Begeisterung, Neugier und Wissensdurst: Der Forscherclub bietet ein besonderes Angebot für begabte Schülerinnen und Schüler. Im nächsten Jahr ist eine Ausweitung auf den gesamten Kreis RheinBerg geplant.

Wie funktioniert ein Elektromotor, wodurch zeichnen sich verschiedene Planeten aus und wie lang ist eigentlich die Zunge eines Ameisenbären? Mit diesen und zahlreichen weiteren Fragen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich beschäftigten sich im vergangenen Schuljahr rund 20 Kinder verschiedener Grundschulen aus dem Kreisgebiet im sogenannten Forscherclub an der GGS Paffrath.

Das Angebot richtet sich an Kinder, die eine besondere Begabung oder großes Interesse an naturwissenschaftlichen oder mathematischen Fragestellungen zeigen. „Wir möchten den jungen Forschern die Möglichkeit geben, sich intensiv und über einen längeren Zeitraum mit selbst gewählten Themen auseinanderzusetzen“, erklärt Uschi Resch, Schulamtsdirektorin für den Rheinisch-Bergischen Kreis, das Konzept, „für die Schülerinnen und Schüler ist es eine besondere Erfahrung, schulübergreifend gemeinsam mit anderen motivierten Kindern zu lernen.“

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Forschen zu eigenen Ideen
Der Forscherclub fand in drei Gruppen jeweils einmal pro Woche nach dem sogenannten Drehtürmodell statt. Dies bedeutet, dass die Kinder in der fünften und sechsten Schulstunde statt des regulären Unterrichts den Forscherclub besucht haben.

Beschäftigt haben sie sich dabei unter anderem mit der Lebenswelt besonderer Tiere, kniffligen Rätsel-Aufgaben, der Kellerassel, Sagen und Legenden des Meeres und vieles mehr. Bei der Präsentation ihrer Ergebnisse am Ende des Schuljahres zeigten die Kinder mit Plakaten, selbst gebauten Modellen oder anhand einer Power-Point-Präsentation, mit wie viel Energie und Begeisterung die verschiedenen Projekte erarbeitet wurden.

Von dem Detailwissen zeigte sich auch Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke begeistert: „Ich finde es klasse, dass Ihr Euch jetzt so gut mit den Themen auskennt und das Wissen dann auch mit den anderen teilt. Danken möchte ich aber auch besonders den Eltern, die den Fahrdienst zum Forscherclub organisieren und die Teilnahme der Kinder dadurch ermöglichen.“

Forscherclub im kommenden Schuljahr im gesamten Kreisgebiet

Ein positives Fazit des Pilotjahres zieht Monika Weber, die als Lehrerin der GGS Paffrath den Forscherclub leitet: „Es ist schön zu sehen, was für tolle Ideen die Schülerinnen und Schüler haben. Ganz nebenbei lernen sie so besondere Lern- und Arbeitstechniken.“

Aufgrund der positiven Rückmeldung auch von Eltern und Schülern wird das Projekt im kommenden Schuljahr auf das gesamte Kreisgebiet ausgeweitet. Dann wird der Forscherclub, der durch den Arbeitskreis „Begabte fördern“ ins Leben gerufen wurde, auch an der GGS Dierath in Burscheid sowie an der OGGS Overath stattfinden.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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