Henny Brenner - Holocaust-Überlebende

Zum Holocaust-Gedenktag ist in der Bergisch Gladbacher Filiale der Kreissparkasse die Banner-Ausstellung „Werde Zweitzeug:in“ eröffnet worden. Sie erzählt die Geschichten von vier Holocaust-Überlebenden und richtet einen besonderen Fokus darauf, junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren.

Der Verein Zweitzeugen e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichten der Holocaust-Überlebenden weiterzutragen und sie anderen mitzugeben, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Am Holocaust-Gedenktag wird daran erinnert, welche schrecklichen Verbrechen unter dem Nationalsozialismus geschehen sind. Eine wichtige Rolle nehmen dabei die Zeitzeug:innen der damaligen Geschehnisse ein.

Die Bannerausstellung in der KSK in Bergisch Galdbach

Die Ausstellung

Zu diesem Zweck hat der Verein Zweitzeugen in Zusammenarbeit mit der Bildungs-Stiftung der Kreissparkasse Köln und dem Verein FAIReinskultur eine Banner-Ausstellung organisiert, die im Foyer der Bergisch Gladbacher Kreissparkasse in der Fußgängerzone bis zum 10. Februar zu sehen ist.

Von links nach rechts: Schüler des Gymnasiums Odenthal – Julie Wildschutz (Zweitzeugen e.V.) – Marius Handke (Lehrer am Gymnasium Odenthal) – Maria Böhm-Schweikert (Verein „Omas gegen rechts“) – Christian Brand (Bildungsstiftung der KSK Köln) – Christiane Bechem (Regionalvorstand KSK Köln) – Robert Wagner (Geschäftsführer FAIReinskultur). Foto: KSK

Gezeigt werden die Geschichten der vier Holocaust-Überlebenden Henny Brenner, Dr. Leon Weintraub, Wolfgang Lauinger und Chava Wolf. Ihre persönlichen Geschichten werden mit Infotexten, Bildern und Zitaten veranschaulicht. Sie verdeutlichen, wie sich Antisemitismus im Nationalsozialismus und in der Zeit danach äußerte.

Zitate der Überlebenden – Was wünschen sie sich von der heutigen Gesellschaft?

Dabei werden auch die Wünsche der vier Zeitzeugen gezeigt, die sie an die heutige Gesellschaft richten. Zum Beispiel der von Dr. Leon Weintraub: „Wenn jeder Mensch nur etwas Gutes tut, dann würde die Welt schon ein bisschen anders aussehen. Man braucht keine großen Taten.“

Die Ausstellung richtet sich an alle Altersgruppen. Besonders wichtig ist dem Verein aber, dass junge Menschen ab 12 Jahren ein besseres Verständnis für dieses Thema erlangen können.

Bei der Eröffnung erläuterte Julie Wildschutz als Vertreterin des Vereins Zweitzeugen die Ziele der Ausstellung. Es gehe um Aufklärung, nicht nur über die NS-Zeit, sondern auch darüber, wie sich Antisemitismus und Diskriminierung danach entwickelt hätten. Außerdem liege ein Fokus auf der Verbindung der Generationen, um das Verständnis für das Leid der Betroffenen zu erhalten.

Wildschutz berichtete auch davon, wie der Verein mit den vier Überlebenden gesprochen hat. Sie betonte den Mut der Zeitzeug:innen, die sich dazu entschieden hätten, über ihre traumatischen Erlebnisse zu berichten.

Julie Wildschutz (Zweitzeugen e.V.) erläutert die Banner der Ausstellung

Beteiligung des Gymnasiums Odenthal

Bei der Eröffnung waren Schüler:innen des Gymnasiums Odenthal mit ihrem Lehrer Marius Handke anwesend. Sie hatten zuvor an einem Workshop der Zweitzeugen an ihrer Schule teilgenommen. Bei dieser Gelegenheit hatten sich die Schüler:innen bereits mit den in der Ausstellung vorgestellten Personen befasst. Bei der Eröffnung konnten sie nun Wildschutz bei der Vorstellung der vier Zeitzeug:innen unterstützen und ihre persönlichen Eindrücke schildern.

Workshop für Jugendliche

Um das Verständnis für die Geschichten der Holocaust-Überlebenden bei Jugendlichen zu stärken, organisiert der Verein Zweitzeugen unter dem Motto „Geschichte weitertragen“ und in Kooperation mit dem Verein FAIReinswesen einen Workshop für Jugendliche ab 14 Jahren. Dieser findet am 9. Februar von 14:30 bis 17:30 Uhr in der VHS statt. Dabei wird auch die Ausstellung besucht.

Anmeldung bei Robert Wagner von FAIReinskultur
robert.wagner@faireinskultur.de
0172/ 525 38 35


Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar zu sehen.
Kreissparkasse Köln
Hauptstraße 208-210
51465 Bergisch Gladbach

Öffnungszeiten:
Montag: 9 – 13 und 14 – 18 Uhr
Dienstag: 9 – 13 und 14 – 16 Uhr
Mittwoch: 9 – 13 Uhr
Donnerstag: 9 – 13 und 14 – 18 Uhr
Freitag: 9 – 13 und 14 – 16 Uhr

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  1. Großartig und danke. Die zweite Schuld, insbesondere allen AfD Wählern zur Kenntnis:

    Gauland von der AfD trotz der Massenmorde in einer Rede am 2.9.2017: „Wir haben das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen.“

    1. Das ist in der Tat eine der furchtbarsten Entgleisungen der letzten Jahre und das eine solche Person in irgendeiner Form noch in dieser Partei etwas zu sagen, sagt alles über diese Partei aus.