Um den Rückhalt der Bevölkerung für den Erhalt des Nicolaus-Cusanus-Gymnasium und der Schulen im Kleefeld an ihrem aktuellen Standort zu dokumentieren hat sich die Elternschaft des NCG (in Absprache mit den Kleefeldern und der eigenen Schulleitung) dazu entschlossen, ein Bürgerbegehren gemäß § 26 Gemeindeordnung in Gang zu setzen.

Der Entwurf des Begehrens ging heute an Bürgermeister Lutz Urbach – mit der Bitte um um rechtliche Hilfestellung und Prüfung bei der Einleitung des Bürgerbegehrens. Gleichzeitig wird der Bürgermeister gebeten, die Kosten der im Bürgerbegehren verlangten Maßnahmen einzuschätzen und mitzuteilen.

Für den Erfolg des Bürgerbegehrens müssen fünf Prozent der Bürger (rund 4500 Personen) unterschreiben. Sollte der Stadtrat dem Begehren nicht folgen, ist ein Bürgerentscheid vorgesehen – der bei einem Erfolg bindend wäre.

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Der Wortlaut unseres Bürgerbegehrens:

Ich unterstütze mit meiner Unterschrift die Initiative zur Durchführung eines Bürgerbegehrens/Bürgerentscheides mit nachfolgender Fragestellung:

Sind Sie für den Erhalt des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums am Standort Reuterstraße und für den Beginn der notwendigen Sanierung am
Nicolaus-Cusanus-Gymnasium ab 2013

sowie

für den Erhalt des Schulstandortes Im Kleefeld mit einer Haupt- und Realschule bzw. einer Sekundarschule?

Mit meiner Unterschrift spreche ich mich für den Erhalt des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums am Standort Reuterstraße und für den Beginn der
notwendigen Sanierung am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium ab 2013 sowie für den Erhalt des Schulstandortes Im Kleefeld mit einer Haupt- und
Realschule bzw. einer Sekundarschule aus.

Begründung:

Von der Stadtverwaltung wird derzeit die zukünftige Schulentwicklung in Bergisch Gladbach und die mögliche Schließung/Verlagerung von Schulstandorten insbesondere vor dem Hintergrund rückläufiger Geburtenzahlen und notwendiger Haushaltseinsparungen geprüft. Nach Durchführung einer Befragung bei zukünftig betroffenen Eltern zu den weiterführenden Schulen soll die Verwaltung dem Rat der Stadt Bergisch Gladbach für die Ratssitzung am 3. Juli 2012 hierzu Vorschläge unterbreiten.

Eine bisher von der Verwaltung favorisierte Variante war die Zusammenlegung der Haupt- und Realschulen Kleefeld und Ahornweg sowie die Gründung einer Sekundarschule am Standort Ahornweg, um dem Schülerschwund am Standort Ahornweg entgegenzuwirken. Das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium sollte dann in das Gebäude Kleefeld verlegt werden, um dauerhaft Unterhaltskosten von rund 900.000 Euro für den Schulbetrieb sowie Sanierungskosten von rund 12 Millionen Euro am Standort Reuterstraße einsparen zu können.

Hinweis: Die Sekundarschule ist eine aus dem Schulkonsens hervorgegangene neue Schulform der Sekundarstufe I in NRW. Kennzeichen sind längeres gemeinsames Lernen,
Vorbereitung sowohl auf eine berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife und verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs.

Wir möchten für unsere Kinder beste Bildungsmöglichkeiten! Deshalb sind wir der Auffassung, dass das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium an seinem bisherigen Standort an der Reuterstraße und die Haupt- und Realschule (künftig eventuell als Sekundarschule) an ihrem Standort Im Kleefeld bestehen bleiben sollen,

  • damit auch weiterhin ein vielfältiges Bildungsangebot in gut erreichbarer Nähe für Familien im Norden der Stadt Bergisch Gladbach erhalten bleibt,
  • da selbst bei sinkenden Schülerzahlen keine Räume ungenutzt leer stehen werden, sondern vielmehr pädagogisch genutzt werden können und Lernen in kleineren Gruppen möglich wird,
  • da beide Standorte gut angenommen sind und verkehrstechnisch gut liegen (innenstadtnahe Lage, gute Verkehrsanbindung zu S-Bahn und Busbahnhof),
  • da die Nachbarschaft zu Musikschule, Turnerschaft und Belkaw-Arena für die Schulen vielfältige Chancen für künftige Entwicklungen bietet und bereits Kooperationen bestehen,
  • da auch zwischen den Schulen bereits Kooperationen bestehen und weiter ausgebaut werden können,
  • damit die nördlichen Stadtteile durch den Erhalt der bestehenden Schulinfrastruktur weiterhin attraktiv für Zuzüge bleiben. Hierdurch kann einer möglichen Überalterung der nördlichen Stadtteile begegnet werden (Stichwort: Generationenwechsel).

Für den Erhalt des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums am Standort Reuterstraße spricht außerdem, dass

  • dort das bestehende Raum- und Freiflächenangebot optimale Bedingungen in Bezug auf pädagogische Konzepte und bildungspolitische Forderungen bietet – wie zum Beispiel individuelle Förderung von leistungsschwachen und leistungsstarken Schülern, Ganztag und Inklusion,
  • es aus unserer Sicht vor allem aufgrund des Wegfalls der verbindlichen Grundschulempfehlung noch nicht absehbar ist, wie sich die Anmeldezahlen am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium zukünftig entwickeln werden – derzeit ist es stark gefragt – ,
  • bereits millionenschwere Investitionen in das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium getätigt wurden (neue naturwissenschaftliche Räume, Neubau eines zusätzlichen Schultraktes, Mensa/Cafeteria, Aufenthaltsräume, Turnhallen, Teile des Schulhofs, Schüleroase).

Das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium wurde von der Verwaltung mit einem hohen Sanierungsbedarf eingestuft. Insbesondere der dringend notwendige Austausch der Fenster inklusive Sanierung der Außenfassade, die Totalsanierung der Aula inklusive des Daches und der Akustik sowie eine Sanierung des Schulhofes erfordern aus unserer Sicht eine kurzfristige Umsetzung.

So sollte mit ersten Sanierungsmaßnahmen endlich in 2013 begonnen werden, um die Rahmenbedingungen für Schüler/innen und Lehrer/innen stetig zu verbessern. Die aus Sicherheitsgründen vordringlichen Brandschutzmaßnahmen werden vom Nicolaus-Cusanus-Gymnasium bereits aktuell thematisiert und sind aus diesem Grunde – eine alsbaldige Realisierung voraussetzend – hier nicht mehr explizit aufgeführt.

Weitere Informationen:

Alle Beiträge zur Schulstandortdebatte

Die NCGler

Hinter diesem Namen stehen Eltern, denen die Zukunft des NCG am Herzen liegt. Sie erreichen uns unter Elternvertretung@ncg-online.de

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