Die FWG hatte mit Grünen und SPD dafür votiert, alle Parkautomaten und damit auch die Barbezahlung an Ort und Stelle abzuschaffen. Jetzt rückt sie davon ab und schlägt einen „Kompromiss“ vor: Es werden neue Automaten angeschafft, die zwar kein Bargeld annehmen, aber mit der EC-Karte bedient werden können. Wer bar bezahlen will, soll die sogenannten Pickerl kaufen. Ein Vorschlag, mit dem die Verwaltung im Ausschuss gescheitert war.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der FWG Bergisch Gladbach

Der Fraktion der Freien Wählergemeinschaft ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger beim Kauf eines Parktickets die Freiheit haben, ihre bevorzugte Zahlungsweise wählen zu können.

Daher werden wir uns in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung dafür einsetzen, zum 1. Januar 2026 neue Parkscheinautomaten anzuschaffen, die sicheres und einfaches, kontaktloses Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte ermöglichen. Damit wird praktisch niemand von der Begleichung der Parkgebühren direkt vor Ort ausgeschlossen.

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Werden die Parkautomaten tatsächlich abgeschafft?

Eigentlich wollte die Stadt Bergisch Gladbach ihre Parkautomaten umrüsten, den Bargeld-Schacht entfernen und eine EC-Karten-Funktion einbauen. Bargeldzahlungen sollten nur über einen Umweg möglich bleiben. Darauf konnte sich der zuständige Ausschuss aber nicht einigen und beschloss, die teuren Automaten gleich ganz abzuschaffen. Wir erklären, wie es dazu kam, was es für die Bürger:innen bedeutet – und warum sich die CDU damit nicht abfindet.

Darüber hinaus werden weiterhin alternativ die Bezahlung per Smartphone („Handy-Parken“) und Bargeld möglich sein. Damit greifen wir die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung aus der vorherigen Ausschusssitzung wieder auf.

Unabhängig davon sehen wir aber grundsätzlich in digitalen Zahlungsweisen die Zukunft. Das bereits seit 2016 in Bergisch Gladbach bestehende Handy-Parken ermöglicht eine kundenfreundliche, minutengenaue Abrechnung und die Möglichkeit, bequem Parkzeiten zu verlängern, wenn sich z.B. die Wartezeit beim Arzt mal wieder hinzieht.

Zur Sache: Der Beschlussvorschlag der Verwaltung

Im Ausschusses für Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung hatte die Verwaltung am 20.5. einen Beschlussvorschlag mit zwei Varianten vorgelegt:

Der Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt, Sicherheit und Ordnung beschließt die Umstellung aller Parkscheinautomaten auf eine kontaktlose Bezahlmöglichkeit per ec/Kreditkarte über eine NFC-Schnittstelle (near field Communication = kontaktlos durch

Anhalten). Das Handyparken wird parallel angeboten.

Alternativ:

Der Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt, Sicherheit und Ordnung beschließt die Umstellung aller Parkscheinautomaten auf eine kontaktlose Bezahlmöglichkeit per ec/Kreditkarte über eine NFC-Schnittstelle (near field Communication = kontaktlos durch Anhalten). Das Handyparken wird parallel angeboten. Zusätzlich zur bargeldlosen Bezahlung können im Vorfeld in den städtischen Bürgerbüros Plus-Tickets erworben und hinter der Windschutzscheibe ausgelegt werden.

Quelle: Ratsinformationssystem

Die CDU hatte sofort deutlich gemacht, dass sie auf eine Bargeldzahlung besteht und Zweifel an der Umsetzbarkeit der Pickerl-Lösung („Plus-Ticket“) hat. Nach langer Debatte hatten Grüne, SPD und FWG dann eine die Abschaffung der Parkautomaten durchgesetzt. (Redaktion)

Vandalismus an und Manipulation von Bargeldautomaten werden unterbunden. Darüber hinaus wird der Stadtsäckel um mindestens 100.000 € jährlich entlastet, da die zeitaufwendige Bargeldentleerung entfällt und die Wartungskosten neuer Automaten wesentlich geringer sein werden. Die Anschaffung neuer Automaten würde sich dadurch bereits nach drei Jahren amortisieren.

Die FWG ist dankbar für die angeregt geführte öffentliche Diskussion und greift gern den Wunsch nach vielfältigen Zahlungsmöglichkeiten auf. 

Neben der bequemen Kartenzahlung vor Ort soll es weiter Möglichkeiten der Bargeldzahlung geben. Dafür werden Tickets zum Verkauf angeboten. Sie sollen an verschiedenen Verkaufsstellen zu erwerben sein.

Hierdurch sehen wir eine Chance, den örtlichen Einzelhandel einzubeziehen, der den Kunden durch Anrechnung von Parkgebühren bei Einkäufen den Innenstadtbesuch attraktiver machen kann. Hier soll die Stadtverwaltung Gespräche mit den örtlichen Einzelhandelsorganisationen aufnehmen.

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  1. Sebastian dies zur Klärung und Richtigstellung:

    1. Ich habe nicht behautet die Mehrheit ist für irgendetwas, sondern die Mehrzahl der Kommentierenden ist für etwas. Und diese Mehrheitsmeinung der Kommentierenden kann manchmal die Augen öffnen.

    2. Parteien dürfen nicht nur streiten sie sollen sogar ihre unterschiedliche Meinungen austragen.

    3. Es bleibt mein Eindruck. dass hier aber teilweise Parteienstreit über die Beschäftigung mit dem Thema geht.

  2. @Redaktion
    Danke für den Link auf den sehr informativen Artikel. Hatte ich tatsächlich nicht gelesen. Vermutlich bei den Kommentaren der LINKEN hängen geblieben.

  3. Es kristallisiert sich bei den Kommentaren immer mehr als Mehrheitsmeinung heraus, Handy- und Kartenzahlung sind die beste Lösung und damit als Bezahlsystem anzustreben. Diese Lösung ist unkompliziert, kostengünstig und lässt keinen zurück. Es wird häufig auf einen möglichen Ausfall der Systeme hingewiesen. Ja, dann ist es so wie heute, Parkscheibe.
    Mein Eindruck ist, es gibt Teilnehmer an der Diskussion die den Parteienstreit über die Sache stellen. Da hilft auch nicht das ständige anfügen einer Erklärung, um einem möglichen „Disclaimer“ vorzubeugen.

    1. Parteien dürfen und sollen streiten. Kommen sie dann zu einer Mehrheit in den zuständigen Gremien, haben diese Entscheidungen eine (deutlich) größere demokratische Legitimation als das, was Wolfgang, Ernst und Hartmut (u.a.) glauben, in einer Kommentarspaltendiskussion als Mehrheitsmeinung erkannt zu haben.

      1. Ich fühle mich angesprochen und versuche herauszufinden, wo sie erkennen, dass ich mir irgendeine größere Legitimation zugesprochen hätte. Ich habe lediglich meine Meinung geändert ohne zu wissen, dass heute laut KStA die Geschäftsleute dieselbe Lösung favorisieren.

      2. Lieber Hartmut Schneider,
        es ging mir allein um den Kommentar von Wolfgang Schultz. Ich finde es befremdlich, aus ein paar Äußerungen in einer Kommentarspalte eine Mehrheitsmeinung abzuleiten und gleichzeitig mit einem Begriff wie “Parteienstreit” demokratische Prozesse abzuwerten. Die Namen Ernst und Hartmut waren die ersten unter dem Kommentar, ich hatte schlicht nach unten gescrollt. Das dabei neben Wolfgang noch weitere Namen erschienen, die vor allem mit anderen Männern eines ähnlichen Alters in Verbindung gebracht werden können, hat mich amüsiert. Ihre Beiträge hier habe ich damit nicht bewerten wollen (oft finde ich Ihre Beiträge differenziert und bedenkenswert).

      3. Soso, Sie finden das also befremdlich. Befremdlich finde ich eher solche Aussagen: “es ging mir allein um den Kommentar von Wolfgang Schultz.”
        Sie meinen eine Personen und verallgemeinern!

        Und dann versuchen Sie auch noch aus dem Namen ein Alter und sonstige Eigenschaften abzuleiten:
        “Das dabei neben Wolfgang noch weitere Namen erschienen, die vor allem mit anderen Männern eines ähnlichen Alters in Verbindung gebracht werden können, hat mich amüsiert.”

        Da wedelt aber auch jemand mit der großen Vorurteilskeule! Was kann ich mir unter einem typischen “Sebastian” vorstellen? Sie sind wahrscheinlich zwischen 35-50, bewohnen mit 2 Kindern und Hund ein Einfamilienhaus am Stadtrand…..

      4. Ja, der Name Sebastian war ein einer relativ eng begrenzten Zeit ein sehr beliebter Vorname, übrigens sowohl in der BRD als auch der DDR. Zumindest Alter und Geschlecht lassen sich relativ gut einschätzen, ebenso bei Wolfgang, Ernst und Hartmut. Alles darüber hinaus sind natürlich Zuschreibungen.

  4. In Köln gibt es 2750 Parkscheinautomaten, die zumindest auf dem Foto recht ähnlich wie bei uns aussehen: https://www.stadt-koeln.de/artikel/03955/index.html

    Vielleicht sollte man mal in Köln nachfragen, wie es dort gehandhabt wird. Dort scheint es ja zu funktionieren!

    Da sollte es doch wohl kein Problem sein 70 Automaten zu bewältigen. Und wie gesagt: Trotz der “hohen” Kosten für die Wartung, Pflege, Leerung, usw. sind Parkgebühren immer noch ein seeehr lukratives Geschäft. Es geht hier lediglich um eine Gewinnmaximierung.

  5. Ich habe es getan.
    Ich habe meine Meinung geändert.
    Zunächst gehörte ich zu den Befürwortern der Bargeldlösung.
    Hier vorgetragene Argumente und Nachdenken bringen mich dazu, die Karten-/Handylösung für die richtige zu halten.
    Der Hauptgedanke ist dabei, dass es möglich sein muss, Menschen etwas zuzumuten. Es gibt nun mal Entwicklungen, auf die der Staat zu reagieren hat durch einschlägige Einschränkungen oder Vorgaben, die subjektiv als übergriffig und störend empfunden werden können. Musterbeispiele dafür sind Sicherheitsgurt, Mülltrennung, Schulpflicht, Waffenschein, Steuererklärung, Zwang zur Einrichtung eines Girokontos, wenn man Zahlungen erhalten möchte usw.

    Die Diskussion dieses Themas zeigt aber auch noch eine andere Ebene. Nach meinem (belegbaren) Eindruck gibt es hier einen Missbrauch der Kommentarfunktion des Bürgerportals. Während sich praktisch alle Diskutanten bemühen, konzentriert und kompakt zu formulieren, sind die Kommentare des Vorsitzenden der LINKEN ausufernd, häufig das Thema verfehlend und vor allem durch gebetsmühlenartige Wiederholungen geprägt. Die Länge dieser Kommentare liegt meistens bei 3000 bis 5000 Zeichen, während die meisten Teilehmerinnen und Teilnehmer deutlich unter 1000 Zeichen bleiben. In Kommentaren werden die von mir genannten Vorwürfe häufig beklagt. Die zeitliche Begrenzung von Redebeiträgen oder die Vorgaben für schreibende Journalistinnen und Journalisten sind selbstverständlich und werden nicht hinterfragt.

    Ich schlage der Redaktion eine Begrenzung der Kommentarlänge vor, die sich um die 1200 bis 1500 Zeichen bewegen und großzügig ausgelegt werden sollte. Niemand wäre benachteiligt und es würde der lebendigen Diskussion dienen.

    Um einen Eindruck zu vermitteln: Dieser Text ist 1827 Zeichen lang, besteht aber auch aus zwei thematisch unabhängigen Kommentaren.

    1. Eine alternative Möglichkeit, mit der Karte zu zahlen, macht die Sache auch aus meiner Sicht völlig praktikabel, zumal der Geldverkehr darüber in ausreichendem Maß auch hinsichtlich der Datensparsamkeit reguliert ist. Das Smartphone alleine hätte für zu viele Bürger die Teilhabe eingeschränkt (ich halte jedenfalls ca. 5% quer durch alle Altersgruppen für zu viele).

      Was die nichtendenwollenden Traktate des erwähnten Herrn betrifft, haben Sie meine volle Zustimmung.

  6. Sehr geehrter Herr Santillan,
    Sie machen erstaunlich viele Worte ohne zu der wichtigen Diskussion irgendwelche sachdienlichen Informationen beizusteuern. Investieren Sie doch mal etwas mehr Ihrer wertvollen Zeit ins Studium der zugehörigen Dokumente im Ratsinformationssystem. Dort finden Sie in den Beschlußvorlagen die publizierten Zahlen. Bemerkenswert ist, daß Sie dieses intensiv diskutierte Thema, welches einen Großteil unserer Bürgerinnen und Bürger betrifft und bewegt, als “Randthema” abtun. Wir haben die Botschaft verstanden, stehen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürger und sind einsichtig genug, unsere Position zu revidieren, wenn dies mehrheitlich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ist.
    Sofern Sie Sachinformationen zu Beschlußvorlagen vermissen, wenden Sie sich bitte an den zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung (oder sind Ihre an uns gerichteten Fragen rein rhetorischer Natur?).
    Sie werfen uns Stückwerk und Aktionismus vor. Das entbehrt jeder Grundlage, und ist darüber hinaus vor allem anmaßend angesichts der Tatsache, daß Sie selber keine konstruktiven Beiträge in der Sache leisten. Überdies versuchen Sie Bezüge herzustellen, die nicht existent sind.
    Ich danke Ihnen diesbezüglich für Ihre Auskunft, daß Sie (als Vorsitzender der Linken) beabsichtigen, die Parkgebühren in Bergisch Gladbach verdreifachen zu wollen. Denn das ist mindestens erforderlich, um 3 Millionen Euro Mehreinnahmen zu erzielen.
    Wir würden es übrigens sehr begrüßen, wenn Sie uns Ihre ganz persönlichen Ansichten direkt und persönlich mitteilen würden, bevor wir stets erst in der hiesigen Presse davon erfahren. Die vielfältigen Kommunikationswege sind Ihnen ja bekannt. Vielleicht kann man dadurch zahlreiche “Mißverständnisse” vermeiden.

    1. Sehr geehrter Herr Laschet,

      Sie werfen mir vor und behaupten, das ich Thema als „Randthema“ abtue. Dabei scheint Ihnen entgangen zu sein, dass ich mich seit geraumer Zeit intensiv und kontinuierlich mit dem betreffenden Themenkomplex auseinandersetze – wie auch andere längst zur Kenntnis genommen haben.

      Insofern bitte ich um Verständnis, dass mich der unverschämter Ton und die persönliche Schärfe Ihrer Kritik nicht nur irritieren, sondern in meiner Einschätzung bestärken: Die FWG verhält sich in dieser Frage sichtbar opportunistisch und verwechselt tagespolitisches Taktieren mit bürgernaher, konstruktiver und finanzpolitisch sinnvoller Kommunalpolitik.

      Ihr sehr überheblich formuliertes Angebot zu einem persönlichen Gespräch nehme ich zur Kenntnis – und lehne es nicht grundsätzlich ab. Wenn Ihnen der Austausch wirklich wichtig ist, liegt es jedoch an Ihnen, den Kontakt herzustellen. Meine Telefonnummer finden Sie durch einen Klick auf meinen Namen zu Beginn dieses Kommentars.

      Mit verbindlicher Empfehlung
      Tomás M. Santillán

      Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

  7. Wenn die Stadt Bergisch Gladbach mein Bargeld nicht mehr möchte und ich sowieso digital bezahlen muss, dann werde ich meine Einkäufe zukünftig online tätigen.

    1. “Wenn die Stadt …… dann werde ich”
      Oh, kleiner Erpressungsversuch?
      Na ja, immerhin wissen Sie Sich zu helfen.

    2. Aha, Sie kaufen also demnächst die Frühstücksbrötchen samt Aufschnitt online, dazu gleich eine Tageszeitung und am Muttertag spontan einen Strauß Blumen? Bargeld ist kein Selbstzweck, da muss man auch nicht gegen Windmühlen kämpfen oder seine eigene kleine Protestaktion mit Selbstbestrafung anzetteln. Das erinnert doch sehr an das Zitat „Geschieht meinem Vater recht, dass ich mich in den Finger geschnitten habe!“

      Eine Bezahlmöglichkeit ohne Smartphonezwang ist sinnvoll für die Teilhabe aller, aber das kann auch die Girocard sein.

    3. sehr richtig – wenn nicht im Handel in GL

      auch mein erster Gedanke:
      ich muss mein Bargeld nicht in GL Zentrum ausgeben
      es gibt andere Veedel, Nachbargemeinden, Dörfer, sogar Städte
      es gibt Supermärkte mit Parkplatz, Frischetheke, Bäckerei
      er gibt Stadtteile mit Apotheke, Bäckerei, Floristin, selten noch mit Metzgerei, Fachhandel

      wenn der Verkäufer entscheidet welches Zahlungsmittel ‘ich zu wählen habe’, sogar beim parken
      dann entscheide ich wo ich einkaufe, bzw. eben nicht einkaufe
      ganz einfach

      (lassen wir U. u D. die Dauerkommentatoren, andere Kommentare kommentieren, bewerten, sowie Hr. Santiiiiillllannn seine hängende Platte abspielen)

      wissen wir doch: noch haben wir Entscheidungsfreiheit – noch haben wir die Wahl
      (auch wenn vmtl. noch sehr viel mehr im Argen liegt als viele (hier) und wir selber wahr haben wollen und uns vorzustellen vermögen)

      nutzt doch eure Girokarten, Kreditkarten, HandyApps, online Banken, online Bezahlsysteme, Datenfreigaben – könnt ihr doch alle machen, NUR die die nicht wollen, die müssen euch nicht gleichziehen

      wir sind viele, wir haben Stimme

      1. Nein Mia, das ist nicht richtig. Das aufrechterhalten des Zustandes, dass mit Bargeld bezahlt werden kann, wird spätestens mit den neuen Automaten unwirtschaftlich. Der “Pickerle” ist doch nur kurzfristige Augenwischerei und eine Beruhigungspille für die ganzen Bargeldfanatiker.

        Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird es für Geschäfts günstiger, auf das Bargeld zu verzichten als die mit Bargeld verbundenen Kosten zu tragen.

      2. Wobei die mit Bargeld verbundenen Kosten definitiv keine unvermeidlichen Kosten sind, sondern der (erfolgreiche) Versuch vieler Banken und Sparkassen, sich eine von Zinshöhen unabhängige Einkommensquelle auszudenken. Bis vor gar nicht so vielen Jahren spielte das keine Rolle, dann kam die Niedrigzinsphase und die Banken begannen die Hand für etwas aufzuhalten, was bisher durch die Kontogebühren abgedeckt war (die man natürlich ebenfalls gerne anhebt).

        Begründet wird das mit den zusätzlichen Handgriffen und Protokollpflichten, die das Kassenpersonal in der Bamk bei Annahme und Ausgabe von Bargeld ausführen muss. Aber geben Sie mal Münzen, fertig in Münzrollen, z.B. bei der Postbank ab. Da wird für jede Rolle von 1- bis 20-Cent-Münzen eine Gebühr von 30 Cent genommen. Gibt man aber Rollen mit Münzen von 50 Cent bis 2 Euro ab, dann kostet das plötzlich jeweils 1 Euro Gebühr – für dieselbe Arbeit. Kein Wunder, dass Geschäftsleute sich da ausgenommen fühlen und über Bargeldkosten klagen, während der für sie zuständige Sparkassenfilialleiter für seinen höheren Umsatz einen schönen neuen Dienstwagen hingestellt bekommt.

        Da fällt einem doch gleich Bertolt Brecht ein: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ – oder an anderer Stelle: „Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.“

      3. @Christian Lesnik: Wieso nennen Sie die Menschen, die nicht alles -wie auch immer- bargeldlos zahlen wollen, “Bargeldfanatiker” und stellen sie damit in die negative Ecke, im Gegensatz zu den angeblich so “modernen” Menschen ohne Bargeld? Mich stört hier die Schwarz-Weiß-Einteilung sehr.
        Ich bin kein Fanatiker, halte aber viel von Datenschutz und vor allem Datensparsamkeit.

      4. Lieber Herr Donner,
        wenn Sie sich davon angegriefen fühlen, dann tut es mir leid. Jedoch sollten Sie sich bewusst sein, dass der Pickerle nur Augenwischerei ist und es früher oder später, nur noch per EC-Karte, Kreditkarte oder Handy die Möglichkeit geben wird, ein Parkticket zu lösen. Genauso wie früher oder später die Geschäfte das Thema Bargeld aufgeben werden, weil es sich nicht rentiert.
        Herr Drucker hat durchaus Recht, wenn die Banken immer kreativer werden, Bankgebühren zu erheben. Jedoch müsste der Einzelhändler heute erstmal eine Bank finden, wo er ohne weiteres, sein Bargeld einzahlen kann. Als Alternative gäbe es noch die Dienstleister, die werden aber auch nicht günstiger.

      5. Es gibt durchaus eine Bank, die kostenlos Münzgeld annimmt. Die ist aber auch keine echte Lösung, denn es ist die Bundesbank und deren nächste Filiale liegt in der Kölner Innenstadt. Außerdem braucht man dafür einen Termin und hat anschließend statt der Münzen ein Bündel Scheine in der Hand – ein gewisser Fortschritt, aber nicht das eigentliche Ziel.

        Übrigens nehme ich an, dass Herr Donner vor allem das Wort „Fanatiker“ unzutreffend fand, da es irrationales Handeln unterstellt, das keiner Überlegung, sondern allein einer Überzeugung folgt.

    4. @Karl Vogt
      Dann aber auch nie in Norwegen Urlaub machen.
      Ich habe mal versucht in einem kleinen Kiosk im Nirgendwo eine Art Zimtschnecke von ca 0,90 € in bar zu zahlen.
      Ich wurde angesehen als hätte ich ein unmoralisches Angebot gemacht.

      Meine 50€ die ich auf der Fähre in NOK eingetauscht hatte, habe ich komplett nach 4 Wochen wieder mit nach Hause genommen. Die wollte keiner haben.

      Parkplätze nur via App oder Karte.
      Für die Straßen Maut habe ich meine Karte bei Epass24 hinterlegt. Rechnung kommt automatisch.

      Fähren ohne Wartezeit. Kennzeichen gescannt und ein Stück weiter wurden bereits im Vorbeifahren die Bordkarten ausgeteilt.

      Überfälle auf Supermärkte, Tankstellen zwecklos.
      Gibt kein Bargeld was man klauen könnte .

      Man gewöhnt sich dran.

      Hat Vor- aber auch Nachteile.

      Die Norweger planen aber wohl auch wieder teilweise das Bargeld einzuführen. Bei einer Attacke auf die Digitale Infrastruktur nützt die beste Karte nix.

  8. @Martin Freitag “stellvertreter Fraktionsvorsitzender der FWG im Stadtrat)

    Ihre sehr einseitige Sichtweise ist zunehmend unbefriedigend. Der Fokus liegt ausschließlich auf den Anschaffungskosten der Parkautomaten, während das größere Bild und die langfristigen Auswirkungen kaum berücksichtigt werden.
    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich lehne Ihren Vorschlag nicht grundsätzlich ab. Allerdings weichen Sie dem eigentlichen Kernproblem der Parkraumbewirtschaftung aus und präsentieren Lösungen, die in ihrer praktischen Umsetzung viele Menschen ausschließen würden – und auch ausschließen werden.
    Was fehlt, ist eine fundierte betriebswirtschaftliche Betrachtung, die endlich auch die Höhe der Parkgebühren in den Blick nimmt. Würde man diese Perspektive einnehmen, wären die Anschaffungskosten der Parkautomaten plötzlich deutlich weniger relevant – denn tatsächlich verursacht jeder Parkplatz in Bergisch Gladbach Kosten, die weit über den Einnahmen liegen, die die Stadt derzeit damit erzielt. Und genau dieses Defizit fehlt dann an anderer Stelle: in Schulen, Kitas, Jugendzentren, im sozialen Bereich oder beim Klimaschutz.

    Statt diese strukturelle Schieflage ehrlich zu benennen und Lösungen zu entwickeln, die langfristig tragfähig und sozial ausgewogen sind, konzentrieren Sie sich auf technische Detailfragen – ob Automaten künftig Münzen oder EC-Karten akzeptieren. Das greift viel zu kurz.

    In einer Stadt, in der es an allen Ecken und Enden an Geld fehlt, können wir es uns schlicht nicht leisten, solche grundlegenden Fragen zu vertagen, sie wie die FWG das immer wieder tut. Sie sagen sogar: „Diese Frage steht nicht an“, wirkt in diesem Kontext mehr als unangebracht, denn diese Gebührenerhöhung steht seit 25 Jahren an. So alt sind diese Gebühren, denn sie stammen noch aus dem letzten Jahrtausend. Sie aber sagen: „…. steht nicht an!“ WOW, … Die Autolobby hat ganze Arbeit geleistet!

    Es geht hier nicht um Randthemen, sondern um wirksame finanzpolitische und klimapolitische Entscheidungen. Ich halte es für dringend erforderlich, diese ehrlich und offen zu diskutieren – denn eine Anpassung der Parkgebühren kann der Stadt bereits im ersten Jahr mehr als 3 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bringen.

    Dann müssten wir nicht mehr so erbittert über die Kosten der Münzentleerung streiten – egal, ob diese nun bei 90.000 oder 150.000 Euro jährlich liegen. Denn auch dazu kursieren unterschiedliche Angaben, was den Eindruck verstärkt, dass hier mit unvollständigen oder interessengeleiteten Zahlen gearbeitet wird.
    Selbst wenn man sich auf die reinen Gerätepreise konzentrieren möchte, bleiben zahlreiche Fragen offen:

    1. Wie kommen Sie auf die genannten Preise? Wenn Sie so konkrete Zahlen nennen, wäre es hilfreich, mehr Details zu den Quellen zu erfahren. Woher stammen die Preisangaben? Gibt es Ausschreibungen, konkrete Angebote oder belastbare Berechnungen? Bürgernähe bedeutet aus unserer Sicht auch Transparenz bei solchen Fragen. Oder kaufen Sie diese Geräte bei TEMU oder ALIEXPRESS?

    2. Was ist mit den Betriebskosten? Sie gehen nicht auf Wartung, Reparatur oder die Lebensdauer der Automaten ein. Für diese Leistungen braucht die Stadt einen zuverlässigen Dienstleister – wer soll das sein? Nach bisherigem Stand gibt es keinen Anbieter, der mit der Stadt zusammenarbeiten möchte. Hinzu kommen Verwaltungsaufwand und Kosten im Rechnungswesen. Diese sogenannten „Lebenszykluskosten“ müssen bei der Vergabe berücksichtigt werden.

    Mit Ihrem Vorschlag zu EC-Automaten könnten die Betriebskosten vielleicht um 50.000 Euro gesenkt werden. Im Verhältnis zu den heutigen geringen Einnahmen scheint das viel – aber tatsächlich wären deutlich höhere Einnahmen möglich, wenn man die Gebühren entsprechend anpassen würde.

    3. Wie lange halten die Automaten? Auch diese Information fehlt. Die Lebensdauer spielt aber eine zentrale Rolle bei der Bewertung der Investition.

    4. Was kostet die Installation? Dazu gehören Handwerkerleistungen, Aufstellung und Inbetriebnahme. Auch hierzu fehlen Zahlen – oder stellt die FWG das der Stadt ehrenamtlich zur Verfügung?

    Was Sie völlig ausklammern, ist das strukturelle Problem: Die Verwaltung hat es offenbar versäumt, verlässliche Rahmenbedingungen für Anbieter im Bereich Parkraumbewirtschaftung zu schaffen. Das führt dazu, dass sich derzeit keine Dienstleister bereit erklären, mit der Stadt zu kooperieren. Hier wäre eine sachliche Aufarbeitung notwendig. Was genau ist passiert? Warum gelingt es anderen Städten, Anbieter zu finden – und Bergisch Gladbach nicht? Liegt das vielleicht an der eigenwilligen Amtsführung des zuständigen Fachbereichs für öffentliche Flächen?

    Außerdem scheint Ihnen nicht bewusst zu sein, dass mit Ihrem Vorschlag auch neue Bezahlwege eingeführt würden, die bislang nicht existieren – und damit selbstverständlich zusätzliche Kosten verursachen. Das gilt insbesondere für die sogenannten „Pickerl“, die Sie befürworten.

    Bis heute liegt jedoch kein durchdachtes und umsetzbares Konzept dazu vor. Es gibt keinen konkreten Vertriebspartner, und es ist unklar, wie die Bürger:innen an diese Pickerl kommen sollen – zumal viele Bürgerbüros schwer erreichbar oder gar nicht mehr vorhanden sind. Diese praktischen Fragen müssen beantwortet werden – doch Sie scheinen sich diesen Herausforderungen zu entziehen.

    Wir erleben hier erneut einen klassischen Fall von aktionistischem Stückwerk, statt einer fundierten, integrierten Lösung, die alle relevanten Akteure einbezieht und tragfähig umgesetzt werden kann.

    Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FWG sind Sie sicher informiert. Dennoch behaupten Sie, das Thema Parkgebühren stehe nicht an. Dabei lag bereits 2021 ein Antrag zur Anpassung der Parkgebühren dem Stadtrat vor. Dieser wurde nicht weiterverfolgt – unter anderem auch, weil Ihre Fraktion, die FWG, ihn abgelehnt hat. Also bitte keine Mröchen von „…. das steht nicht an!“
    Damals stand offenbar die Rücksicht auf die Autofahrerlobby über den langfristigen Interessen der Stadt. Das Ergebnis sind heute hohe Ausgaben für Parkplätze, während wichtige Investitionen in Bildung, Soziales, Jugend, Kinder und Klimaschutz ausbleiben. Auch daran war Ihre Fraktion aktiv beteiligt.


    Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

  9. #Herr Santillan,
    Danke für die lange Erklärung und nur eine kurze Rückmeldung von mir:
    Die FWG hat sich zur Frage der Gebühren nicht geäußert. Diese Frage stand noch nicht an. Bitte diesbezüglich keine Vermutungen äußern.
    Die 54 Automaten kosten 265000 EUR. Die Dienstleistung Bargeldsammeln kostet 90000 EUR/Jahr. Die bargeldlosen Automaten amortisieren sich also relativ schnell.

    1. Heinweis: Martin Freitag ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FWG im Stadtrat.

      Hat sie Redaktion wohl übersehen

  10. Lieber @Martin Freitag

    Danke für die Info, aber das “WOW” bleibt! Ich staune immer noch: In ganz Deutschland gibt es funktionierende Münzautomaten – doch ausgerechnet in Bergisch Gladbach scheint das nicht möglich zu sein? Weder eine eigene Lösung durch die Stadtverwaltung noch ein externer Dienstleister konnten bisher dauerhaft gefunden werden, so argumentieren zumindest die GRÜNEN. Das wirft Fragen auf, denn bei anderen Automatentypen scheint das kein Problem zu sein, wie ich hier lese.

    Laut früheren Informationen war das Verhältnis zum bisherigen Anbieter zerrüttet – offenbar wegen eines verlorenen Schlüssels und den Kosten für neue Schlösser. Doch hätte es dafür nicht eine pragmatische Lösung geben können, etwa durch neue vertragliche Regelungen oder eine Versicherung und höheres Angebot?

    Auch stellt sich die Frage, warum sich kein anderer Dienstleister findet. Liegt es vielleicht an den Bedingungen der Ausschreibung? War diese zu eng gefasst oder wirtschaftlich für Anbieter unattraktiv? Oder gibt es womöglich Absprachen unter den Anbietern oder gar ein De-facto-Monopol oder ein Kardel? Warum geht das woanders? Spiet dabei das Dogma für geringe Parkgebühren eine Rolle?

    Bei all dem bleibt ein ungutes Gefühl zurück. Es stellt sich die berechtigte Frage, ob die Schwierigkeiten auch mit der Stadtverwaltung bzw. dem zuständigen Fachbereich für öffentliche Flächen zusammenhängen könnten. Hier wäre etwas mehr Transparenz wünschenswert, denn tatsächlich war ja die vergebliche Suche nach einem Dienstleister der Anlaß. Dem wurden dann die hohen Kosten der Automatenbetreuung hinzugefügt, die ja bei ca. 150.000 € pro Jahr liegen. Wieviel kosten denn die neuen Automaten, die jetzt die FWG vorschlägt oder sind die kostenlos? Wer stellt die auf, wer repariert die und was kostet das am Ende den Steuerzahler ….

    “WOW” bleibt – auch beim Blick auf die Zahlen!

    Ein neuer Parkscheinautomat kostet schätzungsweise zwischen 7.500 und 15.000 Euro pro Stück. Bei rund 70 städtischen Automaten sprechen wir also von einer möglichen Investition zwischen rund 530.00 und 1 Mio Euro – ohne laufende Betriebs- und Wartungskosten. Diese werden aber selbstverständlich anfallen.
    Hinzu kommt der Aufwand für die handwerklichen und baulichen Installation an den jeweiligen Standorten. Auch hier entstehen zusätzliche Kosten, deren Höhe zumindest für mich schwer zu beziffern ist – der städtische Kämmerer dürfte sie allerdings beziffern können, wenn er tatsächlich Transparenz wollte. …

    Da sich alle Ratsfraktionen gegen eine Erhöhung der Parkgebühren ausgesprochen haben, wird sich an den Einnahmen kaum etwas ändern. Die Lebensdauer solcher Geräte liegt üblicherweise im Mittel etwa bei 12,5 Jahre. Selbst ohne Berücksichtigung von Umbaukosten, Reparaturen, Updates oder Wartungskosten würden damit sicherlich jährliche Kosten von etwa 40.000 bis 80.000 Euro ergeben, wenn die Investitionskosten auf 12,5 Jahre verteilt würden. Angesichts realistischer Instandhaltungs- und Betriebskosten ist dieser Ansatz jedoch zu optimistisch, denn andere laufenden Kosten kommen hinzu! Wahrscheinlicher ist, dass sich – wie schon in der Vergangenheit – 8 bis 12 % der Jahreseinnahmen von rund 1,5 Mio. Euro allein für die Automatenkosten aufwenden lassen müssen, solange es bei der jetzigen Gebührenstruktur bleiben sollte. Auch das verdient ein erneutes „WOW“, denn auch das erhält den Status Quo, so wie es die FWG ja auch will und kräftig zurückrudert.

    Wichtig ist dabei: Diese Rechnung bezieht sich ausschließlich auf die Automaten selbst. Weitere Kosten für den Aufbau, Umbau, Wartung, Betrieb des Parkraums – etwa Reinigung, Markierungen, Beleuchtung, Beschilderung, Bewachung, bauliche Maßnahmen, Zufahrt, Ampeln, Verwaltung, Abrechnung, Personalkosten und Technik – sind darin nicht enthalten, fließen aber ebenfalls in den städtischen Haushalt ein.

    Auch der Vorschlag der FWG zielt auf den Erhalt der jetzigen Kostenstruktur und weiterhin niedrige Parkgebühren und Subventionen für klimaschädlichen Autoverkehr. Damit würde der städtische Haushalt weiterhin durch ein defizitäres Parkraummanagement belastet und den Kostenanteil der Wartung und Betreuung der Automaten weiterhin bei 10-12% der Einnahmen bleiben. Wirtschaftlich gewonnen hätte die Stadt durch eine NUR-EC-Kartenlösung ohne Münzen nichts. Allerdings würde es etwas kundenfreundlicher werden und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen weniger benachteiligen.

    Ob die Kombination aus EC-Karten-Automaten + “Pickerllösung” wirklich umsetzbar ist und/oder am Ende sogar noch mehr Kosten erzeugt, müssten genauer geprüft werden. Bisher gibt es keine nachvollziehbare Vertiebsstruktur für die Pickerln, denn es gibt keine Händler:innen, die das verkaufen willen und die es fehlt eine Kostenaufstellung der Verwaltung für das Rechnungswesen und Vertrieb bei “Pickerl”, … Die Öffnungsteiten der Bürgerbüros, die auch nicht in allen Stadtteilen verfügbar sind decken die Zeiten der Parkgebührnepflicht nicht ab. Es bleiben viele Fragen offen, die die Verwaltung, die SPD, GRÜNEN und jetzt die FWG endlich mal erklären sollte.

    Mit höhere Gebühren und damit auch höheren Einnahmen durch eine angemessen und betriebswirtschaftliche und kaufmännische Kalkulation dringend für andere Aufgaben einsetzen: zum Beispiel für Sanierung Jugendzentrum, Kitas, Schulsanierungen oder den Klimaschutz. Das würde auch den Kostenanteil an den Einahmen für die Automaten auf unter 5% senken können.

    Eine kaufmännische, fachliche und längst überfällige Anpassung der Parkgebühren würde nicht nur den Betriebskostenanteil deutlich senken und dann auch nach 25 Jahren auch mal decken, sondern auch Raum für sinnvolle Investitionen schaffen – für die Menschen in unserer Stadt.


    Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

  11. # Herr Santillan,
    Kleine Korrektur: Der Dienstleister, der gekündigt hat und nicht weitermachen möchte, hat sich ausschließlich um die Leerung der Automaten gekümmert. Da die neuen Automaten ohne Bargeld funktionieren ist dies kein Problem.
    WOW zurück.

    _____________
    Hinweis der Redaktion: Martin Freitag ist Ratsmitglied für die FWG

    1. Heinweis: Martin Freitag ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FWG im Stadtrat.

      Hat sie Redaktion wohl übersehen

  12. Die FWG zeigt mit ihrem Antrag, dass es ihr offenbar nicht um eine klimagerechte und wirtschaftlich sinnvolle Anpassung der derzeit viel zu niedrigen Parkgebühren geht.

    Dabei wären angemessene Gebühren für parkende Autos ein wichtiger Schritt hin zu einer klimaneutralen Verkehrswende und zur realistischen Abbildung der tatsächlichen Kosten, die der ruhende Verkehr dem städtischen Haushalt verursacht. Stattdessen sollen die Allgemeinheit und damit wir Bürgerinnen und Bürger weiterhin die versteckten Kosten für parkende Autos und deren CO₂-Ausstoß mittragen.

    So bleibt der motorisierte Individualverkehr faktisch gefördert – auf Kosten des Klimas und der städtischen Finanzen. Es entsteht der Eindruck, dass die klimafeindliche Autolobby auch im Stadtrat parteiübergreifend einflussreich vertreten ist, die haben es geschafft, dass die Parkgebühren seit 25 Jahren unverändert niedrig geblieben sind während alles andere (auch die Parkraumbewirtschaftung) im gleichen Zeitraum um mindestens 60% teurer geworden ist.. Die Bürger:innen bezahlen ja weiter, . . auch die ohne Auto…

    P.S.: Und wo kommt denn plötzlich der Dienstleister her, der angeblich doch in der Lage ist, Parkautomaten für die Stadt Bergisch Gladbach zu betreiben – nachdem zuvor genau das als unlösbares Problem dargestellt wurde? So schnell ändern sich die Dinge. WOW!


    Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

  13. Darf man mal ganz höflich fragen?

    Die Stadtverwaltung sowie die GRÜNE-Ratsfraktion haben sich offenbar in die Komfortzone des „Es gibt halt niemanden mehr“-Arguments zurückgezogen. Nach Aussage der Grünen sei kein Dienstleister auf dem gesamten weiten Feld der Bundesrepublik mehr bereit, Parkautomaten in Bergisch Gladbach zu warten. Was für ein hartes Schicksal für eine Stadt, denn in allen anderen Städten scheint es die noch zu geben.

    Die FWG sagt in diesem Statement dazu auch nichts – eine beachtliche Kommunikationsstrategie, die leider den Eindruck erweckt: Entweder stimmt etwas nicht mit den Aussagen von Verwaltung und GRÜNEN und SPD– oder alle haben sich kollektiv ergeben.

    Die GRÜNEN erklären die Situation kurzerhand für „alternativlos“ – was politisch bekanntlich immer dann gesagt wird, wenn einem entweder die Argumente ausgehen oder man hofft, dass niemand genauer nachfragt.

    Darum nun doch eine kleine Nachfrage, ganz höflich, aber bestimmt: Gibt es da draußen vielleicht doch noch Dienstleister, die Parkautomaten warten – vielleicht sogar ganz ohne Zauberstab oder Wunderheilmittel?

    Wir alle, die die Kommentare verfolgen, freuen uns auf eine ehrliche Antwort in dieser hitzig geführten Debatte, bei der manchmal mehr Dampf gemacht wird als ein Parkautomat bei Stromausfall. Pffffffffhhhhhh!

  14. Die Überschrift ist irreführend. Es geht nicht um die Parkgebühren, sondern um den Austausch der Parkscheinautomaten. Vielleicht kann die Redaktion dies korrigieren.

    1. Dank für den Hinweis, der Titel war in der Tat falsch, wir haben es korrigiert.