Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen begrüßen die rechtlichen Möglichkeiten, die der Wohnungsbau-Turbo den Kommunen ermöglicht. Angesichts des massiven Mangels an bezahlbarem Wohnraum fordern sie eine entschlossene Umsetzung.
Schlagwort: Stadtentwicklung
„Gesamtstädtische Vision“: Große Koalition bremst Pläne für Stadthäuser
In einem gemeinsamen Antrag fordern die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen, die anstehenden Entscheidungen über die künftige Nutzung der Alten Stadthäuser zunächst auf Eis zu legen. Zunächst müsse ein „Masterplan Innenstadt“ entwickelt werden, der das gesamte Areal vom Zandersgelände bis zur Post, zum Bahnhof und zur Stadtbücherei in den Blick nimmt.
Kommunal, kurz & knapp: Grundfragen zu Stadthäusern vertagt
Bei der Entscheidung über die alten Stadthäuser geht es nicht nur um Erhalt oder Abriss, sondern um die Gestaltung des zentralen Innenstadt-Bereichs. Das wurde bei der Debatte im Planungsausschuss deutlich, bei dem es trotz grundsätzlicher Differenzen am Ende einen einstimmigen Beschluss gab. In der Frage, wie mit Freiflächen-Solaranlagen umzugehen ist, ging jedoch ein Riss durch den Ausschuss.
CDU warnt bei Stadthäusern vor Stückwerk
Die Fraktion der CDU hält an der Forderung nach einem qualifizierten städtebaulichen Wettbewerb für die Entwicklung des gesamten Areals an der Gohrsmühle fest. Da eine Sanierung der Stadthäuser nicht möglich sei, müsse es einen kompletten Neubau geben. Das wichtige Areal in der Innenstadt müsse nachhaltig und mit einer klaren Vision gestaltet werden.
Entscheidung über alte Stadthäuser rückt nur langsam näher
Abreißen oder (zum Teil) erhalten? Der Stadtrat soll im Dezember eine Entscheidung über die alten Stadthäuser treffen. Aber nicht über ihr Schicksal, sondern nur über das weitere Verfahren. Als Basis legt die Stadt dem Planungsausschuss die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und erste Varianten vor. Gefährliche Schadstoffe wurden nicht gefunden, ein Erhalt in Teilen scheint möglich – wenn sich dafür ein Investor findet.
Auf Areal von Ford Lüttgen soll ein kleines Wohnquartier entstehen
Vor vier Jahren hatte das Traditionsunternehmen Lüttgen geschlossen, nun wird klar, wie das weitläufige Gelände an der Odenthaler Straße künftig aussehen soll: Die Lücke entlang der Straße wird durch ein Wohngebäude geschlossen, dahinter werden weitere sieben Mehrfamilienhäuser gebaut. Mit einem städtebaulichen Vertrag will die Stadt sicherstellen, dass das Projekt den eigenen optischen, sozialen und ökologischen Standards entspricht.
Innenstadt bietet viel – und überzeugt dennoch nicht
Der Niedergang der Innenstädte ist ein großes Problem, die „Aufenthaltsqualität“ auch der Gladbacher Fußgängerzone ein stark umstrittenes Thema. Jetzt gibt es eine gründliche Erhebung, aus der hervorgeht, dass die Bergisch Gladbacher:innen mit ihrem Stadtzentrum eigentlich ganz zufrieden sind. Und dennoch würden nur sehr wenige der Befragten ihren Freunden empfehlen, Bergisch Gladbach zu besuchen.
Zanders auf dem Weg von der Papierfabrik zum Stadtviertel
Fast 200 Jahre Industriegeschichte sind 2021 von einem Tag auf den anderen zu Ende gegangen. Drei weitere Jahre wurden benötigt, um das 36 Hektar große Zanders-Areal von vielen Tonnen an Rohstoffen, gefährlichen Betriebsmitteln und gigantischen Maschinen zu befreien – um es für die Transformation zu einem neuen gemischten Stadtviertel bereit zu machen. Unsere Reporter und unser Fotograf haben den Prozess begleitet und begeben sich in diesem Bilderbuch auf eine Zeitreise.
IG Schildgen: „Jedes Vertrauen in die Stadtverwaltung verloren“
Die Interessengemeinschaft Schildgen nimmt in einer Mitteilung zur Planung des Umbaus der Altenberger-Dom-Straße Stellung – und kritisiert die Stadtverwaltung hart. Sie habe die Parkraum-Untersuchung nur halbherzig durchgeführt und mache falsche Angaben. Den Untergang des Nahversorgungszentrums Schildgen nehme die Stadt in Kauf. Am Samstag informiert die Stadt vor Ort.
Soziale Netzwerke und Integration: Das plant die Stadt in diesem Jahr
Seit Frühling 2023 ist das Sachgebiet Integration und sozialräumliche Netzwerkarbeit in der Stadt personell wieder gut aufgestellt. Mit Thomas Droege, dem ehemaligen Geschäftsführer der Katholischen Jugendagentur, wird es von einem bekannten Gesicht geleitet. 2024 stehen einige konkrete soziokulturelle Projekte sowie Strategien zur Entwicklung von Gronau auf der Agenda.
Offene Fragen zur RheinBerg Passage
Das Einkaufszentrum am S-Bahnhof wird seit dem Auszug des Marktkaufs nur noch als Parkhaus genutzt, zieht Vandalismus auf sich und belastet die ganze Innenstadt. Nun bestätigt die Stadt, dass der Eigentümer bereits seit einem Jahr insolvent ist und die RheinBerg Passage zum Verkauf steht. Die Stadt selbst will nicht einsteigen – dabei gibt es in der Nachbarstadt ein aktuelles Beispiel für ein vergleichbares Projekt zur Belebung der Innenstadt.
Politik stellt fünf wichtige Weichen für die „Zanders-Stadt“
Nach den Grundsatzdebatten geht es beim Zanders-Areal jetzt allmählich an die Realisierungspläne, sagt Bürgermeister Frank Stein – und schlägt dem Stadtrat fünf Entscheidungen vor. Damit werden in Sachen Energie, Wasser, Vermarktung und Management jetzt die Weichen für die künftige „Zadners-Stadt“ gestellt. Ein Förderantrag für den Umbau der Zentralwerkstatt macht anschaulich, welches Potenzial das Areal für die ganze Stadt hat.
Konkrete Schritte für Kita-Bau auf dem Carpark-Gelände
Die Stadt geht erste planerische Schritte, um auf dem ehemaligen Carpark-Gelände in Lückerath den Bau einer Kita voranzutreiben. Dazu ist eine Änderung des Bebauungsplans notwendig, die Verwaltung bringt Anfang August eine Vorlage in den Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss ein. Das Gelände soll neben der Kita künftig dauerhaft für Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden und Raum für Sportanlagen bieten.
Kommt die Bundesgartenschau nach Bergisch Gladbach?
Es ist noch eine Utopie – aber die im Rahmen des ForumGronau aufgebrachte Idee, die Bundesgartenschau 2031 nach Bergisch Gladbach zu holen, ist gar nicht so abwegig. Und zeigt exemplarisch, wieviel grün-blaues Potenzial die Stadt hat. Michael Wittassek hat beim ersten Stadtteil-Spaziergang des ForumGronau ein paar konkrete Anregungen gegeben.
ForumGronau setzt Themen und legt los
In den vergangenen Monaten hat sich das ForumGronau konstituiert: ein fester Kreis von 30 Personen aus der Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft – der eine Vision für die zukünftige Gestaltung des Stadtteils Gronau entwickeln will. Hier fassen wir zusammen, was bisher geschehen ist.
Stadt kauft zweiten Zugang zum alten Bahndamm
Die Stadt Bergisch Gladbach hat ein Grundstück an der Frankenforster Straße gekauft, das für die Verkehrspolitik große strategische Bedeutung hat: Es liegt genau auf der Trasse des alten Bahndamms. Das Grundstück am südlichen Ende des Bahndamms in der Innenstadt gehört bereits der Stadt – womit sich eine Fülle von Optionen eröffnen.
Wohnen vs. Klima: Unkonventionelle Debatte über Alte Marktstraße
Der Investor WvM hält am Bauprojekt an der Alten Marktstraße am Rande von Refrath fest, bewirbt es als „ökologisches Wohnen im grünen Refrath“ auf dem „Benesfeld“. Er sammelt Unterschriften für eine Petition und greift den Beigeordneten Ragnar Migenda öffentlich an. Die Stadtverwaltung reagiert kühl, in der Politik ist die Stimmungslage gespalten. Wir dokumentieren die Positionen, weil es nicht nur um wirtschaftliche Interessen geht – sondern auch um Klima, das Recht auf Wohnen und Generationengerechtigkeit.
Eine Vision für Gronau
Gronau führt ein Schattendasein, nur die Bewohner:innen selbst kennen seine Vorzüge. Doch nun rücken einige große Projekte den Stadtteil in den Fokus. Die Stadt bereitet ein Konzept vor, um die Entwicklung in geordnete Bahnen zu lenken. Im Vorfeld starten wir ein Beteiligungsformat: Im ForumGronau sollen die Menschen eine Vision für ihren Stadtteil entwickeln.
Zanders-Areal: Stadt plädiert für deutlich mehr Arbeitsplätze
Bei der Aufteilung des Zanders-Geländes geht es in diesem frühen Stadium der Planung um die umstrittene Kernfrage, wie viele Wohnungen und wie viele Arbeitsplätze angestrebt werden sollen. Im Hintergrund hat die Stadt gerechnet und mit den Fraktionen verhandelt. Jetzt stellt sie eine „Vorzugsvariante“ zur Abstimmung, in der sich die Gewichte deutlich zugunsten der Arbeitsplätze verschieben.
Weg frei für Strategisches Entwicklungskonzept Gronau
In Gronau ist vieles in Gang gekommen, neben dem Wachendorff-Gelände gibt es viele weitere Projekte für neue Nutzungen. Um die räumliche Entwicklung des Stadtteils gezielter beeinflussen zu können hat der Planungsausschuss beschlossen, ein sogenanntes Strategisches Entwicklungskonzept erarbeiten zu lassen.
Kommunal, kurz & knapp: Große Projekte im Planungsausschuss
Der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss hat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr eine Grundsatzentscheidung getroffen und die Weichen für eine Reihe von Großprojekten gestellt, die Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren verändern werden. Es geht um Gronau, die komplette Innenstadt, den Deutschen Platz, um Gewerbegebiete und nicht zuletzt um die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Landesmittel für Dorfplatz in Romaney bewilligt
Seit 2016 kämpft der Bürgerverein Romaney für einen multifunktional nutzbaren Dorfplatz. Nun ist ein entscheidender Schritt gelungen: Aus dem Förderpropgramm „Dorferneuerung NRW” wurden Landesmittel bewilligt. Die Planung eines „Ausflugs-Picknick-Dorfplatz mit Spielfunktionen“ kann in Angriff genommen werden.
Bergisch Gladbach gewinnt erfahrenen Stadtgestalter aus Köln
Der Kölner Marc Höhmann wird Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bau und Mobilität – und übernimmt damit eine wichtige Position im anstehenden Umbau der Stadt Bergisch Gladbach. Der promovierte Geograph war zuletzt Leiter der Sektoralen Stadtentwicklung in Köln, er bringt viel Erfahrung im Stadtteilmanagement und in der Innenstadtentwicklung mit.
Ein Schritt zurück bei der Altenberger-Dom-Straße
Die umstrittene Umgestaltung des Zentrums von Schildgen nimmt eine neue Schleife: die Ausschreibung für den ersten Abschnitt im Ortskern war gescheitert, der Bürgerverein arbeitet im Hintergrund an einem Kompromiss und die Ampel stellt sich neu auf. Alles ist offen, was die Verwaltung als gute Sache wertet.
Student:innen stellen Ideen für Zanders-Areal vor
Im „Projektstudio Zanders“ haben Kölner Architekturstudent:innen Nutzungskonzepte für das Zanders-Gelände entwickelt – unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Am 1. Oktober stellen sie ihre Ideen vor – in einer Ausstellung und bei Führungen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Wie die Stadt den 1. Teil des Zanders-Areals öffnen und nutzen will
Nach dem Beschluss für einen offenen Strukturplan werden die Konzepte für die neue Nutzung des Zanders-Areals jetzt allmählich fassbarer. Unter dem Titel „Zanders 1.0“ legt die Stadtverwaltung ein Konzept vor, wie ein Teil des Areals vorläufig nutzbar gemacht werden kann. Dazu gehören einige neue Projekte, gleichzeitig drohen den Planer aber einige Abstriche aus Kostengründen.
CDU fordert Klarheit bei Zanders und neue Identität für Bergisch Gladbach
Bei der Konversion des Zanders-Geländes drängt CDU-Fraktionschef Michael Metten erneut auf eine Konkretisierung des Strukturplans – damit klar ist, was stehen bleibt, was abgerissen wird, wo neu gebaut wird, was für Investoren zur Verfügung steht. Zudem fehle noch ein Oberthema – aus dem eine neue Identität für die ganze Stadt hergehen kann.
CDU: „Entwicklung der Stadt kommt nicht wirklich voran“
Die Fraktion der CDU bewertet die bisherige Arbeit der Ampelkoalition und auch der Stadtverwaltung kritisch. Sie fordert Detailplanungen für die Zanders-Konversion, warnt vor einer prekären Haushaltssituation und weist auf ein wachsendes Streitpotenzial im Bündnis von SPD, Grünen und FDP hin. Viele Versprechungen liefen ins Leere.
Isotec und mehr: Was auf dem Köttgen-Gelände gebaut wird
2019 waren die Überreste der früheren Köttgen-Gießerei an der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße abgerissen worden, jetzt wird auch diese Industriebrache hinter dem Bahnhof neu bebaut: Neben dem neuen Isotec-Firmensitz mit 60 Arbeitsplätzen entstehen hier drei Riegel mit 60 teuren Wohnungen, später ist auf dem Gelände noch mehr möglich.
Der Weg vom grauen Zanders-Areal zur grünen Zandersstadt
Ein Jahr nach dem Ende der Papierfabrik Zanders bestätigt sich, wie groß und vielschichtig die Aufgabe ist, das komplette Industrieareal in einen modernen Stadtteil zu verwandeln. Aber auch, welche Vielfalt an Optionen möglich ist. Bei der ersten öffentlichen Sitzung des neuen Zanders-Ausschuss haben die Planer ihre Strategie dargelegt und einen bunten Strauß an Projektideen angedeutet.
FWG: Klima-Analyse muss Konsequenzen für Baupläne haben
Nach Ansicht der Freien Wähler Gemeinschaft zeigt die städtische Klimaanalyse, wie wichtig die Beachtung der Belüftungsachsen bei der Planung von Bauprojekten ist – und fordert daher eine konsequente Umsetzung der Vorgaben.
Wo in Bergisch Gladbach groß gebaut werden könnte
Die Kapazitäten der Planer der Stadt Bergisch Gladbach reichen zur Zeit nur, um zehn Bebauungspläne voran zu treiben. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen aber schon mehr als doppelt so viele Wünsche. Nun legt die Verwaltung dem Stadtrat den Vorschlag für eine „verbindliche Bauleitplanung“ vor. Damit die Politik und die Bauherren klarer sehen. Auf der Liste finden sich viele bekannte Projekte, aber auch ein paar Überraschungen.
Grünes Licht für Stadthaus – als Heimat für „New Work“
Der Stadthaus-Ausschuss hat der Stadt einstimmig das Mandat erteilt, mit den Eigentümern der RheinBerg Passage einen Mietvertrag zu verhandeln – um dort Stadtbücherei und große Teile der Verwaltung unterzubringen. Gleichzeitig wird klar, dass die Raumkonzepte nach der Pandemie ganz neu gedacht werden muss – mobile Arbeit und Digitalisierung.
Ein ganz anderer Vorschlag für die Malteser Komturei
Der Arbeitskreis Denkmalschutz und Stadtbildpflege des Bergischen Geschichtsvereins will sich mit den Plänen für vier futuristische Kuben im Stil der „Tessiner Moderne” neben der Malteser Komturei in Herrenstrunden nicht abfinden – und hat einen konkreten Gegenentwurf ausgearbeitet.
„Auf der Kaule“: CDU fordert Bürgerdialog und Gutachten
Der Ortsverband der CDU in Refrath/Frankenforst sieht bei dem Plan, am Gierather Wald in Refrath ein Zentrum zur Paketverteilung einzurichten, noch viele offene Fragen. Daher plädiert er für einen Bürgerdialog und eine Verkehrsstudie.
Upcycling statt Neubau: RheinBerg Passage soll das neue Stadthaus werden
Nach dem Stopp der Pläne für ein teures neues Stadthaus am S-Bahnhof präsentiert Bürgermeister Frank Stein eine ganz neue Idee: Die Stadt soll gar nicht neu bauen, sondern die leerstehende RheinBerg Passage mieten und aufstocken. Das habe einige finanzielle, städtebauliche und ökologische Vorteile. Die Fraktionen, einschließlich der CDU, ziehen mit.
