Jonathan Dahlke und dem "König der Athleten", dem Zehnkampfweltrekordler und Olympiasieger Ashton Eaton

Jonathan Dahlke und der „König der Athleten”, dem Zehnkampfweltrekordler und Olympiasieger Ashton Eaton

Stark verbessert präsentierte sich Jonathan Dahlke vom TV Herkenrath zum Auftakt der US-Hallensaion beim Camel City Invitational in Winston-Salem, North Carolina. Der Student der Mount Olive University bestimmte im zweiten Zeitlauf über 3000 Meter vom Start weg das Geschehen und lief ein gleichmäßiges Tempo mit Rundenzeiten zwischen 33,6 und 35,3 Sekunden.

Eine Schlussrunde unter 31 Sekunden brachte Dahlke den Sieg in diesem Lauf. Mit ausgezeichneten 8:30,76 Minuten blieb der 20jährige um sieben Sekunden unter seiner Freiluftbestzeit und verbesserte seinen Hausrekord in der Halle um sage und schreibe 12,5 Sekunden.

Dahlkes Resümee: „Von der Zeit bin ich selbst überrascht, da ich im Vergleich zur Cross-Saison noch nicht in Topform bin. Gerade hinten heraus war es mehr ein Lauf auf Sieg als auf Zeit, zumal ich sehr viel Führungsarbeit verrichten musste. Ich hatte nicht das Gefühl, am Limit zu sein.“

Stefan Höller verteidigt Titel erfolgreich

Dahlkes Vereinskollege Stefan Höller sicherte sich im New Yorker Ocean Breeze Athletic Complex den Sieg bei den Metropolitan Championships im Siebenkampf mit 4919 Punkten (persönliche Bestleistung). Schon die 7,52 Sekunden über 60m zu Wettkampfbeginn sorgten bei dem Studenten des Manhattan College für leichte Unzufriedenheit. Doch im folgenden Weitsprung war Höller völlig „von der Rolle“. Am Ende notierten die Kampfrichter indiskutable 5,89 Meter.

Selbst der sonst so besonnene Manhattan-Coach Dan Mecca ließ seinen Frust an einer Werbebande aus. Hatte der Herkenrather Mehrkämpfer doch bereits vor vier Jahren in Serie Weiten zwischen 6,30 und 6,60 Metern abgeliefert.

Nach mäßigen 11,23 Metern im Kugelstoß brachte der Hochsprung am Ende des ersten Wettkampftages den Umschwung. Höller stieg bei 1,70m in den Wettkampf ein, sprang alle Höhen einschließlich der neuen Bestleistung von 1,85m im ersten Versuch. Schließlich bezwang der 20jährige im dritten Versuch auch noch 1,88 Meter. Sechs Zentimeter über dem Hausrekord – die Stimmung war gerettet.

Stefan Höller

Stefan Höller

Auch über 60m Hürden – dem ersten Wettbewerb am zweiten Tag – erzielte Stefan Höller trotz eines schwachen Starts mit 8,53 Sekunden neuen Hausrekord.

Im Stabhochsprung überwand Höller auf Anhieb seine Einstiegshöhe von 4,25m und die folgenden 4,45 Meter. Nach einem verunglückten ersten Versuch über 4,55 Metern, bei dem er eine schmerzhafte Landung auf der Latte nicht vermeiden konnte, brach Höller den Stabhochsprung ab.

Die zwischenzeitlich wieder avisierten 5000 Punkte waren damit nicht mehr möglich. Mit guten 2:47,21 Minuten im abschließenden 1000m-Lauf konnte Höller dennoch den im Vorjahr bereits errungen Titel im Siebenkampf erfolgreich verteidigen.

Marc Schuh siegt beim Indoor Meeting in Karlsruhe

Es war eine Premiere in zweifacher Hinsicht: Erstmals stand am Samstag beim Indoor Meeting 2016 in Karlsruhe, der Auftaktveranstaltung der IAAF-World Indoor Tour, ein Wettbewerb ein für paralympische Athleten auf dem Programm und erstmals in seiner nun schon fast zehnjährigen Karriere startete Marc Schuh vom TV Herkenrath bei einem Hallenmeeting.

Der rührige Karlsruher Meeting-Direktor Alain Blondel hatte kurzfristig ein 800m Rollstuhlrennen eingebaut und dafür neben Marc Schuh die beiden Franzosen Julien Casoli und Alex Adelaide verpflichtet. Absprachegemäß übernahm der Herkenrather auf den ersten 200 Metern die Führungsarbeit, Casoli und Adelaide in seinem Windschatten, dann machte Casoli, Bronzemedaillengewinner bei den Paralympics 2008 und 2012, die Pace.

Nach 550 Metern erhöhte Marc Schuh dann das Tempo und schob sich wieder in Front. Mit einem starken Finish wehrte Schuh den Schlussangriff der beiden Franzosen ab und gewann in 1:49,46 Minuten vor Adelaide (1:50,02 min.) und Casoli (1:50,71 min.).

„Nach dem ruhigen Beginn bin ich mit der Endzeit auf einer Hallenpiste sehr zufrieden. Das Rennen war eine willkommene Abwechslung im Vorbereitungstraining und hat riesige Freude bereitet. Solch eine Stimmung bekomme ich sonst höchstens bei den Paralympics geboten,“ so Schuh nachdem er die verdiente Ehrenrunde vor mehr als 4000 begeisterten Zuschauern genossen hatte.

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