Bensberg, Moitzfeld und der Technologiepark sollen künftig besser an den ÖPNV angebunden werden. Das Konzept ist auf den Weg gebracht, bedarf aber noch der Zustimmung durch zwei Gremien.

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat am Donnerstagabend dem Ausschuss für Verkehr und Bauen ein ÖPNV-Konzept vorlegt, das die Qualität des Angebots im Bereich Bensberg, Technologiepark und Moitzfeld weiter verbessert. Dies ist unter der Prämisse gelungen, dass keine weiteren Kosten für den Rheinisch-Bergischen Kreis entstehen. Dem Vorhaben stimmten die Politiker im Ausschuss einstimmig zu und lobten die Ergebnisse, die aufgrund ihrer Anträge für die Verbesserungen entstanden sind.

Endgültig grünes Licht muss noch der Kreistag in seiner Sitzung am 2. Oktober geben. Auch der Kreistag des Oberbergischen Kreises muss diesem Vorhaben noch zustimmen, da es auch ihn tangiert. Die Verbesserungen sollen mit dem Fahrplanwechsel Anfang Dezember umgesetzt werden.

Im Mittelpunkt des Konzepts steht, dass der Technologiepark während der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag 6 bis 21 Uhr weiter alle 15 Minuten von der Endhaltestelle der Linie 1 angefahren wird. Das gilt natürlich auch für die Gegenrichtung. Von Bensberg nach Moitzfeld können Fahrgäste alle zehn Minuten fahren und nach Herkenrath verkehren von der Schloßstadt aus in diesem Zeitraum künftig fünf Busse pro Stunde. Der Technologiepark ist von Bechen aus alle 30 Minuten erreichbar – ebenso wie aus der Gegenrichtung. Diese Verbesserungen tragen dazu bei, die Taktung während der Hauptverkehrszeit weiter zu verbessern.

Für die Verbesserung der Qualität wurden einige Linienwege und Taktungen verändert.

  • Die Linie 454 fährt künftig von und nach Bechen über den Technologiepark und nicht mehr durch Moitzfeld. Dadurch soll nicht zuletzt versucht werden, diese Linie für die Menschen aus Bechen attraktiver zu machen.
  • Die 454 fährt weiter im 30 Minuten-Takt. Abwechselnd mit der 421 aus Lindlar, besteht damit vom Technologiepark nach Bensberg weiter ein 15-Miunten-Takt.
  • Die 421 verlässt daher ebenfalls ihren bisherigen Linienweg, der zuvor direkt durch Moitzfeld führte. Zudem fährt jetzt jeder Bus der Linie halbstündlich nach Lindlar durch. Diesem Vorhaben stimmte auch der Oberbergische Kreis zu, da der Bus bis nach Lindlar führt.
  • Die Linie 455 bedient im 20-Minuten-Takt künftig Moitzfeld und führt von Herkenrath, über Bensberg-Feuerwache bis zum S-Bahnhof nach Bergisch Gladbach.
  • Ebenfalls durch Moitzfeld verkehrt die 227 von Steinacker über Bensberg-Busbahnhof bis nach Leverkusen. Dadurch entsteht in Moitzfeld ein 10-Minuten-Takt nach Bensberg.

Rheinisch-Bergischer Kreis

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3 Kommentare

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  1. Das ändert leider noch immer nichts an den hohen Kosten der ÖPNV-Nutzung. Eine Busfahrt von Bechen nach Bensberg ist schon für eine Person wesentlich teurer als eine Autofahrt. Mit mehreren Personen ist es schon fast dumm, den Bus zu benutzen.

  2. Auch hier muss man konstatieren, dass Änderungen, die längst hätten auf den Weg gebracht werden können, erst durch die immer stärker werdenden Proteste der Bürgerinnen und Bürger sowie der Verkehrs- und Umweltverbände und der Grünen angeschoben wurden. Stadt und Kreis agieren nach dem Prinzip: Wenn keiner meckert, müssen wir nichts tun. Was alles gehen könnte, wissen wir leider nicht. Mehr Engagement von beiden Institutionen in vielfacher Hinsicht muss gefordert werden.

  3. Eine Beleuchtung des “ Lerbacher Weges“ in Richtung Heidkamp wäre auch sinnvoll, eine Busverbindung ist ja nicht machbar lt. Stadt. Dann könnten die Kids aber wenigstens auf einer beleuchteten Strasse zur Schule gehen bzw. Radeln