Der Syrer Houssam Alden Kaka ist vor knapp elf Jahren nach Bergisch Gladbach gekommen und hat noch in der Geflüchtetenunterkunft eine Theater-Gruppe gegründet. Daraus entsteht das Ensemble „Die Gesichter“, das nach und nach fünf eigene Inszenzierungen auf die Bühne des Theas bringt. Zum Jubiläum steht jetzt eine schwarze Komödie „Die beiden Einwanderer“ auf dem Programm.

Wie veröffentlichen einen Beitrag des Theas Theaters

Ein aus Syrien geflüchteter junger Mann mit Theatererfahrung in Damaskus strandete 2014 in Bergisch Gladbach. In der Geflüchtetenunterkunft scharrt Houssam Alden Kaka ein paar Interessierte um sich und beginnt mit ihnen Theater zu spielen. Die Leitung der Unterkunft greift diese Idee auf und fragt beim THEAS Theater nach, ob es möglich wäre, dass die Gruppe dort proben kann.

Der damalige Intendant, David Heitmann, und der Vorstand stellen die Räume gern zur Verfügung und eine erste Vorstellung wird erarbeitet. Was bietet sich da an, wenn man noch kaum deutsch spricht? Ein Bewegungstheater, „Körper ohne Seele“ zeigt die Flucht auf sehr eindrückliche Weise. 

Szene aus dem Stück „Die beiden Einwanderer”. Foto: Philipp J. Bösel

In den folgenden Jahren wird die Zusammenarbeit fortgesetzt und es stehen weitere Produktionen auf dem Programm: „Charisma“, „Probe in der Hölle“, „Der Tod und das Mädchen“, „Lass mich nicht alleine, Tschechow“.

Und nun folgt die Jubiläumsvorstellung „Die beiden Einwanderer“. Diese schwarze Komödie in arabischer Sprache mit Übertiteln steht am 25.1. um 20 Uhr und am 26.1 2025 um 18 Uhr auf dem Spielplan des THEAS Theaters.

Das dürfte einzigartig sein in der Region. Und so ist zu hoffen, wenn es rund um die Vorstellung zu einem Austausch und interessanten Begegnungen kommt. Kartenreservierung unter 02202 / 92 76 50 15. Weitere Informationen zum Stück auch in Arabisch auf der Internetseite www.theas.de

Inhalt: Die beiden Einwanderer − von Bassam Gened 

Das Theaterstück ist eine schwarze Komödie und erzählt die Geschichte zweier Migranten, die gezwungen waren, ihr Heimatland zu verlassen, um nach einem besseren Leben zu suchen. Das Stück, geschrieben von Bassam Gened, basiert auf einer Idee des polnischen Autors Sławomir Mrożek. Der Text wirft existenzielle Fragen zur erzwungenen Migration und zur Identitätskrise von Geflüchteten auf.

Die Handlung spielt in einem heruntergekommenen Keller in einer europäischen Stadt, der von Feuchtigkeit und Moder befallen und voller Abwasserrohre ist. Die zunehmende Feindseligkeit zwischen den beiden Figuren des Stücks − der Frau und dem Mann − kündigt direkt den Zusammenbruch vieler menschlicher Werte und das wachsende Gefühl der Entfremdung zwischen den Menschen an.     

Es spielt das Ensemble: „Die Gesichter” unter der Regie von Houssam Alden Kaka.  

Sa 25.01., 20 Uhr − Premiere. 
Weitere Vorstellung: So 26.01., 18 Uhr
Eintritt: 10 Euro

Hinweis: Das Stück wird in arabischer Sprache (mit deutschen Übertiteln) aufgeführt  

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