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3 Kommentare zu “Der Baumschutz ist und bleibt ein Trauerspiel”

  1. Achtung Sarkasmus!

    Vieleicht soll so verhindert werden, dass Bergisch Gladbach zu einer Schlafstadt im Grünen verkommt. – Also weg mit dem Grün!

  2. Ich zitiere aus dem Artikel vom 1.10.2013 “Ein Baum ist ein Baum”:

    “Eigentlich wird unserem Land ja eine besondere Beziehung zu Bäumen und auch zu Wissenschaftlern nachgesagt. Von einem der berühmtesten deutschen Naturwissenschaftler, zugleich dem Erforscher und Entdecker Südamerikas, nämlich Alexander von Humboldt, ist folgender Spruch überliefert:

    Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges Wunder, und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen von Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnung des einzelnen.“

  3. Das Problem mit dem immer wieder passionierten Bäumefällen hat seine Ursache
    nicht zuletzt auch in zwei Reflexen, die kultur- und sozialgeschichtlich erklärbar sind:

    Reflex 1: Jeder echte Kerl muss (mindestens) einen Baum im Leben fällen …
    Reflex 2: Jeder gefällte Baum ergibt automatisch (mindestens) einen Prozentpunkt Wirtschaftswachstum mehr …
    Beide Reflexe können natürlich auch zusammenwirken.

    Das bedeutet im Umkehrschluss:
    Wer beim munteren Bäumefällen zur Selbstbestätigung oder für den Aufschwung
    zuckt oder gar zu Maß und Überlegung auffordert
    (also erst denken, dann fällen – oder eben nicht),
    der ist kein echter Kerl oder/und ein Wachstumsblockierer bzw. Aufschwungbremser.

    Oft genug zeigt sich allerdings -hinterher-,
    dass (baulicher) Fortschritt / wirtschaftliche Expansion
    auch mit Baum / Bäumen möglich gewesen wäre,
    wenn man -vorher- nachgedacht hätte.

    Ich weiß nicht, ob und inwieweit eine Baumschutzsatzung
    in diesem Sinne wirksam dienlich wäre,

    – sprich eben jenes reflexartige Bäumefällen zugunsten einer gescheiten Vorprüfung aufzuschieben, um bei berechtigtem Zweifel bis schlichtem Unsinn
    den flotten Kahlschlag zu verhindern oder auch zu erkennen: Ist leider nicht zu vermeiden.

    Sollte eine Baumschutzsatzung aber diesen Effekt haben
    – und das für alle Beteiligten effektiv (= unbürokratisch, zeitnah, nachvollziehbar) –
    dann spricht wenig bis nichts gegen ihre Einführung.

    Also: Noch ´mal nachdenken, ggf..andere (wirksame) Alternativen überlegen,
    denn gefällt ist schnell, wachsen braucht länger (gilt i.d.R. nicht bloß für Bäume)

    Gruß!
    HGU

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