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Die Reuterstube wurde zur Weinstube

Die Reuterstraße in Hebborn entwickelt sich zum Mekka der Bergisch Gladbacher Weinfreunde. Jacques’ Weindepot befindet sich dort schon seit vielen Jahren, nun ist in der ehemaligen Reuterstube die Weinhandlung “Maison Pompette” eingezogen.

Dabei handelt es sich allerdings um einen Alteingesessenen: denn das “beschwipste Haus” ist lediglich der neue Name des Weindepots “Chez Daniel” von Nikolaus Philipps, das bereits in den 90er Jahren an der Paffrather Straße gegenüber dem Stadion residierte. Doch aus der alten Werkstattgebäude musste “Chez Daniel” in aller Eile ausziehen, weil das Gemäuer unter den Folgen des unterirdischen Kanalbaus litt und einzustürzen drohte.

Die Weinhandlung fand in Schildgen an der Kreuzung der Altenberger Dom Straße in Richtung Leverkusen eine Notunterkunft. Nach sechs Jahren im Schildgener “Exil” entschloss sich dann aber der neue Inhaber Thomas Reinken, zurück nach Hebborn zu gehen, als sich die Chance ergab, die traditionsreiche Reuterstube zu übernehmen.

Das “Maison Pompette” an der Reuterstraße

Dort präsentiert Reimken jetzt seine Fundstücke: Weine aus kleinen Lagen und von kleineren Anbietern, die er auf seinen Reisen selbst entdeckt und ausgewählt hat. Seine Philosophie beschreibt er so:

Guter Wein braucht keine große Show und keine angestaubten Worte. Er sollte einfach zu dem Menschen passen, der ihn trinkt. Ihren Geschmack zu treffen, ist das Ziel unserer Beratung.”

Tatsächlich kann Reinken ein paar Raritäten bieten. Auf meine Frage nach einem kräftigen Spanier, “nicht unbedingt ein Rioja”, präsentiert er einen Finca Laborca von 2006 – ein Rioja, allerdings aus dem spanischen Baskenland. Und als ungwöhnlichen Franzosen zieht er eine Flasche Florès aus dem Regal, ein Cuvee aus dem Languedoc, “das einfach Spaß macht – wie eine Abfahrt im Pulverschnee.”

Thomas Reinken auf Entdeckungstour. In der Mitte: das alte “Chez Daniel”. Foto: Maison Pompette

(Noch) kann man im Maison Pompette die Weine nicht probieren, der Stil ist anders, kleiner und dadurch intimer als bei Jacques’ ein paar hundert Meter weiter. Und noch wird im neuen Weinhaus improvisiert, so fehlen zum Beispiel die Preisschilder.

Aber das Maison ist alles andere als elitär, die Preise beginnen bei 3,50 Euro, der größte Teil des Angebots bewegt sich zwischen fünf und zehn Euro, auch wenn die Skala nach oben hin offen ist.

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