Beschädigtes Straßenmobilar. Foto: Redaktion

Die Stadt Bergisch Gladbach richtet in einem bereits fertiggestellten Teil der Schlossstraße eine Fußgängerzone ein. Nur so sei der Autoverkehr unter Kontrolle zu bringen, der verbotenerweise in die Sackgasse ohne Wendemöglichkeit hineindrängt. Mit dem Fortgang der Bauarbeiten wird die Sackgasse immer länger – und dann wieder verschwinden.

Schritt für Schritt wird die neue Pflasterung der Schlossstraße in Bensberg fertig, Bänke und Bäume kommen hinzu. Und viele Autos, die trotz entsprechender Verbotsschilder in die Sackgasse einfahren, jeden freien Platz zuparken und mühselig wenden.

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Dabei sei es wiederholt zu gefährlichen Verkehrssituationen gekommen, so gut wie jeder neue Poller (die eigentliche die Bäume schützen sollen) ist bereits krumm gefahren worden.

Diese Situation will die Stadt nun klären und damit auch entschärfen – indem sie diesen Teil der Schlossstraße ab der Hausnummer 20 (Café Cult) bis zur Baustelle als temporäre Fußgängerzone ausweist. Wie bereits zuvor ist die Einfahrt für den Individualverkehr damit verboten – allerdings könne die Straße jetzt eindeutiger beschildert werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Die neue Verkehrsregelung soll noch in dieser Woche in Kraft treten.

Das heißt konkret:

  • Man kann am Emilienbrunnen noch rechts in die Schlossstraße einbiegen.
  • Ab Schlossstraße 20 (Café Cult) ist für den Individualverkehr die Fahrt in die neue Fußgängerzone verboten.
  • Die Zufahrt zur privaten Tiefgarage an dieser Stelle ist für Nutzer frei.
  • In der Fußgängerzone herrscht ein Parkverbot.
  • Lieferverkehr ist montags bis freitags zwischen 6 und 11 Uhr sowie samstags zwischen 6 und 10 Uhr erlaubt. Es gilt Schrittgeschwindigkeit.
  • Der untere Teil der Schlossstraße (Nr. 1 bis 16) ist nicht betroffen und für Autos in beide Richtungen frei.

Die Einhaltung der Regeln werde durch das Ordnungsamt verstärkt kontrolliert, betont die Stadt.

Mit dem Fortschreiten der Baustelle, die sich derzeit vor dem Kino und der Schlossgalerie befindet, wird auch die Fußgängerzone immer länger. Wenn die Arbeiten dann (voraussichtlich Ende 2025) beendet sind und wieder Verkehr in beide Richtungen möglich ist, wird die Fußgängerzone nach aktueller Beschlusslage wieder verschwinden.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Die Situation in der Fußgängerzone am heutigen Samstagnachmittag:
    Es herrscht reger Autoverkehr, alle Parkmöglichkeiten sind belegt.
    Am Ende der Sackgasse finden entsprechend Wendemanöver statt.
    Ich muss auf dem Fußweg einem einparkenden Auto ausweichen.
    An gemütliches Shopping ist nicht zu denken, erst recht nicht mit Kindern.

  2. Wie wollen es die Händler denn zu den Festen (Frühlingsfest, Schloßstadtfest, Martinifest) halten. Soll die Straße dann auch für den Autoverkehr geöffnet werden, da die alten Personen ja nur so auch zu den Ständen kommen? Das wäre dann konsequent. Jedoch käme kein Besucher mehr.
    Was, wenn die Straße vollständig dem Autoverkehr überlassen wird. Wie schon in einigen Kommentaren geschrieben: die Menschen fahren lieber nach Bergisch Gladbach oder Refrath, um dort in Ruhe und Sicherheit durch die autofreien Zonen zu spazieren. Dann ist der Bensberger Handel wirklich bald tot und die Händler werden auch jammern.

  3. Eine Fußgänger”zone” (hässliches Wort) ist da sinnvoll, wo eine Straße von Passanten überquillt, so dass kein Platz mehr für andere Verkehrsmittel ist. Das ist beispielsweise in Köln mit der Höhe Straße und der Schildergasse so und in Bergisch Gladbach zu besten Geschäftszeiten mit der innerstädtischen Hauptstraße. Aber in der Schlossstraße in Bensberg gab und gibt es nicht so viele Passanten, dass die recht breiten Bürgersteige nicht für sie ausreichen würden. Warum soll man dann den Straßenraum nicht auch für andere Verkehrsmittel wie PKW und Lieferwagen öffnen und damit den Geschäften zusätzliche Kundschaft zuführen? Der innerstädtische Handel ist extrem bedroht; sollte man da nicht alle Tore mit einem “Herzlich willkommen” öffnen?

    1. Wenn man mit dem Auto zum Einkaufen in die Schloßstraße fährt, geht doch ohnehin eine Menge Zeit für die Parkplatzsuche drauf. Die ist dann allzu oft vergeblich und man parkt irgendwann sowieso abseits (bis auf die Spezialisten, die dann einfach illegal irgendwo stehen bleiben und das Problem noch vergrößern). In der vertanen Zeit hätte man weitaus mehr Zeit und Muße zum Einkaufen gehabt.

      Und was das „Überquellen“ betrifft: Die Fußgängerzonen in Hohe Straße, Schildergasse oder Hauptstraße sind sicher nicht eingerichtet worden, weil die Leute auf den Gehwegen einander auf den Füßen standen. Fußgängerzonen ziehen Fußgänger an und von denen passen weit mehr (und damit weit mehr potenzielle Kunden) auf die verfügbare Fläche als Autofahrer. Wenn Autofahrer planlos auf Parkplatzsuche herumkurven und dabei jeweils mindestens zwei bis drei Quadratmeter Straßenraum belegen, haben die Händler absolut nichts davon.

      Wieso ist es an der Hauptstraße kein Problem, auf direktem Weg ins Parkhaus zu fahren und dann in Ruhe einkaufen zugehen, während man sich offenbar unbedingt durch die enge (weil von Autos zugestellte) Schloßstraße quälen muss, um direkt vor der Ladentür zu parken? Wo, nebenbei bemerkt, sowieso immer nur ein Bruchteil der Kundschaft einen Platz findet.

      Es ist die pure Bequemlichkeit, gepaart mit einer bräsigen Herrenreiter-Mentalität, die solche Ansprüche aufkommen lässt.

      1. Das ist den Händlern leider nicht klar! Einkaufen bedeutet auch treffen, verweilen, austauschen, kommunizieren, aber das ist hier vollkommen abhanden gekommen. Die Händler glauben nur sie bekämen mehr Kundschaft mit parkenden Auto, das Gegenteil ist der Fall!

  4. Es gibt genug Parkplätzen im Parkhaus und in der Nähe der Fußgängerzone. Die paar Parkettplätzen in der Fußgängerzone sind immer besetzt und 95% aller Autofahrer fahren so nur durch die „Fußgängerzone“ so das hauptsächlich Kinder, ältere Mitbürger und alle anderen Fußgänger gefährdet sind. Eine Durchgangsstraße durch eine Fußgängerzone ist gefährlich. Es wäre schön, wenn es eine Bürgerbefragung für und wieder einer Fußgängerzone gäbe. Dann kaufe ich lieber wieder Online, das ist sicherer.

  5. Ist die Situation der deutschen Wirtschaft und die Auswirkungen auch auf unsere Stadt und ihre Bürger nicht schon beunruhigend genug?
    Haben einige Medien immer noch nicht verstanden, wie Einkommen generiert wird?

    Die iGL hat das Privileg, dass ein Volkswirt die journalistische Verantwortung trägt. Insofern kann man bei diesem Medium damit rechnen, dass die Grundsätze der Volkswirtschaftslehre sich auch in den redaktionellen Beiträgen wiederfinden:

    1.) Ohne Energie geht nichts
    2.) BIP, Wohlstand sind umgesetzte Energie
    3.) …
    Und nicht zu letzt, was unsere Vorfahren noch beherzigten “Zeit ist Geld”. Ganz gleich ob produktiv oder freizeitmäßig, es kostet Energie und damit Geld.

    Wenn nun einige Mitbürger meinen, wir könnten uns auch mit dem Einkaufen auf der Schloßstraße zu Fuß oder mit dem Fahrrad auch aus den Nachbardörfern den täglichen Bedarf decken, so ist das auch ein Grund, warum Deutschland abgestürzt ist. Viertage-Woche bei vollem Lohnausgleich ist die Lösung aus dem Niedergang zu kommen?
    Müsste man nicht hinreichender auf ein zeitliches Nützlichsein achten?

    Hinzu kommt, dass es nur ein Gesichtspunkt ist, in Bensberg zu parken, kurz in ein Geschäft zu gehen und sich wieder dem Job oder z.B. die Familie zu kümmern.
    Die weitere Voraussetzung ist, dass es attraktive Geschäfte geben muss. Diese sind davon selbstredend davon abhängig, dass die Umsätze stimmen. Die ersten haben schon die Phase der Neugestaltung nicht überlebt. Barber Shops sind an deren Stelle getreten.
    Und drittens hängen bekanntlich die zugehörigen Steuern von Umsätzen und Gewinnen ab.

    Ist den Bergisch Gladbachern wirklich klar, welche jetzt schon absehbaren gewaltigen Ausgaben auf die Stadt mit Infrastruktur, Schulen, Klima, Personalkosten etc. zu kommen? Und das bei sinkenden Einnahmen?!

    Es ist zu hoffen, dass viele Bürger die kritische Sitaution, die sich in der Haltung einiger weniger parteilich Festgelegten bei der Diskussion um die Nutzung und Bedeutung der Schloßstraße manifestiert, erkennen. Und bereit sind sich für den Erhalt der Einkaufstraße zu engagieren.

    ————–
    Hinweis der Redaktion: Wolfgang Maus ist sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion.

    1. Auch wenn ich viele Ihrer Beiträge schätze, Herr Maus, aber dieser hier ist Quatsch.

      Es geht doch nicht darum, dass man nicht mehr mit dem Auto zum Einkaufen fahren kann.

      Es geht darum, dass die letzten 100m/150m zum Geschäft vom Parkhaus aus gegangen werden, da ein Parkplatz aktuell vor dem Geschäft sowieso nur ganz selten garantiert ist.

      Dies sollte jedem zumutbar sein. Behinderten-Parkplätze könnten entsprechend an den Eingängen ausgewiesen werden und sonst auf dem Rewe-Deck (Aufzug) und der möglichen Parkpalette.

      Und mehr Laufkundschaft bringt den Händlern neue Kunden.
      Zu Fuß war ich jetzt auf jeden Fall schon in mehr Geschäften als vorher mit direktem Parken (wenn überhaupt möglich) vor meinem Ziel.

      Es wäre auch ein Segen für die ansässige Gastro, denn hier sollte das gesellschaftliche Treiben stattfinden.

    2. “Und nicht zu letzt, was unsere Vorfahren noch beherzigten ‘Zeit ist Geld’. Ganz gleich ob produktiv oder freizeitmäßig, es kostet Energie und damit Geld.”
      “Hinzu kommt, dass es nur ein Gesichtspunkt ist, in Bensberg zu parken, kurz in ein Geschäft zu gehen und sich wieder dem Job oder z.B. die Familie zu kümmern.”

      Unsere Vorfahren hatten noch Läden an allen Ecken, bevor das Auto die Discounter auf der grünen Wiese ermöglicht hat. Nach Ihrer Argumentation müsste man alles nur noch Online bestellen, das geht schließlich noch schneller. Oder alle Läden und Dienstleistungen nur noch als Drive-In auslegen. Aber wer will sich dann noch da aufhalten?
      Eigentlich wäre es mal interessant, die ganzen Gewerbetreibenden in Fußgängerzonen zu fragen, was sie bloß geritten hat dort ein Geschäft aufzumachen, obwohl es ohne Pkw-Parkplätze direkt vor der Ladentüre doch der sichere Bankrott ist.

      “(…) der Haltung einiger weniger parteilich Festgelegten (…)”

      Zu denen Sie sich selbst nicht zählen, vermute ich…

      MfG

    3. Lustigerweise schreibt Wolfgang Maus „Wohlstand sind (sic!) umgesetzte Energie“. Dazu passt dieser Witz: Unterhalten sich zwei BWL-Studis. Der eine: „Wie kann man eigentlich den Umsatz steigern?“. Der andere: „Hm… Gewinn ist gleich Umsatz minus Kosten. Also ist Umsatz gleich Gewinn plus Kosten. Man könnte doch einfach die Kosten erhöhen“.

      Denn wenn jemand (ca. 75 kg) mit dem Auto (mindestens 1500 kg) ankommt um fünf Brötchen (ca. 0,4 kg) zu kaufen, braucht es kein Ingenieurstudium, um den Irrsinn zu erkennen. Die zugehörige Geldverschwendung steht für andere Konsumausgaben (vielleicht den Kuchen?) nicht mehr zur Verfügung.

  6. Bitte gehen Sie respektvoll miteinander um und unterlassen Sie persönliche Angriffe. Im Zweifel geben wir solche Kommentare nicht frei.

  7. Es erscheint mir erschreckend, wie die Zukunft Benbergs aus einer Situation heraus beurteilt wird, die sich dafür überthaupt nicht eignet. Da werden Autofahrer zu Rowdys, Einzelhändler zu Egoisten, Flanier- und Begegnungsstätte alemm anderen vorgezogen, die Stadt ultimativ aufgefordert, endlich eine nie geplante Fußgängerzone durchzusetzen. Da tun sich einige Träumer zusammen und behaupten, die Mehrzahl der hier Kommentierenden (10, 20?) und alle Begeher der Schlossstraße würden eine Fußgängerzone wollen, ohne Rücksicht auf die vielen Menschen, die dort ihren Lebensunterhalt verdienen (nicht nur Händler), mit Behinderung Auto fahren müssen, schwere Einkäufe transportieren und Bensberg wieder mit Leben erfüllen wollen.

    Das größte Probnlem scheint mir die Unverfrorenheit zu sein, wie sich die Autohasser anmaßen, den Autofahrern, die in der weitaus größeren Mehrheit sind, ihre Meinungen aufzudrücken.

    1. @Havermann: Die StVO ist keine Meinung, sondern Gesetz. Die Fußgängerzone wurde durch die Stadt bzw. die Straßenverkehrsbehörde offiziell angeordnet. Die damit in Zusammenhang geltenden Regeln sind für ALLE verbindlich.

      Kommentierende als “Autohasser” zu bezeichnen, die umfänglich nachvollziehbar die Einhaltung dieser Regeln und eine tiefe Kontrolle – nicht die dauerhafte Umsetzung der Fußgängerzone – aufgrund der nachweislichen Ignoranz, Blindheit oder der Unkenntnis der StVO einiger Autofahrer*innen (ultimativ) einfordern ist eine bösartige Unterstellung und – um mit ihren Worten zu sprechen – eine Unverfrorenheit.

    2. Also ich fahre super gerne Auto und lasse mich nicht als Autohasser beschimpfen, nur weil mir eine Fußgängerzone angenehmer erscheint. Eine andere Frage hätte ich auch noch. Wie funktionieren Innenstädte, wo Autos in den umliegenden Parkhäusern stehen bleiben müssen? Richtig, sie überleben trotzdem! Reicht eigentlich schon ein Blick Richtung Gladbach City ;-)

    3. Wie schon erwähnt, haben sich auch Autofahrer an Recht und Gesetz zu halten. Tun sie dies nicht, darf man von den Behörden erwarten, dass sie dieses Recht durchsetzen. Dann wird es hoffentlich teuer.

      Und der Anteil der Menschen, die wegen einer Behinderung Auto fahren „müssen“ dürfte wohl im Promillebereich liegen. Für die sollten sich Ausnahmeregelungen finden lassen.

  8. Die Stadt vergisst dabei leider, das Verbot der Einfahrt (vorher) und jetzt die Fußgängerzone zu kontrollieren!

    Ignoranten, Blinde und Dumme fahren nach wie vor wie selbstverständlich bis zum letzten Meter der Schloßstraße durch, um ihre stinkfaulen Hintern auch nicht nur einen Meter zuviel in die Geschäfte, Dönerbuden oder Barbershops zu tragen.

    Die Schilder sind eine hübsche Dekoration, und bringen in dieser egomanischen Welt gar nichts!

  9. Ich wurde letztens von einem Herren derart beleidigt (im Beisein meiner 7jährigen Tochter), weil ich mir erdreistet habe, ihn auf das Schritttempo hinzuweisen. Er fuhr viel zu schnell und ich konnte meine Tochter gerade noch wegziehen. Deswegen wäre ich auch für eine dauerhafte Fußgängerzone. Ich fühle mich in der Bensberger Innenstadt überhaupt nicht mehr wohl und fahre deshalb eher nach Gladbach. Vielleicht sollte man einfach mal eine unabhängige und seriöse Umfrage starten, was die Kunden möchten.

  10. Hallo, wenn ich mir alles so durchlese,reift in mir die Erkenntnis, darum haben wir diese Regierung in Deutschland!
    Irgendjemand hat sie doch gewählt..was sich hier abspielt, ist schon einzig! Man könnte eine Arena einrichten, es treten an:
    Geschäftsinhaber und alle die mit Knüppeln,Rollator,Kinderwagen usw.unterwegs sind.
    Wer ist schuld an diesem Trauerspiel, Groteske oder Drama?
    Wer machte einen Vertrag, mit einer Firma, die nicht geeignet ist?
    Wer bestellte diese ” Edelsteine ” von Platten, an denen rumgesägt wird..ich dachte immer, ich wäre 2016 in ein hübsches Städtchen gezogen..war es ja auch mal.Es gab sogar Geschäfte hier,die teilweise mit überteuerten Mieten zur Aufgabe genötigt wurden..
    Aber das Finale ist nicht abzusehen, von diesem Auswuchs an Inkompetenz an gewissen Stellen..
    Wenn alle die Augen aufmachen würden, sähen sie ,dass ein Geschäft nach dem anderen schließt!! Sogar eine Apotheke ist dabei..als ich mich seinerzeit hier umsah, gab es mehr Apotheken und Friseure ,als in einem großen Stadtteil in Köln..alles verabschiedet sich! Die Stadt lebt zwar von der Gewerbesteuer, aber irgendwie ist Bensberg nicht ihr Liebling.
    Zu allen, die so vehement nur für eine Fußgängerzone aussprechen: was nützt es denn,wenn diese Straße irgendwann mal fertig ist,dafür alle Geschäfte raus sind!
    Nun,dann fahren eben doch alle nach Refrath, mit besserem Parkplatz Angebot,oder nach GL..
    Die älteren Bewohner dürfen dann mit dem Rollator in den Bus steigen..oder gar Taxe?
    Und es gibt keinen, der für 5 Brötchen, sonstwo parken will,wenn er es woanders nicht muss.
    Absurdistan..ist schon länger da,ob mit Fiat 500,oder Jaguar..das ist gleich..lach,irgendwann ist jeder gleich..ob in der Villa oder etwas bescheidener.
    Gottfried Keller würde sicher noch eine Novelle schreiben können..
    oder Jacques Tati einen Film drehen!Schönen Tag auch,ob mit fetter Karre oder Hackenporsche!
    Ach..ich sollte es lassen..immer habe ich das arme ” Ostfriesland ” im Kopf..ach,vielleicht gibt es ja bald eine Bürgerwehr..die kontrolliert alle bösartigen Fahrer..
    Ich meine,so ist einfach eine Konkurrenz weniger..oder?
    Ein Schelm,der Böses denkt..
    Übrigens, ich höre das Gesäge unentwegt..sicher nicht nur ich!

    1. Nur kurz zum Thema Apotheke:
      Zwar hat die Sonnenapotheke geschlossen, dafür wurde aber die Parkapotheke in der Schlossgalerie neu eröffnet. Das macht dann +-0.
      Insgesamt hat Deutschland in den letzten 10 Jahren ca. 3000 Apotheken verloren – unabhängig von ihrem Standort.

      1. Es ist doch eigentlich ganz einfach: Schränkt man die Erreichbarkeit des Einzelhandels ein, kommen naturgemäß weniger Kunden. Dies kann man dadurch kompensieren, dass man die Attraktivität des Einkaufsumfelds erhöht, sei es mit Fußgängerzonen, interessanten Geschäften, Freizeitmöglichkeiten, verkehrsberuhigten Bereichen oder mit was auch immer. Es wird insofern immer auf den konkreten, idealerweise fachkundig untersuchten Fall ankommen. Hier sind dann Planer gefragt, die sich mit solchen Faktoren auskennen.

    2. Mal im Ernst: Wer ins Auto steigt, um auf der Schloßstraße 5 Brötchen zu kaufen, dem ist doch sowieso nicht mehr zu helfen.

  11. Die Stadt begründet die temporäre Sperrung des fertiggestellten Bereichs der Fußgängerzone zwischen Café Cult und Clubman ausschließlich mit der Gefährdung der Verkehrssicherheit während der Bauphase. So wie die Diskussion hier läuft, will ein Teil der Bürgerschaft die von ihr auf Dauer favorisierte Lösung, die Schloßstraße nach Fertigstellung als Fußgängerzone auszuweisen, politischen Druck auszuüben, um aus einem Provisorium Fakten für die Zukunft zu schaffen. Das ist legitim.
    Die Händler befürchten genau das und haben der Stadt eine Petition überreicht, genau das zu verhindern. Auch das ist legitim und Ausdruck eines demokratischen Rechts. Der Aufruf an die Stadt, sich mit Entschlossenheit gegen radikalisierte Händler und Verkehrsrowdys durchzusetzen, fördert den Diskurs nicht, sondern “argumentiert” streng ideologisch. Aber das liegt uns Deutschen ja.

    1. Es ist aber in keinem Fall legitim eine angeordnete Fußgängerzone aus egoistischen Beweggründen zu ignorieren, mit dem Auto dort einzufahren und dabei u.U. andere zu behindern oder gar zu gefährden.

      Es wird endlich Zeit diesen ignoranten Autofahrenden Ihre Grenzen aufzuzeigen. Und das durch entsprechend hohe Sanktionen bis hin zum Abschleppen möglichst nachhaltig. Hier ist die Stadtverwaltung mit dem Ordnungsamt in der Pflicht die Anordnung entsprechend der StVO durchzusetzen. Die Forderung entsprechend zu handeln ist selbstverständlich ebenfalls legitim und hat nichts mit ideologischen Argumenten zu tun.

      Hier sollte die Stadt eigentlich aus dem zurückliegenden Fehlverhalten beim vormaligen irregulären Parken vor dem Rewe und dem Verhalten – die Ignorierung des Durchfahrtverbots – beim Verkehrsversuch Laurentiusstraße gelernt haben.

  12. Jetzt ist die Entschlossenheit der Stadt gefordert, sich gegen radikalisierte Händler und Verkehrsroudies durchzusetzen!

    Zwei Wochen nach Inkrafttreten der neuen Regelung hat sich am Straßenbild nichts geändert. Die Schlossstraße ist im fertiggestellten Bereich weiterhin mit Autos zugeparkt, welche hemmungslos auf beiden Seiten der Schlossstrasse nicht nur in Längs- sondern auch in Querrichtung parken und somit der kauflustigen Kundschaft, insbesondere älteren, behinderten Menschen und Passanten mit Kinderwagen den Weg durch die Einkaufsstraße versperren. Wegen der fehlenden Wendemöglichkeit ist das Verkehrschaos somit weiterhin perfekt.

    Statt durch die Aufstellung von Pollern oder anderen geeigneten Maßnahmen den Verkehrsroudies Einhalt zu bieten und damit zu einer Beruhigung der Situation zu sorgen, gießen nun sogar einzelne Händler – die um einen vermeintlich entgangenen Profit des vor Ihrem Geschäft hätte parkenden Autofahrers bangen – zusätzlich Öl in die aufgeheizte Stimmung.

    Ein Händler versteigert sich sogar in WildWestManier in das Vorhaben, eine Petition einreichen zu wollen, um zu erwirken, dass die Befahrbarkeit der Straße so schnell wie möglich wieder herzustellen ist. Mit seinem Aufruf „Mir ist das Hupen und Rangieren lieber, als wenn hier Todesstille herrscht“ ruft er somit ungeniert zu Missachtung und Boykott der nun geltenden Verkehrsregeln auf.

    In dieser aufgeheizten Situation ist jetzt die Entschlossenheit der Stadt gefordert, sich gegen radikalisierte Händler und Verkehrsroudies zugunsten der Fußgänger, Gastronomen und Bewohner der Straße im Sinne des verabschiedeten InHK für eine autoberuhigte Flaniermeile mit hoher Aufenthaltsqualität durchzusetzen.

  13. Das mache ich schon seit Jahren auch auf der Busspur in Bergisch Gladbach am Markt so, da diese Busspur auch Fußgängerzone ist und Busse dort nur in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen und mir Vorrang gewähren müssen.
    Ich habe bisher nicht verstanden, warum die Fußgänger dort dem Bus Vorfahrt lassen.

    1. Da Verkehrsrichter bei Kraftfahrzeugen schon Schrittgeschwindigkeit = alles kleiner 20km/h geurteilt haben…

      Einmal habe ich es am Markt sogar erlebt, dass ein anwesender Polizist am Turbokreisel einen Busfahrer zusammengefaltet hat, weil dieser gut über 30 drauf hatte als er in Richtung Bensberg unterwegs war..

      Interessanter finde ich, dass mir die letzten beiden male, wo ich mit dem Rad vom Kreisel in Richtung Rathaus fuhr, private PKWs entgegenkamen. Zuletzt am Mittwoch.
      In der Karnevalszeit bin ich es ja gewohnt, dass Prinzengarde, Musiker und Büttenredner daher abkürzen.

  14. Gestern Abend habe ich jemanden gesehen, der mit dem Kinderwagen mitten auf der Spur gegangen ist.

    Warum ist uns das nicht allen eingefallen? Holen wir uns die Fußgängerzone zurück. Geht in der Mitte und nicht am Rand.

    Wenn die Stadt nichts unternimmt, müssen wir es den Blinden eben selber zeigen.
    Ich drehe jetzt jedenfalls jeden Nachmittag meine Runde durch die Fußgängerzone :)

  15. VerkehrsChaos/-Roudies statt temporärer Fußgängerzone und Flaniermeile. Sind wir hier eigentlich in Bensberg oder im wilden Westen? Polizei in der Schlossstr., aber keiner schreitet ein!

  16. Liebe Redaktion, liebe Fraktionen und liebe Angestellten, die hier mitlesen.

    Gedenkt die Stadt auch irgendwann, diese Fußgängerzone auch durchzusetzen?
    Das ganze Wochenende wurde dort geparkt, bis zu 30 Autos und keine Ordnungsbehörden oder sogar Abschleppdienste zu sehen.

    Oder arbeitet das Ordnungsamt am Wochenende nicht?

    Bewegen Sie endlich Ihren Hintern, damit die Bensberger Bürger wenigstens kurz ihre Fußgängerzone genießen können.

    1. Bis auf “Hintern hoch” kann ich nur bestätigen, was Sie festgestellt haben. Chaos!! Und was ich noch festgestellt habe: Viele übergroße “Schlitten”. Bensberg scheint ein reicher Stadtteil, aber ohne Disziplin, zu sein.

      1. Aus langjähriger Berufserfahrung kann ich nur sagen, dass die allerwenigsten Besitzer ( schreibe bewusst nicht Eigentümer) dieser ” Status” ” Protz” und “Ego” Panzer sich diese auch tatsächlich leisten können.

        Wirklich reiche Mitbürger haben mit solchem asozialen Gehabe nichts am Hut

        Ein sehr reicher Freund von mir bewunderte letztens meinen neuen Hybriden mit den Worten:
        ” Tolles Fahrzeug und man fällt damit überhaupt nicht auf”

        Damit passt diese Disziplinlosigkeit auch zu dem Klientel in diesen “Schlitten”

  17. Könnte man auch auf Dauer so lassen.
    Aber den Mut dazu haben nur so kleine verschlafene Örtchen, die auf diese wichtigen “ich fahre mit dem Auto ins Geschäft”-Klientel verzichten können – wie Paris zum Beispiel…

  18. Warum keine generelle Fußgängerzone in Bensberg. Andere Städte wie Bergisch Gladbach haben den Mut dazu, Bensberg natürlich nicht. Echt verstaubt gelle?

  19. Das klappt abends übrigens sehr gut. Die halbe Zeit ist Absperrung auf Seite geschoben und die Autos parken bis fast an die Baustelle heran.
    Ordnungsamt ist selten zu sehen. Aber das war beim Parken vor dem Rewe ja auch nicht anders. Absolutes Versagen der Ordnungsbehörden.

    Ich war stets Befürworter der autofreien Schloßstraße und bin es nun nach ein paar Tagen auf diesem kurzen Stück umso mehr. Ich drück den Händlern und vor allem der Gastro die Daumen, dass man nächstes Jahr noch mehr Außenflächen nutzen darf.

    Die Politik sollte weiterhin das Gespräch mit den Eigentümern suchen, damit die Parkpalette an der Hauptstraße doch noch Realität wird. Dann gäbe es wirklich kein Argument mehr für die Händler, dass die Kunden ausbleiben könnten, denn auch heute findet man oft keinen Parkplatz unter 100m Entfernung.

  20. Lieber Herr Havermann, ihrer Argumentation kann ich ja teilweise folgen, dass es gebrechliche Personen gibt, denen es schwerfällt, die Geschäfte in der zukünftigen Fußgängerzone zu erreichen. Vielleicht wäre es deshalb hilfreich, ausschließlich für diese Gebrechlichen und Behinderten spezielle Behindertenparkplätze auszuweisen, die nur mit entsprechendem Nachweis in der Fußgängerzone parken können … aber die Schlossstr. wieder ungezügelt den Verkehrsroudies zur Verfügung zu stellen statt dem Gedanken einer Flaniermeile und einem Einkaufserlebmis für Fußgänger und Kunden zu folgen halte ich wirklich nicht für Zielführend.

    1. Als die Schloßstraße noch Fußgängerzone war, gab es dort keinen Leerstand (oder nur sehr wenig). Leute kamen “einfach so” in die Straße, zum Bummeln und Freunde treffen, Kinder konnten spielen, während die Eltern einkauften… Seit dort Autos fahren, kommen zwar noch Kund:innen – aber sie gehen gezielt in 1-2 Geschäfte und dann nichts wie weg. Die Bensberger Händler haben sich ihre Probleme selbst eingebrockt.

  21. Herr Heidecker, selbst wenn tatsächlich alle Kommentatoren bei in-gl eine Fußgängerzone wollten, wäre das ein zu vernachverlässigender Wert. Und sprechen Sie mal mit den Einzelhändlern, die eine erhebliche Rücknahme der Parkplätze akzeptieren müssen. Außerdem gibt es nur ein Parkhaus mit Aufzug, was bei Ihnen, warum auch immer,nicht den Tatsachen entspricht. Vielleicht haben Sie auch Zeit, den Menschen mit Behinderung, den Müttern mit Kindern und den Käufern sperriger Güten zu erklären, wie sie z.B. vom Sportgeschäft mir schwerem Paket ins Parkhaus oder auf einen noch weiter weg liegenden Parkplatz kommen sollen. Ihre Wertschätzung für Bensberg, das mit seiner Fußgängerzone leblos werden würde, scheint auf sehr kleiner Flamme zu brennen. Ihre Forderung ist absurd.

    1. Herr Havermann, wie funktioniert das dann in anderen Fußgängerzonen?
      Oder sind da auch alle Geschäft tot?
      Eigentlich ist Ihre Argumentation absurd.

    2. Der Einzelhandel lebt davon, für die Menschen erreichbar zu sein und zwar mit jedwedem Verkehrsmittel oder zu Fuß. Wenn ich https://www.bergischgladbach.de/parkplaetze-bensberg.aspx glauben schenken darf, gibt es in umittelbarer Nähe zur Schlossstraße derzeit trotz der Baustellensituation insgesamt 508 öffentlich zugängliche Parkplätze. Ist diese Anzahl für den dortigen Einzelhandel zu wenig? Wurde geprüft, in welchem Umfang Parkplätze zur Verfügung stehen müssen, um dem Einzelhandel eine Chance zugeben und Bensberg attraktiv zu halten?
      Wenn dies zu wenige Parkplätze sein sollten, so drängt sich dann die Frage auf, wie man für Schildgen auf die Idee kommen kann, entlang der Altenberger-Dom-Straße sämtliche bzw. den größten Teil der Parkplätze entfallen lassen zu können, ohne dem Einzelhandel erheblich zu schaden. Da kann ich keinen roten Faden in der städtischen Planung erkennen.

    3. Mir scheint, die Gebrechlichen, Mütter und Menschen mit Behinderung werden immer dann instrumentalisiert, wenn man um die eigene Bequemlichkeit fürchtet.

      1. Und es ist auch Quatsch weil mit Kleinkind ist man deutlich sicherer und entspannter unterwegs wenn keine Autos fahren und überall alles zuparken.

      2. Mir scheint, dass nicht nur die Gebrechlichen, Mütter und Menschen mit Behinderung instrumetalisiert werden, sondern auch das Kleinkind

    4. Eine ganz schöne Servicewüste, wenn die dortigen Händler keine Lieferung sperriger Güter anbieten können. Der Elektromarkt hier in der Innenstadt hat kein Problem damit, mir die neue Tiefkühltruhe vorbeizubringen – da brauch ich noch nicht einmal mit dem Pick-Up vorbeikommen (welcher bei Regen ja auch nicht sonderlich praktisch ist).

      1. Ein bisschen off-topic, aber da Sie es ansprechen: Möglicherweise ist das derselbe Elektromarkt, bei dem wir vor ein paar Jahren einen neuen Gefrierschrank gekauft haben, inkl. Anlieferung bis zum Aufstellort. Da kamen dann zwei Heinzelmänner (Subunternehmer) mit dem Teil durch die Haustür, sahen die Treppe ins Obergeschoss (dort sollte das gute Stück in den Abstellraum) und einer sagte sofort, das würde nicht passen. Hatte ich vorher ausgemessen, da war Platz genug. Der andere stimmte eifrig zu, hatten wohl beide keine Lust auf die Treppe. Sie stellten uns dann vor die Wahl, das Teil entweder im Flur stehen zu lassen oder es wieder mitzunehmen. Ich habe es dann später mit meinem Sohn raufgetragen und die Anlieferung nicht bezahlt – vom Händler kamen nach Schilderung der Sache auch keine Widerworte.

    5. Lieber Herr Havermann, ihrer Argumentation kann ich ja teilweise folgen, dass es gebrechliche Personen gibt, denen es schwerfällt, die Geschäfte in der zukünftigen Fußgängerzone zu erreichen. Vielleicht wäre es deshalb hilfreich, ausschließlich für diese Gebrechlichen und Behinderten spezielle Behindertenparkplätze auszuweisen, die nur mit entsprechendem Nachweis in der Fußgängerzone parken können … aber die Schlossstr. wieder ungezügelt den Verkehrsroudies zur Verfügung zu stellen statt dem Gedanken einer Flaniermeile und einem Einkaufserlebmis für Fußgänger und Kunden zu folgen halte ich wirklich nicht für Zielführend.

    6. Und ich frage mich gerade, wie es
      – die Menschen mit Behinderung, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind
      – die Eltern mit Kinderwagen oder herumlaufenden Kindern
      – die Käufer*innen sperriger Güter
      es immer geschafft haben, zwischen all den dort parkenden KFZ hindurch zu jonglieren/manövrieren, ohne vom dahinter fließenden KFZ-Verkehr plattgefahren zu werden.

      1. Ganz einfach! Es sind halt alle umsichtig miteinander umgegangen. Zudem fährt „der KFZ- Verkehr“ auch nicht alles platt, was ihm vor den Kühlergrill läuft, auch wenn das nicht in Ihr offensichtlich verschobenes Weltbild passt.

      2. Sorry, ich bin halt ein gebranntes Kind (meine Mutter auch).
        Welche “umsichtigen” Autofahrer fahren denn dann die ganzen Pfosten, Abfallbehälter etc. Ihrer Meinung nach um?
        “Ihr offensichtlich verschobenes Weltbild” –>Dito

      3. Hallo Elena, wie konnte es eigentlich so weit kommen, dass in Deutschland bislang über 800.000 Menschen an Verkehrsunfällen gestorben sind? Sie haben recht, es wird nicht “alles” plattgefahren, was vor den “Kühlergrill kommt”. Aber ein gewisser Anteil eben doch. Und viele Tote und Verletzte werden nur durch die Umsicht der schwachen Verkehrsteilnehmer verhindert.

      4. Ganz einfach: Eltern mit Kindern gehen nicht in der Schloßstraße einkaufen, sondern in Refrath oder Gladbach. Auch für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl ist die Straße aufgrund der Enge ungeeignet – sie bleiben zuhause oder shoppen anderswo.

  22. Das die Verlegung der Pflastersteine teilweise einer Katastrophe gleicht, habe ich der Stadt/dem Bürgermeister bereits vor Wochen mitgeteilt. Aber es interessiert keinen. Schade, wenn man nachher wieder klagen muss und alle sich ärgern. Der Stadt/den Bürgermeister interessiert es nicht, es wird ja alles von uns Steuerzahlern finanziert.

  23. Aus den vielen Kommentaren und persönlichen Gesprächen mit Anwohnern der Schlossstraße kann ich nur entnehmen, dass alle für eine Fußgängerzone sind. Woher kommt dann die Forderung mit dem Auto durch die Schlossstraße fahren zu müssen und vielleicht sogar dort zu parken? Trotz Parkhäusern und Tiefgaragen mit Fahrstühlen direkt in der Nähe.

    1. welcher Senior in Bensberg will mit seinem Rollator in ein Parkhaus gehen?
      Nein, vor dem Geschäft parken und rein ins Geschäft.

    2. Es ist ein Unding, dass in Zeiten des immer höheren CO2 Ausstosses und dem daraus entstehenden Bestreben, mehr Grünflächen zu schaffen, die Empörung űber eine autofreie Fußgängerzone so hochkocht.

      Kein Händlerwird sein Geschäft schließen müssen, ganz im Gegenteil, die autofreie Innenstadt wird zum Flanieren und Verweilen einladen, mehr Grünflãchen sorgen fúr Kúhlung in heißen Sommern.

      Was stimmt mit euch allen nicht?

      Meint ihr wirklich, daß auf einer immer mehr autodominierteren Welt und zerstörten Landschaften noch eine florierende Wirtschaft erblühen kann?

      Als Bensbergerin spreche ich vielen Bensberger innen und Bensbergern aus dem Herzen, wenn ich sage, dass wir eine Fußgãngerzone brauchen.

      Für Menschen mir Behinderung sollen Parkplãtze geschaffen werden.

      Ich werde nicht mehr in Bensberg einkaufen gehen, wenn Autos, wie vorher auch, durch die Innenstadt rasen und parken!!!

  24. Grundsätzlich bin ich ja auch dafür, dass die veraltete Ansicht, dass Autos überall Vorrang haben müssen, langsam mal endet.

    Aber ich frage mich jetzt doch, wie z.B. ältere Leute, die in der Schlossstraße einkaufen oder eines der Restaurants dort besuchen möchten, zu den entsprechenden Geschäften hinkommen sollen. Als Betreiber eines Geschäftes oder Restaurants würde ich mich langsam fragen, ob das alles noch Sinn macht. Einzelne sind ja schon weggegangen.

    Und wie man als Rollstuhlfahrer durch diese komische Pflasterung, die krumm und schief ist, durchkommt, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Das ist zu Fuß teilweise schon spannend genau mit den ganzen hochstehenden Kanten und Unebenheiten. Wir schreiben das Jahr 2024 und schaffen es nicht einmal mehr, eine Straße anständig zu pflastern.

    1. Wie die Pflasterung teilweise verlegt ist, hat mich auch verwundert.
      Ich war davon ausgegangen, dass die Pflastersteine nur provisorisch verlegt waren.

      Scheint aber nicht der Fall zu sein. Finden da eigentlich seitens des Bauherrn keine Kontrollen statt, oder findet man es neuerdings hipp, anschließend alles wieder aufreissen zu lassen um es neu zu verlegen ?

  25. Endlich kann man/frau wieder entspannt die Schloßsstraße besuchen & dort einkaufen! Bis die Baustelle fertig ist, die Blechlawine wieder rollt und die Straße zum langgezogenen Parkplatz verkommt, wo Menschen (und besonders Kinder) nur stören. Liebe Refratherinnen und Gladbacher: Kommt nach Bensberg, solange es noch möglich ist!

    Was ich nicht verstehe: “Wie bereits zuvor ist die Einfahrt für den Individualverkehr [gemeint ist wohl der Autoverkehr] damit verboten” – das würde ja bedeuten, dass die “Sackgasse” schon bisher eine Fußgängerzone war, nur niemand hat’s bemerkt? Acht Autos hintereinander im Rückwärtsgang sind schon ein besonderer, absurder Anblick…

  26. Die Maßnahme der Verwaltung ist längst überfällig.
    Wie viele Polder, Abfallbehälter, Steine, Bäume sind bereits durch das Befahren von Autos und Lastwagen beschädigt worden. Es reicht, das Ordnungsamt muss diese Vorgaben der Veraltung jetzt auch konsequent nachgehen, sonst weiter Chaos.
    Es wird höchste Zeit, die neue Schlossstrasse zu schützen zu pflegen, um sie problemlos begehen zu können, dann kann man einen unbeschwerten Spaziergang, verbunden mit einem entspannten Einkauf bei kulinarischer Vielfalt auch genießen. Es wird höchste Zeit, dass man in Bensberg diese Ziele wieder in den Vordergrund stellt. Denn, die neue “Schlossstrasse” wird eine Bereicherung nicht nur für die Bensberger werden.

  27. Sind denn in der Schlossstraße zukünftig Fußgänger überhaupt vorgesehen ?

    Ich habe es so verstanden, dass aus den Geschäften alles hübsche Drive-in-Läden für Autos und Fahrräder werden.

    Fußgänger werden da eher nur geduldet sofern sie den fließenden Verkehr nicht stören und durch sinnlose Rumsteherei keine wertvollen Parkmöglichkeiten blockieren.

    1. Fahrräder sind auch raus, da wie jeder weiß, Bensberg viel zu bergisch ist, um dort mit dem Rad zu fahren!

    2. Es ist quasi schon alles gesagt.
      Ich bin für eine Fußgängerzone in der für ältere und jüngere Menschen , für Kinder ,Enkelkinder und Familien ein Ort entsteht an dem man sich gerne aufhält, einkaufen geht und in Ruhe verweilen kann.

  28. Die Stadt ist für die Verkehrssicherheit der Schloßstraße zuständig. Insofern erfolgt die verfügte Schließung der Schloßstraße für den allgemeinen Autoverkehr ab dem Cafe Cult spät, aber konsequent, auch wenn sie die Gäste des Cafe Cults des samstäglichen Vergnügens beraubt, die mehr oder weniger gelungenen Wendemanöver von Autofahrern einer fachlichen Bewertung zuführen zu können. Die Stadt ist neben der Baufirma auch für die Verkehrssicherheit des direkten Baustellenbereichs zuständig. Was sich dort abspielt, spottet jeder Beschreibung. Matten über dem Schotter liegen bei schmaler Wegführung wild herum, Menschen mit Behinderung können kaum gehen, mit Kinderwagen, Rollator oder einem Rollstuhl unterwegs zu sein, wird zum Abenteuer. Am vergangenen Samstag war ich, obwohl recht gut zu Fuß, froh, den Engpass vor der Schlossgalerie zu passieren, ohne mir die Hacksen zu brechen, eine einzige Katastrophe! Vielleicht sollte die Stadt die angekündigten verstärkten Kontrollen auch auf diese Bereiche fokussieren. es wäre angesichts der erheblichen, an dieser Stelle nicht von Kraftwagen ausgehenden, Unfallgefahren und den damit verbundenen Haftungsfolgen für die Stadt im eigenen Interesse.

  29. Eine sehr gute Entscheidung, die hoffentlich deutlich ausgeschildert und konsequent überwacht wird!
    Ein sehr schöner “Vorgeschmack” auf eine Fußgängerzone, die vielleicht auch dauernd eingerichtet wird, nachdem ausreichende Erfahrungen mit der “Straße der Begegnungen”, natürlich erst nach vollständiger Fertigstellung, gemacht worden sind. Es wird sich zeigen, ob die Autofahrer vollständigen “Besitz” der Strasse ergreifen werden – wie zur Zeit(!), oder ob die Strasse auch den Fußgängern den ihnen gebührenden Raum gewährt. Ein spannendes Experiment!!

  30. Genau richtig diese Entscheidung. Ist ja schließlich eine Einbahnstraße mit der Vision eine Flanier- und Erlebnismeile für Fußgänger zu schaffen. Wenn sich da aber die Fahrzeuge in beide Richtungen bewegen und dann auch noch am Ende der Sackgasse wenden müssen, ist das Verkehrschaos perfekt. Deshalb nur konsequent, den Autoverkehr mit Ausnahme der Lieferfahrzeuge zu sperren. Sollte dann aber auch konsequent kontrolliert werden um ein weiteres Chaos zu vermeiden.