Die jüngsten Äußerungen von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, der ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentnerinnen und Rentner forderte, kritisiert die Senioren-Union Rhein-Berg deutlich. Von der CDU im Bund fordert sie Klartext, um einem weiteren Vertrauensverlust entgegen zu wirken.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Senioren-Union

„Dieser Vorschlag ist nicht nur praxisfern, sondern auch respektlos gegenüber einer Generation, die unser Land über Jahrzehnte aufgebaut hat“, erklärte Manfred Klein, Kreisvorsitzender der Senioren-Union in Bergisch Gladbach. „Wir reden hier über Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, Familien großgezogen, Steuern gezahlt und das Gemeinwesen getragen haben. Sie im Alter zu staatlich verordneten Zwangsdiensten heranzuziehen, widerspricht jeder Vorstellung von Gerechtigkeit.“

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Die Senioren-Union verweist dagegen auf die bereits heute enormen Beiträge älterer Menschen zum Gemeinwesen: unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit in Vereinen, Kirchen, Nachbarschaften und Pflegeinitiativen. „Dieses Engagement vor Ort und in unseren Gemeinden lebt von Freiwilligkeit und innerer Überzeugung – nicht von staatlichem Druck“, so Manfred Klein.

Darüber hinaus warnt die Senioren-Union vor den sozialen und rechtlichen Folgen einer solchen Maßnahme. „Viele Ältere sind gesundheitlich eingeschränkt, viele pflegen Partner oder Partnerin oder kümmern sich um Enkelkinder. Das ist gelebte Solidarität, die der Staat nicht einfach ignorieren darf. Ein verpflichtendes Sozialjahr für Rentnerinnen und Rentner wäre ein Irrweg – rechtlich wie gesellschaftlich“, sagt Manfred Klein. „Ein Staat, der seine Älteren zu Dienstpflichten zwingt, verspielt Vertrauen und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Das werden wir nicht hinnehmen.

„Ich fordere die CDU auf Bundesebene auf, hierzu unverzüglich Klartext zu reden, denn Vertrauen ist in den letzten Monaten genügend verspielt worden“, sagt Klein.

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  1. Ich bin fassungslos über diese verstörende Diskussion.
    Leider passt die Forderung nach einem verpflichtenden sozialen Jahr genau zu der Politik, die seit Jahren vorherrscht. Statt junge und gesunde Kräfte in unserem Land zu bündeln und gezielt zum Fortkommen zu motivieren, wird wird stets zuerst daran gedacht, die Säule unserer Gesellschaft dazu zu benutzen, dass sich andere weiter ausruhen dürfen. Es ist einmal an der Zeit, sich bei denjenigen zu bedanken, die durch harte und lange Arbeit dafür gesorgt haben, dass Deutschland zu einem Land geworden ist, wo Menschen aus anderen Nationen gerne leben möchten. Und wer hier leben möchte, soll hier arbeiten müssen. Und wenn die Nachfolge-Generation der Alten Wohlstand möchte, muss sie ebenfalls dafür arbeiten. Wir sollten lieber dafür unser Sozial-und Integrationssystem verändern, damit jeder hier seinen Beitrag leisten kann. Anstatt jetzt an diejenigen zu denken, bei denen zum Dank für ihre geleistete Arbeitskraft nun die Rente nicht reicht und die Kräfte geschwunden sind.
    Die Forderung an sich ist für mich an Irrsinn nicht zu überbieten. Da soll der Rentner Sozialdienst leisten, während der Asylbewerber ihm sein Flaschenpfand schenkt und derweil der Abiturient sich in Thailand selbst findet.

    1. Starke Menschen schaffen gute Zeiten. Gute Zeiten schaffen schwache Menschen. Und schwache Menschen schaffen harte Zeiten.

  2. eine “Generation, die unser Land über Jahrzehnte aufgebaut hat, die jahrzehntelang gearbeitet haben, Familien großgezogen, Steuern gezahlt und das Gemeinwesen getragen haben.”

    Aber warum sind wir heute, trotz dieser “enormen” Leistungen, die Manfred Klein von der Seniorenunion hier aufzählt, weder wirtschaftlich noch politisch oder gesellschaftlich, auf einem nachhaltigen Pfad?

    Warum ist heute so vieles in “Schieflage”?

    1. Weil viele dieser Generationen bereits in Rente sind, die Generation X,Y,Z lieber Influencer wird und wir zig Millionen ins Land gelassen haben, die nicht positiv beitragen.

      Eine Art Couch-Kultur, ein steuerfinanziertes Wohlfühlen und vor allem Wegducken von Problemen. Siehe das Fairnessabkommen in Köln. An Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

      1. Von „zig Millionen“ kann nicht die Rede sein und von „nicht positiv beitragen“ ebenso wenig: Bei den 2015 Eingewanderten liegt die Quote der abhängig Beschäftigten (und damit Steuern und Sozialabgaben Zahlenden) bei 64% (nahe an der Quote der Gesamtbevölkerung von 70%).

        https://doku.iab.de/kurzber/2025/kb2025-17.pdf

      2. Sind keine Millionen zugewandert?

        Das ist der Wert nach 9 Jahren. In den ersten 5 Jahren liegt der Wert unter 50%.

        Und wenn 47% der Bürgergeld-Empfänger Ausländer sind, aber nur 15% an der Gesamtbevölkerung ausmachen, so kann man diese Thematik auch ansprechen.

        Wie sollen die Sozialsysteme das aushalten? Abgaben für die Leistenden noch weiter erhöhen?

      3. Es sind keine „zig“ Millionen, auch wenn das im Sinne Ihrer Argumentation schöner klang und man zudem seriöserweise den Wanderungssaldo betrachten müsste und nicht die Zuwanderung allein. Ihre Behauptung bezog sich außerdem auf die Gegenwart.

    2. Wie viel wie sehr in Schieflage ist, müsste man auf Basis gesicherter Fakten erst einmal näher bestimmen. Aber dass nicht alles rund läuft, dürfte unbestritten sein – und das liegt sicher auch daran, dass von Entscheidern allzu oft nicht weiter als bis zur nächsten Wahl gedacht wird. Die letzte wirklich bedeutsame und längerfristig wirksame Reform, mit der eine Regierung aus Einsicht in deren Notwendigkeit bewusst auch ihre eigene Abwahl riskiert und ihr Stammklientel frustriert hat, war Schröders Agenda 2010.

      Sonst legt doch eher ein Hund einen Wurstvorrat an, als dass beim Regieren in langen Zeiträumen gedacht wird. Und das Wählerverhalten scheint das ja auch zu honorieren. Wie sonst wäre es erklärbar, dass eine Partei wie die AfD mit Denkmustern von vorgestern die Verhältnisse von vorvorgestern restituieren will und damit Erfolge feiert? Oder dass das Einleiten unumgänglicher Transformationsprozesse von Wählern wegen momentaner Unbequemlichkeit abgestraft wird?

    3. … vielleicht liegt es an einer Arbeitsleistung und -moral. Nein, früher war nicht alles besser! Ab welchem Alter zahlte man als Arbeitnehmer in die Sozialversicherungen ein – und heute? Diese Jahre und Einzahler fehlen! Vielleicht ist es einfach so, dass wir mit dem, was wir “uns leisten” einfach über unsere Verhältnisse leben und gelebt haben und wieder einen Ticken zurückdrehen müssen.
      Der abhanden gekommene Respekt vor einer Lebensarbeitsleistung der “alten” Generation erschreckt – wurde mit dieser Leistung doch unser Land und auch der Wohlstand der Nachfolgegenerationen aufgebaut.

  3. Ich kann die Empörung hier sogar ganz gut nachvollziehen und frage mich trotzdem, warum die gleiche Forderung, solange sie junge Menschen betrifft, auf breite Zustimmung trifft?

    1. Weil sie bei den heutigen Rentnern oder denjenigen, die kurz vor der Rente stehen, schon einmal beantwortet wurde – mit einer Dienstzeit von mehr als einem Jahr. Herr Fratzscher möchte die alle auf eine weitere Runde einladen, während die Jüngeren zum allergrößten Teil noch keine hatten.

      Ab etwa dem Jahrgang 1993 musste niemand mehr verpflichtend Wehr- oder Zivildienst leisten. Das führte dann dazu, dass seit 2011 (nach Aussetzung der Wehr- und Zivildienstpflicht) die Zahl der Sozialdienstleistenden (FSJ) jährlich konstant um die 50.000 schwankt (davon jeweils zwei Drittel Frauen), während in den geburtenstarken Jahrgänge kumuliert jährlich mehr als 200.000 Dienstleistende (ausschließlich Männer) zu verzeichnen waren. Unter den Männern ab dem Geburtsjahrgang 1993 ist die Zahl der Dienstleistenden also auf weniger als ein Zehntel gefallen. Um das in absoluten Zahlen einordnen zu können: Die geburtenstärksten Jahrgänge 1962-1965 lagen bei etwa 1,3 Millionen (BRD und DDR kumuliert), der Jahrgang 1993 gesamntdeutsch aber immer noch bei etwa 800.000 Geburten.

  4. Herr Fratzscher “Haben Sie gedient ”
    Als Student ein schönes Leben gehabt. Nach der Schule schöne Reisen unternommen.
    Fein…
    Mein Weg sah so aus :
    Mit 14 Lehre. Da gab’s noch den Lehrherrn, den man zu achten hatte.
    Arbeitszeit 8:00 bis 17: 00 Uhr / 6 Tage die Woche. 14 Tage Urlaub ( Macht 2 Wochen und 2 Tage fürs Amt oder Arzt)
    Der Lehrherr hatte eine Unterschrift meines Erziehungsberechtigten, dass er mich auch länger beschäftigen durfte. Damit wurde der Jugendschutz ausgehebelt und nach 17 Uhr gings vom Büro ins Lager LKW entladen. Teilweise bis 22: 00 Uhr.
    Nach meiner Lehre konnte ich endlich Geld verdienen…. Denkste.
    18 Monate Bundeswehr!
    Danach endlich Angestellter.
    Urlaub ?
    Bin mal mit dem Kumpel im alten Käfer nach Südfrankreich gefahren.
    Arbeitszeiten 50 Stunden die Woche -Normal
    Als ich in Rente ging hatte ich 47 Jahre gearbeitet.
    Rechnet man die heutigen Arbeitszeiten und die geleisteten Arbeitszeiten von früher. Dann kommen wohl noch ein paar Jahre oben drauf.

    Bezahlt habe ich mit meiner Gesundheit.

    Herr Fratzscher. Pflichtsozialjahr ?

    Ich war 18 Monate mit ganz kleinem Salär beim Bund. Danach war die Freundin weg und ich stand mit Nix und 2 gesunden Händen wieder vor einem beruflichen Neuanfang.
    Das sah erstmal so aus:
    5 Tage im Büro/ Samstags und teilweise im Urlaub als Bauhelfer auf dem Bau. Damit verdiente ich den Grundstein
    für Eigentum und PKW

    Ich genieße morgen mit meinem Fahrrad draussen die Sonne.
    Da habe ich 47 lange Jahre drauf gewartet.

    Pflichtsozialjahr ?
    Kennen Sie den Ausspruch des Götz von Berlichingen ?

    1. Genießen Sie die Fahrt und den wohlverdienten Ruhestand. Ich hoffe, Sie es können es den Generationen nach Ihnen gönnen, dass diese es leichter als Sie hatten, statt es Ihren Erfahrungen abzuleiten, dass es doch bitte auch heute allen so ergehen soll.

      1. Ich glaube, da haben Sie Herrn Sobotta gründlich missverstanden. Was das Beispiel deutlich macht, ist doch eher, dass die heute bezogene Rente und andere Besitzstände nicht irgendwo vom Laster gefallen sind, sondern in aller Regel durch Arbeit (und auch Verzicht) erworben wurden. Aus heutiger Sicht neigt man leicht dazu, nur die eine Seite zu sehen (oder wie Herr Fratzscher nur über die eine Seite zu lamentieren, während er selbst auf Dauer im komfortabel gemachten Nest sitzt).

      2. Ich bedaure die Generationen nach mir sogar.
        Wir hatten zwar verdammt lange Arbeitszeiten und so gut wie keine Freizeit… Aber
        Wir hatten auch nicht den Stress wie heutzutage. Wir waren Kollegen und hielten auch privat zusammen. Man half sich, man kannte sich auch privat und Freitags wenn es gut gelaufen war, stand der Chef mit dickem Portemonnaie in der Eckkneipe und gab einen aus.
        Egal ob Blaumann oder Schlipsträger-, Türke, Portugiese oder Marokkaner wir waren immer eine große Familie.

        Gibt es heute doch kaum noch. War auch eine schöne Zeit

        Trotzdem, unser soziales Pflichtjahr haben wir bereits geleistet.
        Die einen bei der Bundeswehr, die anderen bei der Feuerwehr, wiederum andere als Zivildienstleistende im Krankenhaus oder Altenheim.
        Das war auch Verzicht auf Wohlstand.
        Grosse Reisen konnte man sich davon was man bei der Bundeswehr bekam nicht leisten. Danach war man erstmal ziemlich pleite

        Über Herrn Fratzscher heisst es:
        Zitat Wikipedia ” In seiner Jugend reiste Fratzscher viel, spielte Geige und Tischtennis, wo er es bis in die zweite Bundesliga brachte.”

        Da hatte ich keine Zeit für.
        Bei mir kam die Einberufung “18 Monate Dienst fürs Vaterland” Nix Geige und Reisen…..

        Diese “Herren” ich schreibe jetzt besser nix mehr ;-)

  5. Erwartungsgemäß möchte die Senioren-Union, dass sich nichts ändert.
    Aber im wesentlichen Punkt irrt Manfred Klein. Die derzeitige Rentner-Generation hat eben nicht “Familien großgezogen”, jedenfalls bei Weitem nicht in ausreichendem Maße. Nun hätten die Leute der geburtenstarken Jahrgänge gern eine Rente von Kindern bezahlt, die sie nicht haben.
    Natürlich wird der Vorschlag von Herrn Fratscher nicht umgesetzt werden. Ich vermute, dass er auch eher die Politik an das Problem erinnern möchte.
    Aber will man sich bei der Senioren-Union einer Diskussion um die durch den Bruch des Generationenvertrages verbundenen Probleme entziehen? Da ist die Junge Union mit Forderungen nach der Wehrpflicht und dem Renteneintrittsalter von 70 meiner Meinung nach schon weiter.

    1. „jedenfalls bei Weitem nicht in ausreichendem Maße“ – aber die nachfolgenden Jahrgänge haben das? In so ausreichendem Maß, dass sie jetzt mit dem Finger auf die Boomer zeigen könnten?

      „von Kindern […], die sie nicht haben“ – Ich habe mir da mit drei Kindern sicher nichts vorzuwerfen, aber auch abgesehen davon zeigt die Alterspyramide eine Generation nach den Boomern eine deutliche Ausbuchtung, also die Kinder der Boomer:
      https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/Bilder/bevoelkerung-altersstruktur-aktuell.png?__blob=normal&v=8
      Danach gibt es im Generationenabstand ebenfalls eine (deutlich kleinere) Ausbuchtung – sieht ganz danach aus, als sollten sich die 30- bis 40-Jährigen da ebenso an die Nase fassen, statt Vorwürfe zu formulieren, denn man verhält sich offenbar sehr analog zu den Beschuldigten.

      Und was den Vorschlag von Herrn Fratzscher betrifft: Die geburtenstarken Jahrgänge haben größtenteils Wehr- oder Zivildienst geleistet, das Sozialjahr also bereits mehr als absolviert. Kann man so etwas von den jüngeren Leuten ebenfalls behaupten? Oder ist es nicht eher so, dass entsprechende Gelegenheiten wie das Freiwillige Soziale Jahr größtenteils eher vornehm ignoriert werden?

      Früher oder später wird die Rente mit 70 oder eine allgemeine Rentenkürzung kommen, das dürfte angesichts der Demografie unausweichlich sein. Das heißt allerdings nicht, dass das populistische Trara eines auf Medienechos schielenden Wirtschaftsforschers auch nur den vorsichtigsten Realitäts-Check bestehen würde.

  6. Bei den ganzen abstrusen Forderungen unserer “Experten” und Politiker fällt mir immer eine Gemeinsamkeit auf:

    Die Politiker die am lautesten nach längeren Arbeitszeiten schreien sind die die selber kaum gearbeitet haben.
    Die Politiker die nie Wehrdienst geleistet haben und teilweise damals sogar 68er waren das sind die die jetzt die Jugend an die Waffen zwingen wollen.
    Die Politiker die die Sozial Leistungen Kürzen wollen sind die die im gleichen Zuge Ihre eigenen Bezüge immer höher festlegen. Auf Kosten der Bürger :)
    Die Politiker die uns das Flugzeug fliegen verbieten wollen wegen Klimaschutz sind die die mit 50 Millionen Jets um die Welt fliegen.

    Nun wenn man sich die Forderungen von Herr Fratzscher so anschaut die er damals getätigt hat dann sind es auch solcher Natur. Komplett entgegen seinen eigenem Lebenslauf :)

    Ich denke die Politiker sollten erst einmal das Altersarmut Problem angehen. Es kann nicht sein das alte Menschen Pfandflaschen sammeln sieht oder in Müllcontainern nach Essen suchen sieht. Sehe Ich jeden Tag in Bergisch Gladbach. Traurig.

    Und dann kommen Menschen die Ihr halbes Leben in Luxus-Jachten, Luxus- Limousinen chauffiert worden sind und wollen das letzte bisschen Kraft noch aus diesen Rentnern rausholen. Ausgerechnet solche die an nem Tag wahrscheinlich mehr Verdienen als die Rentner in nem Monat die wollen nun auch noch das die Rentner arbeiten müssen.

    Gegenvorschlag:
    Herr Fratzscher soll 1 Jahr lang auf sein komplettes Vermögen verzichten und man soll ihm eine Rente eines Geringverdiener geben. Und eine Wohnung in einem Wohnblock. Er soll auch mal wissen wie es ist wenn am Ende des Geldes soviel Monat übrig bleibt….

    So etwas zu fordern ist ein Schlag ins Gesicht eines Jeden Rentners. Zudem würde man wahrscheinlich rechte und Linke Parteien über Nacht verdoppeln an Wählerschaft. Wenn nicht sogar noch mehr.
    Soll die Politik nur machen. Bin mir sicher das die Antwort der Rentner nicht lange warten lässt….

  7. Was spricht dagegen, viele Rentner klagen über Langeweile und zu wenig Kontakten.
    Ehrenamtler müssten davon ausgenommen werden denn die bringen ja schon ihren Anteil.

    Ein hoher Prozentsatz arbeitet schon als Ehrenamtler ich auch. BENSBERG ISST WAS da bin ich mit meinen 80 Jahren schon seit 9 Jahren seit Beginn dabei.

  8. Wie wäre es, die Betragsbemessungsgrenzen bei RV und KV endlich fallen zu lassen…?
    Wie wäre es, Produktiv- und Kapitalgewinne angemessen zu besteuern?
    Wie wäre es, Subventionen nur noch als Darlehn (entsprechend Bafög) zu gewähren?
    Noch Fragen Herr Fratzscher?
    Stimmt, es würden dadurch Investoren aus China abgeschreckt…
    MfG Dieter Richter, Bergisch Gladbach

    1. “Wie wäre es, die Betragsbemessungsgrenzen bei RV und KV endlich fallen zu lassen…?”
      Ich denke, die Beitragsbemessungsgrenze hat schon einen plausiblen Grund.
      Wenn es die nicht gäbe, würde zwar jeder, der horrende Gehälter verdient, hohe RV /KV Beiträge einzahlen, würde jedoch auch z. B. im Alter durch extrem hohe Altersrenten und Witwenrenten die Rentenkasse strapazieren.

      1. Danke für den Hinweis, #Rita. Das ist richtig. Es träte jedoch ein mittelfristiger Effekt ein, der die Rentenkassen für die nächsten Jahre entlastet. Die Bedingungen für die Auszahlungen müssten erst entsprechend gestaltet werden, wenn die Spitzenverdiener dann irgendwann in Rente gehen. Für die KV jedoch ist der Leistungsbereich nicht an Beiträge gekoppelt. MfG Dieter Richter

      2. Eine weitere Überlegung zu Ritas Einwand: Was spricht dagegen, dass Rentenauszahlungen degressiv gestaltet werden? Dadurch entsteht zwar auf dem ersten Blick eine Gerechtigkeitslücke für die s.g. Besserverdiener. Wir dürfen jedoch auch nicht vergessen, dass Renteneinnahmen der Steuerprogression unterliegen, die Sozialabgabenfreibeträge jedoch gedeckelt sind. Die Höhe der Steuerfreibeträge für steuerpflichtige Rentner könnten zum Zeitpunkt der Rentenfestsetzung nach der Höhe den zuletzt gezahlten SV-Beiträge bemessen werden. Das würde m.E. die Gerechtigkeitslücke wieder schließen, ohne die Sozialkasse zu strapazieren.
        Dieter Richter, Bergisch Gladbach

      3. “Für die KV jedoch ist der Leistungsbereich nicht an Beiträge gekoppelt” Das stimmt.
        Aber ein weiterer Aspekt gegen “den Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze wäre, dass die Sozialversicherungsbeiträge für Spitzenverdiener die Lohnnebenkosten (Arbeitgeberanteile) für Unternehmen derart erhöhen würden, dass sich das ganze negativ auf den Wirtschaftsstandort Deutschland auswirken kann und Arbeitsplätze evtl. wegfallen würden.

        “Es träte jedoch ein mittelfristiger Effekt ein, der die Rentenkassen für die nächsten Jahre entlastet.”

        Damit würde man ein noch gewaltigeres Problem nur in die Zukunft verlagern und ist m. E. gegenüber künftigen Generationen “unmoralisch”. Stellen Sie sich vor, welche Rentenbeträge anfallen würden, und auch die Witwenrenten für die oftmals viel jüngeren Ehefrauen, die möglicherweise nichts oder wenig in die Rentenversicherung eingezahlt haben.

        “Wir dürfen jedoch auch nicht vergessen, dass Renteneinnahmen der Steuerprogression unterliegen”
        Das wäre meiner Meinung nach ein Punkt, aber es ist ja nicht so, dass der Einkommensteueranteil, den sich Vater Staat von der “gesetzlichen Rente” abzwackt, wieder in die “gesetzliche Rentenkasse” zurückgezahlt wird sondern in den Topf “allgemeines Einkommensteueraufkommen” gelangt. Vorstellbar wäre m. E. schon, dass die Finanzämter die Einkommensteuerbeträge, die anteilig von den gesetzlichen Renten “abgezwackt” werden, für jeden veranlagten Rentner anteilig ermittelt werden könnten, sodass diese Beträge wieder in die “gesetzliche Rentenkasse” zurück gelangen könnten.

  9. Es ist nicht einfach, solche Art Sozialneiddebatten auf die Sachebene zu bekommen. Vorab: Rentner ist nicht gleich Rentner – Pauschalbewertungen führen immer sofort in die (gewollte) Irre…

    Zu den Aufgaben hochrangiger Funktionäre, wie hier Herr Fratzscher, gehört es doch, sich in Szene zu setzen. Schauen wir uns den Zeitpunkt etwas genauer an. Wir stehen vor Wahlen! Wird hier nicht sogar der Ball den Parteistrategen von der Wirtschaftspartei CDU (hier in Gestalt der Seniorenunion) zugespielt, um ihr Gelegenheit zu geben, sich als sozial denkende Einrichtung in Szene zu setzen?

    Sehr Clever! Aus meiner Sicht ein abgekartetes Spiel zur Wahlbeeinflussung.

    Ich lege übrigens großen Wert darauf, von der Seniorenunion in keiner Weise für deren scheinheiligen Zurschaustellung benutzt zu werden.

    Die sozial aktiven Rentner:Innen in meinem Umfeld sind überwiegend aktive Christen, eher links orientiert und ökologisch aufgestellt. Sie fahren somit auch keine SUVs und machen eher Fahrradurlaube, anstatt Kreuzfahrten.
    Ich selbst bin seit vielen Jahren neben meiner Kochtätigkeit auch finanziell (ca 5% meiner Rente) in einer Obdachlosenküche engagiert und unterstütze darüber hinaus eine Hilfsorganisation, welche sich für Kinder von Strafgefangenen einsetzt.

    Dazu braucht es nicht viel. Der erste Schritt dazu ist die Abkehr vom egoistischen Konsumdenken. Hierin sind die wirklich tragfähigen Fundamente einer Sozialgesellschaft zu finden. Ganz im Widerspruch zur Ideologie H. Fratzschers und der CDU.

    Dieter Richter (75), Bergisch Gladbach

    1. Sie schätzen Herr Fratzscher falsch ein, er ist so weit von der CDU entfernt wie kein anderer “Experte”. Ähnlich Frau Kemfert.
      Wenn die beiden sich äußern, tritt meist genau das Gegenteil ein.

  10. Zum Thema verpflichtendes Sozialjahr. Fällt Herrn Fratzscher nicht noch etwas unglücklicheres ein? Man kann es auch übertreiben. Unsere Rentner und Rentnerinnen haben ihren Soll erfüllt. Haben gearbeitet, Kinder groß gezogen, manches Mal unter schwierigen Umständen. Kümmern sich um Enkelkinder oder Pflegefälle etc.

    Ich war 3 Jahre ehrenamtlich in der Seniorenbetreuung tätig. Das Ehrenamt musste ich wegen Krankheit aufgeben.

    Man sollte nicht die vielen Rentner und Rentnerin en vergessen die jeden Tag ihren Dienst tun. Ohne sie läuft es gar nicht gut. Der Vorschlag von diesem Herrn ist ein Schuss in den Ofen.

  11. Ich bin mit 70 noch berufstätig, ich habe leider keine Zeit für so einen Quatsch.

  12. Lt öffentl Statistik gibt es über 20 Mio Rentner mit einer Lebenserwartung von 80 J. +/-. Davon sind 5 Mio pflegebedürftig. Aber nur ca 3 % engagieren sich gesellschaftlich. Auch die Senioren-CDU weiß, dass die Last der jüngeren Renten’Einzahler’ extrem hoch ist, wenn an dem jetzigem System nichts geändert wird. Doch da trauen sich die Parteien nicht heran, verschieben es an Kommissionen.

    Die meisten Rentner sind gesund, haben genügend Geld zur Verfügung, um mehrmals große Reisen und große PKWs zu kaufen (gönne ich ihnen).

    Wir Rentner dürfen nicht alle Lasten den Jüngeren aufbürden und uns nur auf ein schönes Leben konzentrieren.