Ingrid Knebel, Intensivpflegerin im EVK. Foto: EVK

Ingrid Knebel ist Intensivpflegerin am Evangelischen Krankenhaus in Bergisch Gladbach und hat in der Pandemie in besonderem Maße Verantwortung übernommen. Eine Kollegin hat sie jetzt für den Wettbewerb „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“ nominiert, die öffentliche Abstimmung läuft.

An Schauspieler werden schon lange zahlreiche Preise verliehen, ebenso an Sportler und Wissenschaftler. Für Menschen aus dem Pflegeberuf gibt es seit einigen Jahren den Online-Wettbewerb „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“ vom Verband der Privaten Krankenversicherung. In diesem Jahr wird die Auszeichnung zum vierten Mal vergeben und Intensivpflegerin Ingrid Knebel vom Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) ist nominiert. 

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Für den Wettbewerb vorgeschlagen wurde Knebel von ihrer Kollegin Julia Gräbsch. Beide waren bis Januar 2021 gemeinsam stellvertretende Stationsleitungen der Intensivstation und der Station 5B. Dann überschlugen sich die Ereignisse.

Alleine für zwei Stationen verantwortlich

Knebel erinnert sich: „Unsere damalige Stationsleitung wechselte innerhalb des Unternehmens auf einen anderen Posten. Julia und ich sollten die Station drei Monate lang gemeinsam führen, bis die neue Leitung kommt.“ Dann wurde Julia Gräbsch jedoch schwanger und musste von heute auf morgen ins Beschäftigungsverbot. 

Ingrid Knebel war mitten in einer Hochphase der Corona-Pandemie plötzlich alleine verantwortlich für zwei Stationen, auf denen im Schwerpunkt die Patienten mit einer Corona-Infektion behandelt wurden.

„Die Dienstpläne waren schon lange fertig, deshalb habe ich neben meinen Leitungsaufgaben im normalen Schichtbetrieb mitgearbeitet“, erinnert sich Knebel an eine herausfordernde Zeit, die sie aber mit Bravour meisterte. „Ich habe es dank der tollen Unterstützung durch mein Team gewuppt und wie ich gehört habe, auch gar nicht so schlecht.“ 

Julia Gräbsch kann das nur bestätigen und schreibt in ihrem Nominierungstext für den Wettbewerb: „Ingrid hat immer ein offenes Ohr gehabt und ist jedem noch so kleinen Wunsch der Kollegen nachgekommen. Liebe Ingrid, das war eine Spitzenleistung von dir und ich danke dir für deine ganze Mühe.“

Beide kennen sich bereits seit vielen Jahren und absolvierten von 2006 bis 2009 gemeinsam die Ausbildung zu Gesundheits- und Krankenpflegerinnen beim EVK und arbeiteten später zusammen auf der Intensivstation und dort schließlich als stellvertretende Leitungen. 

Unabhängig vom Ergebnis des Wettbewerbs freut sich Ingrid Knebel allein schon über die Nominierung durch ihre Kollegin und Freundin: „Eigentlich stehe ich gar nicht so gerne im Mittelpunkt, aber diese Wertschätzung ist sehr schön und ich fühle mich sehr geehrt.“ Die Abstimmung läuft noch bis zum 31. Mai.

Wer Ingrid Knebel seine Stimme geben möchte, kann dies auf der Internetseite des Wettbewerbs tun.

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