Im Straßendreieck zwischen Technologiepark (oben rechts), Miltenyi Biotec (oben links) und der Autobahn soll der Mobilhof entstehen. Foto: Stadt GL

Nach der konzeptionellen Planungsphase beginnt die praktische Umsetzung des Projekts „Grüner Mobilhof“, der im Rahmen der Regionale 2025 gefördert und im Osten von Bergisch Gladbach gebaut wird. Grüner Wasserstoff soll vor Ort produziert werden, das Zusammenspiel vieler Komponenten den Betriebshof zum Vorzeigeprojekt machen.

In dem Regionale 2025-Projekt „Grüner Mobilhof GL“ wurden in den vergangenen Monaten wichtige Weichen gestellt, um die Umsetzung des Projektes, das seit letztem Jahr den A-Status trägt, voranzutreiben. Das Vergabeverfahren für die sogenannten Generalplanungsleistungen der Phase 1 wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen.

Diese werden – vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistags – zeitnah an eine entsprechende Fachfirma vergeben. Im Rahmen dieser Phase wird die Planung für den Grünen Mobilhof soweit vorangebracht, dass die Baugenehmigung beantragt werden kann.

Nach der konzeptionellen Planungsphase beginnt damit jetzt die praktische Umsetzung des Projekts. „Dies ist ein herausragender Tag für Umwelt und Klimaschutz im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mit dieser Vergabe machen wir nun den entscheidenden Schritt zur Realisierung unseres Grünen Mobilhofes“, so Landrat Stephan Santelmann.

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So soll der „Grüne Mobilhof“ in Moitzfeld aussehen

Die Planungen für den Betriebshof der RVK mit einer Wasserstoff-Tankstelle schreiten voran. Details, erste Ansichtsskizzen und Lagepläne legt die Stadtverwaltung am Donnerstag im Planungsausschuss vor. Im nächsten Schritt muss der Flächennutzungsplan für das Gelände zwischen A4 und Technologiepark geändert werden.

Mit dem Grünen Mobilhof GL soll ein umweltverträglicher Busbetriebshof entstehen, an dem ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge stationiert sein sollen. Diese werden mit Wasserstoff beziehungsweise batterieelektrisch betrieben. Für die stationierten Linienbusse sind am Standort des Mobilhofes eine Wasserstoff-Tankstelle sowie Ladevorrichtungen zum Aufladen der batteriebetriebenen Busse geplant.

Neben einer öffentlichen Station des Bergischen e-Bikes soll der Grüne Mobilhof darüber hinaus mit einer Dach- und Fassadenbegrünen sowie Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden.

Vorzeigeprojekt für die Region

Zur Produktion von Grünem Wasserstoff wird ein sogenannter Elektrolyseur eingeplant. Dies ist eine technische Vorrichtung, welche unter Einsatz von Strom eine chemische Reaktion zur Herstellung von Wasserstoff herbeiführt.

Für die emissionsfreie Herstellung von „grünem“ Wasserstoff ist also der Einsatz von regenerativen Energien entscheidend. Dafür sollen hauptsächlich regionale Ressourcen genutzt werden.

Das Zusammenspiel der Vielzahl an nachhaltigen und ressourcenschonenden Maßnahmen und Komponenten macht den Grünen Mobilhof zu einem bislang einzigartigem Vorzeigeprojekt in der Region. Der Fokus auf Kooperationen mit Partnern im Umfeld des Grünen Mobilhofs ermöglicht den Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette mit zahlreichen Profiteuren.

Nicht zuletzt ist für diesen Bereich der Energiewirtschaft ein starker Wissenstransfer in die Region zu erwarten. Der Grüne Mobilhof wird so zur großen Zukunftschance für den Rheinisch-Bergischen Kreis.

Rheinisch-Bergischer Kreis

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  1. Grünen Wasserstoff für Busse zu verschwenden macht wenig Sinn. Im Vergleich zur klassischen Akkutechnologie braucht man für dieselbe Strecke mit Wasserstoff die dreifache Strommenge. Funktionierende E-Busse gibt es bereits. Hier noch mit Wasserstoff herumzuexperimentieren, obwohl jeder Physiklehrer bestätigen kann, dass man physikalisch mit noch so viel Optimierung niemals von der dreifachen Energiemenge runterkommen wird, ist eine Geldverschwendung.

    Zudem wird der Wasserstoff zukünftig zum Antrieb von Verkehrsmitteln benötigt, bei denen Akkus keinen Sinn machen wie z.B. in der Schifffahrt oder in Flugzeugen.

    Insofern befürchte ich, dass das Projekt eine klassische Fehlinvestition werden wird. Es sei denn, die Produktionskapazitäten werden dann für die Belieferung des Flughafens genutzt. Dann ist nur das Geld für die Busse zum Fenster rausgeworfen worden. Aber wenigstens sind sie solange emissionsfrei gefahren. Es hätte schlimmer kommen können.