Der gewundene Stamm des Hängeschnurbaums, glatt wie ein Popo.

Im Rahmen des Jubiläums „625 Jahre Papier in Deutschland”, der am Samstag bundesweit mit Tagen der offenen Tür gefeiert wurde, hat auch das Kulturhaus Zanders seine Türen und Tore geöffnet. In den Räumen des Kulturhauses gab es viel Informtion und einen Vortrag zum Thema Papier.

Papier hat aber auch eine natürliche Verbindung zu Holz – und das aktuelle Kunstwerk aus Holz in der Stadt ist der Hängeschnurbaum, der darauf wartet, endlich aufgestellt zu werden. Daher wurde er am Samstag in Form einer Vernissage gefeiert.

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Dabei liegt der Baum derzeit noch draußen im Park des Kulturhauses, vorbereitet für die Montage an seinem zukünftigen Standort. Die Wiese hatte das Kulturhaus dem Gestalter des Baumes, Georg Becker, zur Verfügung gestellt für eine Installation seiner Kunstwerke, die er aus den abgeschnittenen Ästen des Baumes gestaltet hat.

Georg Becker mit Gästen im Garten des Kulturhauses Zanders

Auf einem Ständer im Garten konnte man das Gedicht von Gisela Becker-Berens über den Baum des Lebens lesen. Sehr passend zu diesem Anlass. Aber dahinter drängte sich bereits der Hängeschnurbaum selbst ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Die verschlungenen Äste der Baumkrone.

Die Befestigung auf einer Bodenplatte macht einen brutalen Eindruck. Aber zur Sicherung des Baumes gegen Umfallen musste das wohl sein. Georg Becker will die Schlitze noch verkitten und am Standort werden die Stahlplatten mit Kies abgedeckt, dann wird man von diesen „Wunden” nichts mehr sehen.

Nicht alle Äste konnten am Baum bleiben. Sehr viele mussten abgeschnitten werden. Georg Becker hat kleine Kunstwerke daraus gemacht und nun im Garten des Kulturhauses präsentiert.


Weitere, mit der Kreissäge gestaltete Objekte des Künstlers Georg Becker.

Die Wiese füllte sich mit Gästen, anschließend versammelte man sich im Haus, wo zur Feier des Tages einige kurze Reden gehalten wurden.

Hier mussten viele Stühle ergänzt werden, die Veranstaltung war sehr gut besucht.

Unter den Gästen: Frau Gisela Becker-Berens, die Autorin des Gedichtes (Mitte)

 Hans Wolfgang Zanders, der Eigentümer des Kulturhauses Zanders, begrüßte die Gäste.

Der stellvertretende Bürgermeister, Josef Willnecker, erzählte die Geschichte des Hängeschnurbaums.

Jürgen Drissler, Vorsitzender des Fördervereins des LVR Industriemuseums Alte Dombach, sprach ausführlich über die Geschichte der Papierherstellung in Bergisch Gladbach.

Last, noch least, Georg Becker, der Freude und Dank für die Anerkennung seines Kunstwerkes zum Ausdruck brachte.

Es gab Prosecco und Häppchen für das Wohl der Gäste. Außerdem hatte man zur musikalischen Unterhaltung einen Yidaki-Künstler eingeladen: Guido Meißner.

 

Da hätte ich gerne noch eine Weile länger zugehört. Die schlechten Busverbindungen und ein einsamer Hund zuhause ließen mich dann doch zeitig wieder aufbrechen. Aber ich denke, die Veranstaltung war erfolgreich und die Gäste fühlten sich wohl.

Am 2. Juli soll der Baum nun an seinen endgültigen Standort umziehen: Vor die Hirschapotheke, gegenüber der Gnadenkirche.

Unbehandelt, mit Rinde

Durchblick

Noch mehr Fotos gibt es im Blog der Autorin.

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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