Bereits zum fünften Mal lädt die Veranstaltung „L’art privé“ zum Kunstverkauf von privat an privat ins Basement 16 nach Bensberg. Rund 180 Exponate von circa 50 Anbietern warten in den kommenden zwei Wochen auf neue Besitzer. Da gibt es nicht zuletzt große Kunst zum kleinen Preis zu entdecken – und auch gleich zum Mitnehmen.

Das Angebot sei trotz Corona-Krise stabil geblieben, berichten Marlis Sauer und Adriana Friedrich, die beiden Veranstalterinnen. In der Vergangenheit behalf man sich mit einer Online-Ausstellung, verzichtete auf die Vernissage.

Nun startet die „L’art privé“ unter besseren Vorzeichen – und lädt zur Eröffnung am 1. Dezember um 19 Uhr in die Schlossstraße 16.

Adriana Friedrich und Marlis Sauer. Foto: Thomas Merkenich

Breites Angebot

Angaben zu den Verkäufen in den Vorjahren machen die beiden Galeristinnen nicht, betonen indes die Vielfalt an Künstlerinnen und Künstlern, an Genres und Kunstgattungen, welche ihre Kunstbörse in Bensberg bietet.

Vom 19. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Kunst reicht das Angebot. Malerei, Fotografie, Skulpturen, Grafiken, Drucke sind ausgestellt. Von abstrakt bis gegenständlich reicht die Palette, von 80 bis knapp 5.000 Euro die Preisspanne.

„Günstig ist aber keineswegs als künstlerische Wertung zu verstehen“, stellt Adriane Friedrich klar. Sie zählt unter anderem Metallskulpturen des Refrathers Hans-Peter Hansen zu ihren Favoriten, die Jahr für Jahr für einen kleinen dreistelligen Betrag ihre Abnehmer fänden.

Kunstbörse „L’art privé
2. bis 11. Dezember 2022
Vernissage: 1. Dezember 19 Uhr
Im Basement 16, Schlossstraße 16, Bensberg 
Geöffnet: Donnerstag und Freitag 15 bis 19 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr, Sonntag 11 bis 14 (kein Verkauf)
Mehr Infos online

Private und Sammler

Privatleute aus dem Umland zählten zu den Kunden, berichten die Veranstalterinnen. Zudem ein fester Kreis an Sammlern, die wissen was es in Bensberg zu holen gibt.

In der Tat hält die – etwas bunt geratene – Hängung einige Überraschungen bereit. So sind Werke von Christo zu haben, zudem von Miro, Markus Lüppertz und AR Penck.

Die Herkunft der Werke – Provenienz genannt – sei selbstverständlich abgesichert, heißt es. Teils befänden sich Freunde der Künstler unter den Anbietern.

Hintergrund: Die „L’art privé“ schließt nach eigenen Angaben eine Lücke im Kunstmarkt und wendet sich an alle, die Kunst aus Privatbesitz verkaufen wollen oder ein neues Kunstwerk suchen.

Zur Kunstbörse kann jeder seine Arbeiten einliefern und zu einem selbstbestimmten Preis veräußern. Infos zur Anmeldung und den Konditionen im Web.

Man muss aber garnicht nach den großen Namen schielen, um spannende Entdeckungen auf der „L’art privé“ zu machen. Wer sich treiben lässt, macht spannende Entdeckungen. Wie die Fotografin Inca Jentsch, die im Grenzbereich zwischen Reportage und Kunst arbeitet.

Oder die Malerin Janis Walzel, die mit einem herzerfrischenden Duktus plastische Alltagsszenen holzschnittartig auf die Leinwand bannt. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich mithin auch für Kunstfreunde ohne konkrete Kaufabsichten.

Art to go!

Mit dem Konzept der „L’art privé“ fülle man eine Lücke im Kunstmarkt. Denn das angebotene Preissegment finde sich nicht in den Galerien, betont Friedrich die Vorzüge des Konzepts.

„Und im Gegensatz zu den Galerien können Käufer das erstandene Kunstwerk gleich mit nach Hause nehmen“, ergänzt Marlis Sauer. Die Kunstbörse biete eben „art to go“!

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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