Die Pfadfinder hatten vor der Ratssitzung vor dem Rathaus demonstriert. Foto: Thomas Merkenich

Die Pfadfinder vom Stamm Folke Bernadotte wollen sich mit dem beschlossenen Umzug in eine neues, kleines Jugendquartier nicht abfinden. Sie kritisieren, dass sich der Stadtrat nicht ausreichend mit dem Thema befasst habe und zweifeln die Aussagen der Stadt zum Zustand des Q1-Gebäudes nach wie vor an.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Pfadfinder Folke Bernadotte

Am 24.03.2026 hat der Stadtrat beschlossen, die bisher für die Jugendarbeit bereitgestellte Fläche deutlich zu reduzieren. In der Debatte haben die Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen für den Neubau an der Hauptstraße 283 und damit gegen die Weiterführung des bestehenden Gebäudes und damit der gesamten Jugendarbeit auf dem Quirlsberg gestimmt.

Mit dieser Entscheidung ist eine Reduzierung der Fläche von derzeit knapp 1200 m² auf etwa 250 m² plus noch einmal 200 m² für das Jugendzentrum Q1 verbunden, was einer Verringerung der für die verschiedenen Träger der Jugendarbeit nutzbaren Fläche um etwa zwei Drittel entspricht.

Die Entscheidung fiel nach einer kurzen Diskussion, in deren Zusammenhang seitens der Grünen geäußert wurde, dass das Gebäude Q1 nicht mehr tragfähig sei. Diese Einschätzung lässt sich jedoch in den von der Stadt bereitgestellten Unterlagen nicht finden.  Zudem fand kaum fachlicher Austausch statt, sodass kein Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung oder eine mögliche Neubewertung der Positionen bestand.

Zudem war aus unserer Sicht auch das Engagement während der Sitzung gering, was wir angesichts der Bedeutung der Entscheidung für die zukünftige Jugendarbeit, für ein falsches Signal halten.

Mehr zum Thema

Stadtrat, lang und relevant: Das Q1, der Haushalt und die Sache mit der AfD

Mehr als sechs Stunden hat der Stadtrat getagt. Der Vorschlag der Verwaltung zur Abwicklung des Jugendzentrums Q1 war rasch bestätigt. Lange wurde über de Haushalts 2026 geredet und entschieden. Bei der Reduzierung der Grundsteuer-Erhöhung stimmten CDU, SPD und Grüne noch gemeinsam, dann brach der Graben auf: Schritt für Schritt setzte sich die CDU mit ihren Sparvorschlägen durch, gegen Appelle der Stadtverwaltung und mit den Stimmen von AfD und Bürgerpartei.

Auf den ersten Blick könnte der geplante Neubau als positive Entwicklung erscheinen, da moderne Räumlichkeiten entstehen sollen. Nach kurzer Überlegung ergeben sich jedoch Zweifel an der Umsetzbarkeit des Vorhabens. Insbesondere wird die geplante gemeinsame Nutzung des Gebäudes durch unterschiedliche Einrichtungen, wie durch das Kindergartenmuseum und uns als Pfadfindergruppe, als wenig sinnvoll eingeschätzt.

Darüber hinaus erachten wir den Standort durch die direkte Nachbarschaft von Wohngebäuden und die Lage an der vielbefahrenen Hauptstraße als ungeeignet für die Arbeit mit Kindern vor allem im Vergleich zum eher ruhigen Quirlsberg. 

Mehr zum Thema

Zukunft des Q1: Stadt schlägt Neubau eines „Jugendquartiers“ vor

Im Jugendhilfeausschuss präsentiert die Verwaltung einen neuen Plan für die Zukunft des sanierungsbedürftigen Q1-Gebäudes. Er sieht neben einer Minimal-Reparatur des Altbaus einen deutlich kleineren Neubau in der Innenstadt vor. Die Pfadfinder, die neben dem Kindergartenmuseum dort einziehen sollen, sprechen sich gegen den Vorschlag aus. Was aus dem Jugendzentrum selbst wird, bleibt offen.

Ebenso liegt ein konkretes Nutzungskonzept für das neue Gebäude bislang nicht vor. Es ist unklar, wie viele weitere Einrichtungen neben uns und dem Kindergartenmuseum dort untergebracht werden und wie die konkrete Raumnutzung aussehen soll.  Vor diesem Hintergrund wurde eine Entscheidung getroffen, obwohl wesentliche planerische Fragen noch offen sind.

In der Diskussion entstand der Eindruck, dass mancher Politiker das Q1 als marodes und baufälliges Gebäude darstellen will, diese Darstellung ist jedoch fachlich so nicht haltbar. Trotz des Alters des Gebäudes ist es nach wie vor gut nutzbar. Nach der beschlossenen Brandschutzsanierung für 250.000 Euro ist eine Generalisierung für 6 bis 9 Millionen Euro nicht mehr notwendig. Natürlich würden weitere Kosten anfallen, diese würden sich aber über viele Jahre strecken und würden je nach Bedarf abgerufen werden. 

Hinweis der Redaktion: Die Vorlage der Stadt zum Sanierungsaufwand dokumentieren wir unten

Wir standen bereit

Wir haben in letzter Zeit viel für den Erhalt des Jugendzentrums am Quirlsberg gearbeitet. Bevor es von Seiten der Stadt aus zu dem Vorstoß bzgl. Neubau kam, standen wir kurz vor der Gründung eines neuen Vereins, der dazu bereit gewesen wäre, die Trägerschaft des gesamten Gebäudes zu übernehmen.

Weitere Vereine der Bergisch Gladbacher Jugendarbeit wären bereit gewesen an dem Projekt mitzuarbeiten um den Quirlsberg als Ort zu erhalten, der von der Jugend selbständig gestaltet werden kann.

Betrachtet man all diese Aspekte, erscheint es uns unklar, wieso der Rat diese Entscheidung getroffen hat. Mit dieser Entscheidung nimmt der Rat der Jugend einen entscheiden Treffpunkt in Bergisch Gladbach Mitte, an dem nun seit 80 Jahren ehrenamtliche Jugendarbeit stattfindet. Dies entspricht nicht der Wertschätzung, welche wir uns von der Stadt für unsere langjährige und fortwährende ehrenamtliche Arbeit erhofft hätten.

Wir lassen uns von dieser Entscheidung jedoch nicht entmutigen und werden uns weiterhin für den Erhalt des Jugendzentrums am Quirlsberg einsetzen, damit die Jugend in Bergisch Gladbach Mitte den Platz bekommt, den sie zur freien Entfaltung benötigt.

Dokumentation:

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

11

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. ….eine Stadt für die Alten. Die Jugend wird mal wieder übersehen.
    Ziemlich kurz gedacht. Ich denke es muss wieder eine Solidarität zwischen jung und alt geben.
    Die Politik tut da viel zu wenig. Wir sehen ja auf Bundesebene, wie man es nicht machen sollte. Da wird durch ein marodes Rentensystem jung und alt auseinandergetrieben. Die Lobby der Bürger (Politiker) arbeiten leider als Lobby der Unternehmen. Natürlich immer unter dem Deckmantel “sonst verlieren wir sie”.

  2. Ich habe meinen Mann, der in den 60er/70er Jahren ebenfalls bei den Pfadfindern war, mal interviewt. Die Pfadfinder hatten damals eine Holzbaracke am Hang hinter der alten Feuerwache zur Verfügung (gegenüber vom Kulturhaus Zanders). Später hat der Vater eines “Wölflings” noch eine weitere, zweite Baracke hinzuspendiert.

    Könnte man nicht dort vielleicht wieder etwas bauen?
    Weis jemand, wem dieses Grundstück heute gehört?
    Z. Zt. befindet sich da lediglich ein Parkplatz.

  3. Schön, dass ihr weiterkämpft!

    Selbstwirksamkeit ist ein entscheidender Resilienzfaktor. Die Politiker*innen von den Grünen, der SPD und der €DU versuchen alles, damit ihr dieses nicht erleben könnt.

    – Sie hören euch nicht zu, behandeln euch (zum Teil) in pro forma-geführten Einzelgesprächen nicht wertschätzend.
    – während der Debatte spielen sie auf ihren Handys, gucken sich ihre Fotos auf ihren ipads an und zeigen so, wie wenig sie eure Belange interessieren
    – sie entscheiden nicht faktenbasiert, weil diese Fakten noch gar nicht vollständig vorliegen

    Ich finde es großartig, wie immerhin ihr älteren (ausschließlich ehrenamtlich tätigen) jungen Erwachsenen die Kinder und Jugendlichen in eurem Stamm auffangt und ihnen aktiv zeigt, wie Demokratie funktioniert – wenn schon die Politiker*innen sich ihrer Vorbildfunktion nicht bewusst sind.

    1. Liebe Frau Fitz, ich möchte ihrem Kommentar folgendes entgegnen.

      Uns Mitgliedern des JHA ist die Thematik „Q1“ schon seit mehr als einem Jahr bekannt. Wir hatten zwischen den JHA Sitzungen viele Gespräche ,sowohl mit der Verwaltung als auch fraktionsübergreifend ,zu dieser sehr wichtigen Frage wie es mit dem Q1 weitergehen kann.

      Es fanden auch Gespräche mit den Pfadfindern statt.

      Wir haben uns die Entscheidung – nach sorgfältiger Abwägung und mit Blick auf die uns vorliegenden Fakten – nicht leicht gemacht.

      Es ist mir ein Anliegen dies mitzuteilen.
      Herzliche Grüße
      Brigitta Opiela

      __________
      Hinweis der Redaktion: Brigitta Opiela ist Ratsmitglied der CDU und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusse

      1. Ach. Dann hätte ich gerne die prognostizierte Summe, was eine angemessene Instandsetzung kostet. Nicht die Sanierung auf neusten Stand! Gerne auch die Zahl, was es kostet, die dem JuZe auf dem Zandersareal zugedachten Räumlichkeiten barrierefrei zu gestalten – denn die Summe ist ja auch in der Vollsanierung des Q1 drin und für eine faktenbasierte, vergleichbare Entscheidung müsste diese ja einbezogen werden. Gerne auch direkt die Info, wie viele der Kosten dort überhaupt dem Q1 zugerechnet werden.

        Wenn wir schon dabei sind – welche Instandhaltungskosten sind für beide Gebäude auf die nächsten Jahre kalkuliert?

        Es gibt auch immer noch keine Antwort auf die Frage, wie sich ein Museum (!) und ein Pfadfinderstamm Räume teilen sollen.

        Wenn Sie das für eine sorgfältige Entscheidung halten, kann ich nur laut lachen.
        Aber was erwarte ich schon für eine Information von jemandem, der seine Anträge freudig mit der braunen durch den Rat bringt. Vielleicht war ja auch Candy Crush interessanter als die Beschlussvorlage zu lesen und auf fehlende Informationen zu prüfen.

      2. Frau Opiela schreibt, der JHA habe „nach sorgfältiger Abwägung und mit Blick auf die uns vorliegenden Fakten“ entschieden. Genau an diesem Punkt setzt meine Kritik an.
        Ich bestreite ausdrücklich nicht, dass sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses die Entscheidung nicht leichtgemacht haben. Das kann und will ich auch gar nicht beurteilen.

        Mein Einwand ist: Eine sorgfältige Abwägung setzt voraus, dass die Entscheidungsgrundlage vollständig und belastbar ist. Und genau das war hier nach meinem Kenntnisstand gerade nicht der Fall. Einiges dazu habe ich bereits mehrfach ausgeführt.

        Nachdem mir die auch hier im Artikel verlinkte Mitteilungsvorlage für die Sitzung am 10.12.2025 bekannt war, habe ich in meiner E-Mail vom 09.12.2025 an die Mitglieder des JHA (auch an Frau Opiela) ausdrücklich darauf hingewiesen:
        „Die vorgelegte Kostenschätzung von rund 9 Mio. Euro basiert ersichtlich auf einer Vollsanierung nach Neubaustandard. Eine belastbare Kostenbewertung der Variante ‚Teilsanierung‘, die den gesicherten Weiterbetrieb ermöglichen würde, liegt hingegen nicht vor und wäre für eine sachgerechte Entscheidung zwingend erforderlich.“

        Und weiter:

        „Für die weitere Beratung im Jugendhilfeausschuss halte ich daher insbesondere folgende Punkte für notwendig:
        – eine klare Trennung zwischen verpflichtenden Maßnahmen und freiwilligen Optimierungen,
        – eine vollständige Kostenschätzung der Variante ‚Teilsanierung‘,
        – eine präzise baurechtliche Bewertung der tatsächlichen Mindestanforderungen für einen sicheren und genehmigungsfähigen Weiterbetrieb.“

        Genau diese Punkte sind aber offenkundig nicht in der notwendigen Tiefe aufgearbeitet, zumindest aber nicht bekannt gemacht worden.
        Das Problem ist also nicht, dass abgewogen wurde – sondern worüber abgewogen wurde.
        Wer nur eine Vollsanierung nach Neubaustandard mit einem Millionenbetrag auf den Tisch legt, aber keine belastbare Bewertung einer Teilsanierung für den gesicherten Weiterbetrieb, schafft kein offenes Abwägungsverfahren, sondern faktisch ein alternativlos wirkendes Szenario. Wenn dann später festgestellt wird, dass gerade keine Generalsanierung in dieser Größenordnung Voraussetzung für eine weitere Nutzung ist, stellt sich zwangsläufig die Frage, auf welcher tatsächlichen Grundlage die politische Bewertung zuvor erfolgt ist.

        Insofern ist der Hinweis auf die „vorliegenden Fakten“ eher Teil des Problems als dessen Lösung.

        Denn entscheidend ist eben nicht, dass Fakten vorlagen, sondern welche Fakten vorlagen – und welche gerade nicht.
        Hinzu kommt, dass hier aus meiner Sicht mit zweierlei Maß gemessen wird:
        Auf der einen Seite werden für den Bestand höchste Maßstäbe angesetzt und Kosten einer Vollsanierung nach heutigen Idealvorstellungen in den Raum gestellt. Auf der anderen Seite wird die Option einer gezielten, priorisierten Teilsanierung, die den sicheren Weiterbetrieb ermöglichen könnte, nicht mit derselben Gründlichkeit und Ernsthaftigkeit geprüft.
        Zum Messen mit zweierlei Maß (Stichwort Barrierefreiheit) ist an anderer Stelle auch bereits geschrieben worden.

        Das ist der eigentliche Kritikpunkt.
        Es geht nicht darum, irgendjemandem mangelnde Sorgfalt im persönlichen Sinne vorzuwerfen.
        Es geht darum, dass eine weitreichende Entscheidung erkennbar auf unvollständiger Tatsachengrundlage getroffen wurde.

        Solange diese Grundlagen unvollständig bleiben, ist die Behauptung einer ergebnisoffenen, sorgfältig abgewogenen Entscheidung zumindest schwer nachvollziehbar.

  4. Die verlinkte Vorlage für den Jugendhilfeausschuss ist überholt und wurde von der Verwaltung für die folgenden Sitzungen deutlich überarbeitet.

    In der ersten Maßnahmenliste wurden notwendige Arbeiten zur Gefahrenabwehr – etwa bei Elektroinstallation und Brandschutz – mit umfangreichen Modernisierungen vermischt, die für den Betrieb einer Jugendeinrichtung nicht zwingend erforderlich sind. Energetische Sanierung, vollständige Barrierefreiheit oder der Einbau einer Gebäudeleittechnik mögen sinnvoll sein, sind aber keine Voraussetzung für eine weitere Nutzung.

    Auffällig ist zudem, dass in der Vorlage noch auf die Energieeinsparverordnung (EnEV) verwiesen wird, die seit 2020 durch das Gebäudeenergiegesetz ersetzt wurde. Auch für eine Gebäudeleittechnik lässt sich keine gesetzliche Pflicht ableiten. Solche Punkte werfen Fragen zur Aktualität und fachlichen Einordnung der gesamten Kostenschätzung auf.

    Die genannten rund 9 Millionen Euro basieren erkennbar auf einer Vollsanierung mit entsprechendem Risikozuschlag – also einem Maximalszenario. Eine belastbare Darstellung dessen, was tatsächlich für einen sicheren Weiterbetrieb notwendig wäre, fehlt hingegen weiterhin. Genau diese Variante wäre aber für eine sachliche Entscheidung entscheidend.

    Dabei bestätigen aktuelle Einschätzungen inzwischen selbst aus der Verwaltung, dass keine vollständige Generalsanierung erforderlich ist. Es geht in erster Linie um sicherheitsrelevante Maßnahmen – nicht um eine Komplettmodernisierung.

    Die Jugendarbeit ist eine Pflichtaufgabe der Stadt. Daraus folgt jedoch nicht, dass zwingend ein Gebäude auf Neubaustandard saniert werden muss. Entscheidend ist, dass Angebote verlässlich ermöglicht werden – und das kann auch mit deutlich geringerem Mitteleinsatz, zeitlich gestreckt und öffentlich gefördert erreicht werden.

    Solange die tatsächlich erforderlichen Maßnahmen nicht klar von wünschenswerten Verbesserungen getrennt werden, bleibt die Entscheidungsgrundlage unvollständig – und die Diskussion zwangsläufig verzerrt.

    1. Wir haben die Beschlussvorlage aus der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Dezember dokumentiert, in der die Kosten für eine Vollsanierung aufgeschlüsselt worden waren. Danach hat lediglich im März eine Sitzung stattgefunden, die auf diese Vorlage zurückverweist und lediglich die Zahlen für eine notdürftige Instandsetzung nennt. Wir haben sie zur Vollständigkeit ebenfalls eingefügt.

    2. Das Gebäude müsste energetisch saniert und auch sonst technisch modernisiert werden, mindestens das Erdgeschoss sollte barrierefrei sein. Das ist für 250.000 nicht zu haben – aber 9 Millionen scheinen auch mir deutlich zu hoch gegriffen. Offenbar eine Maximalsumme bei bestmöglicher “Luxussanierung” – braucht es das wirklich? Warum werden solche “astronomischen” Zahlen in den Raum geworfen?

  5. Die Entscheidung des Stadtrats ist ein Schlag ins Gesicht für die Jugendarbeit in Bergisch Gladbach. Statt Perspektiven zu schaffen, wird mit fragwürdigen Planungen und unklaren Zahlen eine zentrale Einrichtung systematisch geschwächt. Das Jugendzentrum Q1 soll deutlich verkleinert und in seiner Arbeit massiv eingeschränkt werden – ein fatales Signal an junge Menschen in dieser Stadt.

    Die Linke im Stadtrat hat diesen Beschluss geschlossen abgelehnt. Für uns ist klar: Das Q1 muss als wichtiger Standort der Jugendarbeit erhalten bleiben – nicht als abgespeckte Notlösung, sondern als lebendiger Ort für Begegnung, Kultur und Selbstorganisation.

    Wir werden uns weiterhin konsequent für die Interessen junger Menschen einsetzen und die Initiative zum Erhalt des Q1 solidarisch begleiten. Gerade weil zentrale Entscheidungen offenbar ohne echte Beteiligung der Betroffenen getroffen werden, braucht es politischen Druck von unten.

    Zugleich zeigt dieser Beschluss auch die strukturellen Probleme im Rat: Da Die Linke keine gemeinsame Fraktion gebildet hat, sind unsere Handlungsspielräume leider sehr stark eingeschränkt. Das sollten wir unbedingt ändern, um auch bei diesem Thema politisch wirksam zu werden.
    Trotzdem gilt: Unsere drei Ratsmitglieder werden alles tun, was möglich ist, um Widerstand zu organisieren und die Stimme der Jugend hörbar zu machen.

    Tomás M. Santillán – Mitglied im Stadtrat Bergisch Gladbach Die Linke