© Deutsche Stiftung „Weg der Hoffnung“

Das Begegnungscafé Himmel un Ääd unterstützt erneut zwei Projekte: lokal die Aufklärung gegen die „Loverboy“-Masche durch die BONO-Direkthilfe und international Bildungs- und Ausbildungsprogramme für benachteiligte Kinder in Kolumbien durch die Stiftung „Weg der Hoffnung“. Beide Initiativen werden durch Spenden und Trinkgelder des Cafés gefördert.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des Himmel un Ääd.

+ Anzeige +

Jeweils über den Zeitraum eines Quartals informiert das Team von Himmel un Ääd im „Doppelpack“ über ein lokales Sozialprojekt und eins aus der „Einen-Welt“. Diese Projekte werden am Ende des Zeitraums aus den Trinkgeldern und Spenden der Café-Gäste sowie aus den Veranstaltungen und Aktionen des Begegnungscafés auch finanziell unterstützt. 
Hier geht´s zu den Informationen aller bisher unterstützten Projekte: Webseite

© BONO-Direkthilfe e.V.

Aufklärung gegen die „Loverboy“-Masche – ein neuer Schwerpunkt der „BONO-Direkthilfe“Das lokale Projekt

Ergänzend zu seinem Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution in den Ländern Nepal, Indien und Bangladesh wird der „BONO-Direkthilfe e.V.“ zukünftig einen weiteren Schwerpunkt auf das Engagement in Deutschland legen – in Form von Prävention, Aufklärung und direkter Unterstützung Betroffener. 

Dieses neue Projekt konkretisiert das Engagement der Mädchenberatungsstelle Bergisch Gladbach, die im vierten Quartal 2024 von Himmel un Ääd unterstützt wurde.

Wie Mädchen in die Falle tappen

In Deutschland stieg die Zahl der gemeldeten Fälle von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung im Jahr 2023 auf über 406 – 20% davon wurden durch die „Loverboy“-Masche zur Prostitution gebracht. Loverboys sind junge Männer, die eine Liebesbeziehung zu einem Mädchen oder einer jungen Frau vortäuschen, um sie später in die Prostitution zu locken bzw. zu zwingen. Es handelt sich dabei um eine Form von Menschenhandel.

Die Loverboy-Masche ist immer dieselbe: Die Täter täuschen die große Liebe vor, machen Mädchen oder junge Frauen emotional abhängig und treiben sie in die Prostitution. Der Erstkontakt erfolgt besonders häufig über soziale Netzwerke und Dating-Portale. Dabei suchen die Loverboys bewusst nach Mädchen und jungen Frauen, die ein mangelndes Selbstbewusstsein zeigen oder Probleme in der Schule oder in ihrer Familie haben.

Einmal im Teufelskreis gefangen, gibt es kaum noch einen Ausweg. Viele Mädchen sind dann bereits im Rotlichtmilieu verstrickt, betäuben sich mit Alkohol oder Drogen. Die Scham, in diese Situation geraten zu sein, erschwert den Ausstieg zusätzlich.  

Präventions-Workshops an Schulen

Im Rahmen des Programms „Liebe ohne Zwang“, einem Projekt von Blickfeld Menschenhandel e.V., wurden sechs Mitglieder der BONO-Direkthilfe im Juli 2024 als Multiplikatorinnen ausgebildet und befähigt, zukünftig Präventions-Workshops an Schulen durchzuführen. 

Bei diesen werden die Schülerinnen und Schüler im Alter von 13-19 Jahren über die „Loverboy“-Masche aufgeklärt. In den Workshops lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sie „Loverboys“ erkennen und sich vor ihnen schützen können. 

Der erste Workshop wurde mit großem Erfolg im November diesen Jahres an der Elly-Heuss-Knapp-Realschule in Köln-Mülheim durchgeführt. Weitere Schulen aus der Region haben bereits ihr Interesse bekundet. 

Weitere Infos auf www.bono-direkthilfe.org  und www.liebe-ohne-zwang.de
Spendenkonto: BONO-Direkthilfe e.V. / IBAN DE71 3705 0299 0373 0023 53

© Deutsche Stiftung „Weg der Hoffnung“

Das Projekt aus der „Einen-Welt“: Bildung und Ausbildung in den Elendsvierteln von Villavicencio – Kolumbien

Trotz Ende des bewaffneten Konflikts wachsen die Armenviertel in Kolumbien weiterhin. Landraub und Vertreibung halten an, und ein Elendsgürtel mit etwa 150.000 Vertriebenen, die Opfer des Bürgerkrieges sind, umgibt die Stadt Villavicencio. Aus diesem Grund setzt sich die Deutsche Stiftung „Weg der Hoffnung“ mit Sitz in Aschaffenburg seit 1973 für Menschen in Not in Villavicencio ein.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in den Elendsvierteln von Villavicencio, wo Bildung und Ausbildung im Mittelpunkt der Projekte stehen. Kinder aus Flüchtlingsfamilien, die oft nur mit dem Nötigsten

entkommen sind, haben die Möglichkeit, die Schule zu besuchen – ein Privileg, das in Kolumbien nicht selbstverständlich ist. Halbwaisen und Vollwaisen haben kaum Chancen auf Bildung, da ihre Angehörigen oft nicht einmal genug Geld für Grundnahrungsmittel haben, geschweige denn für die erforderliche Schuluniform oder Schulgeld. 
In Kolumbien darf nur zur Schule gehen, wer die Schuluniform, Schuhe, Ausstattung und Gebühren bezahlen kann.

Die Stiftung sorgt dafür, dass Menschen mit Behinderungen für Beruf und Leben fit gemacht werden, da sie vom kolumbianischen Staat keinerlei Unterstützung erfahren – im Gegenteil, sie werden oft ausgegrenzt. 

Die Behindertenarbeit der Sagrada Familia und die beschützende Werkstätte „Manos Amigas“ („Freundeshände“) möchten die Schwerpunktarbeit für Menschen mit Behinderungen – sowohl für Kinder als auch für Jugendliche – unterstützen, da es für Menschen mit Handicap in Kolumbien besonders schwierig ist. Sie werden oft ausgegrenzt und müssen in unvorstellbarem Elend in ihren Hütten vegetieren.

Über 150 Kinder mit Behinderungen werden durch die Arbeit von Camino de la Esperanza gefördert, ernährt, bekleidet und ihre Talente werden geweckt. Die Mitarbeiter nennen sie liebevoll „besondere Kinder“ – „niños especiales“. Je nach ihren Bedürfnissen erhalten sie Unterstützung durch Physiotherapie, Krankengymnastik, Sprachförderung oder psychologische Behandlung.

In zwei Kindertagesstätten in den Armenvierteln La Reliquia und Porfía sind die behinderten Kinder bereits seit vielen Jahren in die Kindergartengruppen integriert – ein einzigartiges Konzept der Inklusion in Kolumbien.

Weitere Infos: www.wegderhoffnung.de  

Spendenkonto: Stiftung „Weg der Hoffnung“ / IBAN DE22 5019 0000 0000 8484 84

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.