Foto: CDU Rheinisch-Bergischer Kreis

Wie kann Gewalt an Kindern erkannt, erkannt und beendet werden? Ausgehend von den Missbrauchsfällen u.a. in Münster und Bergisch Gladbach ínformierte sich die CDU Rheinisch-Bergischer Kreis bei der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Cristina Schulze Föcking, über die Arbeit der Kinderschutzkommission sowie aktuelle Maßnahmen zu Kinderschutz und Kinderrechte.

Cristina Schulze Föcking MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Landtagsfraktion NRW und dort zuständige Abgeordnete in der Kinderschutzkommission des Landtags, diskutierte mit Mitgliedern der CDU, Frauen Union, Jungen Union und der Senioren-Union Rheinisch-Bergischer Kreis am 28. Juni 2023 im Sitzungssaal der CDU-Geschäftsstelle. In einer sehr engagierten Runde wurde fachlich und zukunftsorientiert diskutiert.

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht als Plattform für alle Vereine, Initiativen, Parteien und Einrichtungen der Stadt zur Verfügung. Dieser Beitrag stammt von der CDU.

Christina Schulze Föcking begann ihren hoch interessanten und kompetenten Vortrag mit der Feststellung: “Um Gewalt an Kindern zu verhindern, zu erkennen und zu beenden, müssen wir genau hinsehen und helfen”. Grundlage bildet das im Jahre 2022 beschlossene Landeskinderschutzgesetz NRW. Es ist der Einstieg zur Verbesserung der Strukturen des Kinderschutzes in NRW.

Bausteine vorgestellt

Die Einrichtung einer Stelle für eine Beauftragte oder einen Beauftragten für die Belange von Kinderschutz und Kinderrechten, die Einrichtung der bundesweit ersten Landesfachstelle Prävention, die Einrichtung der Kinderschutzkommission als Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche sind weitere Bausteine. Eine Qualitätsoffensive für das Fachpersonal in Jugendämtern wurde gestartet sowie ein verstärktes Augenmerk auf Entwicklungen in Kitas und Schulen gelegt.

Christina Schulze Föcking sprach über die furchtbaren Missbrauchskomplexe von Münster, Bergisch Gladbach und Lügde, über unfassbares menschliches Leid der Kinder und Taten, die sich kaum in Worte fassen lassen. Sie berichtete und diskutierte über die Arbeit in der Kinderschutzkommission, die vielen Gespräche, die sie mit Betroffenen, Beteiligten, Kindern, Eltern und Vertretern der Jugendämter geführt hat und die letztlich im Gesetzgebungsverfahren eine Rolle gespielt haben.

Kinderschutz und Kinderrechte standen im Fokus der CDU-Veranstaltung, Foto: Thomas Merkenich

Wir dürfen nicht wegschauen!

Psychische, physische und sexualisierte Gewalt passiert leider jeden Tag. Wir dürfen nicht wegschauen, müssen die Bedeutung der sozialen Medien, ihre Chancen und Risiken für Kinder herausstellen – und: Ein Zauberwort heißt Prävention. 

Wenn wir etwas Entscheidendes für die Zukunft erreichen wollen, dann müssen wir alle, jung und alt, Frauen und Männer den Auftrag annehmen: “Kinder zu fähigen Eltern machen – denn da liegt der Schlüssel zum Erfolg!”

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  1. Kinderschutz dürfte auch eine Relevanz für die Friedlichkeit ganzer Länder haben. Der Friedensforscher Franz Jedlicka (“Die vergessene Friedensformel”) hat diesbezüglich Daten zur Gewalt gegen Kinder in den Ländern der Welt mit deren Friedlichkeit verglichen: eine gewaltfreie Kindheit dürfte demnach das psychologische Fundament von friedlichen Gesellschaften sein (in Russland nicht der Fall! Dort ist die Körperstrafe in der Erziehung noch erlaubt).

    MfG Martin Klacht

  2. Christina nicht Cristina.

    Was sind denn Chancen von sozialen Netzwerken für Kinder? Ich sehe nur Risiken. Übrigens können Kinder praktisch nirgendwo AGB-konform soziale Netzwerke nutzen (offizielle Mindestalter: TikTok 13, Facebook 13, Instagram 13, WhatsApp 16, Youtube 18(!), Snapchat 13). Es ist doch klar, was Prävention hier bedeuten würde. Einfach nur an die eigenen Regeln der fragwürdigen Dienste halten.

    Bei aller Schwarzmalerei muss man aber auch gesellschaftliche Erfolge erwähnen. In den 1970er Jahren war das Problem insgesamt schlimmer. Natürlich darf man sich nicht auf den Erfolgen ausruhen.