Margret Schopka übergibt den Staffelstab an Timon Becker, stellvertretend für die Fotofreunde Bergisch Gladbach. Foto: Andreas Vresak

Der Staffelstab Kultur wird in Bergisch Gladbachs Szene von Hand zu Hand gereicht. Neuer Träger sind die Fotofreunde Bergisch Gladbach, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern. Und dazu eine große Ausstellung im Kreishaus zeigen werden.

Margret Schopka hat den Staffelstab Kultur weiter gereicht, an die Fotofreunde Bergisch Gladbach. Die Übergabe im Vereinslokal der 17 Fotofreunde in Moitzfeld wurde von Harald Mohr, Mitglied im Vorstand des Stadtverbands Kultur, moderiert.

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Bei dem Staffelstab handele es sich nicht um einen Preis, sondern vielmehr um ein Zeichen der Anerkennung für ein besonderes Ereignis in der freien Kunst- und Kulturlandschaft Bergisch Gladbachs, erläuterte Mohr: „Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern die breite Palette kultureller Aktivitäten in der Stadt vorzustellen und auf beachtenswerte Initiativen, Projekte und Veranstaltungen hinzuweisen.“

Der Staffelstab wurde von der Bergisch Gladbacher Ärztin Dr. Mahnaz Gürtler gestiftet und von der Glaskünstlerin Maria Schätzmüller-Lukas gestaltet und wird seitdem von Hand zu Hand weitergereicht.

Die Fotofreunde blicken in diesem Jahr auf ihr 100jähriges Bestehen zurück und haben zu diesem Anlass eine Fotoausstellung im Kreishaus des Rheinisch-Bergischen Kreises vorbereitet.

Die Ausstellung wird am 07. Mai 2024 um 19 Uhr mit einer Vernissage eröffnet, zu der die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Bis zum 31. Mai können die Werke der begeisterten Hobbyfotografen bewundert werden.

Die Jubiläums-Ausstellung steht unter dem Motto Farben, Formen, Geschichten: Die Kunst der Fotofreunde Bergisch Gladbach nach 100 Jahren und repräsentiert die Vielfältigkeit der Blickwinkel und Betrachtungsweisen der Fotofreunde.

„Zeitzeugen, die authentische Aussagen über die Motive zur Gründung der Fotofreunde machen könnten, lassen sich verständlicherweise nicht mehr befragen“ führt Timon Becker aus. Es lässt sich aber erkennen, dass die erste Kleinbildkamera, die 1924 durch die Fima Leitz auf den Markt kam, einen erheblichen Aufschwung für die Fotografie bedeutet hat.

Grenzenloser Freiheit und weitreichender Beweglichkeit sorgten dafür, dass diese Kamera ein Verkaufsschlager wurde, sich zum Handwerkszeug für modernen Bildjournalismus entwickelte. Bis dahin bewegte man sich mit einer Plattenkamera, dazu gehörte ein Satz Doppelkassetten und das schwere Holzstativ. Mehr als 5 kg musste man schon tragen, um zwölf Aufnahmen zu machen.

Besonders beeindruckt waren die Gäste der Staffelstabübergabe, als sie einen Einblick in die regelmäßigen Aktivitäten nehmen konnte. Auf dem Programm stand die Auswertung eines Wettbewerbs unter dem Motto „Im Detail“, in dem fotografische Detailausschnitte und später auch der Ursprung des Ausschnitts gezeigt wurden: faszinierende Blickwinkel und lebhafte und engagierte Diskussionen der Fotos, die nach unterschiedlichen Kriterien bewertet wurden.

Weitere Aktivitäten sind Fototouren (so auch ins Leica-Museum in Wetzlar) Workshops oder Autorenabende. Der Aktivitätenplan dieser agilen, lebendigen und aktive Gruppe, die auch die kritische Corona-Phase gut überstanden haben, ist auf der Internetseite einsehbar. Ebenso findet sich dort eine breite Palette gelungener Fotoarbeit.

Der Staffelstab trägt diesem langjährigen Engagement Rechnung, das in der Jubiläumsaustellung seinen sichtbaren Niederschlag findet. Der Stadtverband wünscht allen Protagonisten viel Erfolg und große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

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