Wie ein würdiger Schulabschluss in Corona-Zeiten aussehen kann, das zeigte die Otto-Hahn-Realschule am Ende dieses außergewöhnlichen Schuljahrs: Fast 120 Schüler:innen kamen dazu – nach und nach – mit ihren Eltern in der Sporthalle zusammen.

Am vergangenen Freitag wurde mit fast 120 Schüler:innen der größte Jahrgang verabschiedet, den es je an der Otto-Hahn-Realschule gegeben hat. Und das genau 50 Jahre, nachdem die Schule gestartet ist.

Abhängig von der Nachfrage hatte die – eigentlich dreizügige – Schule in Bensberg in den vergangenen Jahren immer mal wieder einer vierten Zug eingerichtet. Der letzt und auch größte wurde jetzt verabschiedet, berichtet Schulleiter Felix Bertenrath.

Der letzte, weil der Schulträger für die Zukunft keinen vierten Zug mehr zugelassen hatte. Bereits im vergangenen Sommer habe die Realschule 28 Schüler:innen abweisen müssen, in diesem Jahr seien es erneut 12 gewesen. Zusätzlich reduziere die Aufnahme von Inklusions-Schüler:innen die Klassengrößen. Wo die wachsende Schülerzahl in Zukunft unterkomme, bleibe abzuwarten.

Eine würdige Feier in vier Schichten

Die Zeugnisübergabe fand in diesem Corona-Jahr in der großen Dreifachsporthalle statt. Allerdings wurde sie nur für knapp 150 Personen in Kleingruppen für jeweils eine Familie mit viel Abstand zur nächsten Tischgruppe bestuhlt.

So feierten die Familien aus den vier Klassen. Zwischendurch wurden Tische und Stühle desinfiziert.

Jede Klasse hatte nach der offiziellen, feierlichen Zeugnisübergabe noch die Möglichkeit, im großzügigen Außenbereich ein Getränk zu sich zu nehmen und sich in Ruhe zu verabschieden.

Neben den offiziellen Zeugnissen gab es Geschenke, Urkunden, Zeugnisse und Arbeitsbescheinigungen für die Abgänger, die als Sanitäter und/oder Streitschlichter im Schuldienst tätig waren, die ein Cambridge-Zertifikat erworben oder die in der Schülerfirma gearbeitet haben.

Mit den Ergebnissen können die meisten Absolventen zufrieden sein: Deutlich mehr als 60 Prozent der Zeugnisse berechtigen zum Besuch der gymnasialen Oberstufe – und einige Schüler:innen können sich in den anstehenden Nachprüfungen dafür noch qualifizieren.

Die vier Veranstaltungen zogen sich über sechs Stunden, für das Kollegium schön, aber auch eine Herausforderung nach dem Unterricht am Vormittag.

Zwar habe die Abschlussfeier einen ganz anderen Charakter als sonst gehabt, konstatiert Schulleiter Bertenrath. Trotzdem sei es feierlich und in einem würdigen Rahmen abgelaufen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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