Künftig wird es wieder gelbe Tonnen in Bergisch Gladbach geben. Symbolfoto: Pixabay

Das neue Jahr bringt Neuerungen beim Müll: Künftig wird es auch in Bergisch Gladbach flächendeckend (wieder) gelbe Tonnen statt der Säcke für Plastikverpackungen geben. Die 240-Liter-Behälter werden ab Mai zur Verfügung gestellt. Damit setzt die Stadt einen politischen Beschluss um, der schon ein paar Jahre alt ist.

Im neuen Jahr kommt die gelbe Tonne flächendeckend (zurück) nach Bergisch Gladbach. Ein Informationsschreiben dazu haben die Bürger:innen zusammen mit dem Abfallkalender für das Jahr 2026 in diesen Tagen erhalten. Bis die gelbe Tonne tatsächlich eingeführt wird, dauert es allerdings noch einige Zeit.

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Diejenigen, die bislang ihre Leichtverpackungen über den gelben Sack entsorgen, erhalten zwischen Mai und Ende Oktober eine gelbe Tonne, teilt die Entsorgungsfirma Neuenhaus in dem Schreiben mit. Die Anzahl der gelieferten Tonnen pro Haushalt richtet sich nach der Anzahl der blauen Altpapiertonnen. Je Haushalt sind maximal drei Tonnen à 240 Liter vorgesehen. 

Aktualisierung 19.12.2025: Die Stadtverwaltung hat weitere Informationen zur Wiedereinführung der Gelben Tonne geliefert. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen:

  • Die Rückkehr zur Gelben Tonne geht auf einen Antrag der CDU aus dem Dezember 2019 zurück, den der Fachausschuss einstimmig beschlossen hatte. Damit war der Verwaltung aufgetragen worden, mit dem zuständigen Dualen System Verhandlungen aufzunehmen und möglichst eine Wahlfreiheit (Sack oder Tonne) zu erreichen. Ein Mischsystem war aber nicht möglich.
  • Für diese Entscheidung habe eine Reihe von Argumenten gesprochen: besseres Stadtbild, Schutz vor Witterung und Tieren, einheitliches System, weniger Müll im Straßenraum, effizientere Sammlung, Reduzierung von Plastikmüll durch Verzicht auf Säcke.
  • Der Platzbedarf bei den Nutzern ist bei Tonnen und Säcken ähnlich groß.
  • Grundsätzlich sind auch für 1-Personen-Haushalte die großen 240-L-Tonnen vorgesehen; aber für Hausgemeinschaften sind auch 1.100-L-Container buchbar.
  • Eigentümer / Hausgemeinschaften / Verwalter können bei Neuenhaus Mehr- und auch Minderbedarf beantragen – und mit dem Entsorger individuell Lösungen pragmatisch vereinbaren. Kontakt per Mail
  • Last but not least: Je sauberer getrennt oder vermieden wird, desto weniger Volumen wird benötigt.

Eigentümer:innen oder Hausverwaltungen können bei der Firma Neuenhaus einen höheren oder niedrigeren Bedarf anmelden – bis spätestens 31. März 2026 (unter der Angabe von Adresse, Telefonnummer, Personenanzahl im Haushalt, Änderungswunsch und Anzahl der gewünschten Tonnen) per E-Mail: gelbe-tonne@neuenhaus.com.

Leerung der gelben Tonne ab 1. Oktober

Die Leerung der neuen Tonne startet erst ab dem 1. Oktober 2026. Alle neu gelieferten Behälter sind mit einem Identifizierungschip ausgestattet, der erst zu diesem Zeitpunkt aktiviert wird. 

In der Übergangszeit vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 können die Bürger:innen sowohl die gelben Säcke als auch die neuen gelben Tonnen nutzen. Ab dem 1. Februar 2027 nehmen die Mitarbeitenden des Entsorgungsunternehmens keine gelben Säcke mehr mit.

Was gehört in den gelben Sack und die Gelbe Tonne ?

Verpackungen aus Aluminium, Weißblech, Verbunden und Kunststoffen – die sogenannten Leichtverpackungen – gehören in den gelben Wertstoffsack oder in die gelbe Wertstofftonne.

Die verschiedenen Materialien werden zusammen in einem Sack bzw. einer Tonne gesammelt. Anschließend werden sie, u.a. in der Sortieranlage der Firma Remondis in Troisdorf, nachsortiert.

Um alle Stoffe recyceln zu können, sollten einzelnen Verpackungsmaterialien wie Aluminium und Kunststoff getrennt werden, wie bei Joghurtbechern. (Quelle: Abfallwirtschaftsberieb Bergisch Gladbach)

Für diejenigen, die bereits eine registrierte Tonne mit einem gültigen Siegel der Stadt nutzen, ändert sich nichts. Die Tonne wird weiterhin wie gewohnt geleert.

Bei Fragen ist das Unternehmen telefonisch unter der Servicenummer 0800/ 8889060 montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

Vor vielen Jahren gab es die gelbe Tonne bereits in Bergisch Gladbach, Anfang der 2000er Jahre kam der gelbe Sack hinzu. Seitdem gibt es beide Entsorgungsarten parallel, neue Tonnen wurden aber nicht mehr ausgegeben.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Ein Problem der gelben Tonnen könnte sein, dass dort mehr Abfälle landen, die nicht darein gehören. Schwerere Abfälle konnten in den gelben Säcken nicht “versteckt” werden. Wer bezahlt die Kosten der Sortierung und Entsorgung der falschen Abfälle?

    1. Kommt darauf an, welche Art von falschen Abfällen darin landen. Wenn die Abfälle mit Verpackungen materialgleich sind (und wenn der Entsorger tatsächlich wiederverwertet), dann macht das überhaupts nichts. In einer ganzen Reihe von Kommunen gibt es deshalb statt der gelben Verpackungsmülltonnen sogenannte Wertstofftonnen, in denen Verpackungen zusammen mit stoffgleichen anderen Abfällen gesammelt werden.

      Sofern die Verpackungen nicht „thermisch verwertet“ werden, müssen sie sowieso sortiert werden, denn man kann z.B. verschiedene Kunststoffe (PE, PP, ABS, PVC, PU etc. pp) nicht im Sinne einer Kreislaufwirtschaft gemeinsam recyceln, sondern nur noch zu minderwertigen Produkten downcyceln, wenn überhaupt. Auch müssen Metalle wie Weißblech oder Alu von Kunststoffen getrennt werden.

      Problematisch wird es erst dann, wenn Leute wirklich Fremdmaterialien (von der gut gefüllten Windel bis zur leeren Batterie) in die gelbe Tonne werfen. Das ist störender Müll oder sogar gefährlicher (in Recyclingbetrieben gibt es z.B. immer wieder Brände durch fehlentsorgte Li-Ion-Akkus).

      Wenn so etwas auffällt, wird es Kontrollen geben. Die Tonnen haben Identifizierungschips, die wohl bei der Leerung ausgelesen werden (wozu sollten sie sonst gut sein). Damit kann man den Bereich, aus dem die Fehlwürfe stammen, genau eingrenzen und dort gezielt kontrollieren – und ggf. Verursacher zur Kasse bitten. Eine gewisse Quote an Fehlwürfen wird in der Kalkulation aber ohnehin berücksichtigt sein und ist eingepreist.

      1. Zudem haben wir das Problem der Fehleinwürfe auch bei Papier- und Biotonnen, die Kosten bleiben dann bei der Abfallwirtschaft hängen und kommen mit den Müllgebühren zurück, somit bezahlt die Gemeinschaft solidarisch das Fehlverhalten weniger.

  2. Mich würde interessieren, ob denn ein eventueller Mehrbedarf tatsächlich so einfach angemeldet werden kann, da wohl nicht nur der Bedarf zählt (also der tatsächlich anfallende Verpackungsmüll des Haushaltes) sondern auch die Personenanzahl, so dass ich davon ausgehe, dass eine zweite Tonne nicht so einfach genehmigt wird. Das finde ich für diejenigen, die mehr Entsorgungsmöglichkeit benötigen, sehr schwierig, denn es ist ja nicht immer so klar zu begrenzen. Die Weihnachtszeit ist ein gutes Beispiel, man sieht nach den Feiertagen viel mehr gelbe Säcke am Straßenrand. Wie ich in einem Kommentar schrieb, haben Familien mit Haustieren viele Futterdosen, die entsorgt werden müssen. Auch diejenigen, die häufig Milchprodukte oder Lebensmittel aus Konserven konsumieren werden ein Problem haben, wenn diese in einem Mehrpersonenhaushalt das Volumen der Tonne übersteigen. Wo soll man das dann entsorgen? Zusammenstecken darf man nicht, Zerdrücken funktioniert auch nicht so platzsparend. Vielleicht hat ja jemand tatsächlich eine zweite Tonne angefordert, ging das so einfach? Bezahlt ist sie ja grundsätzlich durch das Duale System.

    1. Ein kleiner Nachtrag. Schwierig finde ich die Regelung, dass ein Mehrbedarf bis zum 31.03.26 angemeldet werden soll. Die Leerung der Tonnen wird aber erst ab Oktober 26 erfolgen. Ob die Tonne für den jeweiligen Haushalt ausreicht oder nicht, wird sich also erst ein halbes Jahr später zeigen. In dem Infozettel steht, dass bis Ende Januar 27 gelbe Säcke oder die Tonne verwendet werden können. Für mich wird aus dem Infozettel nicht klar, ob diejenigen, bei denen die Tonne nicht ausreicht, bis zu diesem Termin gelbe Säcke zusätzlich zur Tonne an den Straßenrand stellen dürfen oder ob es bedeutet entweder die Tonne oder die Säcke. Wenn beides zusammen verwendet werden darf, würden Haushalte im Zeitraum Oktober 26 bis Januar 27 sehen, ob die Tonne ausreicht und notfalls Säcke dazustellen und müssten dann eine zweite Tonne anfordern. Ob dies dann noch möglich ist (Info Mehr-/Minderbedarf bis zum 31.03.26 anmelden) und auch ob es vielleicht sogar die Auskunft gibt “nein – für z.B. 4 Personen muss eine Tonne ausreichen, mehr gibt es nicht”, geht für mich aus den bisher verfügbaren Informationen nicht hervor. Gelbe Säcke konnten dem Müllaufkommen flexibel angepasst werden, auch mit der Möglichkeit noch eine Rolle zu holen, wenn es nicht ausreichte.

    2. Zum Thema Konservendosen: Bei Google einmal den Suchbegriff „Dosenpresse“ einwerfen, und das Problem löst sich ganz schnell (zu Preisen ab ca. 15 Euro).

      1. Drucker – Habe ich nun gerade mal gegoogelt, verrückt, was es alles gibt, habe ich noch nie von gehört. Beim großen Versandhändler habe ich mir einige Rezensionen durchgelesen – Fazit bei den meisten Produkten: funktioniert nicht mit großen Konservendosen, funktioniert schlecht mit kleinen Konservendosen, eigentlich nur für Getränkedosen geeignet, schnell defekt, ab in den Müll damit. Ich brauche sowas nicht und ich wüsste auch gar nicht, wo ich sowas noch sinnvoll unterbringen könnte. Gerade bei Konservendosen stelle ich mir das auch nicht so toll vor. Damit diese beim Zerdrücken nicht die Presse und das Umfeld verschmutzen, müsste man vermutlich auch alle Dosen spülen, bevor man sie presst. Trotzdem für den ein oder anderen hier ja vielleicht ein sinnvoller Tipp zum Ausprobieren.

      2. Ja, da ist auch einiges an schlecht gemachtem Kram zu haben, aber auch durchaus gut bewertete Exemplare, die mit größeren Weißblechdosen zurechtkommen. Wenn man etwas Solides haben will, ohne zu tief in die Tasche zu greifen, baut man am besten selbst, die Mechanik ist ja kein Hexenwerk.

        Ist sicher nicht für jeden etwas, aber damit wird so mancher sein Müllvolumen deutlich verringern können.

      3. Stück Holz oder Küchenbrett, alten Gürtel oder anderen Stoff für eine Fuß-Schlaufe.
        Einfaches Tritt-Holz zum Zusammendrücken.

      4. Oder so. Den leeren Raum innerhalb einer Dose beim benötigten Entsorgungsvolumen mitzurechnen, ist jedenfalls unnötig.

  3. Wir haben uns viele Jahre zu drei Haushalten mit insgesamt fünf Personen EINE Papiertonne geteilt, bis das irgendwann aufgefallen ist und vom Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach untersagt wurde. Da wir wenig bestellen und ansonsten ggf. Pappverpackungen zerkleinert haben gab es auch nie Probleme, die sich nicht lösen ließen.
    Ich kann mir eine vergleichbare Lösung auch für die gelbe Tonne vorstellen, bin mir aber bewusst, dass das die Verwaltung vermutlich vor schier unlösbare Aufgaben stellen könnte.

  4. Die teilweise Aufregung über die (Wieder-)Einführung der gelben Tonne kann ich nicht nachvollziehen, und das Thema des Platzbedarfs der Tonne, erst recht am Straßenrand am Leerungstag, schon gar nicht. Die Grundfläche, die eine Tonne einnimmt, ist ungefähr so groß wie zwei gelbe Säcke, mit dem Unterschied, dass die Tonne mehr Volumen hat als zwei gelbe Säcke (ein Sack hat 90 Liter, die Tonne 240 Liter). Ein weiterer guter Punkt für die Tonne ist, dass so Schädlinge (Ratten, Mäuse) besser ferngehalten werden, da der Müll für sie nicht mehr zugänglich ist. Sie ist also auch aus hygienischen Aspekten ein Plus. Wer bei der Tonne ein Platzproblem auf seinem Grundstück sieht, darf gerne im Innenstadtbereich der im Westen der Stadt angrenzenden Siedlung mit Großkapelle mal nachforschen, wie die das so hinbekommen. Man wundert sich, wie viel Platz da auf engstem Raum für die ordentliche Müllsammlung doch ist. Es ist alles nur eine Frage der eigenen Organisation und des Willens. Oder auch: Not macht erfinderisch.

    1. Sie waren offenbar noch nie mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs, wenn Sie die versperrten Bürgersteige am Leerungstag für unproblematisch halten. Die meisten Bürgersteige sind 1,50 bis 2 m breit…für ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen ist das vielerorts ein echtes Ärgernis!

      1. Jedenfalls deutlich weniger. Sie benötigen weniger Platz (Breite) und lassen sich leicht mit dem Fuß oder Rollstuhl beiseitedrücken.

  5. Ein verbessertes Stadtbild durch die Gelbe Tonne – ein überfälliger Schritt

    Schon 2013 und 2016 habe ich mich in Bergisch Gladbach mit dem Thema Gelber Sack beschäftigt – damals auch offiziell als sachkundiger Bürger. Der Ausgangspunkt war weniger Bequemlichkeit als eine ganz einfache Beobachtung: Der Gelbe Sack ist unästhetisch und prägt das Stadtbild negativ.

    Gelbe Plastiksäcke vor Häusern, aufgerissene Säcke am Straßenrand, Verpackungen, die bei Wind durch die Straßen wehen – das gehört seit Jahren zum Alltag. Das ist kein kleines Ärgernis, sondern eine dauerhafte Beeinträchtigung des öffentlichen Raums.

    Damals wurde das Thema mit Verweis auf Zuständigkeiten und bestehende Systeme abgeräumt. Inhaltlich haben sich die Argumente jedoch nie erledigt. Ein ordentliches, sauberes und geordnetes Sammelsystem gehört auch zur Stadtgestaltung.

    Mit der Einführung der Gelben Tonne verbessert sich nun nicht nur die Organisation der Mülltrennung, sondern ganz konkret auch das Stadtbild:

    weniger herumliegender Verpackungsmüll,

    keine flatternden Säcke im Straßenraum,

    ein insgesamt ruhigerer und aufgeräumterer Eindruck der Wohnviertel.

    Dass Bergisch Gladbach diesen Schritt jetzt geht, ist richtig – auch wenn er deutlich früher hätte kommen können. Manchmal braucht kommunale Politik einen langen Atem. Entscheidend ist, dass sich am Ende Vernunft und Alltagstauglichkeit durchsetzen.

    1. Als sachkundiger Bürger hätte ich eine quantitative Analyse erwartet und nicht “reine Beobachtung” mit einer subjektiven Meinung vermischt.

    2. “Der Gelbe Sack ist unästhetisch und prägt das Stadtbild negativ”

      MUSS man die ganzen Tonnen in den meist kleinen Vorgärten, wenn auch jetzt noch eine vierte dazukommt, eigentlich “verhüllen” bzw. unsichtbar machen oder ist das jedem selbst überlassen? Ich finde, die Tonnen sehen auch nicht schön aus (Stadtbild meine ich) und die stehen IMMER da.

      Und die Tonnen sind ja auch wesentlich schwerer als ihr Inhalt. Die schleppt man nicht mal eben durch den Flur in den Keller oder sonst wohin außer Sichtweite.

      1. Aber das (wie vieles andere hier gesagte) gilt doch für alle anderen Tonnen genauso. Warum jetzt die gelbe Tonne neben der grauen, braunen und blauen den großen Unterschied machen soll, erschließt sich nicht.

      2. Na ja, ich finde diese 240- Liter-Tonnen VIEL zu groß.
        Warum gibt es keine kleineren im Angebot? Wäre schließlich auch “vermeidbarer Plastikmüll”.
        Wir haben bisher immer nur 1 gelben Sack benötigt, Abholung alle 4 Wochen (und nicht alle 2 Wochen wie bei Ihnen). Somit hätten wir nach 4 Wochen nicht viel mehr als gerade einmal den Boden der Tonne bedeckt.
        Die Bio- und Graue Tonne gibt es immerhin auch in wesentlich kleiner (60 + 120 Liter) und die kann man in kleinen Mülltonnenboxen (die 240 Liter Papiertonne evtl. nebenan im freien stehend) verschwinden lassen.
        Und die gelben Tonnen werden das Stadtbild schon prägen. Sind ja auch schlecht zu übersehen (von oben bis unten Kanarienvogelgelb) wie sie sind.

        Apropos, wissen Sie zufällig auch das Gewicht dieser viel zu großen 240 l Plastik-Tonne?

      3. Ja, stimmt, es sind vierwöchentliche Leerungen, da kommen im Stadtgebiet aber immer noch jährlich mehr als 10.000 Kilo Plastikmüll zusammen – mindestens. Die gelben Tonnen wiegen natürlich auch etwas, aber dieser Kunststoff bleibt jahrzehntelang, wo er ist, und begegnet uns nicht regelmäßig wieder als Mikroplastik im Essen und überall sonstwo oder wird verbrannt.

        Und bloß, weil Ihnen das Gelb nicht gefällt, wollen Sie auf die Umwelt pfeifen? Bravo. Und was Sie viel zu groß finden, haben hier schon andere als viel zu klein eingeschätzt – man kann es eben nicht jedem recht machen.

      4. Ich hab ja immer gewusst, unser Plastikverbrauch wird uns irgendwann, wie ein Boomerang, zurück um die Ohren fliegen. Nun halt in Form von 24o Liter Tonnen aus (hoffentlich) recyceltem Plastik.
        Das muss man dann, logisch, eben auch akzeptieren.

        Schöne Feiertage ;-)

      5. Acht Jahre hat es gedauert, bis die gelbe Tonne endlich da war.
        Der gelbe Sack war vorher die Lösung.
        Sagen wir es freundlich: schön war anders.

        Die gelbe Tonne ist auch kein Designobjekt –
        aber man kann sie wenigstens in eine Tonnenbox stellen.

        Was viele nicht wissen:
        Die Tonnenbox kann der Vermieter steuerlich absetzen.
        Dem Mieter bringt sie leider gar nichts.

      6. Klar, wenn der Vermieter die Box bezahlt, kann er sie auch absetzen. Und wenn der Mieter sie nutzt, hat er ebenfalls etwas davon.

    3. @Herr Farzanehfar
      Ist denn sichergestellt bzw. sollen denn die neuen gelben Tonnen aus unseren EU- oder landesweit angefallenen und recycelbaren Plastikabfällen hergestellt werden oder nicht?
      Wenn ja, könnten Sie auch manch anderen durchaus mit den neuen 240 Liter-Tonnen versöhnen.

      (Wenn auch aus anderen Gründen als die von Ihnen genannten)

      1. Dazu schreibt einer der größten Mülltonnenhersteller etwas (viele von uns werden mindestens eine Tonne aus deren Produktion haben): https://sulo.de/zertifizierte-muelltonnen-sulos-einsatz-fuer-die-umwelt/

        Andere äußern sich ähnlich. Produkte verschiedener Hersteller sind auch mit dem Blauen Engel versehen: https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/produkte-aus-recycling-kunststoffen/muelltonnen?mfilter%5B0%5D%5Btype%5D=producttypes&mfilter%5B0%5D%5Bvalue%5D=938&url=https%3A%2F%2Fwww.blauer-engel.de%2Fde%2Fproduktwelt%2Fprodukte-aus-recycling-kunststoffen%2Fmuelltonnen

        Bleibt zu hoffen, dass das bei der Beschaffung berücksichtigt wird.

  6. Leider wird es mit der dritten Mülltonne sehr knapp vom Platz bei uns. Die Säcke konnte man platzsparend auch etwas weiter weg lagern. Die neue Tonne dagegen muss immer fahrbar in der Nähe der Straße sein. Dies ist sehr mühsam als älterer Mensch :(

  7. Soso: man hat einen Antrag der CDU von 2019 ausgraben. Und das fällt jetzt 2025/6 auf?

    Was ist in der Zwischenzeit passiert bzw. nicht passiert? Musste dieser Antrag erst reifen, bis es eine günstige Gelegenheit gibt? Wwarum hat die CDU nicht mal nachgehakt?

    Wer weiß was noch alles ausgegraben wird?

    1. Eine Ausgrabung war nicht notwendig. Sondern eine Ausschreibung, die ab dem kommenden Jahr greift. Manche Dinge dauern in Deutschland ein wenig länger …

  8. Noch eine Tonne mehr, die regelmäßig die Bürgersteige versperrt. Dazu viel zu groß – was soll ich mit 240 l? Mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist vielerorts am ‘Mülltag’ (und z.T. am Vortag) kein Durchkommen.

    Wozu der Wechsel? Das Nebeneinander von Gelben Tonnen und Säcken hat doch bisher gut funktioniert. Wenn im “ländlichen Außenbereich” die Säcke von Tieren angefressen und geöffnet werden, ist dort der Umstieg auf Tonnen sinnvoll – aber eben nur dort.

  9. Wir wohnen im ländlichen Außenbereichvon Bergisch Gladbach. Die im Freien gelagerten Müllsäcke werden regelmäßig von Tieren (insbesondere Ratten) angefressen und der Inhalt verstreut. Da wir unseren Müll mehrere Hundert Meter bis zur Abholstelle bringen müssen, herrscht dort häufig ein ähnliches Bild.
    Die Wiedereinführung der Tonne ist unter verschiedenen Gesichtspunkten sinnvoll, vor allem aber auch aus hygienischen Gründen.

  10. leider wird hier den Bürgen offensichtlich weitere nervige Last aufgenötigt. Denn die flexiblen kleinen Säcke müssen durch eine weitere Platz versperrende große Tonne ersetzt werden. Für viele Haushalte eher eine unschöne und unpraktische Belastung als ein Vorteil….. Man sollte weiter beide Optionen anbieten!

    1. Als vor Jahren die gelben Säcke eingeführt wurde war das Geschrei groß. Jetzt die Umstellung zurück, erneut Kritik. Es ist kaum noch etwas, bei dem es keine Meckerei gibt.

  11. Ok ich teile mal kurz meine Infos vom Telefonat mit der Fa. Neuenhaus.

    Es gibt wohl keine Möglichkeit kleinere Tonnen zu bestellen.

    Die Leerung erfolgt alle 4 Wochen.

    Der Grund für die Einführung war u.a. von der Stadt vorgegeben worden: Verbesserung/Vereinheitlichung des Stadtbilds.

    1. “Verbesserung/Vereinheitlichung des Stadtbilds.” Na das bleibt abzuwarten, wenn die Tonnen aus Platzmangel auf der Straße stehen. Gerade bei Mehrfamilienhäusern wird das bestimmt interessant. Die Müllabfuhr schubst ja schon jetzt die Tonnen nur zurück, anstatt diese ordentlich zurückzustellen und blockiert damit sehr häufig die Gehwege. Also gibt es bald den neuen Tonnenslalom!

  12. Bravo, die beste Entscheidung des Jahres! Endlich Schluss mit dem fliegenden Müll.

    Willkommen zurück im 21. Jahrhundert, Bergisch Gladbach!

  13. Werden die Tonnen den häufiger geleert als die Säcke abgeholt? Bei umserem Mehrpersonenhaushalt kommen wir jedes Mal auf 3,5 Säcke pro Leerung. Ich weiß gar nicht wo ich dann die ganzen Tonnen hinstellen soll.

    1. Wo lagern Sie denn jetzt die Säcke bis zur Abholung? Da kann auch die Tonne hin. Was in 3,5 Säcke passt, sollte sich auch in einer 240-Liter-Tonne unterbringen lassen.

      1. Ich habe die gelben Säcke z.B.im Keller was bei einer Tonne nicht geht, die muss ständig draußen stehn, was jetzt Umbau meiner Einfahrt bedeutet.

      2. @Reinhild Jordans
        Es hindert Sie doch auch zukünftig niemand daran, die Abfälle drinnen “zwischenzulagern” und dann später gesammelt in die Tonne zu werfen.

    2. Eine Möglichkeit ist natürlich auch, den Plastikmüll zu reduzieren durch geändertes Konsumverhalten.
      Viele Artikel gibt es heute entweder lose (z.B. Milch zum Selbstzapfen beim Bauern, Obst ohne Verpackung, Konserven in Gläsern, Wurst und Fleisch beim Metzger).

      1. Anno Nüm – ich denke, dass jeder Haushalt selber darüber entscheidet, was und wie er konsumiert. Natürlich ist das, was Sie vorschlagen, ein guter Weg, um Müll zu vermeiden. Für sehr viele Menschen ist dieser Weg jedoch nicht möglich.

        Ich würde z.B. nicht kilometerweit zu irgendeinem Bauern fahren, um dort Milch zu kaufen, mein Kühlschrank hätte gar nicht das Volumen, um 7 Liter Milch pro Woche zu lagern und ich bin auch nicht bereit das Doppelte zu zahlen. Ebenso ist es mit anderen Produkten. Meinen täglichen Bedarf kaufe ich im Discounter und auf Vorrat, dort ist Vieles verpackt und ich kaufe auch selten beim Metzger. Nein – ich werde das nicht ändern.

        Ganz allgemein und beispielhaft – eine z.B. 4köpfige Familie, die über ein gerade ausreichendes Einkommen verfügt, wird ihren Bedarf an Fleisch, Obst, Gemüse und Milch nicht mit Einkäufen bei Bauern, Metzger, Markt und Geschäften mit loser Ware decken können, da das zur Verfügung stehende Haushaltseinkommen dafür gar nicht ausreicht.

        Lassen wir doch einfach die Menschen dort einkaufen, wo sie möchten und das konsumieren, was sie möchten und haben auch für diejenigen Verständnis, die kein so löbliches Verhalten, wie durch Sie angeregt, zeigen (können). Die Menschen, die diesen Verpackungsmüll entsorgen, haben übrigens beim Kauf des Produktes durch das Duale System genau für diese Entsorgung bezahlt.

    3. Eine 240-l-Tonne entspricht 3 bis 5 Säcken.
      Allerdings würde ich mir an Ihrer Stelle Gedanken machen, wie sich die Menge reduzieren lässt – 3,5 Säcke pro Leerung ist schon extrem viel. Bei uns ist es einer, und der ist nicht immer voll.

      1. Abgesehen davon sind auch die gelben Säcke vermeidbarer Plastikmüll. Schon deshalb ist der Umstieg zu begrüßen. Für eine Tonne wird zwar erst einmal mehr Kunststoff benötigt, aber sie übersteht dann auch Jahrzehnte.

        Wer alle 14 Tage einen gelben Sack füllt, spart durch die Tonne im Jahr 26 gelbe Säcke, also 2 Rollen. In zehn Jahren sind es 260 Säcke. Bei knapp 56.000 Haushalten in Bergisch Gladbach sind es in zehn Jahren also 14,56 Millionen Säcke, bei 14,7 g pro Sack macht das 214.032 kg Plastik – all das ist Müll, der in unserer Stadt mit gelben Tonnen nicht mehr anfällt. Und dabei sind nicht einmal die Haushalte berücksichtigt, die pro Leerung mehr als einen Sack an die Straße stellen.

        Ein bisschen mehr Umweltbewusstsein statt kleinlicher Mäkelei wäre da angebracht.

      2. U.Kleinert – Eine Reduzierung der Menge ist u.U. nicht so einfach. Es gibt viele Haushalte, die 3 und mehr Personen umfassen und z.B. die zwei Hunde oder 3 Katzen haben. Da wird schon sehr viel Verpackungsmüll durch Futterdosen anfallen und nur das wird schon 1-2 Säcke füllen. Dazu weiterer Verpackungsmüll (Wurst, Käse, Milchkartons, Saftkartons usw), ich kann mir gut vorstellen, dass eine 240 l Tonne da nicht ausreichen wird.

      3. @Drucker: Eine Rolle gelber Säcke wiegt ca. 200 Gramm. Ich bezweifle, dass die Tonnen so lange in Gebrauch sind, dass sich das ausgleicht. Auch können die Säcke flexibler gelagert werden (Keller/ Besenkammer), und es ist weniger Arbeit bei der Abholung. Hatte ich schon die versperrten Bürgersteige erwähnt, die Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl das Leben schwermachen? Sicher gibt es auch Argumente pro-Tonne, aber unterm Strich überwiegen m.E. klar die Nachteile.

        @Mika: Wir sollten uns nicht in kleinlichen Konsumdiskussionen verlieren, aber der Müll lässt sich tatsächlich durch kluges Einkaufen stark reduzieren. Und nein, das ist nicht automatisch teurer – mensch muss sich nur einmal Gedanken machen bei der ‘Umstellung’. Wenn Sie das nicht wollen, ok, Ihre Entscheidung – aber bitte tun Sie nicht so, als sei das ein unabänderliches Naturgesetz.

      4. Gut, gehen wir mal von den 200 g aus.

        Ich habe meine gelbe Tonne (120 l) jetzt seit 30 Jahren (Nachbarn noch ein paar Jahre länger) und sie macht keinerlei Anstalten, kaputt zu gehen. Bei einem Sack pro Leerung habe ich also in dieser Zeit 6 kg Plastikmüll gespart.

        Eine 240-l-Tonne wiegt je nach Hersteller gut 10 bis 13 kg. Da wäre ich mit meinen Abfallmengen zwar noch 4 bis 7 kg im Rückstand, Haushalte mit mehr als einem Sack pro Leerung hätten so eine Tonne aber schon raus.

        Dazu kommt: Das Material der Müllsäcke landet gemischt mit vielen anderen Kunststoffsorten, Verschmutzungen und weiteren Materialien in der Sortierstation, muss dort sortiert werden und wird nur teilweise ins Recycling gelangen. Eine Tonne wird bei Beschädigungen oder Verschleiß erst einmal repariert oder aufgearbeitet. Ist das nicht mehr möglich, lässt sie sich ganz leicht sortenrein recyceln.

        Was die Zwischenlagerung oder die versperrten Gehwege betrifft, müssten Sie dieses Argument ehrlicherweise auch auf alle anderen Tonnen anwenden. Soll jetzt jeglicher Abfall in Säcken rausgestellt werden? Wenn Sie sich mal eine Weile in Ostasien aufhalten, wo das üblich ist, dann sehen Sie die Effekte – ich wünsche mir diese Zustände hier jedenfalls nicht.

      5. @Drucker: Die Rechnung zeigt doch, dass +/- kein Plastik eingespart wird. Ob es letztlich auf 30 Jahre ein paar Kilo mehr sind oder weniger, sei dahingestellt.
        Keine Frage, auch die anderen Tonnen stören, vor allem die großen. Deshalb schrieb ich ja oben: “Noch eine Tonne *mehr*, die regelmäßig die Bürgersteige versperrt.”
        Natürlich kommt es vor, dass Säcke aufreißen und der Inhalt über die Straße weht – nach meiner Beobachtung aber nur sehr selten. fun fact: In Argentinien werden Müllsäche zum Schutz vor Tieren in aufgeständerte Metallkörbe gelegt, die z.T. bunt lackierte, geschmiedete Kunstwerke sind. :-)
        Jetzt verzetteln wir uns doch in Detaildiskussionen, was ich eigentlich nicht wollte… Es wurde so beschlossen, ich finde es blöd, aber so ist es jetzt. Guten Rutsch!

      6. Nein, das zeigt die Rechnung nicht. Es werden zwar zunächst ähnliche Gewichtsanteile Kunststoff verarbeitet, die Säcke gehen aber ins Müllvolumen mit teilweisem oder gar keinem Recycling und hohem Sortieraufwand, die Tonnen bleiben dagegen ganz sicher im Materialkreislauf und sind damit um einiges nachhaltiger.

        Abgesehen davon wünsche ich ebenfalls einen guten Start ins neue Jahr.

  14. Anfangs waren wir genervt vom gelben Sack, haben uns aber die vergangenen 20 Jahre, die wir jetzt (wieder) hier wohnen, sehr gut daran gewöhnt und damit arrangiert – und erst vor kurzem am Haus einen neuen “Müllplatz” baulich angelegt für exakt drei (!) Mülltonnen (schwarz, braun, blau).
    Deswegen nervt mich dich diese Neuerung gerade ungemein.

    1. Ja genau. Warum, fragt man sich.

      Mehrfamilienhäuser mit 10 Haushalten: Das bedeutet dann einen Platzbedarf von bis zu 30 Tonnen (“Je Haushalt sind maximal drei Tonnen à 240 Liter vorgesehen. “)

      Viel Spaß beim Grundstücksankauf.

      1. Und ich bin genervt von Menschen die nur rummeckern anstatt sich zu informieren. Für größere Einheiten gibt es auch größere Tonnen.

    2. Und ich bin genervt von den Säcken, die beim leisesten Wind schon auf den Straßen rumfliegen und schon Tage vorher rausgestellt werden.
      Wir haben eine Tonne noch aus alten Zeiten und diese nie abgegeben.

  15. Endlich. Als wir 2008 nach Bergisch Gladbach zogen, war ich schnell vom gelben Sack genervt. Gelbe Tonnen gab es nur im Bestand, nicht neu. Schließlich hat meine Frau mir eine Tonne mir gelbem Deckel zu Weihnachten geschenkt. Super.