In der Ausstellung „! MenschSein“ präsentieren die Fotografen Hartmut Schneider und Christoph Gerhartz in den Lux-Hallen Werke, die den Blick auf unsere Existenz aus verschiedensten Perspektiven und Jahrzehnten bis in die Gegenwart hinein beleuchten.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Veranstalter

Der Mensch steht seit der Erfindung der Fotografie im Fokus dieser Kunstform. Vom schwarz-weiß Portrait bis zur digitalen Bildbearbeitung – Inhalte als auch Techniken von Fotos entwickelten sich stetig weiter. Stets im Fokus war und ist dabei das menschliche Dasein – ob privat, im Beruf, im gesellschaftlichen Kontext, im Spannungsfeld von Innerem und Äußerem. 

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Die aktuelle Ausstellung „! MenschSein“ in den Lux-Hallen stellt hierzu nun zwei spannende Positionen vor, die den Blick auf unsere Existenz aus verschiedensten Perspektiven und Jahrzehnten bis in die Gegenwart hinein beleuchten.

Hartmut Schneider: „Konfrontation-Polizei-Nazi“ und „Streifen Karneval“

Fordernde Sichtweisen und künstlerische Kontraste schärfen dabei den Blick für die Entwicklung des Formats und die Themen, denen sich zeitgenössische Fotografie widmet. Die Arbeiten von Hartmut Schneider und Christoph Gerhartz sind vom 9. bis 23. Mai in dem Kult(ur)ort in Heidkamp zu sehen. 

! MenschSein – Fotografische Perspektiven auf unser Dasein im Wandel
Werke von Hartmut Schneider und Christoph Gerhartz
Lux-Hallen
Oehmchenstraße 18
51469 Bergisch Gladbach (Heidkamp)

Vernissage: 9. Mai 2026, 16 Uhr
Laudatio: David Klammer, Fotograf Köln (www.davidklammer.com
Musik: Jazztrio „eleven kV“ 

Dauer: 9. Mai bis 23. Mai 2026
Täglich geöffnet, die Künstler sind zur Vernissage anwesend. Führungen bzw. Artist Talk auf Anfrage.

Hartmut Schneider (geb. 1946) ist mit Fotografien aus mehreren Jahrzehnten vertreten, in denen es immer „menschelt“. Mit spielender Präzision hält er Momente fest, die in Biografien eintauchen lassen, Fragen auslösen, Betrachtende auf eigene Erfahrungen zurückwerfen.  Es entsteht ein liebevoller aber auch kritisch-distanzierter Blick auf menschliche Launen und Schrullen, auf Macken und Eigenarten, auf ikonisch-bildhafte Alltags-Sentenzen, die das „! MenschSein“ in ihren Dekaden prägen. 

Christoph Gerhartz: „Papa“, aus der Serie „somewhere eight p.m.“, 2022

Christoph Gerhartz ist „… ein Geschichtenerzähler mit Tiefgang, (…) öffnet mit den abgebildeten Seelenzuständen ganze Erlebniswelten“ schreibt das Magazin Photographie über Fotos des 1976 geborenen Fotografen. Seine ausgestellten Werke aus dem Zyklus „somewhere eight p.m.“ richten einen eindringlichem Blick auf den Menschen im Zuhause, zurückgezogen und ohne Masken. Einsamkeit, Ängste, Identitätssuche – die vermeintlichen Gedanken der Protagonist:innen konfrontieren die Betrachtenden mit eigenen Fragestellungen rund um ihr „! MenschSein“. Dessen Leere sich vor dem Hintergrund der Verbundenheit suggerierenden, digitalen Vernetzung umso schmerzhafter aufdrängt. 

Kunst im und aus dem Alltag

„Wir freuen uns, mit Hartmut Schneider und Christoph Gerhartz zwei zeitgenössische Fotografen mit unterschiedlichen fotografischen Blickwinkeln zu präsentieren, die den Blick für den jeweils anderen gerade aus ihren heterogenen Perspektiven schärfen“, freut sich Michael Lux, Betreiber der Lux-Hallen. „Das ! MenschSein ist nicht zuletzt hier in den Lux-Hallen als Kult(ur)ort mit verschiedensten Events und Veedels-Aktivitäten ein zentrales Thema. Das Thema der Ausstellung wird gewissermaßen vor Ort Tag für Tag fortgeschrieben – mit Kunst im und aus dem Alltag.“ 

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Die Laudatio zur Vernissage am 9. Mai um 16.00 Uhr hält der Kölner Fotograf David Klammer. Musik gibt es vom Jazztrio eleven kV:  Heiner d´Alquen (Piano), Thomas Weber(Drums) und Ralph Driever (Bass). Das Ensemble kombiniert komplexe Rhythmen mit melodiösen Fragmenten zu experimentellen Improvisationen in einer subtilen Klangsprache.  

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