Die von Gottfried Böhm entworfene Kirche im Zentrum des Kinderdorfs Bethanien

Als am 4. Mai 1965 Bensbergs Stadtdirektor Wilhelm Wagener und Bürgermeister Dr. Ulrich Müller-Frank gemeinsam mit Schwester Consolata den ersten Spatenstich zum Bau des Bethanien Kinder- und Jugenddorfes in Bergisch Gladbach-Refrath vornahmen, endete die Zeit eines Übergangs.

Diese hatte für die Dominikanerinnen von Bethanien, die seit 1962 auf dem Gelände der ehemaligen Dynamitfabrik Kosmos lebten, einige Entbehrungen bedeutet. Eine Steinbaracke, Überbleibsel einer Ziegel-Fabrik, die zuletzt auf dem Gelände untergebracht war, war ihr erstes Domizil.

Trotz der widrigen Umstände machten sie sich beherzt daran, Gelder für den Bau des Kinderdorfes zusammen zu bekommen. Bis heute ist die Spendenakquise ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Ohne zusätzliche Zuwendungen wären viele Aktivitäten und Therapiestunden wie etwa Reittherapie für die Kinder kaum realisierbar.

Seit der Eröffnung 1968 sind viele Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können, im jüngsten der insgesamt drei Bethanien Kinderdörfer betreut worden. In den heute sechs Kinderdorffamilien, drei Wohngruppen und weiteren Jugendhilfe-Angeboten haben aktuell 114 Kinder ein liebevolles und familienähnliches Zuhause. Zusätzlich bekommen sie fachkompetente, pädagogische Betreuung und Förderung.

Die Kirche im Mittelpunkt des von Prof. Gottfried Böhm als Dorf konzipierten und heute unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensembles erinnert daran, dass das Kinderdorf christliche Wurzeln hat. Die Schwestern wurden in ihrer Arbeit von Beginn an von pädagogischen Fachkräften unterstützt. Die heutige Priorin, Schwester Angela, war von 1990 an Leiterin des Kinder-und Jugenddorfes.

2001 wurden die drei Kinderdörfer in Schwalmtal, Eltville und Bergisch Gladbach in eine gemeinnützige Gesellschaft überführt. Seit 2004 ist Martin Kramm Kinderdorf-Leiter in Bergisch Gladbach.

Viele Menschen arbeiten im Kinderdorf, darunter Therapeuten, Pädagogen und andere Fachkräfte. Sie alle sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen genau die Unterstützung bekommen, die sie auf ihrem Weg ins Leben benötigen.

Das öffentliche Festprogramm zum 50-jährigem Bestehen:

  • Sonntag, 28. Januar, 14.30 Uhr Trommelzauber
  • Sonntag, 18. März,15.30 Uhr Loss mehr singe für Bethanien Pänz
  • Sonntag, 6. Mai, 17 Uhr, Orgelklang und Flötenzauber
  • Sonntag, 10. Juni, 10.30 Uhr, Festmesse
  • Sonntag, 30. September, Erntedank- und Herbstfest
  • Freitag, 9. November, 19.30 Uhr, Kabarett mit Ferdinand Linzenich
  • Sonntag, 9. Dezember, Adventsfenster mit St. Johann Baptist

Trommelzauber zu Gast in Refrath

28. Januar 2018, um 15.30 Uhr

Das Projekt Trommelzauber gibt es seit 18 Jahren. Gegründet vom Diplom-Theologen und Familientherapeuten Johnny Lamprecht, der die Idee, mit Kindern inklusiv, integrativ und interaktiv zu arbeiten, seitdem kontinuierlich ausgebaut hat. Heute gibt es bundesweit sechs Teams mit Trommelzauberern aus fünf Ländern, die mit Kindern in Schulen, Kitas und anderen Jugendeinrichtungen arbeiten. Ziel ist es, die Kinder beim Trommeln, Singen und Tanzen Gemeinschaft und Lebensfreude spüren zu lassen.

Dieser Ansatz passt gut ins Konzept im Bethanien Kinderdorf Refrath, wo Musikpädagogik einen festen Platz hat. Die öffentliche Veranstaltung in der Aula des Kinderdorfes bietet Kindern aus Bethanien und aus der Nachbarschaft die Gelegenheit, gemeinsam zu musizieren, ihre Stärken zu entdecken und Spaß zu haben.

Die Teilnahme am Trommelzauber, der im Bethanien Kinderdorf Refrath, Neufeldweg 26, 51427 Bergisch Gladbach stattfindet, ist kostenlos. Anmeldungen werden bis Freitag, 26. Januar, per E-Mail an bgladbach@bethanien-kinderdörfer.de erbeten.

Loss mer singe für Bethanien Pänz

Sonntag, 18. März 2018, um 15.30 Uhr mit Heike Siek (De Familich)

Der Komponist Wolfgang Anton, der unter anderem für die Bläck Fööss schrieb, gründete 2005 De Familich gemeinsam mit Volker Becker. Die Band, zu der heute auch Heike Siek und Josef Loup gehören, wurde mit Wohnzimmerkonzerten und ihren kölschen Mitsingkonzerten bekannt.

Ein solches öffentliches Konzert wird am Sonntag, 18. März, um 15.30 Uhr in der Aula des Bethanien Kinder- und Jugenddorfes stattfinden. Geplant sind anderthalb Stunden gemeinsames Singen und musizieren. Eingeladen sind alle Familien, die Spaß haben, in Mundart zu singen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte bis Freitag, 16. März 2018, per E-Mail an bgladbach@bethanien-kinderdoerfer.de

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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