Der Eingang zur Grünen Ladenstraße strahlt, wenn er zur Blauen Stunde von Thomas Merkenich fotografiert wird

Der Niedergang der Innenstädte ist ein großes Problem, die „Aufenthaltsqualität“ auch der Gladbacher Fußgängerzone ein stark umstrittenes Thema. Jetzt gibt es eine gründliche Erhebung, aus der hervorgeht, dass die Bergisch Gladbacher:innen mit ihrem Stadtzentrum eigentlich ganz zufrieden sind. Und dennoch würden nur sehr wenige der Befragten ihren Freunden empfehlen, Bergisch Gladbach zu besuchen.

Gesamtnote „befriedigend“ – das ist das Ergebnis für das Gladbacher Stadtzentrum in der Studie „Vitale Innenstädte 2024“, für die das IFH KÖLN Pasanten in 107 Städte in ganz Deutschland befragt hat. Gegenüber eine Befragung von vor zwei Jahren verschlechtert sich die Stadt in der Gesamtnote minimal – und der Anteil derjenigen, die die Innenstadt mit „gut“ bewerten, sank von 32 auf 26 Prozent.

Von den befragten Personen wurde in Bergisch Gladbach unter anderem die Fußgängerfreundlichkeit, die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV, Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt oder das Stadtfest und das Gastronomieangebot als besonders positiv genannt. Auch das Dienstleistungsangebot schneidet gut ab. Schlecht bewertet wird dagegen die Auto- und Fahrradfreundlichkeit. Untersucht wurde nur das Gladbacher Zentrum.

Zur Methodik: Befragt wurden Passanten mit standardisiertem Fragebogen an mehreren Donnerstagen und Samstagen im September, Oktober und November 2024. In Bergisch Gladbach flossen die Angaben von insgesamt 402 Befragten in die Auswertung ein. Damit ist die Umfrage nicht repräsentativ.

Es mangelt an der Heimatliebe

Und dennoch würden nur sechs Prozent der Befragten die Gladbacher Innenstadt an Freunde und Bekannte weiterempfehlen – ein im Vergleich zum Durchschnitt aller beteiligten Städte (26 Prozent) extrem schlechter Wert.

Der Anteil der „Kritiker“ liegt dagegen bei 66 Prozent, der „Indifferenten“ bei 28 Prozent. Hier zeigt sich eine große Differenz zwischen sachlicher und emotionaler Beurteilung – an der Liebe zu ihrer Heimatstand mangelt es bei vielen Bergisch Gladbachern ganz offenbar.

Jonas Geist

Für Jonas Geist, dem neuen Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, ist die Studie dennoch wertvoll: „Wir erhalten unabhängige Daten und erfahren aus erster Hand, in welchen Bereichen wir auf einem guten Weg sind, und wo noch Handlungsbedarf besteht.“ Die Ergebnisse will er jetzt im Detail mit den Interessenvertretungen des Handels besprechen.

Ein Blick in die Studie zeigt, dass die Teilnehmer:innen der Umfrage, sowohl die Attraktivität der Innenstadt insgesamt als auch das Einzelhandels-Angebot als befriedigend (Schulnote 2,9) bezeichnen.

Foto: Screenshot, „Vitale Innenstädte“, IFH Köln

Beim Einkaufsverhalten fällt jedoch auf, dass die meisten Besucher:innen (auch im Vergleich zu anderen Städten der gleichen Größenordnung) relativ wenige Geschäfte (ein oder zwei) frequentieren, relativ wenig Geld ausgeben und auch die Aufenthaltsdauer mit bis zu zwei Stunden relativ kurz ist. Der Anteil derjenigen, die die Innenstadt täglich oder wenigstens einmal die Woche besuchen ist vergleichsweise hoch.

In Relation zu anderen Städten nutzen die Bergisch Gladbacher:innen ihre Innenstadt überdurchschnittlich oft zum Einkaufen, Essen und Trinken und Besuch von Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Selbst diejenigen, die die Innenstadt zum „Verweilen / Sightseeing“ aufsuchen ist relativ hoch. Unterdurchschnittlich oft wird dagegen der Besuch von Behörden, eines Arztes oder der Arbeitsstelle genannt.

Auch bei Regenwetter eine sichere Bank: der Bosporus Grill in der Fußgängerzone. Foto: Thomas Merkenich

Auto- und Radfahrer:innen sind unzufrieden

Die meisten Befragten kommen mit dem Auto in die Innenstadt, der Anteil der ÖPNV-Nutzer ist nur durchschnittlich. Und das, obwohl die „Autofreundlichkeit“ als „sehr negativ“ gewertet wird (was nicht an den fehlenden Parkmöglichkeiten liegt).

Auch für die Fahradfreundlichkeit gibt es schlechte Noten.

Foto: Screenshot, „Vitale Innenstädte“, IFH Köln

Gut bis sehr gut bewertet werden dagegen die Fußgängerfreundlichkeit (trotz der vielen Klagen über die rücksichtslose Radfahrer in der Fußgängerzone), die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Veranstaltungen, das Dienstleistungs- und Gastronomieangebot. Im Mittelfeld landet das Angebot an Kultur sowie Sport-, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten.

Im Vergleich mit anderen Städten der gleichen Größenordnung fällt Bergisch Gladbach in allen diesen Punkten leicht zurück.

Bei den detaillierten Fragen zur Aufenthaltsqualität und zum Flair der Gladbacher Innenstadt gibt es indifferente Antworten: Sauberkeit, Sicherheit, Lebendigkeit, Grünflächen und Sitzmöglichkeiten werden durchweg mit „befriedigend“ gewertet.

Das gilt auch für das Einzelhandelsangebot, hier ragen nur der Buchhandel, die Versorgung mit Lebensmitteln und Drogeriewaren positiv heraus. Defizite werden vor allen bei Wohnen / Einrichten sowie Unterhaltungsrelektronik genannt.

Wer die Innenstadt besucht

Die Studie hat sich auch mit der Frage beschäftigt, wer eigentlich die Innenstädte besucht – und dabei einige deutliche Abweichungen von anderen Orten gleicher Größe aufgedeckt.

Bei der Interpretation ist allerdings zu bedenken, dass die Studie nicht die Daten aller Besucher:innen der Innenstadt erfasst hat, sondern nur der diejenigen, die für eine Befragung zur Verfügung standen. Die Menschen, die ohne ein bestimmtes Ziel viel Zeit in der Fußgängerzone verbringen, werden wahrscheinlich nicht befragt worden sein.

In Bergisch Gladbach gibt es mit 21 Prozent relativ wenige auswärtige Besucher, in anderen Städten gleich Größe sind es 35 Prozent. Der auswärtige Besuch ist am Samstag deutlich stärker vertreten als an einem Wochentag.

In der Gladbacher Fußgängerzone sind die Frauen mit 64 Prozent deutlich in der Überzahl.

Das Durchschnittsalter liegt hier bei 53,7 Jahren, und damit signifikant höher als in anderen Städten gleicher Größe (45,3). Zwei Drittel aller Besucher:innen sind 51 Jahre oder älter.

Überdurchschnittliche viele Besucher:innen kommen in die Innenstadt zum Einkaufen (88 Prozent bei nur 62 in Städten gleicher Größe) oder zum Besuch der Gastronomie (73 zu 43 Prozent). Von einer Verödung der Innenstadt kann auf Basis dieser Daten kaum eine Rede sein.

Bei den Verkehrsmitteln gibt rund ein Drittel an, mit dem ÖPNV angereist zu sei, das is deutlich mehr als bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren. Der Anteil der Autofahrenden (44 Prozent) hat sich kaum verändert.

Der Anteil derjenigen, die zu Fuß oder per Rad in die Innenstadt gekommen sind, ist dagegen deutlich zurückgegangen. Das kann aber auch darauf zurückführen, dass das Wetter am Erhebungstag deutlich schlechter war.

Blumenkästen und Radstellablagen am Rathaus, Foto: Thomas Merkenich

Relativ niedrige Ausgaben

Drei Viertel der Besucher:innen kommen nur einmal die Woche in die Innenstadt, weitere 13 Prozent geben täglich an. Der Anteil derjenigen, die nur alle paar Monate oder noch seltener kommen, ist geschrumpft.

Aus Händlersicht nicht so positiv sind die Antworten auf die Fragen, wieviel Geld die Kunden in der Innenstadt lassen: Der Anteil derjenigen, die 100 Euro oder mehr ausgeben liegt bei unter zwei Prozent, in vergleichbaren Städten und des 19 Prozent.

Die Antworten auf die Frage, ob die Befragten in den vergangenen zwei Jahren verstärkt zu Online-Kunden geworden seien, gibt ebenfalls Anlass zu Hoffnung. Nur 14 Prozent sagen, dass sie verstärkt online einkaufen und daher selten in der Innenstadt shoppen. 46 Prozent sagen, dass ihre Online-Einkäufe sie nicht daran hindert, die Innenstadt aufzusuchen. Die restlichen 40 Prozent behaupten, überhaupt nicht im Internet einzukaufen.

Foto: Thomas Merkenich

Was Gladbach besser machen sollte

Bei der Frage, wie man die Innenstadt attraktiver machen könnte, wünschen sich 51 Prozent einen Ausbau der Angebote für Kinder und Jugendliche, 47 Prozent Maßnahmen gegen den Leerstand, 36 Prozent eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität sowie 29 Prozent einen Ausbau der PKW-Parkplätze.

Das sind deutlich mehr als diejenigen, die für einen besseren ÖPNV (11 Prozent), für eines Ausbau des Radverkehrs (9) oder gar eine Umgestaltung zu einer autoärmeren Innenstadt (22) oder grüneren City (23) plädieren. Wobei zu bedenken ist, dass diese Umfrage in einer Fußgängerzone durchgeführt wurde.

Ganz oben auf der Wunschliste steht allerdings etwas ganz anderes: ein besseres Angebot an öffentlichen Toiletten fordern 73 Prozent der Befragten.

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  1. …..leider wird hier nichts für die Jugend getan. Früher gab es regelmäßig
    Konzerte undPartys im Q1. Nicht nur fürJugendliche sondern auch Musikinteressierte. Auch wurde dem Kneipensterben seit Corona nichts entgegengesetzt. Kulturelles nur noch für Otto normal Verbraucher. Is halt ein Spiesserkaff geworden. Schönen Tag

  2. Nun möchte ich mich auch noch mal zu Wort melden.Ich finde die Fußgängerzone in Ordnung.Die Geschäfte sind okay, die Leute sehr freundlich und Toiletten gibt es genug,im Vergleich zu anderen Städten.

  3. Man kann über Bergisch Gladbach denken, was man möchte. Aber Thomas Merkenich schafft es auf jeden Fall auf jedem seiner Bilder, dass es gut aussieht.

  4. Ich kann mich den Vorrednerrinnen und Vorrednern nur anschließen. Aufenthaltsqualität wird vor allen Dingen durch innerstädtisches Grün deutlich gesteigert. Es ist zumindest gefühlt noch gar nicht so lange her, dass die Fußgängerzone umfangreich überarbeitet wurde, insbesondere die Pflasterbeläge wurden erneuert (Naturstein gegen Betonstein getauscht). In diesem Zuge – und das verstehe ich bis heute nicht – hätte man Grünflächen wunderbar integrieren können. Selbst zu diesem Zeitpunkt, als die Arbeiten durchgeführt wurden, zeichnete sich der Klimawandel bereits ab und die Architektengilde war sich einig darüber, wie groß der positive Effekt auf die Aufenthaltsqualität einer Innenstadt ist, wenn Flächen begrünt sind.

    1. Wenn Sie sich für mehr Grün, nicht nur in der Gladbacher Innenstadt, einsetzen möchten, kann ich auf die noch laufende Petition auf der Seite der Klimafreunde RheinBerg hinweisen. Hier werden die Verantwortlichen aufgefordert, u.a. vorhandene Bäume in Bensberg nicht zu fällen.

    2. Wenn ich mich richtig erinnere, ging mehr Grün in der Fußgängerzone nicht, da dann die Karnevalswagen nicht mehr durchgepasst hätten. Also 364 Tage im Jahr Betonwüste für einen Tag Alaaf. Schade! So lädt die Betonpiste nicht gerade zum Bummeln und Verweilen ein.

      1. Im Vergleich dazu hat der Forum”park” einen geradezu hervorragenden Nutzungsgrad: Volle acht Tage Kirmes gegenüber 357 Tagen Steinwüste im Jahr.

  5. Ideen für mehr Aufenthaltsqualität :

    Bäume ( wie von vielen BürgerInnen bereits beim Hitzeschutz vorgeschlagen)

    Mehr Grünflächen ( z.B. Nutzung der Grünfläche an den alten Kalköfen mit thematisch passendem Spielplatz um die Heimatverbundenheit zu fördern)

    Forumpark ( soziales Cafe / Sozialarbeiter vor Ort für die Menschen auf den “hinteren Bänken”

    mehr Aktivitäten / qualitativ hochwertigere Spielgeräte für die Kinder und mehr Aktionen für Familien und Eltern.

    Wassrspielmöglichkeiten ( wie bereits von vielen BürgerInnen schon im Hitzeaktionsplan gefordert. Die Stunde selbst kann nicht dazu gezählt werden da diese oft vermüllt ist bzw auch mit Scherben eine Gefahr darstellt )

    ÖFFENTLICHE TOILETTEN

    Bei der Einbindung des Zanders Geländes wünschen sich viele Bürger leichter zugängliche Informationen über den aktuellen Stand. Hier kann richtige Heimat Verbundenheit geschaffen werden, das ist eine Chance die nicht verpasst werden darf.

    Es muss, unterm Strich, Menschenfreundlicher in GL werden.
    Nicht nur zum Konsum sondern als Treff- , Dreh- und Angelpunkt.

    Stellen Sie sich vor Sie gehen in die Innenstadt und das nicht zum Konsumieren. Wo gehen sie hin, was können sie machen? Und das alles, mit welchem Budget?
    Barrierefrei ?
    Kinderfreundlich?
    Ist auch was für Oma und den Hund dabei ?

    Das Verstehen Menschen unter Aufenthaltsqualität. Und an diesen Orten möchten Sie sich wohl und sicher fühlen.

    1. Trifft es super! Kann alle Punkte unterstreichen. Sind auch super Vorschläge!

      Es ist eine Betonwüste. Die “Bäumchen” an der Bushaltestelle sagen eigentlich schon alles. Ohne mehr grün wird da niemand länger verweilen und konsumieren. Das war in der alten Fußgängerzone DEUTLICH besser

      Zusätzlich kommen die hohen Mieten für den Einzelhandel hinzu. Die Eigentümer der Immobilien sollten hier mehr in die Pflicht genommen werden. Das ist nicht mehr zeitgemäß

      Macht dazu doch mal was @in-gl. Wer spielt Monopoly in der Innenstadt?

  6. Was für ein interessantes Thema. Ich bin Strunddorferin seit 54 Jahren. Mein Weg in die Innenstadt ist gesäumt von Müll und Dreck an der Oberen Hauptstraße. Trotz mehrfacher Säuberungsaktionen des dort ansässigen Heimatsverein und trotz Hinweis an die Stadtverwaltung.
    Plakatwände, an denen die Plakate abfallen (sogar an Denkmal geschützten Häusern…), verschönern unsere Innenstadt nicht.
    Leerstehende Ladenlokale oder Monokultur der Shops, Baulücken und Bauzäune beherrschen das Bild. Bis ich in der Stadt bin (zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto), bin ich persönlich bedient von dem Bild.
    Die Krönung der Plakatwände, nun das leuchtende Fenster in der Innenstadt. Das Foto von der anderen Seite, hätte das Foto nicht so verzerrt. Nicht das mich hier jemand falsch versteht, die Fotos sind wunderschön.
    Ich würde mir wünschen, dass die Wege in die Innenstadt ansehnlicher und die Geschäfte vielfältiger werden.
    Mein persönliches Glanzlicht in Bergisch Gladbach ist der alte Schriftzug der Firma Zanders, an der Fabrikwand. Hiervon könnte gerne mehr in der Stadt auftauchen.

  7. Schade, dass die Befragung, wenn ich das richtig verstanden habe, nur an einem einzigen Tag durchgeführt wurde, und der noch ein Regentag war. Das verzerrt mit Sicherheit einige Antworten, weil an Regentagen bestimmt weniger Menschen in die Stadt kommen, die einfach nur mal bummeln wollen. Beispielsweise die Zahl der durchschnittlich besuchten Geschäfte wäre vielleicht an einem anderen Tag höher ausgefallen.

    1. Es waren mehrere Tage im September, Oktober und November, donnerstags und samstags. Wir haben einen Absatz zur Methodik hinzugefügt.

  8. Die Beschreibung der Situation in der Innenstadt entspricht auch meinem subjektiven Empfinden. In dem Artikel haben Sie ein Bild mit den unsäglichen Warnbarken rund um die Baumscheiben eingefügt. Die verunstalten die Fußgängerzone gefühlt schon jahrelang. Sollen die immer dort bleiben?

  9. Hallo, Frau Wolf, wieso empfinden Sie das Löwencenter als “Lost Place”? Wir kaufen dort seit vielen Jahren Papier- und Schreibwaren, manchmal Kleidung, manchmal auch Sportkleidung, Spielwaren, manchmal Bücher. Außerdem befindet sich dort eine der nicht gerade häufigen öffentlichen Toiletten in der Innenstadt. Nicht zu vergessen der zuverlässige und schnelle Batteriewechsel in der Uhr.

    1. Dem kann ich nur zustimmen. Das Löwencenter bietet mit Spielwaren, Sportartikeln, Bekleidung und vielen anderen Dingen ein breites Angebot und ist durch die Rabattkarte und die Angebotsaktionen auch preislich attraktiv.

    2. Dann stellen sie sich doch mal vor das Löwencenter. Dann werden sie sicher feststellen, dass es kein optisches Glanzlicht ist. Das hat natürlich nichts mit dem Angebot im Innern zu tun. Ist aber auch wichtig für die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

      Katja Barthold

  10. Ich finde die Themenführungen der Stadt Bergisch Gladbach sehr gut und erste Schritte um den Bürgern “ihre” Stadt näher zu bringen und wert zu schätzen.

    Im November war ich mit meinem erwachsenen Sohn in Bergisch Gladbach shoppen, weil er eine neue Winterjacke brauchte. Wäre es nach mir gegangen wäre ich nach Köln gefahren, wegen des größeren Angebots, aber ich wurde positiv überrascht, viele Geschäfte mit einem qualitativ hohen Angebot.

    Was ich mir wünschen würde, wäre eine Verschönerung durch viel GRÜN (Bäume in der Innenstadt) und vor allen Dingen herrlich blühende Blumenbeete.
    Marktkauf und Löwencenter sind für mich Lost Places, hier müsste dringend gegen gesteuert werden.

  11. > “Die meisten Befragten kommen mit dem Auto in die Innenstadt, der Anteil der ÖPNV-Nutzer ist nur durchschnittlich. Und das, obwohl die „Autofreundlichkeit“ als „sehr negativ“ gewertet wird (was nicht an den fehlenden Parkmöglichkeiten liegt).”

    Was vielleicht daran liegt, dass die Erreichbarkeit mit der S-Bahn unzuverlässig und mangelhaft ist. Wer stattdessen mit dem Auto kommt, darf sich durch chronisch verstopfte Straße quälen. Eine zuverlässige S-Bahn würde die Attraktivität der Innenstadt als Einkaufsmeile sicherlich erhöhen, und auch den Straßenverkehr und die Parksituation entlasten.

    > Das gilt auch für das Einzelhandelsangebot, hier ragen nur […] die Versorgung mit Lebensmitteln und Drogeriewaren positiv heraus.

    Da frage ich mich, ob wir von derselben Innenstadt reden. Gut, Drogerien gibt es zwei in der Fußgängerzone, eine davon sogar verhältnismäßig groß. Bei Lebensmitteln fehlt seit dem Wegfall der Rheinberg Passage jedoch ein flächenmäßig großer Anbieter. Der vorhandene Supermarkt und der Discounter sind ziemlich klein.

      1. Na ja, die typische Tonnenverzerrung von Weitwinkelaufnahmen ist schon an der einen oder anderen Stelle zu sehen. Das lässt sich bei Aufnahmen unter 50 mm Brennweite (Kleinbildäquivalent) nun mal nicht vermeiden.