Unser Reporterhund BamBam hat vom schlechten Zustand unserer Wälder erfahren und wollte mit eigenen Augen sehen, wie es um den Wald steht. Das Ergebnis ist beklemmend. Eine Fotoreportage.

Hallo Freunde! Herbstwetter ist Wanderwetter!

Gestern hab ich Frauchen gesagt: „Ich will jetzt wissen, was da im Wald los ist. Warum alle sagen, unser Wald wär krank und die Bäume müssten weg!” Ok, meinte sie und schlug vor, an die Dhünn zu gehen.

In Paffrath konnte ich die Nase auf den Boden machen und laufen: Über die große Wiese mit dem Kölner Fenster, zu den Schafen und rauf zur Voiswinkler Straße.

Dieses kleine Schaf hatte keine Angst vor uns. Ich durfte sogar an seinem Ohr schnüffeln.

Auf der anderen Seite der Voiswinkler Straße gings wieder in den Wald und runter nach Schwarzbroich, an den Pferden vorbei und dann den Schwarzbroicher Bach entlang bis er in die Dhünn mündet.

Bis hierher fanden wir, dass der Wald normal aussieht. Mit bunten Blättern, wie das im Herbst normal ist. Allerldings waren alle Fichten, die verstreut im Wald standen, braun. Das ist für Fichten nicht normal, auch im Herbst nicht.

Bevor wir den steilen Huckel an der Scherfmündung rauf und runter kraxeln mussten, sollte ich auf den dicken Baumstümpfen noch  ein bisschen Sport und eine gute Figur machen.

Da unten ist die alte Brücke über die Scherf. Wir überlegen jedes Mal, ob sie uns wohl tragen wird. Tut sie aber. Sie sieht klapprig aus, aber die Konstruktion hält noch eine Weile.

An der Scherf entlang geht es dann durch Wald, der sich anscheinend selbst überlassen wird, aber nicht wirklich krank aussieht. Bevor wir dann den supersteilen Anstieg nach Küchenberg machen, müssen wir uns erst stärken. Da haben wir auch immer den selben Pausenplatz am Bach.

Ich musste mir mein Essen zusammensuchen. Umsonst ist der Tod!

Weiter gehts über das Brückchen, dann kommen die ganzen Höhenmeter der Tour auf einmal.

Und hier wurde es dann wirklich traurig. Neben dem Weg geht es links steil den Hang rauf und rechts steil den Hang runter und da ist der ganze Wald tot. Einzelne Laubbäume dazwischen sind grün. Aber alle Fichten sind braun und tot.

Ich musste über einen Boden laufen, auf dem eine dicke Schicht Fichtennadeln lag. Die zu oberst sind alle noch grün abgefallen. Ein kleiner Windstoß ging durch die Bäume und da konnten wir hören, wie die Fichtennadeln auf den Boden rieselten und runterfielen wie Schnee im Winter.

Das war alles mal grün. So ein brauner Wald ist ein trauriger Anblick. Wenn der nächste starke Herbst- oder Wintersturm kommt, fällt das sicher alles um. Zum Teil kippen die Bäume jetzt schon. Es stimmt also wirklich: unsere Wälder sind sehr krank.

Sehr nachdenklich sind wir dann durch Küchenberg gelaufen und hatten noch eine gute Fernsicht nach Leverkusen rüber bis zu unserer “Wetterfahne”, dem Kohlekraftwerk Niederaußem. Hier oben konnten wir auch noch das andere KKW sehen, von dem wir aber nicht wissen, welches es ist.

Hier findet ihr unsere Wanderung bei Komoot und Runtastik zeigt euch noch, was wir geleistet haben.

BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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