Roman Salyutov mit Solistinnen des Gedenkkonzertes. Foto: Helga Niekammer

Bei einem kammermusikalischen Gedenkkonzert für Gisela Schwarz hat Roman Salyutov die Rolle der verstorbenen Journalistin und Künstlerin für den Aufschwung des Sinfonieorchester Bergisch Gladbach herausgestellt. Und versprochen, ihr letztes Projekt weiter zu tragen.

Gisela Schwarz habe entscheidend dazu beigetragen, dass das Sinfonieorchester Bergisch Gladbach zu einem sichtbaren und geschätzten Bestandteil der Kulturlandschaft unserer Stadt wurde, betonte Roman Salyutov, der künstlerischer Leiter des Orchesters, bei einem Gedenkkonzert für die Verstorbene.

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 „Wir werden Gisela sehr vermissen“ hieß es weiter. Denn der gesellschaftliche Erfolg des Orchesters sei auch ihrer wohlwollenden Begleitung zu verdanken. Alle ihre Artikel und Überschriften, die im Zusammenhang mit dem Orchester erschienen, hätten dazu beigetragen, neue Musikerinnen und Musiker zu gewinnen, den Freundeskreis wachsen zu lassen und zahlreiche Anfragen zu verzeichnen, berichtete Salyutov.

Gisela Schwarz im Mai 2025. Foto: Helga Niekammer

Gisela Schwarz war kurz vor dem Jahreswechsel nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen habe sie im Telefonat mit dem Künstlerischen Leiter noch hoffnungsvolle Pläne geschmiedet. So habe sie an eine gemeinsame Reise in die litauische Partnerstadt Marijampole gedacht, erzählte Salyutov. Und dort das künstlerische Potential der Stadt in einem gemeinsamen Projekt aus Malerei und Musik zu präsentieren.

„Diesen Gedanken wollen wir  auf keinen Fall aufgeben“, sagte Roman Salyutov. „Die Werke von Gisela – ihre Kunst und ihre Texte – haben Bestand. Sie begleiten uns, wenn wir unsere Partnerstadt Marijampole besuchen und das verwirklichen, was ihr, so wichtig war. Gisela war immer für neue Dinge begeisterungsfähig: Ihr Wunsch lebt für uns weiter.“

Ein Teil der Spenden aus dem Gedenkkonzert wird für dieses Reiseziel verwendet. Ein weiterer Anteil geht an das Hospiz am Evangelischen Krankenhaus (EVK), wo Gisela liebevoll betreut worden war.

Es gab begeisterten Applaus von den zahlreichen Gästen im Spiegelsaal des Bergischen Löwen ür die dargebotenen kammermusikalischen Werke von W. A. Mozart, F. Mendelssohn, J. Brahms und F. Poulenc. 

Solisten: Agnes Grube, Oboe, Juliana Laenger, Violine, Jurate Cickeviciute, Bratsche, Silke Weisheit, Alt, Nadine Kathleen Baker, Flöte. Begleitet wurden die Musikerinnen von Roman Salyutov am Klavier. 

Eine persönliche Bemerkung zum Schluss: Herzlichen Dank für den schönen musikalischen Nachmittag an Roman Salyutov, für seinen einfühlsamen Rückblick auf die Verbindung zu Gisela Schwarz und an alle, die mitgewirkt haben. Möge die Idee, dieses noch offene Reiseziel zu realisieren, in Erfüllung gehen – ein Vorhaben, das Gisela Schwarz begeistert hätte. Sicher wäre sie die glückliche Beobachterin mit Platz in den Wolken mit Blick auf Musik, Malerei, Menschen in Marijampole.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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