Die Erweiterung der Hauptschule im Schulzentrum Kleefeld ist fertig. Foto: Thomas Merkenich

Der Fachbereich Immobilien (FB 8) unter Leitung von Alexandra Meuthen befasst sich mit allen Themen, die mit den Liegenschaften der Stadt zu tun haben. Damit ist er für die Sanierung der Schulen und anderer öffentlicher Gebäude verantwortlich. Er kümmert sich aber auch um Energie, Zanders, Grünflächen, Spielplätze und Friedhöfe. Mit diesem Beitrag setzen wir die Dokumentation über die Jahresbilanz 2025 der Stadt fort. 

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

+ Anzeige +

Energiemanagement

Im vergangenen Jahr konnte das Energiemanagement alte, bestehende Herausforderungen angehen, meistern und große Schritte in Richtung eines digitalen Energiemanagements machen. Die Ziele, die noch im Jahr 2024 gesetzt wurden, konnten somit fast vollumfänglich bearbeitet und abgeschlossen werden.

Digitales Energiemanagement – Datenerfassung, Automatisierung und Messungen

Gesetztes Ziel für das Jahr 2025 war es, deutlich umfassender als bisher Verbräuche zu erfassen und diese digital abbilden zu können. Der Ausbau der intelligenten Messsysteme für nahezu alle Stromzähler wurde erfolgreich abgeschlossen. Hierdurch wird die Stromzählerablesung zum Jahresende nicht mehr notwendig sein, da Verbräuche automatisch an den Energieversorger übermittelt werden. Weiterführend wurden die Verbrauchsdaten der Liegenschaften verfeinert und bis auf das Jahr 2022 zurückgeführt.

Um die Automatisierung durch digitale Erfassung voranzutreiben, wurde eine Energiemanagementsoftware (IngSoft – InterWatt) zur Ergänzung der bisher noch teilautomatisierten Verbrauchserfassung angeschafft. Die Software ermöglicht es, große Datenmengen zuverlässig zu verarbeiten und detailliert aufzubereiten. Dadurch erhält man einen tiefgehenden Einblick in Liegenschaften und deren Nutzung.

Mehr zum Thema

Stadt zieht Bilanz des Jahres 2025

2025 hat die Stadt Bergisch Gladbach wichtige Zukunftsprojekte vorangetrieben und einen personellen Neustart vollzogen, urteilt die Verwaltung in einer umfassenden Jahresbilanz. Mit dem Amtsantritt von Bürgermeister Marcel Kreutz im Herbst habe eine neue Phase begonnen, in der bestehende Entwicklungen konsequent weitergeführt und neue Impulse gesetzt werden sollen. Wir dokumentieren die Bilanz in einer Serie.

Zum digitalen Energiemanagement gehört zusätzlich die Erfassung von gebäudebezogenen Daten, wie zum Beispiel Raumtemperaturen und Luftfeuchtigkeit, die mithilfe von IoT-fähigen (Internet of Things) Messgeräten stichpunktartig, cloudbasiert erfasst werden können. Sie tragen zur Erkennung von aufwandsarmen potenziellen Einsparungen bei.

Mit Wärmebildkameras wurden einige Gebäude auf Wärmebrücken und Leckagen untersucht sowie mögliche Optimierungspotenziale herausgearbeitet.

Kommunales Energiemanagementsystem

Selbstauferlegtes Ziel des Energiemanagements ist es, die Basiszertifizierung nach Kom.EMS im Jahr 2026 zu erhalten. Kom.EMS ist ein auf der DIN 50001 basierendes Energiemanagementprogramm, welches von Landesenergieagenturen speziell für Kommunen entwickelt wurde.

Hierzu arbeitet das Energiemanagement weiterhin mit Hochdruck an den Rahmenbedingungen und der Vorbereitung des Audits. Die Zertifizierung dient als Test der eigens umgesetzten Maßnahmen und des richtigen Aufbaus des kommunalen Energiemanagementsystems. Durch die eingebetteten Kontrollmechanismen wird ein fortlaufender Verbesserungsprozess angestrebt und in Verwaltungsprozesse integriert.

Im Rahmen von Kom.EMS finden immer wieder Veranstaltungen statt, auf denen sich Kommunen austauschen und gemeinsam an Problemlösungen arbeiten. Unter anderem konnte man sich mit diversen Kommunen zum Thema kommunales Energiemanagement vernetzen und die interkommunale Zusammenarbeit stärken.

Aufgrund der Fortschritte in Bergisch Gladbach erhielt das Energiemanagement die Chance, auf dem von der Energy-for-Climate (Energieagentur NRW) veranstalteten „Kommunalkongress NRW“ einen Fachvortrag zu halten und über die eigene Arbeit und Errungenschaften zu berichten.

Energiebeschaffung für 2026 und Folgejahre

Mit dem Ziel, Kosten einzusparen, Verwaltungsprozesse abzubauen und die Versorgung aller Abnahmestellen transparent zu halten, wird die Energie (Strom und Erdgas) der Stadt Bergisch Gladbach ab Q2 2026, anders als zuvor, gesamtstädtisch und mittels Tranchen-Modell ausgeschrieben werden, sofern der Rat zustimmt. Das vorangegangene Jahr hat das Energiemanagement dafür genutzt, bestmöglich alle vorhandenen städtischen Abnahmestellen (ca. 950 Stück) zu erfassen und zu „katalogisieren“. Diese Arbeit war für die gesamtstädtische Ausschreibung (alle Abnahmestellen laufen unter dem gleichen Energieliefervertrag) wegbereitend.

Vereinfacht dargestellt entfällt durch die direkte Beschaffung am Energiemarkt der Risikoaufschlag der Versorger. Dies führt durchschnittlich zu günstigeren Konditionen, sodass eine deutliche Kosteneinsparung erwartet wird. Die Tranchen dienen hierbei der Risikostreuung, da nicht die gesamte Menge zu einem Zeitpunkt beziehungsweise zu einem Preis eingekauft wird. Durch die verschiedenen Beschaffungszeitpunkte und Energiepreise fallen hohe (aber auch niedrige) Energiepreise weniger ins Gewicht und es ergibt sich ein geglätteter Durchschnittspreis.

Von hoher Bedeutung war es überdies, offene Abrechnungsthemen mit den derzeitigen Energieversorgern aufzuarbeiten. Hierzu wurde ein vollumfänglicher Vergleich mit dem derzeitigen Energieversorger ausgearbeitet, von allen beteiligten Fachbereichen geprüft und abschließend getroffen. Durch den Vergleich konnten wir einen neuen Anfang machen und können zukünftig schneller auf Probleme eingehen, die seinerzeit zu Ungereimtheiten geführt haben.

Ausbau der erneuerbaren Energien

Der Ausbau der erneuerbaren Energien birgt gerade für eine kommunale Verwaltung großes Potenzial. Daher wurde auch in diesem Jahr intensiv am Ausbau der Solarenergie gearbeitet. Hierzu hat man neue Anlagen angeschafft, gebaut und weitere befinden sich in Planung.

Durch mehr erneuerbare Energien kann der zugekaufte Strom reduziert werden, was verminderte Energiekosten und Emissionen zur Folge hat. Zukünftig verringert die Verwaltung in Bergisch Gladbach durch erneuerbare Energien ihren Netzstrombezug, trägt so wiederum zur Entlastung der Stromnetze bei und reduziert gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck.

Nutzersensibilisierung

Im Umgang mit Energie wurden zur Sensibilisierung im November 2025 erstmals Treffen mit den zuständigen Hausmeisterkolleginnen und -kollegen durch das Energiemanagement veranstaltet. Die Treffen dienen dem allgemeinen Erfahrungsaustausch, der Vermittlung von fachspezifischem Wissen und der Aufbereitung von potenziellen Energieeinsparmaßnahmen.

Durch das Zusammenkommen und den damit einhergehenden offenen Austausch versprechen wir uns eine Sensibilisierung der Kolleginnen und Kollegen, die durch diese an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und Schulen weitergetragen werden können.

Ausblick

Die Änderung der Beschaffungsstrategie bedingt eine Umstellung. Während dieser Zeit (von April 2026 bis Ende Dezember 2026) kann sich die Prüfung der Rechnungen unter Umständen etwas schwieriger gestalten als zuvor. Nach dem ersten Dreivierteljahr sollte bei der Rechnungsprüfung aber auch dann wieder alles wie gewohnt laufen.

Der Ausbau digitaler Schnittstellen macht eine immer detailliertere Erfassung von Verbrauchsdaten möglich. Dazu soll in Zusammenarbeit mit der Digitalisierungsabteilung die Verbrauchserfassung im kommenden Jahr um ein Datenübertragungsnetzwerk mittels Langwellentechnologie (LoRaWAN) geplant und erweitert werden.

Dieses Netzwerk steht dann allen auf dem Stadtgebiet Bergisch Gladbachs zur Verfügung und kann vielfältig genutzt werden.

8-24 Gebäude- und Grundstücksverwaltung

Die Abteilung Gebäude- und Grundstücksverwaltung ist verantwortlich für die Instandhaltung und Bewirtschaftung von 32 städtischen Schulen, zahlreichen Verwaltungsgebäuden, städtischen Grundstücksflächen sowie Waldflächen.

Im Jahr 2025 wurden eine Vielzahl an Instandsetzungen, Wartungen, Reinigungen und Prüfungen in unterschiedlichsten Objekten geplant, koordiniert und umgesetzt.

Darüber hinaus war die Abteilung an zahlreichen Neubau- und Erweiterungsprojekten beteiligt. Dazu zählen unter anderem der neue Interimsbau für die Einführung der Schulform G9 für das AMG sowie die fortschreitende Planung des Klassenhauses im Schulzentrum Herkenrath. Auch an vielen weiteren Bauvorhaben, bei denen federführend die Schulbau GmbH verantwortlich ist, wirkte die Abteilung unterstützend mit.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Raumbeschaffung. So konnten die im vergangenen Jahr für die OGS und die KGS Sand angemieteten Räumlichkeiten nach einer Renovierung, brandschutztechnischer Anpassung und neuer Möblierung zu Beginn des Jahres in der Nutzung genommen werden.

Die Themen Sauberkeit, Nachhaltigkeit und Umwelt prägten das gesamte Jahr. So wurde beispielsweise in Zusammenarbeit mit den städtischen Schulen die in privaten Haushalten bereits etablierte Mülltrennung nach dem dualen System eingeführt, um bei den Schülerinnen und Schülern bereits früh ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umwelt zu schärfen. Weiter wurden die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Reinigungsdienstleister und die Hausmeisterdienste optimiert. Im Stadtteil Bensberg wurde in der Nähe des Mehrgenerationenparks eine Toilette aufgestellt, die verkleidet und künstlerisch gestaltet wurde.

Auch die Bewirtschaftung der inzwischen 550 ha städtischen Waldflächen war ein zentraler Aufgabenbereich. Unter anderem wurde das „Leitbild Wald“ erstellt und dem zuständigen Fachausschuss zum Beschluss vorgelegt. Insgesamt wurden 72 km Waldrand kontrolliert und verkehrssicher gehalten. Wie in jedem Jahr erfolgte zudem die Pflege der Reitwege. So wurden beispielsweise die Wege in Richtung Heidgen (Herkenfelder Weg) erneuert und das Lichtraumprofil entsprechend freigeschnitten.

8-25 Liegenschaftsmanagement Zanders

Die Abteilung 8-25 verwaltet die Zanders-Liegenschaften. Hierunter fällt die Betreuung der Liegenschaften im Rahmen der derzeitigen Nutzungen und Zwischennutzungen. Dazu zählen die Betreuung der Liegenschaften, das Mietermanagement und die Betreuung der auf dem Areal stattfindenden Veranstaltungen.

Im Jahr 2025 fanden beziehungsweise finden noch einige nennenswerte Veranstaltungen statt, zu deren Gelingen der Fachbereich 8-25 maßgeblich beigetragen hat:

  • Regionale Kongress
  • Feuerwehrfest
  • Skate-Aid Workshop
  • Winterzauber auf Zanders
  • Hilfsgütersammlung von „Schuhe für Bulgarien“
  • Geschenkesammlung vom Verein gegen Kindertränen
  • Bürgerforum mit Konzert
  • Tag des offenen Denkmals mit Eröffnung des Butschaplatzes
  • Streetfood-Festival
  • Theaterstück „Die Räuber“
  • Erntedankfest

Neben den laufenden Vermietungen im Office-Bereich wurden auch etliche Mietverträge über die Zwischennutzungen von leerstehenden Hallen und Flächen abgeschlossen. Von besonderem Interesse in diesem Zusammenhang ist die Vermietung der Atelieretage im Gebäude F260.

Mehr zum Thema

Pioniere: AtelierEtage holt Kunst auf das Zanders-Gelände

Das Kulturpilotprojekt „AtelierEtage“ wird am Wochenende im Feuerwehr-Gebäude auf dem Zanders-Areal eröffnet. Für den Stadtverbands Kultur und zehn engagierte Kunstschaffende wird damit ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Nachdem einige bauliche und bürokratische Hürden überwunden wurden. Ein Gespräch mit den Akteuren über Möglichkeiten, Zugeständnisse und Hoffnung.

Ein großer Punkt im Jahr 2025 war und ist die Vorbereitung der alten Zentralwerkstatt für die Nutzung im Rahmen diverser Karnevalsveranstaltungen.

Neben den üblichen Verkehrssicherungsmaßnahmen und Instandsetzungsarbeiten wurde mit dem Abbruch von Gebäuden begonnen. Außerdem begannen im November die Umbauarbeiten für den Gleispark.

8-30 Zentrale Vergabestelle

Im Jahr 2025 trieb beziehungsweise treibt die Zentrale Vergabestelle die durch das Land NRW veranlassten Änderungen des Vergaberechts um.

Zum 1. Januar 2026 treten in NRW durch den Beschluss des Landtags NRW gravierende Änderungen des Vergaberechts im Unterschwellenbereich in Kraft.

Durch die Neugestaltung des Vergaberechts im Unterschwellenbereich muss nun in allen Kommunen jeweils eine eigene Regelung getroffen werden. Zurzeit wird in einer stadtweiten Arbeitsgruppe ein Entwurf für eine entsprechende Satzung aufgestellt, damit die Vergaben auch zukünftig wirtschaftlich und unter Beachtung der Grundsätze von Gleichbehandlung und Transparenz durchgeführt werden. Die neue Satzung wird voraussichtlich Mitte 2026 dem zuständigen politischen Gremium zum Beschluss vorgelegt. Bis dahin werden die bisherigen Regelungen als Zwischenkonstrukt beibehalten.

Die Einführung der Software zur Digitalisierung der Vergabeprozesse wird voraussichtlich im Jahr 2026 erfolgen.

Im übrigen Tagesgeschäft wurden ca. 150 Vergaben über die Vergabeplattform abgewickelt, die Fachbereiche zu allen Themen rund um das Vergaberecht beraten und regelmäßig interne Schulungen zur Durchführung von Vergabeverfahren bei der Stadt Bergisch Gladbach angeboten.

8-65 Hochbau

Auch im Jahr 2025 wurden die Schulbauprojekte mit hoher Intensität weiter vorangetrieben. Die im ersten Quartal 2025 durch den Fachbereich 8 entwickelte und politisch beschlossene Schulbaupriorisierung bildet dabei weiterhin die strategische Grundlage. Der inzwischen beschlossene Zeitablaufplan wird aktiv gelebt und kontinuierlich weiterentwickelt, um eine noch zielgerichtetere, transparentere und verlässliche Steuerung der anstehenden und angelaufenen Maßnahmen sicherzustellen.

Mit Blick auf die anstehenden größeren Bauvorhaben konnte die Suche nach geeigneten Rotationsstandorten erste Erfolge verzeichnen. Am Lerbacher Weg wurde ein grundsätzlich geeignetes Grundstück identifiziert. Bevor jedoch die weitere Planung konkretisiert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden kann, sind noch die erforderlichen politischen Abstimmungen durchzuführen. Erst mit deren Abschluss können die nächsten Schritte gezielt und strukturiert eingeleitet werden, um eine verlässliche Vorbereitung der zukünftigen Bauabläufe sicherzustellen.

Die Zusammenarbeit mit der Schulbau GmbH wird weiter intensiv vorangetrieben. Auf Basis der im Vorjahr geschärften Schnittstellen und definierten Meilensteine 1 bis 5 werden die gemeinsamen Prozesse nun weiter ausgebaut und projektspezifisch umgesetzt. Dadurch können Abläufe effizienter gestaltet und die projektübergreifende Steuerung weiter verbessert werden.

Die sichtbaren Fortschritte der Projekte DBG Klassenhaus, OHS Klassenhaus und SZ Kleefeld Klassenhaus setzen sich fort: Alle drei Maßnahmen entwickeln sich planmäßig und profitieren weiterhin von der engen und konstruktiven Kooperation zwischen der Schulbau GmbH und der Hochbauabteilung. Anfang 2026 werden hier die ersten Richtfeste gefeiert.

Weitere im Jahr 2025 in der Umsetzung befindlichen Projekte sind unter anderem das Projekt AMG, der Mensa-Neubau an der GGS Hand, die G9-Maßnahme am Schulzentrum Herkenrath sowie die Maßnahmen an der KGS Frankenforst. Auch diese Projekte werden künftig von den etablierten Prozessen, klaren Verantwortlichkeiten und der engen Abstimmung zwischen allen Beteiligten profitieren, sodass eine noch verlässlichere Planung und Umsetzung gewährleistet werden kann.

Im Rahmen des Großprojektes IGP wurden im Jahr 2025 erste Beschlüsse gefasst und ein erster Projektfortschritt erzielt. Auf Grundlage der im Vorjahr initiierten Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zu Abriss/Neubau oder Sanierung werden die gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet und in die weiteren strategischen Entscheidungen zur Entwicklung der Bildungsinfrastruktur überführt. Des Weiteren wurden in guter Zusammenarbeit mit Fachbereich 6 erste Schritte zur Erstellung des notwendigen Bebauungsplans getätigt. Parallel dazu laufen die Planungsarbeiten sowie die Ausführung zur Erhaltung und Sicherstellung des Betriebs des Bestandsgebäudes weiter, sodass ein reibungsloser Schulalltag trotz der umfassenden strategischen Neuausrichtung gewährleistet bleibt.

Das Projekt NCG hat im Jahr 2025 für Strapazen insbesondere in der Schulgemeinschaft gesorgt. Durch unerwartete Entwicklungen, wie die Insolvenz einzelner Unternehmer und interne Umstrukturierungen in einem zentralen Schlüsselgewerk, konnten die Leistungen vorübergehend nicht im geplanten Umfang erbracht werden. Dies hat dazu geführt, dass die Arbeiten im Mitteltrakt aktuell nicht wie ursprünglich vorgesehen fortgeführt werden konnten.

Trotz verschiedener unvorhergesehener „Quereinschläge“ in Form von unvorhergesehenen Ereignissen im Jahr 2025, bedingt durch den schlechten baulichen Zustand der betroffenen Schulen, organisatorische Anpassungen sowie externe Einflüsse, konnte durch frühzeitiges Gegensteuern und eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten notwendige vorübergehende Schließungen in fast allen Fällen kurzfristig wieder aufgehoben werden. Dank dieser konsequenten Steuerung war es jederzeit möglich, den Schulbetrieb an allen betroffenen Standorten sicherzustellen und weitgehend störungsfrei fortzuführen.

Im Bereich der Unterbringung wurde im Jahr 2025 die neue Mobile-Home-Anlage in Paffrath erfolgreich in Betrieb genommen. Mit der Aufstellung und Ausstattung der Module konnte kurzfristig zusätzlicher, bedarfsgerechter Wohnraum geschaffen werden, um die steigenden Anforderungen im Bereich der Flüchtlingsunterbringung zu bewältigen. Die Anlage stellt eine wichtige Entlastung dar und ermöglicht eine sichere, geordnete und menschenwürdige Unterbringung der ankommenden Personen. Gleichzeitig wurde durch die zügige Umsetzung sichergestellt, dass bestehende Strukturen stabil bleiben und flexibel auf weitere Entwicklungen reagiert werden kann.

Für das Rathaus Bensberg sowie den Bergischen Löwen wurde in 2025 mit umfassenden Grundlagenermittlungen begonnen. Ziel ist es, die Bestandsgebäude detailliert zu analysieren und zunächst zu prüfen, ob und wie eine Modernisierung oder Sanierung grundsätzlich umsetzbar ist. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen fließen direkt in die weiteren Planungs- und Entscheidungsprozesse ein, um fundierte und zukunftsorientierte Entscheidungen für beide Gebäude zu ermöglichen.

Im Zuge der Betriebserhaltung konnten im Jahr 2025 zahlreiche größere Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu zählen unter anderem umfangreiche Arbeiten an der Kanalsanierung, die Errichtung neuer Pausenhofüberdachungen sowie die fachgerechte Behebung des Wasserschadens an der GGS An der Strunde.

Ebenfalls umgesetzt wurden sicherheitsrelevante Maßnahmen wie die Installation der neuen Fluchtreppentürme am NMG. Ergänzt wurden diese Arbeiten durch weitere bauliche und technische Instandsetzungen, die der Sicherstellung eines störungsfreien Schul- und Verwaltungsbetriebs dienten. Durch die zielgerichtete Umsetzung dieser Maßnahmen konnte die Funktionsfähigkeit der betroffenen Standorte nachhaltig gestärkt und das Risiko künftiger Betriebsunterbrechungen deutlich reduziert werden.

Zu Beginn des Jahres wurden die neuen Schulbaustandards verabschiedet und sind seitdem in Kraft. Sie bilden die Grundlage für eine einheitliche und nachhaltige Gestaltung zukünftiger Bauvorhaben. Ergänzend dazu wurden zum Jahresende die neuen Sporthallenstandards vorgestellt, die diesen Qualitätsanspruch für den Bereich der Sportinfrastruktur fortführen.

Seit November 2025 ist die neu eingerichtete Stelle „Nachhaltiges Bauen“ im Hochbau besetzt. Mit Besetzung dieser Stelle wird der wachsenden Bedeutung klimafreundlicher, ressourceneffizienter und zukunftsorientierter Bauprozesse Rechnung getragen und die fachliche Verantwortung im Bereich nachhaltiger Bauentwicklung gezielt gestärkt.

8-67 Stadtgrün

Allgemein und Baumschutzsatzung

Die Abteilung StadtGrün hat in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Am 13. September präsentierte sich die Fachabteilung auf dem Stadtfest mit einem vielfältigen Informations- und Mitmachangebot. Neben spannenden Aktionen rund um das Thema Stadtgrün lockte insbesondere das Glücksrad mit Tombola zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Zu gewinnen gab es attraktive Stauden sowie als Hauptpreise drei Bäume.

In allen vier Sachgebieten der Abteilung finden derzeit große Veränderungen statt, um das Produktangebot für die Bürgerinnen und Bürger stetig weiterzuentwickeln. Das meint nicht nur interaktive, digitale Friedhofspläne oder die Vorbereitung moderner Bestattungsoptionen, sondern auch den Aufbau digitaler Medien und Arbeitsplattformen.

Zudem engagiert sich StadtGrün stark dafür, dass mehr Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt werden können und der städtische Baumbestand als „Klimaanlage der Stadt“ gepflegt und weiterentwickelt wird. Die Abteilung steht bezüglich übergeordneter Themen wie Digitalisierung, Klimaschutz und -anpassung, Inklusion, Nachhaltigkeit, Mobilität und vielem mehr im Austausch mit anderen Fachbereichen, Nachbarkommunen und externen Dienstleistern, um die bestmöglichen Ergebnisse für die öffentlichen Grünflächen und Freiräume erzielen zu können.

Auch die Baumschutzbehörde gehört zur Abteilung StadtGrün. Lediglich ein Mitarbeiter bearbeitet alle Anfragen, die stadtweit eingehen. Bis zum Jahresende werden über 300 Anträge auf Ausnahmen von den Bestimmungen der städtischen Baumschutzsatzung bearbeitet worden sein. Bei nahezu allen Anträgen werden die Angaben in Ortsterminen überprüft und eine einzelfallbezogene Entscheidung getroffen.

Neben den Anträgen werden auch ca. 45 sogenannte „Anzeigen“ bearbeitet worden sein, bei denen es um die akute Gefahrenabwehr geht. Zudem werden auch rund 70 Bauanträge bearbeitet worden sein. Dazu kommen unzählige Telefonate und Anfragen per Mail aus der Bürgerschaft, von Firmen sowie von städtischen Mitarbeitenden aus anderen Fachabteilungen.

Die Baumschutzbehörde hat zudem Zuschüsse für private Baumpflege- und Baumerhaltungsmaßnahmen ausgezahlt. Ebenfalls aus Mitteln der Baumschutzsatzung wurden auf dem Stadtfest am 13. September drei Bäume im Rahmen einer Tombola an Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bergisch Gladbach verlost, um die Grüne Infrastruktur zu stärken.

Grünflächenmanagement und Kataster 8-670

Städtische Baumkontrolle

Im vergangenen Jahr stand erneut die Verkehrssicherheit und Pflege des umfangreichen Baumbestands im Mittelpunkt. Stadtgrün betreut für die Stadt rund 15.500 Einzelbäume sowie etwa ebenso viele Bäume in waldähnlichen Beständen – eine Verantwortung, die das Team mit großer Sorgfalt wahrnimmt.

Die Kollegen aus der Baumkontrolle führten etwa 8000 notwendige Verkehrssicherheitskontrollen an den Bäumen durch, erstellten Pflegeübersichten und dokumentierten alle Kontrolldaten im digitalen Baumkataster. Auch auf den zahlreichen Baustellen in der Stadt begleiteten die Kolleginnen und Kollegen zahlreiche Maßnahmen und stellten sicher, dass der Schutz der Bäume eingehalten und mögliche Beschädigungen vermieden wurden.

Nach Unwetterwarnungen prüften die Mitarbeitenden mit geschultem Blick besonders sensible Bereiche wie Schulen, Sport- und Spielplätze sowie stark frequentierte öffentliche Räume und leiteten bei Bedarf umgehend notwendige Sofortmaßnahmen ein. Ein weiterer Schwerpunkt war die Bearbeitung von Bürgerhinweisen und Nachbarschaftsfragen zu städtischen Bäumen. Gemeinsam mit den Baumkontrolleurinnen und -kontrolleuren gingen die Kolleginnen und Kollegen diesen Meldungen zeitnah nach und nahmen fachkundige Einschätzungen direkt vor Ort vor.

Darüber hinaus standen sie Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern sowie anderen Fachabteilungen beratend zur Seite. Die Expertise unterstützte fundierte Entscheidungen und trug zu einer sicheren, nachhaltigen und verantwortungsvollen Entwicklung des Stadtgrüns bei. Mithilfe des Baumkatasters konnten gezielt passende Bäume zur Platzierung von über 100 Nistkästen ausgewählt werden.

Spiel- und Freizeitanlagen: Kontrolle

Die städtischen Spiel- und Freizeitanlagen standen in diesem Jahr im besonderen Fokus der digitalen Erfassung und Dokumentation. Neben der Erfassung der Bestände und den etwa 2000 laufenden Kontrollen der Verkehrssicherheit auf den Spielplätzen, Bolzplätzen und Schulhöfen konnten durch die im Kataster hinterlegten Informationen zahlreiche Pflegemaßnahmen zielgerichtet unterstützt werden.

Projekt städtisches Lagerbuch

In diesem Jahr wurden im Lagerbuch rund 400 städtische Flächen auf ihre jeweiligen Zuständigkeiten überprüft. Diese äußerst arbeitsintensive Aufgabe trug wesentlich dazu bei, Verantwortlichkeiten klarer zu definieren und die Pflege- sowie Verwaltungsprozesse weiter zu optimieren.

Projekt Aufbau eines Grünflächenkatasters

Ein wichtiger Schwerpunkt in diesem Jahr war der Start des Projekts zum Aufbau eines umfassenden Grünflächenkatasters. Ziel ist es, alle städtischen Grünflächen – von Parkanlagen bis hin zu Wegbegleitgrün – strukturiert zu erfassen und digital abzubilden.

Damit wird eine transparente, einheitliche und zukunftsfähige Datenbasis geschaffen, die sowohl für die Planung als auch für die Pflege und Weiterentwicklung der Grünflächen entscheidend ist.

Im Rahmen des Aufbaus des Grünflächenkatasters wurden alle Spiel- und Freizeitanlagen einschließlich deren Ausstattungen digital erfasst. Die gewonnenen Daten fließen zukünftig in eine systematischere Pflegeplanung und ermöglichen eine noch zielgerichtetere Weiterentwicklung dieser wichtigen Aufenthaltsräume.

Planung und Bau von Grünflächen 8-671

StadtGrün konnte den Bau und die Fertigstellung des Projektes „C6 Schlossberg-Garage Dachgarten“ realisieren. Die offizielle Einweihung erfolgte im Mai 2025.

Das InHK Bensberg verzeichnete Fortschritte in der Fertigstellung der Ausführungsplanungen zu den Maßnahmen „A2 Deutscher Platz | Hindenburgplatz“ und der Maßnahme „D3 Quartiersplatz Wohnpark Bensberg“. Beide Maßnahmen wurden erfolgreich ausgeschrieben und werden 2026 realisiert.

Am Schulzentrum der GGS Moitzfeld konnte der erste von insgesamt drei Bauabschnitten im Zuge der Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden.

In Zusammenarbeit mit der Schulbau GmbH konnten zwei Multi-Court-Anlagen geplant beziehungsweise realisiert werden im Bereich der GGS Hebborn und des Schulzentrums „Im Kleefeld“.

Das fachbereichsübergreifende Projekt Spielplatzstrukturanalyse wurde gestartet. Unter Federführung des FB 5-551 wurde die Grundlagenermittlung für die Bedarfsanalyse erstellt. Ziel ist es, eine realistische Spielflächenbedarfsplanung für die kommenden Jahre zu erarbeiten. Gleichzeitig sollen die erfassten Daten als Basis für das Spielplatzentwicklungskonzept dienen. Das Sachgebiet 8-67-1 Planen und Bauen von Grünflächen und Spielplätzen beteiligte sich an den Öffentlichkeitsveranstaltungen und lieferte das baufachliche Hintergrundwissen.

Baulich konnte der Spielplatz an der Theodor-Fliedner-Straße im Rahmen einer ersten Maßnahme wieder betriebsfähig hergestellt werden. Zeitgleich konnten die Entwurfs- und Ausführungsplanungen für den Spielplatz „Jubiläumssiedlung Kolpingstraße“ und für den Spielplatz Marjampolestraße weiter qualifiziert werden.

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Jahres 2025 im Sachgebiet Planen und Bauen von Grünflächen und Spielplätzen war die Vorbereitung der Friedhofsentwicklungsplanung. Die Stadt Bergisch Gladbach betreibt insgesamt fünf stadteigene Friedhöfe und einen Begräbniswald. Die Bestattungs- und Trauerkultur unterliegt starken Umbrüchen, da der gesellschaftliche Wandel neue Wege und Ansätze im Umgang mit Erinnerungsorten erfordert. Gräber sind pflegeleicht und kompakter zu gestalten. Die vorliegenden Trends zeigen eindeutig auf, wie sich die Bestattungskultur in Deutschland sowie die Einstellungen zu Fragen von Pietät und Totenwürde verändern.

In diesem Zuge konnte die Planung des Projektes „Friedhof Refrath – Eingang Nord“ angefangen werden. Ziel ist es, im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes einen sukzessiven Umbauprozess zu initiieren. Zurzeit ist die Belegungsrate am Friedhof Refrath hoch und die Anlage neuer Grablegen dringend erforderlich.

Kleinere Teilerfolge im Bereich der Instandsetzung konnten erzielt werden im Zuge der Teilinstandsetzung des Geopfades im Bereich des „Steinbruches Schlade“ und einiger Brückenerneuerungen im Bereich des Wanderwegenetzes.

Unterhaltung von Grünflächen 8-672

Im vergangenen Jahr konnte die Grünunterhaltung zahlreiche Maßnahmen erfolgreich umsetzen und weiterentwickeln. Ein wesentlicher Schritt war die vollständige Einführung des digitalen Spielplatzsystems, das bereits im Vorjahr angeschafft worden war. Nun steht den Mitarbeitenden ein modernes Werkzeug zur Verfügung, um Kontrollen, Dokumentationen und Instandhaltungsmaßnahmen transparenter durchzuführen.

Zur weiteren Modernisierung wurde über die EBGL eine neue Elektropritsche angeschafft. Sie unterstützt einen umweltfreundlichen Arbeitsalltag und reduziert die Lärmemission ebenso wie die vielen bereits seit Jahren in Betrieb genommenen Akkugeräte, wie z. B. Motorsägen, Freischneider und Blasgeräte.

Für die Akkus dieser Geräte wurde ein spezieller Akkuladeschrank beschafft, der bei einem Brand von Akkus im Ladevorgang eine Feuerverbreitung verhindert.

Auch im Bereich der Pflanz- und Pflegearbeiten konnten umfangreiche Maßnahmen realisiert werden: Insgesamt wurden 37 neue Straßenbäume im Stadtgebiet gepflanzt. Darüber hinaus brachte StadtGrün rund 1.200 Stauden, ca. 500 Wildstauden sowie knapp 70.000 Blumenzwiebeln in die Erde.

Mittlerweile gibt es rund 15.000 m² Wildblumenwiesen, die von StadtGrün gepflegt werden.

Erst vor einigen Wochen wurden fachbereichsübergreifend die Überarbeitung der Baumscheiben in der Fußgängerzone Bergisch Gladbach durchgeführt. Durch die Vergrößerung der Baumscheiben wurden Stolperfallen entfernt und die Optik wurde durch neue Stauden und Findlinge deutlich aufgewertet. Hier ist die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof hervorzuheben.

Friedhofsverwaltung 8-673

Auch auf den städtischen Friedhöfen wurden 2025 Projekte weiter vorangebracht. Beispielsweise haben die notwendigen Vorarbeiten für das Friedhofsentwicklungskonzept auf dem Friedhof in Bensberg stattgefunden. Zudem konnte die Planung für die Erweiterungsfläche auf dem Friedhof in Refrath weiter konkretisiert und bereits vorgestellt werden.

Auf dem Friedhof in Gronau konnte der Problematik mit Fraßschäden an Grabbepflanzungen durch Rehe entsprechend durch den Bau eines Zauns und durch das anschließend schonende Rausdrücken der Rehe vom Friedhofsgelände entgegengewirkt werden.

Der Bau und die Planung ergänzender Grab- und Urnengrabstellen auf allen städtischen Friedhöfen waren auch in diesem Jahr erneut von zentraler Bedeutung.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.