Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen, mit Parteivertretern in Bergisch Gladbach

Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen, und Parteifreunde. Mit Landtagskandidat Friedhelm Weiß (3.r.) und Bundestagskandidat Maik Außendorf (r.) fuhr sie mit dem E-Bike von Gladbach nach Bensberg

Die Bundesvorsitzende der Grünen Simone Peter hat Bergisch Gladbach besucht und sich über die Umrüstung der gesamten Stadt auf stromsparende LED-Lampen informiert – und das Projekt über den grünen Klee gelobt: „Die Kommunen können bei der Effizienzwende die Vorreiterrolle spielen. Die Modernisierung der Bergisch Gladbacher Straßenbeleuchtung ist im wahrsten Sinne des Wortes ein gutes, einleuchtendes Beispiel.“

Gleichzeitig stellte die Stadtverwaltung eine erste Zwischenbilanz der laufenden Umstellung vor, mit einer durchaus positiven Energiebilanz.

+ Anzeige +

Demnach wurde bislang ein Fünftel der insgesamt rund 10.000 Leuchten auf LED umgerüstet. Damit, so die Stadt, wurde der Anschlusswert bereits um etwa 115.000 Watt gesenkt. Gerechnet mit 4.500 Brennstunden jährlich lassen sich damit 517.500 KWh pro Jahr einsparen, oder rund 100.000 Euro.

Nach Fertigstellung des Projektes sollen pro Jahr rund 1.800 Tonnen CO 2 eingespart werden – und jedes Jahr rund 600.000 Euro an Stromkosten sowie 400.000 Euro an Wartungsausgaben, berichtete ein Philipps-Vertreter bei der Präsentation für Simone Peter. Organisiert hat den Besuch die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF).

Christian Noll (DENEFF), Torsten Hünermund (Philips), Frank Caspari (Philips), Simone Peter), Manfred Habrunner (Belkaw), Maik Außendorf (Grüne), Friedhelm Weiß (Grüne), Martin Hardt (Stadt GL)

Laut Frank Jahnke, Leiter des Sachgebiets Verkehrstechnik bei der Stadtverwaltung, sind die Leuchten in Alt-Refrath, Refrath, Kippekausen, Lustheide und Frankenforst fast komplett ausgetauscht worden. Als nächstes kommen 1335 Leuchten in Lückerath, Kaule und Bensberg dran.

Bei der Umstellung der Leuchten ist es nötig, dass einige von ihnen für einige Tage rund um die Uhr brennen. „Es handelt sich dann also nicht um eine Störung, sondern um den Beginn der Umbauphase. Die Alternative dazu wäre, die Leuchten einige Tage lang komplett auszuschalten, was jedoch das größere Übel wäre“, erklärt Jahnke. 

Stadt rüstet alle Laternen auf LED-Technik um

Bei der Pflege der Lampenstandorte bittet die Stadt die Anwohner um Mithilfe – indem sie dafür sorgen, dass alle Leuchten von Bewuchs freigeschnitten werden. Das erleichtere den Auftragnehmern die Arbeit, die die Revisionsöffnungen an den Tragwerken und die Leuchtenköpfe erreichen müssen. Auch im Bereich des Leuchtenkopfes solle zu den Seiten hin ein großräumiger Rückschnitt erfolgen, damit sich der Lichtkegel entfalten kann und Dunkelzonen vermieden werden.

Lutz Urbach und Klaus Henninger (Belkaw) präsentierten  2016 die neuen Straßenlaternen

Da die neuen Leuchten mit einem Managementsystem ausgestattet sind, müssen zukünftig keine Leuchtenausfälle mehr gemeldet werden. Die Leuchten werden im System als gestört erkannt und es erfolgt eine automatisierte Störmeldung an den Revisor.

Schon seit Ende August 2016 werden die ersten Leuchten auf LED-Technik umgerüstet, wobei zunächst die Philips-Modelle „Micro-Luma“ (für Anliegerstraßen) und „Mini-Luma“ (für Haupterschließungsstraßen), sowie Luma1 (für Hauptverkehrsstraßen) zum Einsatz kommen. Das neue System zeichnet sich durch Zuverlässigkeit, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit aus und verursacht dazu nur noch einen Bruchteil an Kosten.

Stadtbaurat Harald Flügge und Belkaw-Geschäftsführer Manfred Habrunner vor den drei Leuchtentypen Luma, Vulkan und Publisca.

Zur Schlafenszeit wird ohnehin noch einmal kräftig Strom gespart: Zwischen 23 und 5 Uhr ist das Dimmen der Straßenbeleuchtung bis auf 65 Prozent der Maximalleistung vorgesehen – auch auf Hauptverkehrsstraßen, ohne dass dadurch die Sicherheit der Autofahrer oder der späten Fußgängerinnen und Fußgänger beeinträchtigt wird.

Die Einstellung wird möglich durch das neue Telemanagementsystem „CityTouch“, das ebenfalls bei der Fa. Philips Lighting in Auftrag gegeben wurde und zukünftig die individuelle Ansteuerung sowie die technische Überwachung jeder einzelnen Straßenlaterne ermöglicht.

Weitere Infos des Herstellers Philipps:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ja, gute Sache, Es wäre aber schön, wenn die bestehende LED Beleuchtung in der Fußgängerzone zwischen Marktplatz und Bahnhof mal repariert würde. Dort werden seit Wochen 100% Stromkosten gespart, weil die Anlage nicht funktioniert. Übrigens nicht das erste Mal.

  2. Ein dickes Lob an die Stadtverwaltung, dass sie dieses Projekt angestoßen hat und nun für andere Kommunen eine Vorbildfunktion ausübt!