Frank Stein mit dem Kinderdreigestirn

Der Sturm auf das Rathaus fällt ohnehin aus, ebenso wie Karnevalszüge, Sitzungen, Partys. Auch ein „großes” Dreigestirn gibt es nicht, daher vertraut Bürgermeister Frank Stein die Rathausschlüssel für die Karnevalstage dem Kinderdreigestirn an. Ein vorab produziertes jeckes Video veröffentlicht die Stadt pünktlich zur Weiberfastnacht. Verbunden mit einer klaren Aussage zum Krieg in der Ukraine.

Bereits zum zweiten Mal durchkreuzt die Corona-Pandemie alle Karnevalspläne, alle größeren Veranstaltungen und Umzüge sind in Bergisch Gladbach abgesagt worden, darunter auch der traditionelle Rathaussturm zu Altweiber. Und jetzt ist auch noch der Angriff Russlands auf die Ukraine hinzu gekommen – der die Stimmung in frostige Regionen treibt.

+ Anzeige +

Zum „Aggressor Putin“ findet Bürgermeister Frank Stein deutliche Worte (siehe unten). In einer ersten Reaktion stellt er aber auch klar, dass das gesellschaftliche Leben hier in der Region weitergehe – und dazu gehört eben auch der Restkarneval.

Wie üblich hat der Bürgermeister daher „die Macht im Rathaus“ für die kommenden Tage an Weiberfastnacht um 11.11 Uhr an die Dreigestirne übergeben, als Vertreter:innen des jecken Volks. Allerdings: statt der drei Dreigestirne gibt es in diesem Jahr nur ein einziges, das Kinderdreigestirn.

Daher übernehmen jetzt Prinz Mika I., Bauer Zion und Jungfrau Isabel symbolisch die Regentschaft für den nicht existenten Straßenkarneval bis zum 1. März.

„Passt bitte gut darauf auf, habt viel Spaß und gebt mir den Schlüssel bitte an Aschermittwoch wieder zurück“, bat Frank Stein bei der Übergabe im Bensberger Rathaus, mit Lappen-Frack kostümiert. Bei der kleinen Zeremonie wurde sogar getanzt und gesungen: Das Trifolium sang sein Sessionslied „Jeck op Karneval“.

Das Kinderdreigestirn und Frank Stein wünschen allen Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbachern: „Alaaf zesamme, hat vill Spaß un bliet jesund!“

Das Video ist noch brandneu, und dennoch ist es nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine schon völlig aus der Zeit gefallen. Die Stadtverwaltung und der Bürgermeister haben sich dennoch entschlossen, es zu veröffentlichen.

Dazu gibt Frank Stein eine aktuelle Erklärung ab:

„Das Mitgefühl und die Sorge gelten den Menschen in der Ukraine, vor allem der Zivilbevölkerung. Dennoch geht auch das gesellschaftliche Leben in den verschiedenen Facetten in der Region weiter. Vor allem das Engagement des Kinderdreigestirns darf nicht aufgrund des Aggressors Wladimir Putin geschmälert werden.

Die drei Kinder (des Dreigestirns, die Red.) haben sich auf ihr Amt und ihre Aufgabe lange vorbereitet und sind mit Herz und Begeisterung für ihre Heimatstadt Bergisch Gladbach dabei, das möchten wir unbedingt in den Vordergrund stellen.“

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.