Der Stadtsportverband begrüßt einerseits die intensive Diskussion der vergangenen Monate über die Belange des Sports, die Nutzung des Ascheplatzes am Stadion lehnt er dennoch weiter ab.

Nach dem erneuten Votum der Stadtverwaltung, für den Bau einer großen Flüchtlingsunterkunft auf dem Ascheplatz am Stadion Paffrather Straße und dem Widerspruch der CDU hat sich jetzt auch der Stadtsportverband erneut zu Wort gemeldet. Er wertet einige Aspekte der Debatte zwar positiv, bleibt aber dabei, dass mit dem ehemaligen Sportplatz nicht erneut eine Sportfläche entwidmet werden dürfe.

In den Gesprächen mit der Stadtverwaltung sei zwar eine Liste von Maßnahmen vereinbart worden, die nun dringend für den Sport umgesetzt werden müssen. Keine dieser Maßnahmen sei jedoch neu, so der Verband. Sie seien alle bereits im gültigen Sportentwicklungsplan enthalten und zum großen Teil vom Stadtrat beschlossen worden.

Sollte sich der Stadtrat über dieses Votum hinwegsetzen fordert der Stadtsportverband
„eine konkrete Planung alternativer und ergänzender Sport-und Bewegungsflächen in gleicher Quantität/Quantität“ und ein Konzept für die erforderlichen Parkplätze am Stadion.

Dokumentation

Die aktualisierte und ergänzte Stellungnahme des Stadtsportverband im Wortlaut:

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Dass der Stadtsportbund um den Behalt des Ascheplatzes kämpft, ist absolut nachvollziehbar und dessen fürderste politische Aufgabe. Die Tatsache, dass der Sportplatz bereits über Jahre nicht sachgerecht genutzt wird, spricht gegen ihn. Mich erinnert die Situation an Berthold Brechts “Kaukasischen Kreidekreis”. Was es jetzt braucht, ist ein “Salomonisches Urteil”. Dies wiederum ist die Aufgabe verantwortungsvoller Tagespolitik. Sie darf sich generell nicht nur den Belangen von Einzelinteressen widmen, sollte sie jedoch nicht gänzlich ignorieren. Die Zeiten ändern sich. Und nochmal, es geht um weit mehr, als nur um eine vorübergehende Sachlösung. Das hat die CDU ganz klar erkannt… Nur, die Glaubwürdigkeit christlicher Werte steht auch auf dem Spiel. Denn diese gilt es letztendlich in zukünftige Generationen auch zu tragen. Wir sollten endlich lernen, die Konsequenzen, die sich aus dem gegenwärtiges Handeln ergeben, historisch zu betrachten. Roger Willemsen: „Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“, aus seinem Buch “Wer wir waren”. Ich bin sicher, dass, wenn ein erhöhter Bedarf an sportlicher Ertüchtigung wieder klar erkennbar wird, auch dafür eine verantwortungsbewusste Lösung gefunden wird. Daher sollte der Stadtsportbund den Kopf nicht hängen lassen, wenn der Ascheplatz zur Beantwortung drängender humanitärer und die Demokratie stärkende Fragen jetzt umgewidmet wird. Der Verzicht sollte auf jeden Fall entsprechend gewürdigt werden. Dieter Richter, Bergisch Gladbach

    1. Es zeigt sich immer wieder und drängend täglich, dass wir hier im Land viel zu wenig Platz haben. Auch diese Diskussion hier zeigt es wieder ganz stark. Daher ist es umso erstaunlicher zu beobachten wie unsere schon länger hier Wohnenden immer wieder darauf pochen, dass möglichst noch Hunderttausende mehr kommen mögen. Es gibt auf der Welt sehr wohl auch noch in anderen Ländern Platz – bekannterweise an einigen Orten viel mehr als bei uns.