Das Selfie-Herz der Stadt wurde auf dem Konrad-Adenauer-Platz enthüllt. Foto: Thomas Merkenich

Der Fachbereich 9 „Büro des Bürgermeisters“ unter Leitung von Christian Ruhe umfasst u.a. Wirtschaftsförderung und Tourismus, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Ratsbüro mit Gremienbetreuung, Bürgeranregungen und -beschwerden, Ehrenamtsbüro, Ehrungen sowie Pflege und Ausbau der Städtepartnerschaften. Mit diesem Beitrag setzen wir die Dokumentation über die Jahresbilanz 2025 der Stadt fort. 

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

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Seit dem 1. November 2025 hat die Stadt mit Marcel Kreutz einen neuen Bürgermeister an ihrer Spitze. Mit dem Amtsantritt einher ging auch die Konstituierung eines neuen Rates, der nun aus 72 engagierten Ratsmitgliedern besteht. Gemeinsam setzen sie die Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre und prägen damit maßgeblich die weitere Entwicklung der Stadt.

Wirtschaftsförderung

Besonders geprägt war der Fachbereich 9 im Jahr 2025 durch einen bedeutenden Umzug: Die Wirtschaftsförderung zog in das historische Rathaus Stadtmitte ein, wodurch der Fachbereich 9 räumlich an einem Standort zusammengeführt wurde. Um dieses Vorhaben platztechnisch realisieren zu können, wurden Büros umgestaltet, Abläufe angepasst und personell enger zusammengerückt. Doch das Wichtigste war: Alle zogen an einem Strang. Dank gemeinsamer Anstrengung, Flexibilität und Teamgeist konnte dieses anspruchsvolle Projekt erfolgreich umgesetzt werden.

Die Wirtschaftsförderung fungiert als allgemeiner Ansprechpartner für die Wirtschaft vor Ort und konnte im Kleinen wie im Großen unterstützen, vermitteln, vernetzen und informieren. In täglichen Telefonaten, Mails, Terminen und Treffen konnten viele Anliegen pragmatisch geklärt werden, wenngleich auch nicht immer Abhilfe geschaffen werden konnte.

Die Stadtentwicklungsmaßnahmen (insbesondere Konversion des Zanders-Areals, Rahmenplanung Stadtmitte, Strategisches Entwicklungskonzept Gronau, Kommunale Wärmeplanung) wurden durch die Wirtschaftsförderung fachlich begleitet. Das Projekt „Gewerbeflächen neu denken“ wurde mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis gestartet, um in Zeiten knapper Flächen Maßnahmen für moderne Bestandsgewerbegebiete zu identifizieren.

Dem Thema Einzelhandel wurde 2025 verstärkte Aufmerksamkeit zuteil. Die Abteilung unterstützt den stationären Handel und steht in intensivem Austausch mit allen Interessengemeinschaften des Handels. Eng begleitet wurde der Umbau der Schloßstraße – mit vielen direkten Kontakten zu zahlreichen Händlern und Eigentümern sowie vor allem mit deren Interessenvertretungen.

Im Bereich Tourismus konnten in diesem Jahr neue Stadtführerinnen und Stadtführer gewonnen werden, wodurch das Angebot an kostenlosen Schnuppertouren für Bürgerinnen und Bürger deutlich ausgebaut wurde. Diese Touren bieten nicht nur die Möglichkeit, die Vielfalt der Führungsangebote kennenzulernen, sondern auch die einzelnen Stadtführerinnen und Stadtführer mit ihren thematischen Schwerpunkten zu entdecken – und so das Interesse an weiteren, teils kostenpflichtigen Angeboten zu wecken.

Die Zusammenarbeit mit den touristischen Akteurinnen und Akteuren wurde weiter intensiviert. Ziel ist es, bestehende Angebote stärker zu vernetzen und gemeinsam neue Ideen für die touristische Entwicklung der Stadt zu erarbeiten.

Mit einer von geladenen Gästen gut besuchten Podiumsdiskussion zum Thema „Tourismus als Wirtschaftsfaktor“ kamen über 50 Vertreterinnen und Vertreter der Branche zusammen. Sie konnten den Spitzenkandidaten für das Bürgermeisteramt den Wert des Tourismus verdeutlichen und sich weiter miteinander vernetzen.

In Sachen Breitband wird daran gearbeitet, das bundesweite Ziel zu erreichen, bis 2030 alle Haushalte mit Gigabitanschlüssen zu versorgen. Dazu wurden die städtischen Anforderungen diskutiert, angepasst und auf einen zügigen Ausbau ausgerichtet. Ein Meilenstein war der symbolische Spatenstich der Deutschen GigaNetz im Oktober in Refrath.

Parallel dazu hat sich die Abteilung nach personeller Neuaufstellung im vergangenen Jahr in diesem Jahr organisatorischen Veränderungen unterzogen: Die Abteilung wurde vollständig digitalisiert und ist zu den übrigen Abteilungen ihres Fachbereichs ins Rathaus Stadtmitte gezogen. Durch Digitalisierung und Umzug können Raum, Zeit und Kosten eingespart werden.

Sommerempfang, Stadtfest und Partnerstädte

Im Juni 2025 fand Frank Steins letzter Sommerempfang als Bürgermeister statt. Im Mittelpunkt stand die „Junge Kultur“ in Bergisch Gladbach. Rund 50 engagierte und kreative junge Menschen aus den Jugendzentren und der Max-Bruch-Musikschule brachten sich mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm – bestehend aus Theater, Rap, Hip-Hop, Breakdance, Graffiti und Pop-Musik – ein.

Moderiert wurde der Abend von JJ da Costa, einer charismatischen und zentralen Person in der städtischen Jugendarbeit. Er stellte überzeugend dar, dass die Jugend ein wichtiger Baustein der Stadtgesellschaft ist: Sie trägt frische Ideen und neue Ausdrucksformen in die Stadt und steigert so die Attraktivität Bergisch Gladbachs. Frank Stein bedankte sich bei den jungen Menschen mit der Einladung „Burger mit dem Bürgermeister“ im Nachgang des Sommerempfangs.

Traditionsgemäß hat Frank Stein zum Stadt- und Kulturfest Gäste aus den Partnerstädten eingeladen. Diesmal – in seinem letzten Jahr als Bürgermeister – hat er aus allen Partnerstädten Gäste eingeladen. Zugesagt haben Beit Jala, Butscha, Joinville-le-Pont, Marijampole, Pszczyna und Runnymede. Beeindruckend war vor allem die Anreise aus Beit Jala und Butscha angesichts der Krisen- und Kriegssituation.

Neben dem offiziellen Empfang in der Villa Zanders und der anschließenden gemeinsamen Eröffnung des Stadt- und Kulturfestes sowie des Bergisch Gladbacher Stadtlaufs wurde den Gästen für die nächsten Tage ein buntes Programm geboten. Dazu gehörte unter anderem eine Führung durch das Kunsthaus Villa Zanders.

Höhepunkt war die Einweihung des Butscha-Platzes am 13. September auf dem Zanders-Areal in Nähe der Gleis-Drehscheibe. Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter der Städtepartnerschaften sowie Repräsentanten der Stadt Bergisch Gladbach. In die Zeremonie der Einweihung eingebunden war – bewusst ausgewählt – die Pflanzung einer Pappel. Denn Pappeln standen an der bombardierten Bahnhofstraße in Butscha, an der das Massaker russischer Soldaten an der Zivilbevölkerung im Jahr 2022 stattfand. Die Pappel wächst an Flussufern und in Auen – und passt damit sehr gut zum Standort auf dem Zanders-Areal, bei dem es sich um einen Teil des Strundetals handelt.

Am Sonntag des Stadt- und Kulturfestes stellte sich die Städtepartnerschaftsszene Bergisch Gladbachs auf der Vereinsmeile mit dem Stand „Bergisch Gladbach international“ mit einem großen Informationsstand der Öffentlichkeit vor. Mittags fand an diesem Stand eine internationale Bürgerbegegnung statt – mit Frank Stein und seinen Gästen.

Aus Butscha waren während des Stadt- und Kulturfestes auch wieder 20 Schülerinnen und Schüler zu Besuch, die nunmehr seit drei Jahren im Austausch mit Schülerinnen und Schülern der Integrierten Gesamtschule Paffrath stehen. Wie immer lud Frank Stein die jungen Menschen zu einem separaten Empfang ins Rathaus ein.

Neben den genannten Begegnungen anlässlich des Stadtfestes fand im gesamten Jahr ein reger Austausch auch mit den anderen Partnerstädten statt, und es kam zu gegenseitigen Besuchen.

Ehrung der Ehrenamtler

Ob in der Kultur, im Sport, in der Politik, im Umweltschutz, im sozialen Bereich, in der Pflege des Brauchtums, in der Kirche oder in anderem Kontext – in Bergisch Gladbach tragen Freiwillige maßgeblich dazu bei, Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern. Frank Stein rief im März 2025 dazu auf, besonders engagierte Persönlichkeiten für eine Ehrung mit der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach vorzuschlagen, woraufhin zahlreiche Vorschläge eingegangen sind. Der Rat wird abschließend über die Auszeichnung voraussichtlich im März 2026 entscheiden.

Auch der Kontakt zur Bürgerschaft war und ist ein wichtiger Baustein im Alltag der Bürgermeister Frank Stein und Marcel Kreutz. Durch die Möglichkeit, unmittelbar mit der zentralen Stelle für Anregungen und Beschwerden der Stadtverwaltung in Kontakt zu treten, können Beschwerden, Anliegen und Anregungen von den zuständigen Mitarbeiterinnen unmittelbar an die zuständigen Stellen zur Prüfung und Bearbeitung weitergegeben werden.

Weiterhin konnten im vergangenen Jahr mit Beteiligung des zentralen Beschwerdemanagements drei Sitzungen des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden durchgeführt werden. Auch an dieses Gremium können sich Bürgerinnen und Bürger mit Eingaben wenden, die durch die lokale Politik beraten und behandelt werden.

Weitere Kolleginnen aus dem Bürgermeisterbüro haben rund 1.300 Altenehrungen und Ehejubiläen vollzogen.

Stadtrat und Ausschüsse

Die Arbeit des Sachgebiets Gremien konzentrierte sich auf den Abschluss der X. und den Übergang in die XI. Wahlperiode. Die in diesem Zusammenhang zu leistenden Abschlussarbeiten und Vorbereitungen – etwa betreffend eine neue Zuständigkeitsordnung, Geschäftsordnung, Umsetzung der Vorgaben der geänderten Gemeindeordnung NRW, Sach- und Geldmittelausstattung für die neuen Fraktionen und Gruppen, die in der konstituierenden Sitzung zu treffenden Wahlen und Beschlüsse, Information und Ausstattung der neuen Gremienmitglieder – nahmen viel Zeit in Anspruch.

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Tiefe Blicke in die komplexe Welt der Ratspolitik

Wie funktioniert Kommunalpolitik konkret? Wie arbeiten Stadtrat, Ausschüsse und Beiräte? In der BürgerAkademie beantwortete Christian Ruhe, Leiter des Bürgermeisterbüros, viele Fragen und gab einen spannenden Einblick in die praktische Ratsarbeit. Bei den Teilnehmer:innen weckte er Lust auf die erste Sitzung des neu gewählten Rates.

Hinzu kam ein personeller Wechsel in der Leitung des Ratsbüros nach einer mehrmonatigen Stellenvakanz. Dank der tatkräftigen vorbereitenden Mitarbeit der neuen Fraktionen, Gruppen und Ratsmitglieder verlief die konstituierende Sitzung des Rates reibungslos und der neue Rat konnte am 04.11.2025 erfolgreich seine Arbeit aufnehmen.

Kommunikation und Marketing

Das Jahr 2025 brachte viele neue Themen für die Abteilung Kommunikation und Marketing mit sich. Nicht zuletzt durch die Bürgermeister- und Stadtratswahl gab es viele Anfragen und Veranstaltungen, die begleitet wurden. Die Strategie, sich als beratende Anlaufstelle für alle Fachbereiche zu etablieren, zeigt bereits erste Wirkung.

Für das Team der Pressearbeit war es ein Jahr mit vielen Themen und Presseanfragen: Infrastruktur, Schulbau, der Wegfall von Veranstaltungsstätten für den Karneval und Sporthallen – all das wurde nicht nur mit Pressearbeit, sondern auch beratend, vorbereitend und moderierend begleitet, um eine transparente und zielgerichtete Information aller Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.

Eine Strategie, die aufging: Am Ende gab es viel Lob für die Stadtverwaltung, die Lösungen für alle Karnevalsvereine und Kulturschaffenden sowie die Sportvereine anbieten konnte.

Mit 400 versendeten Pressemitteilungen, unzähligen Anfragen, Pressegesprächen und Veranstaltungen wie Stadtfest, Kirmes etc. war es ein abwechslungsreiches Jahr. Die Zusammenarbeit mit dem Team auf Zanders intensivierte sich, denn mit dem neuen Geschäftsführer und der Gesellschaft, die die Entwicklung des Areals vorantreiben, ergaben sich zahlreiche gemeinsame Themenfelder.

Bei der Katastrophenschutzübung im Oktober wurde die Zusammenarbeit mit dem Kreis und vor allem das neue Bürgertelefon getestet, bei dessen Einführung die Abteilung Kommunikation und Marketing beteiligt ist. Außerdem wurde die Zusammenarbeit in der interkommunalen Abstimmung und Planung – auch zwischen verschiedenen Kommunikationsabteilungen – geprüft und auf dieser Grundlage optimiert.

Es ist gelungen, die Zahl der Nutzenden auf den beiden Plattformen Facebook (9.492 Follower am 20.11.2025) und Instagram (5.863 Follower am 20.11.2025) weiter zu steigern. Die Kampagne „Verliebt in Bergisch Gladbach“ zeigt Wirkung, indem sie das Image der Stadt durch positives Marketing stärkt und Bergisch Gladbach als liebenswerten Ort für seine Bürgerinnen und Bürger etabliert.

Besonders gut gelang dies mit der Enthüllung des Selfie-Herzens am 14. Februar 2025, das mit einem kleinen Event auf dem Konrad-Adenauer-Platz gefeiert wurde. Im Nachgang erreichten die Abteilung etliche Anfragen aus der Bevölkerung, die das Herz zu besonderen Anlässen in ihrem Stadtteil aufgestellt haben möchten. Insgesamt war das Herz 2025 an acht Standorten zu sehen. Die Idee ist, das Herz durch alle Stadtteile Bergisch Gladbachs zu schicken und damit ein Statement zu setzen. Auch für 2026 gibt es bereits viele Anfragen.

Die Präsenz des Social-Media-Teams beim Stadt- und Kulturfest, das den höchsten Traffic an Aufrufen an einem Tag brachte, oder bei der Aktion für moderne, möglichst inklusive Spielplätze in der Stadt sorgt zusätzlich dafür, dass die Stadtverwaltung bei den Bürgerinnen und Bürgern positiv wahrgenommen wird.

Neben rund 180 Beiträgen, die 2025 im Intranet erschienen sind, war der Relaunch des Mitarbeitenden-Magazins „Zusammenwirken“ eines der beiden großen Projekte, die das Team der internen Kommunikation in diesem Jahr erfolgreich zum Abschluss gebracht hat. Mit modernem Layout und neuen, zum Teil durch Abfragen bei den Mitarbeitenden entstandenen Rubriken, ist das online erscheinende Magazin nun zeitgemäß.

Das Team der internen Kommunikation spielte zudem eine beratende und unterstützende Rolle bei der Einführung von Microsoft Teams, das die IT im Frühjahr 2025 ausrollte. Einige Punkte, wie etwa Nutzungshinweise oder der Teams-Kanal mit Power Usern, in dem jede und jeder niedrigschwellig Fragen stellen kann, gehen auf die Initiative der internen Kommunikation zurück.

Das Online-Team hat neben dem Alltagsgeschäft viel Energie in die Vorbereitung des Relaunches der Website gesteckt. Es wurden Nutzerdaten erhoben und ausgewertet, Marktanalysen durchgeführt und Gespräche mit anderen Kommunen geführt, um die bestmögliche Lösung für die technische und inhaltliche Neuausrichtung der städtischen Website zu ermitteln.

Ende September wurde der Relaunch als erstes Pilotprojekt des neuen Projektmanagements den Fachbereichen und Dezernenten vorgestellt. Für die Umsetzung der neuen Site, vor allem für die Befüllung mit Inhalten, ist die Abteilung 9-13 auf die Expertise und Mitarbeit der Fachbereiche angewiesen. Im Jahr 2026 wird man in die operative Phase gehen.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Was hat es mit den Altenehrungen und Ehejubiläen auf sich? Gemäß der entsprechenden städtischen Richtlinie werden u.a. Goldhochzeitspaare geehrt, aber offenbar nicht alle, denn meine Eltern erhielten keine Ehrung. Müssen die Jubilare der Stadt auf irgendeine Weise gemeldet werden? Eigentlich sollten die Daten dem städtischen Standesamt doch vorliegen…