Auch für die Spieler der Handballspielgemeinschaft Refrath/Hand ist die Saison zu Ende. Die HSG-Familie rückt enger zusammen – und bietet unter dem Slogan #wirsindeinteam Fantrikots und Schutzmasken mit dem HSG-Logo an.

Die Schutzmaske der Handballspielgemeinschaft HSG Refrath-Hand, die das Umfeld des Maskenträgers vor den Coronaviren schützt, ist wiederverwendbar, aus hautfreundlichem Stoff und waschbar. Zum Preis von 5 Euro können Interessierte sie beim Verein ordern. In einer Woche gingen 500 Bestellungen ein.

Die HSG hofft, die Masken, die es für Kinder und Erwachsene gibt, Ende dieser Woche verteilen zu können. Wie das ablaufen soll, wird der Klub über die sozialen Medien mitteilen. Bei genügend neuen Bestellungen, wird es dann auch eine Nachbestellung geben.

Dass die Schutzmasken zur Pflicht wurden, fiel zufällig in denselben Zeitraum wie die Aktion der Handballer. Jonny Benninghaus, Kapitän der 1. Herrenmannschaft und ehemaliger Handballprofi, ergriff die Initiative. Er wollte etwas schaffen, das den Zusammenhalt der Spieler, Fans und auch Sponsoren unterstreicht. Nicht umsonst hat die HSG den Hashtag „#WirsindeinTeam“ gewählt und das nicht erst seit der Coronakrise.

Bislang blieb die Spielgemeinschaft von Absagen ihrer Geldgeber verschont. Benninghaus und sein ehemaliger Mitspieler beim VfL Gummersbach, Robin Teppich, machten sich ans Werk. Teppichs Firma „Spized“ stattet Vereine mit Trikots aus und verfügt über die nötige Hardware.

Gemeinsam entwickelten die beiden mit dem Sportlichen Leiter, Christopher Braun, die Idee, Masken mit dem HSG-Logo zu produzieren. „Wir haben nicht vor, Profit zu machen. Gerade für Eltern dürfte es mit unserer HSG-Maske einfacher sein, ihre Kinder dazu zu bringen, sie auch wirklich zu tragen“, so Braun.

„Da wir ja den Verkaufspreis vernünftig kalkuliert haben, wird es bei dieser Abnahmemenge der Masken bereits einen kleinen Überschuss geben, über den sich unsere Jugendabteilung und der Förderverein der HSG freuen“, sagt Braun.

Ein weiteres Angebot ist das Fantrikot mit Wunschnamen und -nummer, das noch bis 10. Mai bestellt werden kann (Erwachsene: 70 Euro, Kinder: 40 Euro). Die Handball-Saison 2020 wurde in ganz Deutschland abgebrochen. Das hindert die HSG-Familie aber nicht daran, noch näher zusammenzurücken.

Mit dem limitierten #wirsindeinteam-Fantrikot, wird dabei nicht nur die Vorfreude auf die neue Saison verstärkt, sondern auch die HSG Refrath-Hand unterstützt!

„Um die Wartezeit auf das erste Spiel zu verkürzen und um zu zeigen, dass wir als HSG’ler zusammenhalten, lassen wir jetzt in limitierter Anzahl ein individualisierbares Trikot der HSG produzieren. Es ist ein einmaliges Trikot und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Die gesamten Einnahmen aus den Trikotverkäufen kommen der Handballabteilung zugute.“, freut sich Christopher Braun über die Fantrikot-Aktion.

Das Fantrikot (inkl. Wunschname und -nummer), ist als Frauen-, Herren- und Kindertrikot in den Größen XS bis 3XL erhältlich. Bestellt werden kann es per E-Mail an: fantrikot@refrath-hand.de

Nach dem vorzeitigen Saisonende steht nun fest, dass die Herren der HSG Refrath-Hand diese mit einem guten 5. Platz in der Oberliga (5. Liga) beenden. Die Damen schließen die Saison mit einem guten 4. Platz in der Verbandsliga ab. Der Handballverband Mittelrhein wird die Ligen aufstocken. In der Oberliga, in der die 1. Herrenmannschaft antritt, kämpfen dann 16 Mannschaften anstatt wie bisher 14 um Punkte. Das macht insgesamt 30 Spieltage.

Braun schätzt, dass das ein oder andere spielfreie Wochenende, wie in den Osterferien, entfällt. Auch eine Ausweitung der Spielzeit bis in den Mai hinein hält der Sportliche Leiter für möglich: „Es wird vermutlich einige Absteiger mehr geben, damit die Ligen zur Sollstärke von 14 Teams zurückkehren können.“

Besonders erfreulich für die HSG ist, dass alle drei Herrenmannschaften unterhalb der 1. Mannschaft den Aufstieg geschafft haben. Die U23, die Nachwuchsmannschaft und Reserve der Ersten Mannschaft, schafft den Aufstieg in die Landesliga. Drei Klassen betrug der Abstand zwischen 1. und 2. Mannschaft bisher. Nun sind es nur noch deren zwei.

Das sollte reichen, den Ansprüchen der bestens ausgebildeten Nachwuchskräfte gerecht zu werden um sich für die höhere Mannschaft zu empfehlen. Auf Verbandsebene entfällt jetzt die Festspielregel. Das bedeutet, dass Spieler unter 21 Jahren unbegrenzt in der Landesligatruppe aushelfen können, ohne eine Spielsperre für die Erste Mannschaft zu kassieren.

Auch die beiden anderen Herrenteams, die Dritte und die Vierte Herrenmannschaft, schafften den Aufstieg und spielen jetzt jeweils eine Liga höher auf Kreisebene.

In der Jugend wurde die Saison auch vorzeitig beendet. Hier wurde noch nicht abschließend über die Meisterschaften entschieden. Es deutet aber viel darauf hin, dass die weibliche B-Jugend Oberliga-Meister auf Mittelrheinebene wird, da sie bei Saisonabbruch mit 28.2 Punkten an der Tabellenspitze stand.

Sobald es wieder möglich ist, sollen die Aufstiege und die Meisterschaft der B-Mädels gebührend gemeinsam gefeiert werden. Bei der HSG hofft man, dass der Trainingsbetrieb in der Halle bald wieder aufgenommen werden kann und zu Saisonbeginn im September wieder alles einigermaßen normal laufen wird und die Spiele hoffentlich mit Zuschauern stattfinden können.

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