Weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seine Mittel kürzt, beenden immer mehr Zugewanderte ihren Integrationskurs nicht mit dem wichtigen B1-Sprachabschluss, beklagen Anbieter. Der Jugendmigrationsdienst und das Katholische Bildungswerk reagieren nun mit einem freiwilligen Vorbereitungskurs. Doch reicht das, um die entstandene Lücke zu schließen?
Schlagwort: Flüchtlinge
Haval lebt seinen Traum vom eigenen Laden
Als Achtjähriger ist Haval Al Hasan aus dem Irak mit seiner Schwester nach Deutschland gekommen. Schon in der Schule fasste er den Plan, sich selbstständig zu machen. Jetzt hat der inzwischen 19-Jährige zusammen mit seiner Familie einen Kiosk in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone eröffnet.
16-jähriger Ukrainer gewinnt sechs Titel im Kampfsport
Mit 14 Jahren musste Mykhailo Mykhaylichenko mit seiner Mutter vor dem Krieg aus der Ukraine fliehen. In Bergisch Gladbach fanden die beiden Zuflucht. Der Jugendliche besuchte die Schule, lernte Deutsch und begann damit, Kampfsport zu betreiben. Inzwischen hat er einige Wettkämpfe gewonnen. Ein Beispiel dafür, welchen Beitrag Sport zur Integration leisten kann.
„Man muss seine Ziele aufgeben, aber es gibt andere Wege“
Husain Husain war Maschinenbauingenieur. Als er mit 58 Jahren in Deutschland ankam, tat er sich schwer mit der Sprache und musste einen ganz anderen Berufsweg einschlagen. Er ist einer von mehr als 1000 Flüchtlingen, die ab 2015 nach Bergisch Gladbach kamen. In Schildgen gründeten damals rund 100 Einheimische eine Willkommens-Initiative, zum Jubiläum erzählen fünf ehemalige Flüchtlinge, wie es ihnen ergangen ist.
„Ich mache viele ehrenamtliche Arbeiten“
Ayad Al-Rubaiee war 18 Jahre alt, als er 2015 nach Deutschland flüchtete. Alleine. Er ist einer von mehr als 1000 Flüchtlingen, die seit diesem prägnanten Jahr nach Bergisch Gladbach kamen. In Schildgen gründeten damals rund 100 Einheimische eine Willkommens-Initiative, die Unglaubliches geleistet hat. Zum 10. Jubiläum erzählen fünf ehemalige Flüchtlinge, wie es ihnen ergangen ist.
„Viele sind vor meinen Augen gestorben“
Habte Abrahle durchquerte die Sahara in einem vollen Transporter mit viel zu wenig Wasser und Essen, um nach Deutschland zu gelangen. Er ist einer von mehr als 1000 Flüchtlingen, die ab 2015 nach Bergisch Gladbach kamen. in Schildgen gründeten damals rund 100 Einheimische eine Willkommens-Initiative, die Unglaubliches geleistet hat. Zum 10. Jubiläum erzählen fünf ehemalige Flüchtlinge, wie es ihnen ergangen ist.
„Menschen. Heimat. Perspektiven“ setzt Zeichen für Integration
Die Ausstellung „Menschen. Heimat. Perspektiven.“ zeigt Gesichter und Geschichten von Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind und an Integrationskursen der VHS teilgenommen haben. Sie ist in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum entstanden.
„Ich träume mittlerweile sogar auf Deutsch“
Mehr als 1000 Flüchtlinge kamen ab 2015 nach Bergisch Gladbach, in Schildgen gründeten rund 100 Einheimische eine Willkommens-Initiative, die Unglaubliches geleistet hat. Zum 10. Jubiläum erzählen fünf ehemalige Flüchtlinge, wie es ihnen ergangen ist. Zum Beispiel Hosheen Shekhi aus Damaskus, der sich heute als Rheinländer fühlt.
Willkommen in Schildgen: „Ein Lächeln, offene Arme, offene Herzen“
2015 schrieb Deutschland Geschichte. Die Geschichte der massenhaften Einreise geflüchteter Menschen spielte sich ganz oben in der Bundespolitik ab – und ganz unten in den Städten. In Schildgen gründeten rund 100 Einheimische eine Willkommens-Initiative, die Unglaubliches geleistet hat. Zum Jubiläum erzählen ehemalige Flüchtlinge, was Schildgen mit ihnen gemacht hat.
Kommunal, kurz & knapp: Q1, Karneval, Klima und Bezahlkarte im Stadtrat
80 Prozent der Themen im Stadtrat werden ohne Tamtam und einvernehmlich beschlossen – doch bei 20 Prozent drehen einige Beteiligte groß auf. So auch am Dienstag, in der letzten Sitzung vor der Wahl und geprägt von unberechenbaren Mehrheiten. Konsens herrschte in der Frage, dass das Q1 und der Karneval gerettet werden müssen. Laut wurde es beim Klimaschutz und der Flüchtlingspolitik. Zur Bezahlkarte gab es zwei Ergebnisse und immer noch keine Klarheit.
Grüne und SPD: Für Klimaschutz, gegen Bezahlkarte
Unmittelbar vor der Ratssitzung haben die Fraktionen der Grünen und der SPD ihre Haltungen zu zwei Themen bekräftigt: Sie fordern von CDU und FDP ein klares Bekenntnis zum Klimaschutzkonzept. Und begründen, warum sie die Einführung einer Bezahlkarte für Flüchtlinge ablehnen.
Kommunal, kurz & knapp: Klima, Bezahlkarte und das Zünglein an der Waage
Ohne die FWG geht nichts, das zeigte sich im Hauptausschuss deutlich bei kleinteiligen Entscheidungen zum Klimaschutz und einem knappen Beschluss zur Bezahlkarte. Eindeutig war dagegen die Ablehnung einer Idee aus dem Stadtmarketing sowie das Bedauern über den Verlust einer wichtigen Fachfrau. Wir bringen die Debatten und Entscheidungen auf den Punkt.
Kommunal, kurz & knapp: Älterwerden, Bezahlkarte, Notschlafstelle
Viele Menschen der entsprechenden Altersklasse fühlen sich nicht als Senior:innen, daher heißt das Seniorenbüro ab sofort nicht mehr so. Welchen Namen ein möglicher Platz zur Würdigung von Gastarbeiter:innen auf dem Zanders-Gelände tragen könnte, sollen diejenigen entscheiden, die es betrifft. Wir fassen die wichtigsten Informationen aus dem Sozialausschuss zusammen.
171 Wohnungen an Geflüchtete vermittelt
Seit 2022 vermittelt Habitat for Humanity Deutschland erfolgreich Wohnraum an Geflüchtete im Rheinisch-Bergischen Kreis. 537 Personen konnten bislang in eigene Wohnungen ziehen, 171 Mietverträge wurden abgeschlossen. Das Projekt fördert Integration und entlastet die Kommunen – weiterhin werden Vermieterinnen und Vermieter gesucht.
Mobile Homes in Paffrath sind bald bezugsfertig
Wie angekündigt hat die Stadt auf dem Wohnmobil-Stellplatz am Kombibad in Paffrath eine neue Unterkunft für rund 100 Geflüchtete eingerichtet – und nennt nun einige Details. Der Wohnraum ist beengt, bietet aber bessere Bedingungen als etwa die Hermann-Löns-Hallen. Daher sollen dort vor allem Familien und besonders Schutzbedürftige wohnen.
Kommunal, kurz & knapp: Senioren und Langzeitarbeitslose
Steigende Kosten schränken den Betrieb der Begegnungsstätten für Senior:innen in Bergisch Gladbach ein, bisherige Fördermaßnahmen für Langzeitarbeitslose fallen dem Sparhaushalt zum Opfer. Die Stadt bereitet die Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete vor. Wir fassen die wichtigsten Infos aus dem Sozialausschuss zusammen.
Neubau für Flüchtlinge bereits fertig geplant
Die neue Unterkunft für Geflüchtete in der Hauptstraße will die Stadt bereits im kommenden Jahr in Betrieb nehmen. Dieser Zeitplan ist nur deshalb möglich, weil der Eigentümer den Abriss des alten und maroden Hauses sowie einen Neubau bereits komplett geplant hat. Die Stadt mietet sich in ein gut geeignetes Objekt ein.
CDU begrüßt Aus für Unterkunft an der Paffrather Straße
Die CDU wertet die Entscheidung des Bürgermeisters, die Pläne für eine Flüchtlingsunterkunft auf dem Ascheplatz zurückzuziehen als Erfolg des eigenen beharrlichen Einsatzes. Anmietung vorhandener oder bereits geplanter Objekte sei die wirtschaftlichere Alternative und komme dem Sport entgegen.
Stein zieht Plan für Unterkunft am Stadion zurück – und schlägt Alternative vor
Angesichts der Vorbehalte der CDU und des Sports sowie eines neuen Angebots kassiert Bürgermeister Frank Stein den Plan für eine große Flüchtlingsunterkunft auf dem Ascheplatz ein – um eine Spaltung der Stadtgesellschaft und eine Eskalation der Debatte zu verhindern. Stattdessen will die Stadt ein leerstehendes Mietshaus an der oberen Hauptstraße anmieten und für Geflüchtete umbauen.
CDU fordert Pause bei Unterkunft am Stadion
Auf die Mitteilung der Stadt, offenen Fragen zur geplanten großen Unterkunft auf dem ehemaligen Ascheplatz an der Paffrather Straße geklärt zu haben, reagiert die CDU mit Widerspruch: Zum einen sei der Bedarf zur Zeit gar nicht absehbar, zum anderen gebe es durchaus noch Alternativen. Daher plädiert die CDU für eine Vertagung der anstehenden Entscheidung.
Kommunal, kurz & knapp: Keine Alternative für Unterkunft auf Ascheplatz
Die Stadt hat letzte Einwände gegen den Bau einer großen Unterkunft für Geflüchtete an der Paffrather Straße geprüft und die Ergebnisse jetzt im Sozialausschuss vorgestellt. Da der Bund einen alternativen Standort auf dem BASt-Gelände ablehnt soll das Gebäude auf dem Aschenplatz gebaut werden. Für den Sport gibt es eine ganze Reihe von Zugeständnissen.
Caritas RheinBerg veröffentlicht „Taschen Held*in“
Angesicht der aktuellen Debatte über die Migration rät die Caritas RheinBerg zur Besonnenheit. Und veröffentlicht eine Argumentationshilfe im Hosentaschenformat, damit man einigen gängigen Parolen in der Migrationsdebatte Contra geben kann.
Arabisch-deutsche Theatergruppe „Die Gesichter“ feiert 10. Geburtstag
Der Syrer Houssam Alden Kaka ist vor knapp elf Jahren nach Bergisch Gladbach gekommen und hat noch in der Geflüchtetenunterkunft eine Theater-Gruppe gegründet. Daraus entsteht das Ensemble „Die Gesichter“, das nach und nach fünf eigene Inszenzierungen auf die Bühne des Theas bringt. Zum Jubiläum steht jetzt eine schwarze Komödie „Die beiden Einwanderer“ auf dem Programm.
Wie die Flüchtlinge in den Hermann-Löns-Hallen leben
Sie wohnen zu viert in 18-Quadratmeter-Kabinen aus dünnen Spanplatten. Die Abteile sind nach oben offen, laute Heizgebläse pusten warme Luft hinein. Der Speise- und Aufenthaltsraum ist mit nackten Bierzeltgarnituren ausgestattet – der Brandschutz bremst jeden Versuch aus, die Flüchtlingsunterkunft in den Hermann-Löns-Hallen wohnlicher zu gestalten. Und dennoch sind viele der Menschen froh, eine Zuflucht gefunden zu haben. Wie geht es ihnen dort?
CDU begrüßt Prüfung alternativer Standorte für Flüchtlinge
Die CDU drängt darauf, die menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen und ein attraktives Sportangebot unter einen Hut zu bringen – und hatte gefordert, die Entscheidung über eine Unterkunft auf dem Ascheplatz an der Paffrather Straße zurückzustellen. Nachdem der Bürgermeister dem gefolgt war, sieht die CDU nun die Chance, das Gelände der BASt und andere mögliche Standorte noch einmal umfassend zu prüfen.
Stadtrat: Lange Debatten, keine Entscheidungen
In der letzten Sitzung des Jahres hatte der Stadtrat viele offene Themen auf der Tagesordnung. Bei unklaren Verhältnissen und wechselnden Mehrheiten blieb trotz vierstündiger Beratung einiges ungeklärt, und es gab einige Überraschungen. Es ging um die Flüchtlingsunterkunft am Stadion, um die Grundsteuer, den Wärmeplan, die Altenberger-Dom-Straße, den Haushalt und um die Brötchentaste. Wir fassen das Wichtigste zusammen.
Zentralküche der Stadt zieht im „Belmondo“ ein
Nichts wird in Bergisch Gladbach so hart gesucht wie gut erschlossene Grundstücke – für den Bau von Kitas, Schulen, OGS oder Flüchtlingsheimen. Eine solche Fläche in sehr zentraler Lage hat die Stadt jetzt an der Ecke Jakobstraße / Am Stadion gekauft. Bislang war es Standort des Gastronomiebetriebs Belmondo, künftig soll dort die Großküche der Stadt untergebracht werden, die viele Schulen versorgt.
Ascheplatz: Vereine kämpfen um Sport- und Parkfläche
Der Widerstand gegen die Pläne der Stadt für den ehemaligen Sportplatz an der Paffrather Straße wächst: Nach dem Stadtsportverband melden sich jetzt auch der Rheinische Turnerbund, der Kreissportbund und mehr oder weniger direkt betroffene Vereine zu Wort. Sie kritisieren, von der Stadt nicht eingebunden zu werden und tragen weitere Argumente gegen den Bau eines Flüchtlingsheims vor.
Flüchtlinge: Stein appelliert an Verantwortung des Landes
Mit einer ganzen Reihe von Projekten versucht die Stadt Bergisch Gladbach, der steigenden Zahl von Flüchtlingen gerecht zu werden. Gleichzeitig appelliert Bürgermeister Frank Stein an die Landesregierung, selbst die Unterbringung der Menschen zu organisieren und zu bezahlen. Eine zentrale Einrichtung des Landes könnte auf dem Gelände der BASt in Bensberg gebaut werden, sagt Stein. Aber nur unter einer Bedingung.
Stadt stellt 20 Mobilheime für Flüchtlinge am Kombibad auf
Zum Jahreswechsel werden in Bergisch Gladbach alle verfügbaren Unterkünfte für Flüchtlinge belegt sein, prognostiziert die Stadtverwaltung. Mittel- und langfristig ist ein Ausbau an mehreren Orten geplant. Für den kurzfristigen Bedarf will die Stadt 20 „Mobile Homes“ kaufen und schon im Januar auf dem Wohnmobilparkplatz am Kombibad Paffrath aufstellen.
Stadt macht sich mit Nachdruck für Flüchtlingsheim am Stadion stark
Die Stadtverwaltung stellt sich auf die Zuweisung vieler weiterer Flüchtlinge ein und will die Unterkünfte an mehreren Stellen ausbauen. Das Projekt auf dem Ascheplatz ist dabei das mit Abstand größte – und heftig umstritten. Nach Abwägung der Alternativen hält die Stadt dennoch daran fest. Dafür will Bürgermeister Frank Stein jetzt Mittel in den Nachtragshaushalt einstellen, um einen bösen Eindruck zu vermeiden.
Sportverband lehnt Bebauung des Ascheplatzes ab
Bergisch Gladbachs Bevölkerung wächst, der für den Sport zur Verfügung stehende Platz schrumpft massiv. Vor diesem Hintergrund argumentiert der Stadtsportverband gegen die Pläne der Stadt, den alten Ascheplatz an der Paffrather Straße dauerhaft mit einer Unterkunft für Flüchtlinge zu bebauen – und kritisiert den Umgang mit dem Sport ganz grundsätzlich.
FWG protestiert gegen Umleitung von Schulbau-Geld
Die Stadt hält am Bau einer großen Flüchtlingsunterkunft auf dem alten Ascheplatz an der Paffrather Straße fest. Nach einer Sanierung der Altlasten sollen 14 Millionen Euro investiert werden – aus Mitteln, die für den Schulbau vorgesehen sind, aber noch nicht abgerufen werden. Dagegen protestiert die FWG energisch. Sie fordert mehr Geld vom Land und mehr Spardisziplin bei „Leuchtturmprojekten“.
Sparmaßnahme des Landes trifft Flüchtlingshilfe hart
Das Land NRW streicht die Mittel für das Förderprogramm „Komm-an NRW“. Damit werden Projekte finanziert, die Zugewanderten bei der Integration helfen. Das ist ein herber Einschnitt für die Flüchtlingshilfe in Bergisch Gladbach. Ohnehin wird es für sie immer schwieriger, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich für Geflüchtete engagieren.
Erinnerungen und Gedanken zur Flucht, ganz persönlich
Der Bericht über einen geplanten Containerbau für Flüchtlinge an der Paffrather Straße hat im Bürgerportal eine umfangreiche Diskussion ausgelöst. Einige Kommentare machen mich sehr nachdenklich. Wohin driften wir als Gesellschaft ab?
Bergisch Gladbach will weitere große Unterkunft für Flüchtlinge bauen
Die Stadt muss mit weiteren Zuweisungen von Geflüchteten rechnen, die Kapazitäten für die Unterbringung sind ausgereizt. Daher plant die Stadtverwaltung jetzt eine weitere große Unterkunft für mehrere hundert Menschen an der Paffrather Straße neben der Belkaw-Arena.
