauke Esser war in der Frauenklasse über 100m mit 13,31 Sekunden und über 200m mit 27,71 Sekunden schnellste Oberbergerin.

Die 17jährige Pia Feldwisch lief als Zweite im 100m Lauf der weiblichen JugendU18 mit 13,68 Sekunden neue persönliche Bestzeit. In der 4x100m-Staffel der U18 waren Helen Lankuttis (noch in der U16 startberechtigt), Pia Feldwisch, Carolina Haas (ebenfalls U16) und Gil Ruckenstuhl mit 52,61 Sekunden das schnellste Team aus dem Leichathletikkreis Oberberg.

Carolina Haas gewann mit 26,88 den Speerwurf der W15.

Weitere Ergebnisse:

männliche Jugend U 20:
100m: 2. Jonas Bettermann 11,93 Sekunden
Hoch: 1. Jonas Bettermann 1,70m
Weibliche Jugend U18
Weit: 1. Gil Ruckenstuhl 4,62m
Weibliche Jugend W 15:
Weit: Helen Lankuttis 4,55

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Stefan Höller 53,84 Sekunden über 400m Hürden

Beim Lions-Invitational in Ewing/ New Yersey steigerte Stefan Höller vom TV Herkenrath am Samstag seine Bestzeit über 400m Hürden um mehr als 0,3 Sekunden auf 53,84 Sekunden. Dennoch konnte sich Höller über diese Bestleistung nicht so recht freuen, ganze 0,04 Sekunden fehlen zur Norm für die Deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Kassel. Und da in den nächsten Wochen das Team und ein Zehnkampf im Mittelpunkt seiner Wettkampfplanung stehen, könnte es für ein rechtzeitiges Erreichen der DM-Norm sehr eng werden.

Bereits am Tag zuvor war der 20jährige bei den 122. Penn Relays gestartet, der ältesten und größten Leichtathletik-Veranstaltung in den USA. In Philadelphia nahm Höller mit seinen Kollegen vom Manhattan College an der 4x110m-Hürden Staffel teil, einem in Deutschland völlig unbekannten Wettbewerb. „Auch wenn wir nur als Neunter einkamen, diese Staffel auf dem traditionsreichen Franklin Field und vor großem Publikum, das hat einfach nur riesig Spaß gemacht,“ so Höllers Kommentar.

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