Foto: Bono e.V.

Was wie die große Liebe beginnt, kann in emotionaler Abhängigkeit, Gewalt und sexueller Ausbeutung enden. Sogenannte „Loverboys“ täuschen jungen Mädchen Liebe und Zuneigung vor, um sie gezielt zu manipulieren und schließlich in die Prostitution zu drängen. Um diese Gefahr geht es bei einem Informationsabend am Freitag in der IGP.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des BONO-Direkthilfe e. V.

Unter dem Titel „Verliebt. Verführt. Verkauft. Achtung Loverboys!“ laden die BONO-Direkthilfe e. V., die Integrierte Gesamtschule Paffrath und die Gleichstellungsstelle der Stadt Bergisch Gladbach am Freitag, 6. November 2026, um 18 Uhr zu einem öffentlichen Informationsabend in die Integrierte Gesamtschule Paffrath ein. 

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Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Jugendliche, Eltern und alle, die junge Menschen in ihrem Alltag begleiten, ebenso wie an die interessierte Öffentlichkeit aus Bergisch Gladbach und der Region. 

Die Gefahr erkennen, bevor es zu spät ist 

Die Täter gehen oft äußerst geschickt vor: Sie suchen über soziale Medien, im schulischen Umfeld oder an anderen Treffpunkten Kontakt zu Jugendlichen. Mit Aufmerksamkeit, Zuneigung und Geschenken gewinnen sie deren Vertrauen.

Was zunächst wie eine Liebesbeziehung erscheint, entwickelt sich schleichend zu einer emotionalen Abhängigkeit. Häufig bemerken weder die Betroffenen selbst noch ihre Familien, welche Gefahr dahintersteckt. 

Die perfiden Methoden der Loverboys werden oftmals unterschätzt und die damit verbundenen Risiken verharmlost. Doch auch Mädchen, die in einem liebevollen und stabilen familiären Umfeld aufwachsen, können betroffen sein. Umso wichtiger ist es, die Vorgehensweisen der Täter zu kennen, Warnsignale rechtzeitig zu erkennen und zu wissen, wie Betroffenen geholfen werden kann. 

Vier Expertinnen – vier Perspektiven 

Bei dem Themenabend kommen vier Frauen zu Wort, die das Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten: 

  • Sandra Norak, Juristin und selbst Betroffene der Loverboy-Masche, berichtet aus eigener Erfahrung über die Mechanismen emotionaler Abhängigkeit und die Schwierigkeiten, sich daraus zu befreien. 
  • Jana Mohnfeld-Knotkova, Diplom-Psychologin und Kinder- und Jugendlichentherapeutin der Fachberatungsstelle MehrBlick e. V., erklärt die psychologischen Hintergründe und zeigt auf, wie Eltern und Bezugspersonen Warnsignale erkennen und angemessen reagieren können. 
  • Jennifer Lorenz, Kriminalhauptkommissarin der Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis, gibt Einblicke in die Vorgehensweisen der Täter und erläutert, welche Möglichkeiten Polizei und Umfeld haben, einzugreifen. 
  • Sonja Limbach, Vorstandsmitglied der BONO-Direkthilfe e. V., beleuchtet die Bedeutung von Aufklärung und Prävention und die gemeinsame Verantwortung, junge Menschen vor Ausbeutung zu schützen. 

Moderiert wird die Gesprächsrunde von der Diplom-Psychologin Margret Grunwald-Nonte. 

Verliebt. Verführt. Verkauft. Achtung Loverboys! 
Freitag, 6. November 2026 
18:00 Uhr / Dauer: ca. 90 Minuten 
Integrierte Gesamtschule Paffrath
Borngasse 86, 51469 Bergisch Gladbach 

Veranstalter: BONO-Direkthilfe e. V., Integrierte Gesamtschule Paffrath und Gleichstellungsstelle der Stadt Bergisch Gladbach – in Zusammenarbeit mit weiteren regionalen Kooperationspartnern. 

Fragen stellen, ins Gespräch kommen, Hilfe finden 

Nach einem kurzen emotionalen Einführungsfilm und Impulsbeiträgen der Expertinnen bietet eine moderierte Podiumsdiskussion Gelegenheit, Fragen zu stellen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Wer seine Fragen nicht öffentlich stellen möchte, kann diese auch anonym und schriftlich einreichen. 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit den Expertinnen persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über Beratungs- und Unterstützungsangebote zu informieren. 

Die Loverboy-Methode geht uns alle an. Daher sind insbesondere Jugendliche, Eltern und alle, die Interesse haben, herzlich eingeladen, sich an diesem Abend zu informieren und Fragen zu stellen. Denn nur wer die Warnsignale kennt, kann Gefahren frühzeitig erkennen und dazu beitragen, junge Menschen vor Ausbeutung zu schützen. 

Der Name „BONO“ geht zurück auf das lateinische Wort „bonum“, das Gute. Die BONO-Direkthilfe hilft Menschen, die akut in Not sind und niemanden haben, an den sie sich wenden können. Der Verein mit Sitz in Bensberg setzt sich für Kinder- und Frauenrechte ein. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit...

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