Das Gasthaus Zum Horn in der Hornstraße in Hebborn wird am 1. Juli neu eröffnet. Foto: Thomas Merkenich

Denise und Roberto Humeres González hatten die Gaststätte in der Hornstraße wieder zu einer beliebten Anlaufstelle in Hebborn gemacht – doch jetzt ist für sie schon wieder Schluss „im Horn“. Eigentümer Günther Klum hatte den Pachtvertrag beendet. Die Neueröffnung unter neuer Leitung kündigt er schon für den 1. Juli an.

Im Dezember 2021 hatten die erfahrenen Gastronomen Denise und Roberto Humeres González das Gasthaus Zum Horn übernommen und zunächst lief alles blendend. Vermieter Günther Klum, der seine alte Jugendkneipe in einer Zwangsversteigerung gekauft und mit großem Aufwand wieder auf Vordermann gebracht hatte, war hoch zufrieden, die Restaurant-Gäste auch.

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Doch im Frühjahr geriet das Verhältnis in schwieriges Fahrwasser. Ihm sei am Ende nichts anderes übrig geblieben, als das Pachtverhältnis zu kündigen, sagt Klum. Eigentlich sollte am 31. Juli Schluss sein, das Ehepaar Humeres González räumte aber bereits jetzt das Feld, am Montag haben sie sich von ihren Gästen verabschiedet.

Schon an diesem Samstag (1. Juli) soll das Gasthaus zum Horn neu eröffnen, sagt Klum. Unter neuer Führung, aber ganz im alten Stil – mit guter deutscher Küche. Den Namen des neuen Pächters bzw. der neuen Pächterin nennt er noch nicht. Laut Impressum der Website ist es eine Pächterin, dort wird seit heute Veronique Marra als Verantwortliche genannt.

Widersprüchliche Aussagen

Über die Umstände, die zum Zerwürfnis führten, gibt es widersprüchliche Aussagen.

Klum verweist darauf, dass die Pächterin mit einer zuvor gegründeten Gesellschaft in die Insolvenz geraten war. Daraufhin sei die Mietzahlung für die Gaststätte und eine dazu gehörende Wohnung vom Insolvenzverwalter eingestellt worden. Er selbst habe daher keine andere Wahl als die Kündigung gehabt: „Wenn keine Miete kommt, hört der Spaß auf.“

Dagegen betont Humeres González, die insolvente Gesellschaft habe keine Auswirkung auf den Betrieb der Gasthauses gehabt. Zwar habe der Insolvenzverwalter zwischenzeitlich einen Teil der Pacht einbehalten, ein Ausgleich und alle weiteren Schritte seien aber einvernehmlich mit dem Vermieter geklärt worden. Eine Aussage, der Klum klar widerspricht.

Humeres González sagt, der Vermieter habe sich zuletzt stärker in den Geschäftsbetrieb eingemischt und versucht, eine Personalentscheidung zu beeinflussen. Als es „fies und häßlich“ geworden sei hätten sie sich entschieden, die Kündigung zu akzeptieren und das Gasthaus so schnell wie möglich zu übergeben.

Lösung für Kitas gefunden

Für das Catering von zwei Kindertagesstätten in der Umgebung, die aus dem Gasthaus mit dem Mittagessen versorgt worden waren, sei eine neue Lösung gefunden worden, berichtet Humeres González. Sie selbst und ihr Mann wollten zunächst wieder freiberuflich in der Gastronomie arbeiten – und 2024 schauen, „wo die Reise hingeht“.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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