Das Schulzentrum im Kleefeld beherbergt eine Realschule und eine Hauptschule. Thomas Merkenich

Zu den ersten Schulen in NRW, die über das Startchancen-Programm von Bund und Ländern gefördert werden, gehören die Hauptschule im Kleefeld und die Gemeinschaftsgrundschule Gronau. Das berichtet Maik Außendorf, Bundestagsabgeordneter der Grünen. Die sozial besonders geforderten Schulen können das Geld für die Schulsozialarbeit, für die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie für eine gute Lernumgebung ausgeben.

Um soziale Nachteile auszugleichen sollen 4000 besonders geforderte Schulen bundesweit über zehn Jahre hinweg 20 Milliarden Euro aus dem „Startchancen“-Programm von Bund und Ländern erhalten; die ersten 400 Empfängerinnen sind jetzt benannt worden. Dazu gehören – als einzige bislang in Rhein-Berg – die Hauptschule im Kleefeld und die GGS Gronau in Bergisch Gladbach. Darauf macht Maik Außendorf, Bundestagsabgeordneter der Grünen, in einer Mitteilung aufmerksam – und reklamiert das Programm als Erfolg der Grünen.

+ Anzeige +

Noch immer hängt der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen stark von der sozialen Herkunft ab. Dem wollen Bund und Länder mit dem Startchancen-Programm entgegenwirken und für mehr Chancengerechtigkeit sorgen. Dazu werden Schulen mit einem hohen Anteil sozioökonomisch benachteiligter Schülerinnen und Schülern bis 2034 gezielt unterstützt. Nordrhein-Westfalen erhält dafür rund 2,3 Milliarden Euro vom Bund und verdoppelt das Geld aus dem eigenen Haushalt.

Maik Außendorf im BürgerClub des Bürgerportals. Foto: Thomas Merkenich

„Die Auswahl der Schulen in NRW erfolgte anhand eines Sozialindex. Somit kommt das Geld genau bei den Schulen an, wo der Bedarf am größten ist“, erklärt MdB Außendorf. Das Programm setze ein Projekt der Grünen um, für das sie schon im Wahlprogram für den Bundestag geworben hätten. Auch die Tatsache, dass Grundschulen besonders gefördert werden, sei ein Verhandlungserfolg der Grünen.

GGS Gronau und Kleefeld sozial besonders belastet

Der NRW-Schulsozialindex bildet die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft jeder Schule mit einem Wert ab – und reicht von 1 bis 9 (höchste Belastung). In Bergisch Gladbach wird die GGS Gronau in der Stufe 7 eingeordnet, und damit um zwei Stufen schlechte als die folgenden Grundschulen. Auch die Hauptschule Im Kleefeld hat den Indexwert 7. Die Werte für alle Schulen finden Sie hier.

Angesichts der „alarmierenden PISA-Ergebnisse“ komme das Startchancen-Programm zur richtigen Zeit, sagt Außendorf: „Gerade Schüler:innen aus einkommensschwachen Familien und bildungsfernen Haushalten werden mit dem Programm erreicht.“ Es werde die Basiskompetenzen der Kinder und Jugendlichen an den geförderten Schulen deutlich verbessern.

Die Programm-Gelder können für multiprofessionelle Teams (insbesondere für die Schulsozialarbeit), für die Schul- und Unterrichtsentwicklung und für Investitionen in eine förderliche und nachhaltige Lernumgebung eingsetzt werden – in Absprache mit der Stadt als Schulträger und der Schulaufsicht. Die konkrete Höhe der Förderung ist nicht bekannt, sie hängt vor allem von der Größe der Schule ab.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.