Im Straßendreieck zwischen Technologiepark (oben rechts), Miltenyi Biotec (oben links) und der Autobahn soll der Mobilhof entstehen. Foto: Stadt GL, Ratsinformationssystem

Die Planungen für den Betriebshof der RVK mit einer Wasserstofftankstelle schreiten voran. Details, erste Ansichtsskizzen und Lagepläne legt die Stadtverwaltung am Donnerstag im Planungsausschuss vor. Im nächsten Schritt muss der Flächennutzungsplan für das Gelände zwischen A4 und Technologiepark geändert werden.

Bergisch Gladbach in einer Vorreiterrolle für klimaschonenden Verkehr? Das könnte schon bald Realität sein: Die Regionalverkehr Köln GmBH (RVK) möchte neben dem Technologiepark in Moitzfeld einen neuen Betriebshof, den „Grünen Mobilhof“ bauen mit dem Ziel dort Linienbusse mit regenerativen bzw. emissionsfreien Antriebstechniken unterzubringen. In der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag, den 2. Dezember, werden die entsprechenden Bauleitplanverfahren eingeleitet.  

Das Linienbusangebot im Rheinisch-Bergischen Kreis wurde in den vergangenen Jahren durch Taktverdichtungen und Fahrplanausweitungen deutlich verbessert – hinzu kommen wegweisende Veränderungen in der Busflotte der RVK, hin zu Bussen mit emissionsfreien Antriebstechniken. Nun sind die Kapazitäten des Betriebshofes an der Hermann-Löns-Straße erreicht.

Ein neuer, moderner Mobilhof soll daher errichtet werden. Deshalb fasste der Kreistag am 26.03.2020 den Grundsatzbeschluss zur Planung eines „Grünen Mobilhofs GL“, so der Arbeitstitel des Projektes. Wegen der modernen und zukunftsweisenden Planung und dem Ausbau von umweltfreundlichen Antriebstechnologien wird das Vorhaben gefördert und ist Bestandteil der Regionale 2025. 

Intensive Suche nach geeigneten Flächen

Der vorgesehene Standort ist das Ergebnis eines intensiven Such- und Auswahlprozesses potenziell geeigneter Flächen, bei dem Faktoren wie die verkehrliche Erreichbarkeit, die Entfernung zum Liniennetz oder auch die Erreichbarkeit einer Autobahn berücksichtigt wurden.

Die unmittelbare Nähe der A4 und die Nähe zum Busbahnhof Bensberg führen zur Vermeidung von betriebswirtschaftlich ungünstigen Leerfahrten. Die RVK hat eine Studie in Auftrag gegeben, die gezeigt hat, dass der Standort die gegebenen Rahmenbedingungen für den Bau des Mobilhofs erfüllt und somit funktional geeignet ist. 

Der Lageplan des Betriebshofs auf dem Hanggrundstück. Foto: Stadt GL, Ratsinfromationssystem

Viele Angebote für E-Mobilität geplant

Auf dem Gelände sind neben einer Halle für ca. 50 Busse unter anderem eine Inspektionshalle, eine Parkebene für Beschäftigte des Mobilhofs, Büros und Sozialräume, eine Photovoltaikanlage, Schnellladesäulen für E-Busse und -PKW, eine E-Bike Station und eine H2-Tankstelle, an der die Busse tanken können, vorgesehen.

Durch die Tankstelle werden Fahrten zu den derzeit nächstgelegenen H2-Tankstellen in Hürth, am Flughafen Köln/Bonn und in Wermelskirchen eingespart.

F-Plan und B-Plan in einem Verfahren

Um das Vorhaben umsetzen zu können, müssen die planungsrechtlichen Gegebenheiten geschaffen werden. Für den Bereich des grünen Mobilhofs soll deshalb der Flächennutzungsplan (FNP) geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Die Verfahren dazu werden parallel durchgeführt – das spart Zeit und beschleunigt den Planungsprozess. Deshalb berät der Planungsausschuss am Donnerstag, den 2. Dezember sowohl über den Aufstellungsbeschluss und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zur FNP-Änderung, als auch über den Beschluss zur Aufstellung und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung des Bebauungsplan-Verfahrens.

Mehr Informationen können in der Ausschuss-Vorlage im Ratsinformationssystem eingesehen werden.

Pressestelle Stadt BGL

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