Arnulf Busen. Foto: Peter Boettcher

Als Nachfolger für den verstorbenen Willibert Krüger hat die beratende Versammlung Rhein-Berg der IHK Köln Fred Arnulf Busen zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Bei der virtuelle Sitzung wurde auch mit dem Bundestagsabgeordneten der CDU diskutiert.

Die Beratende Versammlung Rhein-Berg der Industrie- und Handelskammer zu Köln hat in ihrer jüngsten Sitzung, die erstmals virtuell stattfand, einen neuen Vorsitzenden gewählt: Nachfolger des verstorbenen Willibert Krüger wurde dessen bisheriger Stellvertreter Fred Arnulf Busen, geschäftsführender Gesellschafter der Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach.

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Als Stellvertreter bestätigt wurden J. Manuel von Möller, geschäftsführender Gesellschafter der BÄ*RO GmbH & Co. KG in Leichlingen sowie Bernd Supe-Dienes, Geschäftsführer der Dienes Werke für Maschinenteile GmbH & Co. KG in Overath. „Ich freue mich über das in mich gesetzte Vertrauen und möchte mich mit meinem Vorstandsteam weiterhin für die Belange der Wirtschaft im gesamten Kreis einsetzen“, so Busen nach seiner Wahl.

Der Rheinisch-Bergische Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann-Josef Tebroke sprach mit den Unternehmerinnen und Unternehmer über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Einigkeit herrschte dabei über die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Kritisch gesehen wurde die Diskussion über mögliche staatliche Eingriffe in Lieferketten und die zunehmende staatliche Beteiligung an Wirtschaftsunternehmen. Eine Ausweitung der Staatsquote solle unbedingt vermieden werden, machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich.

Denkbar seien nur eng begrenzte und zeitlich befristete Eingriffe des Staates im Bereich von systemrelevanter Ausrüstung. Entscheidend sei auch, dass der Staat die richtigen Rahmenbedingungen für ein neuerliches Wachstum der Wirtschaft setze.

Ausführlich diskutieren die Mitglieder des Gremiums mit Tebroke, der zugleich Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages ist, über die Besteuerung der Unternehmen. Vor allem die stark schwankende Gewerbesteuer bedürfe einer Reform.

„Unsere IHK Köln fordert schon seit langem eine grundlegende Reform der Gewerbesteuer, um eine Besteuerung aus der Substanz der Unternehmen zu vermeiden. Nur erzielte Gewinne sollten dabei der Besteuerung unterworfen werden“, sagt Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln, die die Beratende Versammlung geschäftsführend betreut.

Abgelehnt hingegen wurde ein Recht auf Homeoffice, das kürzlich im politischen Berlin vorgeschlagen worden war. Busen dazu: „Zum einen können viele Teilbereiche in unseren Unternehmen, vor allem in der Produktion, schlichtweg nicht vom Homeoffice aus erledigt werden. Und zum anderen haben wir in unseren Unternehmen in den Bereichen, in denen es sinnvoll ist, auch schon vor Corona vermehrt auf Homeoffice gesetzt.“

Informationen aus der Region erhielten die Mitglieder des Gremiums von Landrat Stephan Santelmann, ständiger Gast in der Beratenden Versammlung. Er berichtete über den Umsetzungsstand einzelner Projekte der Regionale 2025 wie die kreisweiten Mobilstationen, die Radpendlerrouten oder den Grünen Mobilhof, durch den die Busflotte im Rheinisch-Bergischen Kreis noch stärker auf den Wasserstoffantrieb umgestellt werden soll.

„Die regionale Wirtschaft unterstützt diese Projekte ausdrücklich und wünscht sich, dass noch weitere Projekte, insbesondere auch mit Bezug zu alternativen Energiequellen wie Wasserstoff, eingereicht werden“, resümiert Busen.

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