Auslaufmodell: Die alten Automaten werden ausgetauscht. Foto: Redaktion

Der Austausch der 53 Automaten auf den öffentlichen Parkplätzen der Stadt hat begonnen. An den neuen Geräten können die Parkscheine per App und jetzt auch mit Karte gelöst werden. Wer bar bezahlen will, muss sich vorab ein „Plus-Ticket“ im Bürgerbüro kaufen.

Nach heftigen Diskussionen hatte der zuständige Ausschuss im Sommer mit Mehrheit beschlossen, neue Parkscheinautomaten ohne Bargeldfunktion aufzustellen. Eine Entscheidung, die nun vollzogen wird: Die Stadt rüstet 53 Parkscheinautomaten im Stadtgebiet auf eine kontaktlose Zahlung per EC-Karte oder Kredit- bzw. Debitkarte um, verkündete die Verwaltung am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Die Stadt stellt dabei heraus, dass damit die Bezahlung per Karte neu eingeführt wird. Den umstrittenen Wegfall des Münz-Schlitzes an den Automaten erwähnt sie nicht; man kann es sich aber durch diesen Satz erschließen: „Das aufwändige Suchen nach Münzen hat ein Ende.“

Wer weder eine Bankkarte noch ein Smartphone besitzt (oder beim Bezahlen des Parkscheins nicht einsetzen möchte), könne sich ein „Plus-Ticket“ kaufen. Dieses Ticket gibt es (je nach Parkdauer) in fünf Varianten, muss vorab in einem der drei Bürgerbüros gekauft und hinter die Windschutzscheibe gelegt werden.

Die Wünsche aus dem Stadtrat, diese „Pickerl“ auch dezentral in Geschäften und Kiosken zu verkaufen, haben sich offenbar nicht realisieren lassen. Eine Entwicklung, die im Ausschuss von den ohnehin skeptischen CDU-Vertretern vorhergesagt worden war.

Zur Sache: Öffnungszeiten der drei Bürgerbüros

Bürgerbüro Stadtmitte, Konrad-Adenauer-Platz

  • Montag + Dienstag: 08:00 – 17:00 Uhr
  • Mittwoch: 08:00 – 14:00 Uhr
  • Donnerstag: 08:00 – 18:00 Uhr
  • Freitag: 08:00 – 13:00 Uhr

Bürgerbüro Bensberg Schlossstraße 59

  • Montag: 14:00 – 16:30 Uhr
  • Donnerstag: 09:00 – 12:30 Uhr

Bürgerbüro Refrath Siebenmorgen 45 (durch die Passage) bzw. Eingang Passage neben Dolmanstraße 22

  • Freitag: 09:00 – 12:30 Uhr
  • Dienstag + Donnerstag: 14:00 – 16:30 Uhr

In den Automaten in den privaten Parkhäusern ist die Bargeldzahlung nach wie vor möglich. Auch die Parkpalette Buchmühle und die Tiefgarage unter dem Bergischen Löwen sind nicht von der Umstellung betroffen.

Fünf Apps erlauben minutengenaue Abrechnung

Neben der Kartenzahlung ist (nach wie vor) eine Bezahlung per Handy-App möglich. Immerhin fünf Unternehmen bieten das sogenannten „Smartparking“, bei dem minutengenau abgerechnet wird, an den neuen Automaten in Bergisch Gladbach zu unterschiedlichen Konditionen an: Easypark, moBiLet, Paybyphone, Parkster und Swarco.

Hinweis der Redaktion: Im Verlauf der Debatte über die neuen Automaten hatten Leser:innen des Bürgerportals ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Apps geteilt, hier können Sie sich informieren.

Hintergrund der Umstellung ist das Problem, dass die Stadtverwaltung für die aufwendige und teure Leerung der Bargeldbestände in den Automaten keinen Dienstleister mehr gefunden hatte. Zudem gehe die Stadt mit der Umrüstung  „einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft“ und reduziere ihren ökologische Fußabdruck deutlich, argumentiert die Stadt in der Vorlage.

Die CDU und die FDP hatten ebenso wie der Einzelhandel gefordert, die Möglichkeit der Bargeldzahlung beizubehalten. In der Debatte hatte die CDU angekündigt, die Entscheidung des Ausschusses im Fall neuer Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat wieder rückgängig zu machen. Von einer entsprechenden Initiative ist bislang jedoch noch nichts bekannt.

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  1. 53 neue Parkscheinautomaten….. mit Telefonnummer für Servicefragen…. ruft man diese an, landet man bei der Servicenummer Krankenkasse….werden jetzt alle Automaten wieder ausgetauscht?????
    Einfach nur peinlich für die Stadt…..

    1. Zur Sache: Die Stadt hat (nach intensiver Diskussion im Stadtrat) 30 der Automaten umgerüstet, 23 wurden neu angeschafft. Bei der Servicenummer hatte es kurzzeitig eine falsche Rufumleitung gegeben, die von der Stadt korrigiert wurde, als sie darauf hingewiesen wurde. Laut Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers.

    2. Oh man, das sind doch Sachen, die man technisch löst. Aber erstmal meckern…..
      Wenn bei Ihnen immer alles direkt perfekt klappt, Glückwunsch.

      1. Die beliebteste Emotion im Netz ist nun mal die Empörung, dicht gefolgt von der erlebten Kränkung. Die Leute wird man nicht ändern.

  2. Puh, wenn man die Vielzahl der Kommentare hier sieht, scheint (neben dem Tempolimit), das Thema des Bargelds in Deutschland genauso emotional besetzt zu sein, wie die Frage des Waffenbesitzes in den USA.
    Vielleicht hilft es den Bürgerinnen und Bürgern zu wissen, dass die Parkgebühren in Skandinavien seit über 10 Jahren via App bezahlt werden. Dort geht auch weiterhin jeden Tag die Sonne auf. Zumindest unterhalb des Polarkreises ;-)
    So eine App ist schon prima, ich stelle mir nämlich gerade vor, wie das Gladbacher System demnächst in allen deutschen Städten eingeführt wird und die Barzahler in Dresden erst einmal ein Bürgerbüro aufsuchen müssen. Was machen die bei Ankunft an einem Samstag? Nee, dann lieber eine App. Jeder der Autofahren kann, kann sich auch eine App einrichten. Das ist nicht schwerer als auf dem Buchmühlenparkplatz zwischen zwei SUVs einzuparken.

    1. Die Barzahlung ist doch gar nicht der Punkt. Die Kritik an den ursprünglichen Planungen bezog sich vor allem auf den App-Zwang – und darauf hat die Stadt nun reagiert. Ich behaupte einfach mal, dass es keine Autofahrer ohne Bezahlkarte gibt. Solche, die sich nicht extra eine App aufs Handy laden und einen externen Dienstleister einbinden wollen, gibt es dagegen erwiesenermaßen schon. Wenn sich die Parkgebühr weiter mit der (Giro-)Karte bezahlen lässt, ist (aus meiner Sicht) alles in Butter.

      Übrigens, da Sie Skandinavien als Beispiel für das Verschwinden des Bargelds anführen: Die schwedische Regierung hat 2024 eine Kommission zur Erhaltung der Bargeld-Infrastruktur gegründet, im vergangenen Jahr hat sie die Bevölkerung zum Anlegen eine Bargeldvorrats aufgerufen, um in jeder Situation handlungsfähig zu bleiben. So komfortabel und praktisch digitale Bezahlsysteme auch sind, so vulnerabel ist auch die Infrastruktur, die dahinter steht – in Skandinavien hat man das ebenfalls erkannt.

  3. Das Plus-Ticket, Pickerl, die Bürgerbüros und was dann geschah:
    ich fand mich in Refrath ein, erwarb Pickerl, zahlte bar und wäre nach meiner Ansicht fertig gewesen – doch dann, wollte die städtische Angestellte meinen Namen zur Ausstellung der Quittung, dies sei notwendig. Nachdem ich dies verneinte und auf die Quittung verzichtete ging ich, vom Schalter weg ..
    .. saß jedoch noch im Raum
    so durfte ich Zeugin meines eigenen Ticketerwerbs werden, und dem Lästern über mich beiwohnen ..”..die hat einfach Bargeld auf den Tisch gelegt..und dann wollte sie nicht ihren Namen nennen..”..
    ich gab dann einen Hinweis darauf, dass ich mich noch im Raum befinde und sie hören könne .. wüstes Hin – wenig Zartes her, fragte ich sie dann in welchem Geschäft ich meinen Namen nennen muss um einen Bon zu erhalten? Diese Frage blieb unbeantwortet
    Der Mensch nach mir, ein älterer Herr, kaufte ebenso Pickerl, wurde angehalten diese ‘am besten per Karte zu zahlen’ . die Karte möge er sich kontaktlos freischalten lassen – “das sein am Einfachsten” . er gab brav seinen Namen für die Quittung an und fragte seinerseits sogar noch ob man das Kennzeichen nennen müsse
    jow – dies ein kleiner Einblick in die Gebaren der Stadt
    wer möge hier von Manipulation sprechen – wo ich doch alle freien Wahlmöglichkeiten habe und freundlich frei behandelt werde
    Danke Bergisch Gladbach

    1. Mia, einige Ticket-Erwerber wollen unbedingt eine ordnungsgemäße Quittung haben (mit Namen und Anschrift) für ihre Geschäfts- oder Bankunterlagen, andere fühlen sich “verfolgt” und verstehen die Welt nicht mehr, wenn man sie auch nur nach diesen Angaben fragt/erkundigt.
      Wie sollte man es denn jetzt richtig machen, Ihrer Meinung nach?

    2. Hallo Mia, ich habe mir auch bereits ein paar PlusTickets im Bürgerbüro auf Vorrat gekauft. Ich musste meinen Namen nicht nennen und erhielt eine Quittung und habe in bar bezahlt. Mach meinem Wissensstand ist es auch von der Stadt garnicht gewünscht, dass die PlusTickets per Karte gezahlt werden. Das widerspräche ja dem Sinn der PlusTickets, da man diese Lösung gefunden hat und anbietet um eine Barzahlung zu ermöglichen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das so wie Ihnen geschildert verlaufen ist.

      1. @AnNO – hab ich mir ausgedacht — aAAa.
        :-(( Hilfe!
        Ihre schwere Vorstellung beeinflusst nicht, was dort, genauso wie geschildert, abgelaufen ist.
        dass es komplett sinnfrei der alternativen Idee ist, ist mir absolut bewusst,
        umso bekloppter der Vorgang.

      2. Haben Sie sich schon bei der Stadt beschwert? Das könnte etwas bewirken. Hier zu lamentieren hilft dagegen überhaupt nichts.

      3. Man muss bei Beschwerden doch das Ziel der Beschwerde nennen, oder? Was könnte in diesem Fall das Ziel sein? Beschwerden über unfreundliche Stadtmitarbeiter sind wahrscheinlich möglich, bewirken aber wahrscheinlich garnichts. Beschwerden über den Verkaufsprozess mit dem Ziel der Änderung des Prozesses hin zu einem Prozess ohne Nennung des Namens wird man kaum AnnoNüm machen können. Und man will ja gerade den Namen nicht nennen.
        Meine persönliche Lösung: nicht mit dem Auto in die Stadt fahren.

      4. Hallo Anno Nym, das hört sich für mich ja so an, als ob irgendein “Schlaumeier”, der in der Refrather Zweigstelle Regie führt, den “Damen an der Front” einfach andere, schlechte Anweisungen erteilt hat, wie sie den “normalen” Ablauf der Pickerl-Vergabe zu gestalten haben.
        Ich finde auch, dass dieses Procedere in ALLEN Stadtteilen von B-GL einheitlich und einfach im Ablauf (genau so, wie Mia es gedacht und gemacht hat) gestaltet sein sollte, schon allein um solche abschreckenden Situationen, wie es Mia und die Dame am Schalter in Refrath miteinander erleben mussten, zu vermeiden.
        Sollte nicht zum Beispiel der Zahlungsweg egal sein und eine ausführliche (zeitaufwendigere) Rechnung / Quittung nur auf ausdrücklichen Wunsch erteilt werden?

    3. ach Leutchen, weder lamentiere, noch übertreibe ich.
      ich habe etwas berichtet was genau so passiert ist – nicht mehr _ nicht weniger.
      Die ewig Gleichen, vorzugsweise jene die zu allem etwas von ihrem Senf zu teilen haben – die wollen, wieder einmal, bewerten.
      Dies hier ist ein Kommentar Feld. Da dürfen Meinungen stehen auch wenn Sie nicht mit ihrer übereinstimmt – einfach stehen lassen, hinnehmen, annehmen.
      Ohne, den Menschen der sie verfasst hat blöd anzugehen.
      Besten Dank

      morgens um 7 wo die Welt noch ….

      1. Meinungen kann man äußern, wie man will, dafür gibt es die Meinungsfreiheit. Die gibt einem aber keinen Anspruch darauf, das ohne Widerspruch zu tun.

    4. Komisch, nun lebe ich seit 32 Jahren als Zugewanderter in Bergisch Gladbach und habe noch nie irgendwelche negativen Erlebnisse mit irgendwelchen Behörden gehabt.
      Ganz im Gegenteil.
      Vielleicht liegt es aber auch am Umgang mit den Mitarbeitern.
      Wie es rein schallt, schallt es zurück.
      Und wenn ich mir hier so ihre Kommentare ansehe…….
      Für Ihren Frust mit den Tickets können die Mitarbeiter nichts.

      1. @Drucker – genau – und SIE halten sich fürs Barometer
        Sprachrohr des MeinungsäußerungsbewertungsTrupps
        @WS. jaja genau weil ich eine Meinung vertrete, zufällig meine eigene gebildete, etwas abseits der vielfach verbreiteten allseits akzeptierten
        deshalb agiert die MA der Stadt dann so bei mir
        sischa sischa – ich mal mir die Welt wie sie mir ….

        wie schrieb ich Leute Leute
        das verhagelt einigen hier überhaupt noch zu schreiben
        und mir auch immer mal wieder
        und
        ihr könntet – wenn ihr denn nur wolltet – ja mal versuchen die Welt auch aus dem anderen Blickwinkel zu betrachten
        möglicherweise ist auch anderen schon ähnlich kurioses widerfahren
        und sie beziehen es auf sich/gegen sich.
        ich betrachte das Agieren des Personals meiner! Stadt GL nicht gegen mich
        sie war nur einfach ‘doof’, folgsam, ihrem Glauben erlegen und natürlich absolut konträr zur Idee Parken ohne Daten
        ob dies nun städtisch so gewollt ist – ??? – wer vermag dies zu beantworten

      2. Unsinn, Sie mögen einfach keinen Widerspruch. Und die Welt aus Ihrem Blickwinkel zu betrachten, wäre für mich dann doch zu viel der Exotik.

  4. Also, ich blicke trotz oder vielleicht wegen des schon lange vorhandenen Führerscheins nicht so ganz durch, habe aber auch noch nie eine Park-App benutzt. Vielleicht kann man mich mal (teils mit Verweisen auf entsprechende gesetzlichen Bestimmungen) aufklären, denn selbst Google, ChatGPT sind sich nicht einig … oder sie zeigen es mir nicht … oder es hängt mit regionalen Vorgaben, z. B. Satzungen, zusammen.

    1. Parkzonen sind in der Regel (bisher) zeitlich begrenzt. Bspw. mit blauer Parkscheibe kostenlos für 2 Stunden oder Parkschein nur für max. 4 Stunden (zulässige Höchstparkdauer). 



    Jetzt bitte nicht auf die Praxis verweisen: das Weiterdrehen der blauen Scheibe oder der Neukauf eines Parkscheins ist nicht zulässig! Außerdem gab es schon mal Kontrollen, bei denen die Position der Ventilkappen an der Bordsteinkante notiert wurden um solche Fälle mit Knöllchen zu belegen.



    Mit der Park-App darf ich jetzt meine Parkzeit verlängern? Theoretisch unbegrenzt?


    2. Mit der Park-App kann ich meine Parkzeit verkürzen? Fehlen dann nicht ein paar EUR im Stadtsäckel? 



    Die Zeiten, dass man Restparkzeit vom Vorparkenden am Groschengrab hatte oder nicht abgelaufene Parkscheine verschenkte (was wahrscheinlich auch nicht erlaubt ist) sind schon lange vorbei. Zumindest gucken die Leute heutzutage irritiert, wenn man ihnen seinen Zettel geben will, bevor sie dann doch gucken ob ihnen die Restparkzeit ausreichen wird.

    3. Kostet es die Kontrollierenden eigentlich mehr Zeit, das Kfz-Kennzeichen bzgl. der Parkberechtigung per App zu kontrollieren, als „mal eben“ nach einem Zettel zu schauen? Stichwort: Personalkosten.


    4. Sind/waren das Parkleitsystem bisher an die Parkuhren angeschlossen oder wie werden die freien Plätze ermittelt (was für die Tiefgarage Bergischer Löwe schon lange nicht funktioniert)?



    Und werden die App-Parkenden mitgezählt oder drehe nicht nur ich demnächst ein paar Runden bei der Parkplatzsuche mehr?


    5. Wenn ich jetzt an einen defekten Automaten komme, lege ich die Parkscheibe aus. Wenn die neuen Automaten defekt sind, brauche ich die ParkApp dann auch nicht zu aktivieren und kann weiter die Parkscheibe rauslegen?


    Fragen über Fragen … es gibt sicher viele mehr.

  5. @Mia und weitere „die Stadt, der Staat darf mir nicht meinen Zahlungsweg vorschreiben”

    Sie scheinen mir sehr anfällig bzw. die idealen Opfer zu sein für Scharfmacherei und in die Irre führende Verschwörungserzählungen!

    u.a. Mika – „ich möchte aber die Freiheit haben, wie ich zahle”

    Was genau ist an den neueen Parkautomaten ungerecht oder bevormundend?

    Früher hatte man NUR EINE Möglichkeit seinen Parkplatz zu bezahlen (ärgerlich wenn man gerade zufällig kein oder nicht das passendes Kleingeld zur Hand hatte)

    JETZT kann man bald zwischen DREI VERSCHIEDENE Möglichkeiten wählen (u.a. Bargeldzahlung oder Günstigeres) um seinen Parkplatz zu bezahlen.

    Mit den neuen Parkautomaten hat doch jetzt erst JEDER die freie Wahl des Zahlungsweges! Oder setzt jetzt bei mir bereits der Verstand aus?

    1. Ulla – Mir ging es darum, dass ich es grundsätzlich notwendig finde, dass überall die Möglichkeit der Barzahlung erhalten bleibt. Ich nutze eine Parkapp und wenn der jeweilige Park-Ort diese Parkapp nicht als Zahlungsmöglichkeit anbietet, zahle ich bar, ich habe auch schon einmal bei Ausfall einer Barzahlungsoption mit der Karte gezahlt. Mir ging es nur darum, dass grundsätzlich eine Barzahlungsfunktion erhalten bleiben sollte + die Kartenoption, dies betrifft alles, nicht nur Parkautomaten. Die neuen Parkautomaten haben keine Barzahlungsoption mehr, man muss nun also mit Karte zahlen oder eine App nutzen. Alternativ gibt es diese Parkscheine, die man vorab erwerben muss. Das finde ich äußerst unpraktisch, ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand vorab einen Stapel Zettel mit verschiedenen Parkzeiten kauft, von denen dann einige ewig herumliegen, weil man am jeweiligen Tag doch eine andere Zeit brauchte. Ein paar Münzen habe ich immer dabei und ich gehe allgemein nie ohne Bargeld aus dem Haus, alleine deswegen, weil ich es schon erlebt habe, dass meine Karte defekt war und ich so froh war, dass ich den Einkauf mit Bargeld zahlen konnte und allgemein so lange überall mit Bargeld zahlen konnte, bis ich eine neue Karte hatte.

      1. Ich verstehe nicht, welches Problem Sie mit “diesen Parkscheinen”, genannt „Plus-Ticket“ versuchen zu suggerieren.
        Ein jeder normale Mensch der regelmäßig Briefe schreibt oder Postkarten versendet, würde sich auch (und ist dazu in der Lage), bei der Post einen Satz Briefmarken, je nach Bedarf und Wert, im voraus kaufen.
        Die liegen auch erst einmal zuhause rum, bis man sie verbraucht hat.
        Aber es ist immer ganz praktisch, sie sofort zur Hand zu haben wenn man eine braucht.
        Und je nach Bedarf kann man auch mehrere kombinieren.

        Genau so sehe ich das mit den “Parkscheinen”, welche man sich auch (je nach Parkdauer und Bedarf) in verschiedenen Varianten kaufen kann.

      2. Ich habe mir auch gestern ein paar für den Fall der Fälle besorgt. Geht ganz leicht im Bürgerbüro und die Funktion ist so einfach wie genial.
        Auf eine Karte mit einem bestimmten Wert trägt man das Datum und die Uhrzeit ein und darf dann für 30 oder 60 Minuten parken. Natürlich kann ich auch mehrere Tickets gleichzeitig auslegen (z.B. das erste für 60 Minuten mit Beginn um 16.00 Uhr, das zweite für 60 Minuten mit Beginn um 17.00 Uhr). So darf ich von 16.00 bis 18.00 Uhr parken. Mit dem Vorratskauf bin gut gerüstet, wenn mal meine EC-Karte nicht funktioniert.

      3. @ Ulla,
        ich weiß nicht, was Sie mit “normale Menschen” meinen. Ich kenne viele, die inzwischen ihr Porto über eine App als Code kaufen oder sich im Internet welche ausdrucken ohne den Gang zum Postschalter. Auf mich machen die einen ganz unauffälligen (=normalen) Eindruck.

      4. “ich weiß nicht, was Sie mit “normale Menschen” meinen”
        Wenn Sie es wissen möchten?
        Für mich sind Menschen NICHT normal u. a. die
        – die sie sich schon beschweren, z. b. wenn man auch nur 60 bis 90 Sekunden an einer Ampel warten muss
        – die ihre Start-Stopp-Funktion am Auto nicht in Schuss halten
        – unserem Bürgermeister Stein a. D. (mit dem man m. E. gut hätte auskommen können) öffentlich, anonym hässliche Worte zum Abschied hinterher wirft
        – die Ihre Parkgebühren nicht bezahlen
        – die nicht einsehen, dass sie sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten müssen, weil sie (dumm) denken, dass die unbegründet sind
        – die sogar 50 m mit dem Auto zurücklegen
        – Schwarzarbeiter beschäftigen ohne dafür Sozialabgaben/Steuern zu bezahlen
        und, und, und

      5. Hallo Ulla,
        ja, ich wollte wissen was Sie mit “normalen” Leuten meinen. Ihre Auflistung finde ich sehr aussagekräftig und Ihr persönliches Empfinden und vermutlich auch Handeln gilt also für Sie als Merkmal, was normal ist.

  6. Als älterer Mensch kann ich insbes. auch den ” Mia’s” nur raten, beschäftigt euch einmal mit dem digitalen Fortschritt.

    Wer in seinem Leben neugierig und offen für Veränderungen ist, wird schnell erkennen, dass das kramen nach Münzgeld, Einhalten der Parkzeit alles Dinge von vorgestern sind.

    Schön immer zu sehen wie die Kinnladen, der in der Schlange vor den Supermarktkassen stehenden runterklappen, wenn vorne das dicke Portemonnaie rausgeholt wird, mit den Worten „Ich habs passend”.

    Meistens Menschen, die sich nie mit den modernen Errungenschaften beschäftigt haben und irgendwann in ihrer Lethargie im vorgestern stehen geblieben sind.

    Digitalisierung ist dazu geschaffen uns das Leben einfacher zu machen. Dazu gehört das Zahlen mit der Karte, genauso wie das Zahlen per App.

    Dazu gehört das Selber scannen an der Supermarkt- oder Baumarktkasse und das weiterstellen der Parkzeit via App, wenn der Termin beim Facharzt mal wieder nicht eingehalten wird, weil man den Privatversicherten den Vortritt zu gewähren hat.

    Bequemer als mit Karte oder App zu bezahlen geht nicht mehr.

    Ausserdem will ich nicht unbedingt die verseuchten Münzen in den Händen halten die vielleicht vorher noch in der Hosentasche eines anderen neben dem gebrauchten Taschentuch gelagert haben.

    Und wer gerne in alten Zeiten schwelgt oder gar die persönliche Ansprache braucht kann sich ja noch das Plusticket kaufen. Sogar mit freudig erregtem „ich habs passend”. Zur Not kann man dann noch dem Verkäufer oder Verkäuferin das Portemonnaie unter die Nase halten, damit diese sich die Münzen da selber rausklauben.

    1. Walter Sobotta – Digitaler Fortschritt ist wichtig, er hat aber nicht für jeden Menschen oberste Priorität und es sollte auch nicht jeder gezwungen werden jede Form der Digitalisierung mitzumachen. Es gibt nach wie vor viele Menschen, gerade ältere Menschen, die kein Smartphone nutzen und es auch nicht nutzen wollen. Das ist zu respektieren. Ebenso gibt es viele Menschen, die nicht gerne mit der Karte zahlen. Auch das ist zu respektieren. Für den Einen ist die Digitalisierung eine Welt voller Möglichkeiten die den Alltag erleichtern, für den Anderen ist es eine Welt voller Rätsel und Ablehnung und diese “Anderen” muss man nicht zwingen, sich dem zu öffnen, was sie nicht möchten oder vielleicht auch nicht können. Ihre Ansichten zu “Ich habs passend” finde ich sehr traurig. Nur noch Eile, Druck, Hektik, Genervtheit, weil derjenige vorne an der Kasse es sich wagt mit Bargeld zu zahlen und dafür länger braucht. Ich habe vollstes Verständnis für jeden, der vorne in der Reihe steht und vielleicht auch länger im Portemonnaie herumkramt, dann warte ich halt so lange, es dauert keine Stunden. Vor allem gebe ich dieser Person auf keinen Fall das Gefühl, dass sie ein “Hindernis” ist – denn das ist sie nicht.

      1. Natürlich ist es zu respektieren, wenn jemand für sich selbst beschließt, technische/gesellschaftliche Entwicklungen nicht mitgehen zu wollen.

        Das diese Person dann jedoch einfordert, dass die Gesellschaft für dessen Eigenentscheidung zusätzlich Mittel aufwendet, ist egoistisch. Die Möglichkeit, Parkautomaten mit Bargeld zu betreiben, hätte der Stadt erhebliche Kosten verursacht, diese Kosten wollte die Stadt nicht mehr tragen und fertig, auch diese Entscheidung ist von Ihnen zu respektieren.

  7. Ich antworte mal mit einem Artikel den ich gefunden habe was die Transaktionsgebühren der Karte für den Verbraucher betrifft. Gebührenfalle beim bargeldlosen zahlen. Immer mehr Banken kassieren Ihre Kunden bei Zahlungen mit der Giro oder Kreditkarte ab.über 460 Institute erheben Gebühren für Transaktionen es ist bequem und einfach die Karte zu zücken.unter Umständen zahlt man drauf. Diese extra kosten werden verschwiegen. 50 euro bar bleiben 50 euro. Bei jeder transaktion fallen Gebühren an. Bei 142 Transaktionen sind die 50 Euro an gebühren verbraucht…könnte weiter rechnen , aber ich denke das können Sie selbst recherchieren

    1. Ja, da sollte man tatsächlich mal ins Kleingedruckte des Kontos schauen und sehen, wie die eigene Bank das handhabt. Aber es gibt immer noch ein sehr reichliches Angebot an Privatgirokonten, bei denen Buchungsposten in der Grundgebühr enthalten sind – entweder unbegrenzt oder in einer Zahl, die man kaum jemals ausschöpft. (Bei Geschäftskonten lassen sich die Banken allerdings jeden Handschlag vergolden.)

      Ansonsten trägt in der Regel der Händler die Transaktionsgebühren der Kartenherausgeber, die allerdings dank EU-Gesetzgebung inzwischen stark gedeckelt sind.

    2. Dabei kann es sich im Grunde nur um Filial Banken handeln, die ich (zumindest für das Standard Geschäft im Giroverkehr) genauso überflüssig finde wie einen dritten Schuh. Für ein Girokonto braucht es diese schon lange nicht mehr. Wer heutzutage immer noch Geld für Transaktionen bezahlt sollte mal dringend prüfen ob er noch bei der richtigen Bank ist.

      Im Gegenteil: viele Banken bzw. deren Kooperatinspartner Mastercard und Visa bieten regelmäßig Cashback für die Nutzung deren Produkte an. Natürlich nicht uneigennützig denn hier werden wertvolle Kundendaten gesammelt und ausgewertet. Diskutieren könnte man da natürlich über die mittel- bis langfristige Strategie die dahinter steckt.

      Mit den Incentives für digitale Bezahlung wird der Anreiz geschaffen immer häufiger auf Bargeld zu verzichten. Ein oft diskutiertes Bargeldverbot wird da vermutlich nicht mehr nötig sein, denn es schafft sich irgendwann durch die Nichtnutzung von selbst ab.

      Es würde jetzt zu weit führen dies zu vertiefen. Ich wollte lediglich aufzeigen, dass es unzählige Alternativen zu den teuren Filialbanken gibt, die die Auswertungen der Transaktionen ebenfalls vornehmen, nur mit dem Unterschied, dass für diese auch noch Gebühren in Form von Transaktions- oder Buchungskosten erhoben werden.

      Und die Kosten, die der Händler trägt, sind sowieso schon pauschal über höhere Listenpreise einkalkuliert, da diese bereits seit Jahren keine separaten Aufschläge mehr erheben dürfen.

  8. Wunderbar! Ich frage mich, welchen Anreiz die Stadt den Geschäftsinhabern bietet, selbst das Plusticket ihren Kunden anzubieten?
    Für diese kann das eine wunderbare Gelegenheit zur Kundenbindung sein. Guten Kunden können sie das Ticket auch schenken, damit die Kunden länger einkaufen. Die Kunden wieder rum können das Ticket direkt in dem Geschäft erwerben, vor dem sie gerade parken, ohne den Umweg über das Bürgerbüro nehmen zu müssen. Sinnvoll wäre ein kleiner Aufkleber in der Tür des Geschäftes, der den Verkauf des Plus-Tickets dort anzeigt.

    1. Also müsste jemand erstmal das Auto schwarz parken, dann ab ins Geschäft, dem Verkäufer signalisieren, dass man beabsichtigt etwas zu erwerben, damit man dann zum Auto laufen kann, Parkticket rein und dann im Anschluss wieder ins Geschäft.

      Ich würde mich mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass den meisten Menschen die Parkgebühren in der Stadt einen Dreck scheren, da diese im heutigen Vergleich zu den Konsumkosten absolut unrelevant sind. Selbst eine Gurke beim Edeka kostet inzwischen fast soviel wie eine Stunde parken.

      Ich lasse mich jedoch gerne eines besseren belehren :).

      1. “erstmal das Auto schwarz parken, dann ab ins Geschäft, dem Verkäufer signalisieren, dass man beabsichtigt etwas zu erwerben, damit man dann zum Auto laufen kann, Parkticket rein und dann im Anschluss wieder ins Geschäft.”
        Herzlich gelacht bei der Vorstellung, danke!

        Aber ich würde mal sagen, ein beim Einkauf erworbenes/geschenktes und noch “nicht entwertetes” Parkticket können Sie ja auch beim nächsten mal Parken verwenden (ohne sich die Hacken wund zu laufen).

  9. Wo in Bergisch Gladbach, außer am VPH, muss man denn einen Parkschein ziehen? Wird doch nirgends kontrolliert. Lohnen sich die Automaten, für die paar Ortsfremden?

    1. Es wird in Bergisch Gladbach noch kontrolliert. Leider sind immer Menschen der Auffassung, tun und lassen zu können was sie wollen. Und die Stadt kommt garnicht mehr nach alle Bereiche (Parkplätze, Straßen) abzudecken mit Personal zur Kontrolle von Parkverstößen. Aber wenn, dann sind die Verwarngelder mittlerweile zumindest höher als noch vor ein paar Jahren und es wird eine teure Parkzeit. Von mir aus dürfte die Stadt auch mehr Personal in dem Bereich der Verkehrsüberwachung einsetzen und somit für mehr Ordnung im Verkehrsraum zu sorgen.

      1. Na ja, vielleicht gehen die alphabetisch vor und bis zu S wie Schloßstraße schaffen sie es halt nie. Dort kann man entspannt über 6(!) Stunden, trotz Anruf beim Ordnungsamt, ohne Ausweis, auf dem Behindertenparkplatz parken.

      2. @zu Parkverstößen: “Dort kann man entspannt über 6(!) Stunden, trotz Anruf beim Ordnungsamt, ohne Ausweis, auf dem Behindertenparkplatz parken”
        Und dies sind nur einige wenige der vielfältigen, alltäglichen Betrügereien, mit denen man viel zu nachsichtig umgeht und die die Bürger viel Geld kosten.
        Von erschwindeltem/umsonst Parken bis (bezahltes) Personal für notwendige Kontrollen / Verkehrsüberwachung.
        Sollte/Könnte eigentlich alles überflüssig sein bei mehr Ehrlichkeit.

  10. Mal ganz ehrlich,marode strassen aber neue parkautomaten. Geld falsch investiert. Wo war der Bürger Entscheid dazu. Bei so etwas sollten die Bürger mit bestimmen , die wurden aber wieder nicht gefragt

    1. Hallo Schmidt,
      doch, Sie bzw die Bürger wurden gefragt. Bei der Kommunalwahl in 2020 haben Sie bzw die Bürger eine Stimme für eine Partei abgegeben. Und mit diesem demokratischen Prozess den Stadtrat legitimiert, eine Entscheidung zu treffen.

    2. Haben Sie eine Vorstellung davon, wie viele Entscheidungen so ein Stadtrat innerhalb einer Wahlperiode trifft? Sollen die alle durch Bürgerentscheid getroffen werden? Oder nur die, bei denen Sie anderer Meinung sind?

  11. Für mich persönlich ein weiterer Schritt in die Richtung
    “Wie mache ich eine Stadt so unattraktiv wie möglich”

    Sieht mir nach einem Konzept aus.

    Genauso wie die allgegenwärtige Strategie “Wie lasse ich den Bürger am meisten zahlen”

    1. Ich fühle mich im Gegenteil freier, wenn ich nicht ein schweres Portemonnaie mit mir rumschleppen muss.

    2. Franz Schmitz – So ist es. Ich würde es nicht mit Freiheit umschreiben, ich möchte aber die Freiheit haben, wie ich zahle. Und diejenigen, die kein schweres Portemonnaie mit sich herumschleppen möchten, können gerne darauf verzichten und andere Zahlungswege wählen. Ich freue mich jedoch, dass ich Bargeld nutzen und so auch einem Straßenkünstler oder einem bedürftigen Menschen ein paar Münzen in den Hut legen oder einem Handwerker nach Erledigung seines Auftrags ein Trinkgeld geben kann.

      1. @Mika: “Ich freue mich jedoch, dass ich Bargeld nutzen und so auch einem Straßenkünstler oder einem bedürftigen Menschen ein paar Münzen in den Hut legen oder einem Handwerker nach Erledigung seines Auftrags ein Trinkgeld geben kann.”

        Und das können Sie nicht mehr, weil Sie an einigen Parkautomaten nicht mehr mit Bargeld zahlen können? Wo waren eigentlich all die Verfechter der Freiheit des Zahlungswegs, als man vor Corona fast nirgendwo mit Karte zahlen konnte?

      2. Sebastian – Natürlich kann ich das auch dann, wenn ich an Parkautomaten nicht mehr mit Bargeld zahlen kann. Mit meinem Kommentar wollte ich ausdrücken, dass ich weiterhin überall die Wahl haben möchte, wie ich zahle und dass die Barzahlung überall als Option erhalten bleiben sollte. Es gibt ja viele Menschen, die ausschließlich mit der Karte zahlen und gar kein Bargeld nutzen. Das ist deren Entscheidung und völlig in Ordnung. Mit dem Trinkgeld für einen Handwerker oder einer kleinen Spende für Bedürftige wird es dann aber schwierig. Man sollte einfach respektieren, dass es Menschen gibt, die weiterhin gerne mit Bargeld zahlen.

  12. Hoffe die sind nicht alle ohne Schlitz, die neuen Automaten, wie hier am Krankenhaus. Gibt genug Karten, die funktionieren nicht mit Auflegen. Danke das auch die ausgegrenzt werden.

  13. Hat die Stadt hier einfach nur schlecht verhandelt?

    Bei EasyPark zahlt man bei Standardparkvorgängen (< 2-4h) grundsätzlich eine Servicegebühr von 55 Cent. In anderen, teils größeren Städten, ist die Pauschale geringer:

    Bergisch Gladbach 15% (mind. 55 Cent)
    Bielefeld 15% (mind. 35 Cent)
    Darmstadt 12 Cent
    Leverkusen 15% (mind. 49 Cent)
    Mülheim 15% (mind. 35 Cent)
    Ahlen 0 Cent

    Wenn ich die Zahlen richtig in Erinnerung habe, kostete der Dienstleister zum Leeren der Automaten 90.000€. Bei geschätzten Jahreseinnahmen von 500.000€ komme ich grob kalkuliert auf 100.000€ bis 150.000€ für den neuen Dienstleister.
    Aber das kann der Stadt egal sein: Das dürfen nun die Bürger, die die Stadt besuchen wollen/müssen bezahlen. Es gibt zwar auch einen Tarif mit einer Monatspauschale von 3,99€. Aber dafür muss man dann mindestens 6x die App nutzen.
    Wie derzeit üblich werden die Kosten einfach auf die Bürger umverlagert. Da der Stadt ja nun deutlich weniger Kosten entstehen, müsste doch die Parkgebühr entsprechend gesenkt werden, oder?

  14. Fehlt hier der Link?:

    Hinweis der Redaktion: Im Verlauf der Debatte über die neuen Automaten hatten Leser:innen des Bürgerportals ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Apps geteilt, hier können Sie sich informieren.

  15. Bravo Bergisch Gladbach! Ein Schritt näher bei der Digitalisierung. Als nächstes sollte eine App aufgebaut werden in den Anträge und Informationen zu finden sind. Ebenfalls integriert eine Meldeportal für Feedback und auch für das Melden von Falschparker wie es in vielen Städten schon implementiert ist.

    1. Bravo Bergisch Gladbach, ein weiterer Weg wie wir uns selbst abschaffen. Bargeld bewusst auszuschließen – bekloppt
      und die Zukunft nicht im Visier, alle Menschen mitzunehmen.

      Frage: habe ich nicht einen “Rechtsanspruch” mein Zahlungsmittel frei zu wählen?
      Parke ich dann frei, wenn die Bürgerbüros geschlossen haben und
      wird es die ‘Brötchentaste’ weiter geben?

      Digitalisierung und die Stadt GL, Verwaltung, Thema Verkehr, Baustellen “Info”: da war jetzt über Wochen die letzte Aktualisierung von Ende Oktober .. demnach ohne jede Info zu vielen plötzlich gesperrte Strecken .. nun gibt es just seit 5.12. eine Aktualisierung, in welcher wieder nicht alle Sperrungen aufgelistet sind.
      Das sind Probleme die kostenfrei gelöst werden könnten
      als bsp

      1. A propos „alle Menschen mitnehmen“: Kennnen Sie auch nur einen einzigen Menschen, der ein Auto hat, aber keine Bankkkarte?

      2. Apropos
        Drucker
        Komplett unerheblich
        ob ich oder sonst wer ne Bankkarte hat.

        Ich entscheide auf welchem Weg ich mein Geld ausgebe

      3. @ Thorsten: genau das ist ja die Frage –
        darf ich und alle anderen, die aus welchen Gründen auch immer nicht per Karte oder App zahlen möchten, dort nicht mehr parken.
        Ich glaube nicht, dass dies so ist — denn die Stadt, der Staat darf mir nicht meinen Zahlungsweg vorschreiben
        zurück zu Frage 1 von 09:41 Uhr
        ;-)

      4. Die Stadt hat eine Vertragsfreiheit und da am Automaten zu lesen ist, dass nur Karte oder App geht, würde ich sagen, dass mit Ihnen kein Vertrag zustande kommt.
        Aber es steht Ihnen natürlich völlig frei, im Bürgerbüro sich ein Pickerl zu holen.

      5. Mia, es geht eben nicht alles nach Ihren Wünschen. Da werden Beträge für alle Bürger eingespart, das geht vor. Leben Sie damit.

        @all: „Pickerl“ ist das österreichische Wort für Aufkleber. Weiß der Himmel, wer das mit Parkgutscheinen in Zusammenhang gebracht hat – es muss jedenfalls in einer schwachen Stunde gewesen sein.

      6. Drucker, zum einen: “Spiegel” – gell :-)
        da dürften Sie sich ja bestens auskennen, wieder erkennen oder gar Erkenntnis gewinnen ..”es geht eben nicht alles nach Ihren Wünschen”

        das sagt einer der Hauptakteure in den Kommentarspalten fast jeden Beitrages ..

        zum anderen: was ‘wir’ hier sparen, sei doch sehr in Frage gestellt. s.a. Berechnung in anderen Beiträge/Kommentaren

        und weil’s der selbe Artikel ist – ‘was sparen wir’ nicht alles an den Plänen und noch neuen Untersuchungen, Sachgruppen etc. bzgl. der Stadthäuser und deren Verbleib

      7. Sie haben doch weiterhin die Freiheit, mit Bargeld zu zahlen, eben nur nicht auf jeder Parkmöglichkeit in Bergisch Gladbach. Es gibt die Parkhäuser, schön zentral gelegen, bei denen können Sie immer noch in bar zahlen. Die “Stadt” nimmt Ihnen also nicht die Freiheit zu entscheiden, WIE Sie zahlen wollen, sondern nur die Freiheit, WO Sie zu Ihren persönlichen Bedingungen parken können. Total einfach.