Hier startet die Rheinnetz GmbH in der kommenden Woche mit Bauarbeiten. Foto: Redaktion

Die Rheinnetz GmbH kündig an, im Auftrag der Belkaw am Stromnetz in der Schlossstraße in Bensberg zu arbeiten. Und das für ein ganzes Jahr. Aber dabei passiert nicht, was Sie gerade denken.

Der Generalumbau der Schlossstraße in Bensberg schreitet relativ rasch voran, bis Jahresende soll das Mammutprojekt abgeschlossen werden. Doch noch bevor es soweit ist kündigt die Rheinnetz GmbH, eine Tochtergesellschaft der RheinEnergie, eine neuer Dauerbaustelle mit einer knappen Mitteilung an:

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Die RheinNetz arbeitet von Dienstag, 8. April 2025, bis voraussichtlich Ende März 2026 am Stromnetz in der Schloßstraße in Bergisch Gladbach-Bensberg. Die Arbeiten befinden sich auf Höhe der Hausnummer 45c.

Für die Dauer der Arbeiten ist mit temporären Einschränkungen für Fußgängerinnen und Fußgänger in dem betroffenen Bereich zu rechnen. Der Durchgang durch die Schloßstraße ist während der gesamten Bauzeit grundsätzlich möglich.

Die Adresse Schlossstraße 45c liegt im zentralen Bereich der Einkaufsstraße, auf der Höhe von Kino und Schlosstreppe. Also in dem Bereich, in dem das neue Natursteinpflaster bereits verlegt worden ist, aufgrund des starken Gefälles in einem sehr aufwendigen Verfahren.

Und dieses Pflaster soll nun wieder aufgerissen werden? Für ein Jahr?

Zwischen Polizei und Pissoir befindet sich die Stromstation. Foto: Redaktion

Nein, das ist nicht der Fall, wie ein Anruf bei der RheinNetz GmbH rasch ergibt. Bei der Schlossstraße 45c handelt es sich um den Betonbunker zwischen Eisdiele und Schlosstreppe, unterhalb des Hangs hinauf zum Schloss.

In diesem Gebäudetrakt befindet sich ein Büro der Polizei und eine Toilettenanlage – und dazwischen eine Stromstation der Rheinnetz GmbH, die für Belkaw und Rheinenergie die Versorgungsnetze betreibt und unterhält.

Diese Stromstation, erläutert ein Unternehmenssprecher, muss modernisiert werden. Das heißt, ausgebaut und durch eine neue Anlage ersetzt werden. Daraus ergibt sich die lange Bauzeit.

Einschränkungen für den Auto- oder Fußgängerverkehr auf der Schlossstraße sollten sich daraus in der Regel nicht ergeben, sagst der Rheinnetz-Sprecher. Allenfalls bei Abtransport oder Anlieferung von Bauteilen könne es zu kurzeitigen Absperrungen kommen.

Ein Blick ins Archiv

Diese 360-Grad-Aufnahme ist zwei Jahre alt und zeigt den Bensberger Marktplatz mit dem provisorischen Pflaster und die Schlossstraße im alten Zustand.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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    1. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

      Kodi befindet sich in der Insolvenz (im sog. Schutzschirmverfahren), die Schließung der Filiale Bensberg liegt daher vermutlich nicht ausschließlich an der Baustelle.

    2. Kodi hat etwa dasselbe Sortiment wie Action, und für beide ist Bensberg zu klein.
      Schon vor der Baustelle war zu beobachten, dass die meisten größeren Ladenlokale leerstanden. Für die kleinen findet sich schnell ein:e Nachmieter:in – aber mehr als einen Supermarkt, eine Drogerie und einen Krimskramsladen braucht es halt nicht.

  1. Für mich stellt sich nur die eine Frage: seit wann weiß die BELKAW dass ein Austausch notwendig ist?
    Jeglicher Kommentar „wäre Perlen vor die Säu geworfen“.

    1. Die Belkaw wird das schon länger wissen und den Bedarf beim Netzbetreiber angemeldet haben. Wann der solche Arbeiten jeweils durchführen kann, ist vermutlich auch für die Belkaw nicht exakt vorhersehbar, da sie für Netzkomponenten nicht zuständig ist.

  2. Und warum konnte das nicht in der Zeit geschehen, als An- und Abtransport während der Straßenarbeiten möglich war? Und was soll die pflaumenweiche Aussage, Einschränkungen für den Fuß- und Autoverkehr “sollten sich daraus in der Regel nicht ergeben”, was eine Vorhersage, dass es Einschränkungen geben wird, impliziert? Solche Planungen, Straßen aufzureißen, um Kabel zu verlegen, erneut aufzureißen um das für Gas zu tun, um dann wieder die Straßendecke zu öffnen, um Telefonkabel legen zu können und das innerhalb von Monaten, durfte man schon leidvoll erleben. Planung kann man wohl dieses Vorgehen weit ab jeder Vernunft nicht nennen.

    1. Zu den Einschränkungen steht doch konkret im Artikel: „Allenfalls bei Abtransport oder Anlieferung von Bauteilen könne es zu kurzeitigen Absperrungen kommen.“ Das ist wohl kaum interpretationsbedürftig. Auch die Straße wird nicht aufgerisssen, das steht ebenfalls da, sondern es wird im Gebäude gearbeitet.

    2. “Die Rheinnetz GmbH kündig an, im Auftrag der Belkaw am Stromnetz in der Schlossstraße in Bensberg zu arbeiten. Und das für ein ganzes Jahr. Aber dabei passiert nicht, was Sie gerade denken.”
      Dank an die Redaktion, dass sie es mit dem letzten Satz versucht haben. Für Personen wir Herrn Havermann ist wohl selbst das nicht ausreichend.