Zum Jubiläum der CBT im Wohnhaus Margaretenhöhe wird die Ausstellung Perspektivenwechsel eröffnet. Besucher werden gebeten, die Kunst und das Leben alter Menschen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Perspektivenwechsel, Dinge in einem besonderen Licht sehen, das macht die Arbeit der Kunstschaffenden aus. Dabei ist immer wieder ein Perspektivenwechsel die Hauptbedingung für eine prozesshafte kreative Problemlösung.

Perspektivenwechsel, Dinge in einem neuen Licht sehen, das braucht es, um mit dem Leben im CBT-Wohnhaus Margaretenhöhe vertraut zu werden und sich dort zu Hause fühlen zu können. Der Altersdurchschnitt der Bewohnerinnen und Bewohner liegt über 86 Jahren, etwa die Hälfte von ihnen leben mit Demenz. Der Blick in die Zukunft ist ein anderer geworden. Erinnerungen prägen das Fühlen und das Denken der betagten Menschen.

„Zurück schauen – nach vorne denken“, so lautet das Motto des Jubiläumsjahres der CBT. Der Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre ist feierlicher Anlass für dieses Jubiläum, gleichwohl erfordert der wohlbedachte Blick in die Zukunft vielseitige Perspektivenwechsel, um gestärkt in das neue Jahrzehnt zu gehen.

Besucher der Ausstellung im Eingangsbereich, dem Restaurant und der Cafeteria sowie auf der großen Terrasse und im angrenzenden Park sind dazu eingeladen, Perspektivenwechsel als ein wesentliches verbindendes Element zwischen den Menschen des Wohnhauses und den vier Kunstschaffenden mitzuerleben.

Perspektivenwechsel
Ausstellungseröffnung Sonntag, 30. Juni 2019, 14:30 Uhr

Begrüßung: Joachim Steiner (Geschäftsleiter)
Einführung mit den vier Künstlern
Kurze Erzählungen: Roswita Harms (Autorin und Erzählerin)
Musikalische Begleitung: Elmar Tölg

Dauer der Ausstellung vom 30.6. bis 30.9.2019
Besichtigungszeiten: von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr

Dirk Müller (Foto oben)

Seine Holzskulpturen weisen auf Momentaufnahmen des Lebens, beiläufige, meist unspektakuläre Augenblicke, an denen wir entspannt, in uns versunken, vielleicht in beschützender Umarmung, als Beobachter das Leben, Erfahrungen oder den Moment genießen, die Augen schließen, dumpfes Plätschern des Wassers und unseren Körper schaukelnd wiegen.

Birgit Voos-Kaufmann

Ihre Acryl Bilder zeigen Motive von verschiedenen Positionen aus. In den Baumdarstellungen legt sie den Focus auf die Darstellung der Stämme, der Rindenstrukturen, der Wurzeln, an denen Spuren eines ganzen Lebens deutlich werden. Im Gegensatz dazu entstehen in den geometrischen Kompositionen aus farbigen Flächen, Quadraten und Kuben Spannungen sowohl durch den irritierenden Wechsel von Perspektiven innerhalb eines Bildes, als auch durch undefinierte Räume

Rosemarie Bruchhausen

Skulpturen aus Stein bilden bei ihren Arbeiten den Schwerpunkt. Durch die Bildhauerei kommt sie in einen Dialog mit dem Stein. Die Arbeit an einer Skulptur läuft nicht immer so wie geplant. Stetiger Perspektivenwechsel ist eine Grundvoraussetzung, um diesen Prozess fortsetzen zu können. Jede fertige Arbeit ist das Ergebnis eines langen Gestaltungsprozesses, aber auch an die Künstlerin eine Aufforderung, anschließend mit einer weiteren Skulptur zu beginnen.

Dagmar Laustroer

Ihre Tuschezeichnungen beleuchten Naturerlebnisse aus einem surrealen Blickwinkel. Manchmal genügt ein Perspektivenwechsel, um in den Zeichnungen ein neues kleines Reich zu erschließen, in dem Natur und Mensch miteinander verwoben sind. Neben märchenhaft anmutenden Acrylbildern spielt in anderen Arbeiten das Licht eine wesentliche Rolle. Es hat eine andere Qualität als die des äußeren Lichtes unserer technisierten Welt. Diese Arbeiten fordern dazu auf, den Blick nach innen zu richten, das Unbewusste als intuitive Kraftquelle neu zu entdecken.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und einen sehr schönen Tag zur Freude alle Bewohner und Mitarbeitern/innen. Richten Sie doch bitte Grüße an meine Schwägerin VERA MAGIS aus, die bei Ihnen im Haus seit Dez. 2018 lebt und sich dort sehr wohl fühlt.marianne