Mit dem Sieg von Frank Stein wurde für viele Sozialdemokrat:innen in Bergisch Gladbach ein Traum wahr. Zwar wird die neue Fraktion kleiner als die alte sein, aber sie will auch im Ampelbündnis die soziale Kraft sein.

„Wir alle gratulieren unserem neuen Bürgermeister Frank Stein ganz herzlich zum deutlichen Wahlsieg und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit ihm“, freut sich der Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt im Namen der gesamten SPD-Fraktion.  

„Und ich gratuliere auch unseren neuen Stadträtinnen und Stadträten Brigitte Holz-Schöttler, Monika Lindberg-Bargsten, Ute Stauer, Berit Winkels, Christine Mehls, Klaus Orth, Andreas Ebert, Corvin Kochan und Michael Zalfen zur Wahl. Natürlich hätten wir uns ein besseres Ergebnis bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 gewünscht. Dafür haben wir hart gearbeitet. Aber nun werden wir das Beste daraus machen. Wir sind auch zukünftig das Team, das die soziale Kraft in unserer Stadt und unserem Ampelbündnis ist“, betont Klaus W. Waldschmidt, der ebenso ein Ratsmandat für die SPD gewonnen hat.  

„Wir haben es gemeinsam geschafft: Eine neue Mehrheit von SPD, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN und FDP im Rat der Stadt Bergisch Gladbach! Und damit verbunden meine Wahl zum Bürgermeister als gemeinsamer Kandidat dieses Bündnisses. Dafür haben wir viele Monate hart gearbeitet und gemeinsam gekämpft. Ich möchte mich bei allen, die dazu beigetragen haben, sehr herzlich bedanken. Die Mitglieder der SPD-Fraktion haben mich unglaublich unterstützt. Ich habe mich auf sie verlassen können. Deshalb bedanke ich mich sehr für die Glückwünsche und freue ich mich auf die künftige gemeinsame Arbeit mit ihnen, den Grünen und der FDP für unsere Stadt. Nur gemeinsam haben wir gewonnen und nur gemeinsam werden wir Bergisch Gladbach voranbringen“, bekräftigt Frank Stein. 

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3 Kommentare

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  1. Herrn Jorberg kann ich gut verstehen. Das jahrelange Geknutsche der SPD mit ihrem Partner wurde endlich, was man bei den Sozialdemokraten wohl bemerkte – der Bundestrend lässt grüßen. Wäre man als Juniorpartner mit der CDU in den Wahlkampf gegangen, wäre man mit ihr noch tiefer gesunken als geschehen. So flüchtete man sich in eine Ampel, von der man gespannt sein darf, wie sich die ebenfalls jahrelangen Scharmützel gegeneinander, die sicherlich auch persönliche Auswirkungen hatten, nun in der Zusammenarneit (?) auswirken. Außerddem war die rein rechnerische Überlegung einfach: die CDU verliert, wir (SPD) auch, die Grünen werden nich geringen Zuwachs erhalten. Da geht man doch lieber mit einem wahrscheinlichen Wahlsieger und nimmt eine kleine Partei als notweniges Übel mit (für 5% wird die FDP wohl gut sein) mit. Man bleib sogar standhaft, als die CDU noch einmal diese ehemalige Braut umwarb.

    Die Verhältnisse vor der Wahl mit einer ehemaligen GroKo, die abgehalftert hatte, und einer Partei, die in Land und Bund beinahe ungewöhnliche Zuwächse verzeichen konnte, ließen kaum eine andere Entscheidung zu, als diese Ampel mitzugründen, wenn man noch mitreden wollte. Auf die Leistung der Ampel darf man gespannt asein.

  2. Lieber Mario+Jorberg,

    Ihren Frust kann ich voll und ganz verstehen, der besteht auch völlig zu recht, allerdings behalten Sie die Fassung und bleiben Sie Ihrer Partei treu. Eine Organisation von innen zu verändern ist einfacher, als von außen.

    Immerhin hat Ihre Partei uns einen neuen Bürgermeister beschert, weder hätten wir den bekommen ohne Ihre Partei, noch die Chance, das „weiter so“ zu beenden. Das sollten Sie bitte nicht aus persönlicher Verbitterung klein reden.

    Des Weiteren muss ich Sie korrigieren, Herr Frank Stein ist nach meiner Beobachtung nicht nur wegen der Grünen Themen oder der Unterstützung durch die Partner gewählt worden. In erster Linie ist Herr Frank Stein als Persönlichkeit gewählt worden, auch und vor allem als direkter Kontrahent des CDU Kandidaten.

    Das genau ist bei der höchst aufwendigen Wahl- und Werbekampagne mit maximaler Anstrengung der CDU (und fast nahe 100% möglicher stimmausbeute) für sich, nicht für ihren Kandidaten, das ist ein Riesen großer persönlicher Erfolg von Frank Stein.

    Diesen Blick sollten Sie im Auge behalten, auch als Motivation im „eigenen Laden“ einiges zu ändern. Niemand kann sich bei der Orts SPD bei diesem erzielten Ergebnis mit dem Blick nach Berlin aus der Verantwortung stehlen, dieses Ergebnis ist hausgemacht.

    Da ist auch bei der SPD viel „weiter so“ unterwegs und man freut sich nun, sich an der „Sonne“ Frank Stein wärmen zu können. Auf Sicht hilft das nicht, Erneuerung ist angesagt und dazu könnte die Situation Ein gutes Sprungbett sein.

  3. Ich halte das eher für einen Albtraum, 10% hinter den Grünen zu landen und ausgehend von schwachem Niveau erneut 5% gegenüber der letzten Kommunalwahl zu verlieren. Und Herr Stein wurde nur Bürgermeister, weil er vornehmlich grüne Themen besetzt und von den Grünen unterstützt wurde. Sehr peinlich das ganze für einen SPD-Wähler, der ich noch, aber wohl nicht mehr lange, bin.