Wer verstehen will, wie der Klimawandel das Ökosystem Wald verändert, muss ihn sich von „innen“ anschauen. Genau das bietet der Arbeitskreis 60plus der Grünen Bergisch Gladbach am Sonntag bei einem geführten Spaziergang durch den Königsforst an.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des AK 60plus der Grünen Bergisch Gladbach

Ausgedörrte Böden, Bäume im Trockenstress, Massenvermehrung baumschädigender Insekten – der Klimawandel setzt Wälder zunehmend unter Druck. Jenseits des Klimawandels selbst sind viele Probleme in den Wäldern ebenfalls menschengemacht.

Um im Detail zu verstehen, wie der Klimawandel das Ökosystem Wald verändert, muss man sich ihn von „innen“ anschauen. Genau dazu lädt der „Arbeitskreis Grüne Alte Bergisch Gladbach“ am Sonntag in den Köngsforst ein. Jürgen Greißner, Leiter des Forstreviers Broichen-Steinhaus, erklärt im Rahmen einer Führung, wie der Klimawandel Wälder verändert.

Normalerweise würden in Deutschland überwiegend Laubbäume wachsen, seit Mitte des 19. Jahrhunderts schwenkte die Forstwirtschaft allerdings aus ökonomischen Gründen auf Nadelhölzer um. Deren Heimat sind allerdings eher die Hochlagen Mitteleuropas, weshalb sie in anderen Regionen besonders anfällig für Insektenbefall und extreme Wetterereignisse sind. Laut Greenpeace belegt eine Studie, dass intensiv bewirtschaftete Nadelwälder „deutlich stärker unter den Auswirkungen der Klimakrise als Laubwälder“ leiden.

Führung durch den Königsforst
Sonntag, 2.6.2024, 15 bis 17 Uhr
Treffpunkt: Forsthaus Steinhaus 
Ausrüstung: Wetterfeste Kleidung/Schuhe/Regenschirm
Gruppengröße 30 – 40 Personen
Anmeldung per Mail

Bis vor wenigen Jahren konnte sich in Deutschland zudem kaum jemand lange Dürreperioden vorstellen. Spätestens im Sommer 2018 hat sich das allerdings schlagartig geändert: Die Temperaturen lagen lange über 30 Grad Celsius, gleichzeitig verringerten sich die Niederschläge laut Umweltbundesamt um 25 Prozent. Mit fatalen Folgen: Es herrschte eine hohe Waldbrandgefahr, es kam zu Missernten und die Grundwasserstände sanken.

Mittlerweile haben sich der Grundwasserspiegel in vielen Regionen Deutschlands zwar wieder erholt, die Entwicklung der Durchschnittstemperatur kennt aber nur eine Richtung: nach oben! 2023 betrug sie in Deutschland 10,6 Grad Celsius, womit 2023 hierzulande das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1881 war.

Fotos: Peter van Loon

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