Eltern ukrainischer Schüler:innen können ihre Kinder selbst an einer Schule anmelden oder sich an das Kommunale Integrationszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreis wenden. Das bietet eine umfassende Beratung, zum Beispiel zum Schulsystem und den unterschiedlichen Abschlüssen. Der Schwerpunkt liegt zur Zeit aber auf der Sprachvermittlung.

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) unterstützt gemeinsam mit dem Schulamt des Rheinisch-Bergischen Kreises Kinder und Jugendliche, die aus der Ukraine geflüchtet sind, dabei, den geeigneten Schulplatz zu finden. 

Damit Kinder schnellstmöglich eine Tagesstruktur und das Gefühl der Sicherheit nach ihrer traumatischen Flucht erhalten, können geflüchtete Eltern aus der Ukraine für die Anmeldung ihrer Kinder ausnahmsweise selbst in der Schule vorstellig werden. 

In der Regel wenden sich Eltern für eine Erstberatung jedoch an das KI. In enger Zusammenarbeit mit dem Schulamt berät das KI die schulpflichtigen geflüchteten Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren und deren Eltern über einen möglichen Schuleinstieg.

Es vermittelt beispielsweise Informationen in mehreren Sprachen über das mehrgliedrige Schulsystem, den Ablauf der Schulanmeldung und die Bedeutung der verschiedenen Schulabschlüsse und leitet mit der Anmeldung beim Gesundheitsamt den nächsten Schritt zur Aufnahme an der Schule ein.

Kontakt und Informationen
Bei Beratungsbedarf kann ein Termin per E-Mail an KI-SE-Beratung@rbk-online.de oder telefonisch unter 02202 133100 vereinbart werden.
Das Schulamt ist per E-Mail an schulamt@rbk-online.de oder sonja.bruns@rbk-online.de oder telefonisch unter 02202 13-2025 sowie unter 02202 13-2023 erreichbar.
Weitere Informationen: https://www.rbk-direkt.de/seiteneinsteigerberatung.aspx

Fokus Spracherwerb

Oft vermitteln die KI-Mitarbeitenden Sprachpaten, die die Schüler beim Spracherwerb unterstützen.

Auch bei vielen weiteren Fragen, die die Schullaufbahn betreffen, unterstützen die Expertinnen und Experten des KI neu angekommene Menschen aus allen Teilen der Erde. Dies erfolgt Hand in Hand mit der Schulaufsicht der Region:

„Der aktuelle Prozess ist eine Herkulesaufgabe, die wir nur gemeinsam mit allen Schulen, Schulträgern und Netzwerkpartnern stemmen können. An vielen Schulen wurden in enger Abstimmung mit den Schulleitungen und den Schulträgern neue Willkommensklassen eingerichtet oder geplant, die die geflüchteten Kinder und Jugendlichen aufnehmen“, erklärt Schulamtsdirektorin Barbara Gerhards-Engels.

„Die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zu einem Bildungsgang erfolgt mit Blick auf ihre jeweilige schulische Entwicklung erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Schulen wie das Abertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg haben bereits Willkommensklassen für die SuS aus der Ukraine eingerichtet. Foto: Thomas Merkenich

Unterstützung auch der Schulen

Zunächst geht es jetzt darum, dort, wo es möglich ist, das schnellstmögliche Erlernen der deutschen Sprache der neuen Schülerinnen und Schüler zu fördern.“ Fachliche Unterstützung erhalten die Schulleitungen und Lehrkräfte an den Schulen auch weiterhin von den Beratungsteams. Viele Fragen können dabei beantwortet werden. Konkrete Anliegen lassen sich durch die gute Vernetzung im Kreis vermitteln.

Darüber hinaus werden die Schulen und ihre Sprachfördergruppen durch das KI und das Schulamt mit vielfältigen Lehr- und Lernmaterialien sowie digitale Deutschprogramme unterstützt. Beim Aufbau von neuen Sprachförderklassen werden die Schulen zudem vor Ort bei der Organisation der Klassen unterstützt und bei Bedarf wird passendes Unterrichtsmaterial für die ersten Unterrichtswochen zur Verfügung gestellt.

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RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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1 Kommentar

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  1. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

    Wie sieht es denn hinsichtlich der Erfüllung der Schulpflicht aus, wenn die Kinder aus der Ukraine am Fernunterricht in der Heimat teilnehmen? Wir haben bei uns im Haus eine Mutter und ihren Sohn aus der Ukraine aufgenommen und am folgenden Montag ging es bei ihm direkt mit der Online-Schule los. Mir ist bewusst, dass das für unsere Bildungspolitiker verstörend sein mag, weil man hier etwas Vergleichbares bislang, trotz Pandemie und der sich daraus ergebenden Herausforderungen, nicht auf die Beine gestellt hat.

    Ich würde unseren Gästen gerne sagen können, ob es irgendwann eine Verpflichtung gibt, in eine hiesige Schule zu gehen. Derzeit hoffen sie, baldmöglichst wieder nach Hause gehen zu können und bevorzugen daher, dass der Sohn das ukrainische Schuljahr fortsetzt. Vielen Dank für alle Informationen!